Lesenswertes Buch über die Corona-Krise

Rezension von Dr. Bernd F. Pelz

BUCH-Daten: Dr. Karina Reiss und Dr. Sucharit Bhadki (Juni 2020): Corona Fehlalarm? Zahlen, Daten und Hintergründe; Goldegg Verlag, ISBN 978-3-99060-190-7

Der brave, regierungsgläubige, Merkel- und Massenmedien-abhängige Bürger fragt sich, ob das wirklich sein kann, was die Autoren Dr. Karina Reiss und Prof. Dr. Sucharit Bhakdi behaupten:

Dass nämlich die deutsche Regierung aufgrund ungenügender eigener Sachkenntnis und falsch ausgewählter Berater – vielleicht auch aufgrund von Wahlkampfüberlegungen – in Sachen Corona in eine Entscheidungssackgasse geraten ist, aus der sie nun versucht, mit unverhältnismäßig hohem Aufwand wieder herauszukommen.

Auf 145 Seiten und mit 208 Quellenangaben wird die Entstehung der Corona-Krise dargelegt, die Situation in Deutschland durchleuchtet, beschrieben, was die Regierung richtig und falsch gemacht hat, was andere Länder getan haben, was man eigentlich hätte tun müssen und warum Medien und Politiker eigentlich versagt haben.

Auch wenn man skeptisch ist und einen gewissen Eigennutz der Autoren unterstellt, verleitet das Buch doch zum Nachdenken über das, was jetzt geschieht und was auf uns vielleicht zukommt, wenn eine neue schwere Grippewelle wie 1995/1996 (30.000 Tote), 2002/2003 (15.000 Tote), 2004/2005 (15.000 Tote) und 2017/2018 (25.000 Tote) anrollt. Verhalten wir uns dann wieder so wie jetzt?

Die Autoren schreiben: „Die letzte große Grippewelle in der Saison 2017/2018 hat in Deutschland laut Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) ca. 25.000 Menschenleben gefordert. … Trotz dieser schweren Grippewelle gab es – vernünftigerweise – keine Ausgangsbeschränkungen und Eingriffe in die Freiheitsrechte der Menschen, die das soziale/ökonomische Leben maximal gefährdet hätten. Deutschland hat wie in allen vergangenen Jahren die Epidemie gut überstanden.“

Unter Nutzung der Daten des RKI zeigen die Autoren auf, dass die Corona-Erkrankungen einen saisonalen Verlauf zeigen wie „ganz normale“ Grippe-/Erkältungswellen. Anfang/Mitte März hatte die Corona Epidemie ihren Höhepunkt, der zum Zeitpunkt der von der Regierung ergriffenen Maßnahmen (Lockdown, Veranstaltungsverbote etc.) schon vorbei war.

„Tatsächlich sind wir in Deutschland nie Gefahr gelaufen, dass unser Gesundheitssystem zusammenbricht. ….. Mitte April hätten alle Maßnahmen mit sofortiger Wirkung aufgehoben werden müssen“, schreiben die Autoren.

Zum Thema „zweite Welle“ sagen sie: „Die Herdenimmunität wird stetig zunehmen. Dasselbe Virus kann also keine zweite Welle verursachen, die an „Heftigkeit“ die erste übertrifft.“

Aus meiner Sicht ist CORONA FEHLALARM? ein lesenswertes Buch, das interessierten, medizinisch-epidemiologischen Laien einen guten Einblick in die Sachverhalte gibt.

Diejenigen, die sich mehr mit dem Regierungshandeln in einer vermeintlichen Krisensituation befassen wollen, liefert das Buch eine gute Einsicht über die Wechselwirkungen von Politik, Wissenschaft und Medien.

Möglicherweise führt es auch dazu, das Unbehagen der Autoren über diese Wechselwirkungen zu teilen und über ein zukünftiges, rationaleres Vorgehen bei einer anrückenden Pandemie nachzudenken.  


5 Kommentare on “Lesenswertes Buch über die Corona-Krise”

  1. Stefan Kunz sagt:

    Eigentlich sollte das Buch zur Pflichtlektüre für jeden ernannt werden! Befürchte aber, dass es als „NeuNaziMachwerk“ abgestempelt werden wird.

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    • Guten Tag,
      eine solche Diffamierung, die Sie befürchten, dürfte bei diesem Buch zweier medizinischer Experten, darunter ein renommierter Professor (noch dazu mit „Migrationshintergrund“), wohl kaum möglich sein.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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  2. Klöckner Gerti sagt:

    Ja, es ist und war für Laien besonders schwierig, zu unterscheiden, wer im Recht ist!?

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    • Wilfried Scherder sagt:

      Also ich empfinde vielmehr, dass das Buch sehr klar, sehr verständlich und gut lesbar sowie überzeugend verfasst ist. Es hat für mich dokumentarischen Charakter und offenbart deutlich das politische Versagen der sogenannten Elite. Für mich persönlich ist der Corona Hype ohnehin nur eine vorgeschobene weltweite Aktion, um das reale, eigentliche Problem, nämlich die Schuldenberge der Länder mitsamt der Wirtschaft zu vertuschen. Corona stellt doch, wenn man die Todesraten bzw.- verläufe der letzten Jahre sieht, überhaupt keinen überdurchschnittlichen Trend oder Peak. Die Menschen sollten sich mal selbst informieren und ihr eigenes Denkvermögen wiederbeleben,.

      Gefällt 1 Person


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