Verfahren gegen Broder endet mit Freispruch

Das Amtsgericht Duisburg hat den deutsch-jüdischen Publizisten Henryk M. Broder vom Vorwurf der Beleidigung freigesprochen. Mit dem Urteil endete am Montag ein mehrjähriges Verfahren. Angestrebt hatte dies die Religionspädagogin Lamya Kaddor.

Anlaß war ein Interview Kaddors 2016, in dem sie Broder vorwarf, verantwortlich dafür zu sein, daß sie Haßmails und Drohungen erhalte. Broder wies die Anschuldigungen gegenüber der Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT (siehe Foto) seinerzeit zurück, woraufhin ihn Kaddor wegen Beleidigung anzeigte.

Die Staatsanwaltschaft Duisburg erließ in der Folge Strafbefehl gegen Broder in Höhe von 2000 Euro, weil sie der Ansicht war, er habe beabsichtig, Kaddor „in ihrer Ehre zu verletzen“.

Da Broder Widerspruch einlegte, kam es im vergangenen Mai 2019 zur Verhandlung. Die Staatsanwaltschaft konnte jedoch weder Beweise noch Zeugen dafür vorlegen, daß Broder sich beleidigend über Kaddor geäußert hatte, woraufhin der Prozeß nach wenigen Minuten vertagt wurde.

Am heutigen Montag fand nun die nächste Verhandlung statt. Geladen war dazu auch der Junge-Freiheit-Redakteur Felix Krautkrämer, der aber als Journalist von seinem Recht der Aussageverweigerung Gebrauch machte. Die Staatsanwaltschaft plädierte daraufhin auf Freispruch und entsprechend lautete auch das Urteil der Richterin.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://jungefreiheit.de/allgemein/2020/vorwurf-der-beleidigung-verfahren-gegen-broder-endet-mit-freispruch/


2 Kommentare on “Verfahren gegen Broder endet mit Freispruch”

  1. Alexander Tibor aus H. sagt:

    Die beste Verteidigung wenn man keine Argumente hat: „Das ist jetzt irgendwie total frauenfeindlich, ich fühle mich als Frau beleidigt“.
    Und: „Du find das jetzt irgendwie unheimlich rassistisch von Dir!“
    Zusammengefasst: “ Ich habe keine Argumente, gehe verbal aggressiv gegen Andersdenkende
    vor, aber wenn mich jemand kritisiert beziehe ich das darauf das ich eine Frau bin und dass ich einen Mirgrationshintergrund habe. Dann kann ich meinen Gegenüber gleich als rassisitischen Frauenfeind oder sexistischen Ausländerfeind bezeichnen. Damit habe ich dann die Oberhoheit über jegliche Moral“. Funktioniert nur in der BRD, funktioniert nicht in anderen Herkunfstländern wo Frau nichts zu sagen hat.

    Liken


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