Deutlicher Rückgang der Pille in Deutschland

Immer weniger Frauen verhüten mit der Anti-Baby-Pille. Das teilte der AOK-Bundesverband unter Berufung auf eine aktuelle Analyse der Verordnungsdaten der Gesetzlichen  Krankenversicherungen mit.

Demnach sank der Anteil der Verordnungen bei gesetzlich versicherten Mädchen und Frauen in den vergangenen zehn Jahren um fünfzehn von 46 auf 31 Prozent.

Die AOK erklärt den Rückgang mit einem gewachsenen Bewusstsein dafür, dass die Pille kein Lifestyle-Präparat ist, sondern in den Hormonhaushalt eingreift und auch Nebenwirkungen haben kann.

„So hat eine dänische Studie kürzlich auch auf ein höheres Risiko für Depressionen gerade bei jungen Erstanwenderinnen hingewiesen“, erklärte Eike Eymers, Ärztin im Stab Medizin des AOK-Bundesverbandes.

Als „positiven Trend“ verbucht Eymers, dass der Verordnungsanteil der sog. kombinierten oralen Kontrazeptiva von 72 Prozent (2009) auf 54 Prozent (2019) gesunken sei. Dennoch erhielten immer noch mehr als die Hälfte der Frauen, die die Pille auf Kosten der Krankenkassen verordnet bekämen, Pillenpräparate der neuen Generation, die ein nachweislich höheres Risiko für Thrombosen und Embolien besäßen.

Quelle: ALFA-Newsletter


5 Kommentare on “Deutlicher Rückgang der Pille in Deutschland”

  1. Epigenetik – Sind wir Gene oder Umwelt? | Doku | ARTE
    379.679 Aufrufe•Premiere am 28.05.2020

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    Formt unser Erbgut unsere Identität? Lange Zeit glaubte man, dass die Gene der entscheidende Faktor in der Entwicklung eines Menschen seien. Doch neueste wissenschaftliche Erkenntnisse auf dem Gebiet der Epipgenetik haben gezeigt, dass die jeweilige Ausprägung der Gene durch äußere Umstände beeinflusst wird und sogar gezielt gesteuert werden kann.

    Wissenschaftler waren lange Zeit der Ansicht: Nur die Erbanlagen entscheiden über unsere biologische Entwicklung. Heute bahnt sich ein Umdenken an, denn nicht allein die DNA ist für die Entwicklung eines Menschen maßgeblich. Was formt neben den Genen unsere Identität und womöglich sogar unser Erbgut von außen? Nach der Entschlüsselung des Humangenoms widmete sich die Wissenschaft der Epigenetik verstärkt der Frage, was unsere Genaktivität beeinflusst.
    In Australien befasst sich die Forschung dazu exemplarisch mit der Genetik der Honigbiene. Warum entscheidet allein die Gabe von Gelée royale darüber, ob sich aus einer Bienenlarve eine Arbeiterin oder eine Königin entwickelt? Warum leidet bei eineiigen Zwillingen einer an einer chronischen Krankheit, während sich der andere bester Gesundheit erfreut? Epigenetiker können diese Fragen beantworten.
    Es gibt einen gewissen Gen-Determinismus, aber eben keinen hundertprozentigen. Den Ergebnissen verschiedener wissenschaftlicher Studien zufolge können Umweltfaktoren wie Ernährung, Stress oder Pestizide die Genexpression entscheidend beeinflussen; das heißt, diese äußeren Einflüsse entscheiden darüber, welche Gene letztendlich im Laufe eines Lebens aktiviert werden.
    Die Epigenetik untersucht, ob bestimmte Krankheiten oder Symptome auch an die nächste Generation weitergegeben werden können. Eine Studie von Anne Ferguson-Smith aus Cambridge beispielsweise widmet sich Kindern, deren Mütter im Winter 1944 eine Zeit schlimmen Hungers überstehen mussten, als sie schwanger waren. Die Untersuchungen zur Frage, inwieweit Nahrungsunterversorgung die DNA prägen kann, haben ergeben, dass die Kinder im Erwachsenenalter verstärkt an Krankheiten wie Diabetes und Übergewicht litten, dazu an neurologischen Störungen wie Angstzuständen, Depressionen und Schizophrenie. Die Epigenetik erweitert damit Studien zur Genetik, doch die Forschungen über die Auswirkungen der Umwelt auf unsere Gene stehen noch ganz am Anfang.

    Dokumentation von Laurence Serfaty (Frankreich 2015, 51 Min)

    ►Video auf Youtube verfügbar bis zum 21/11/2020
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  2. Holger Jahndel sagt:

    „Bund Katholischer Ärzte“ (BKA) Deutschland

    https://www.bkae.org/

    https://www.bkae.org/?id=301

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  3. Holger Jahndel sagt:

    Siehe auch den „Bund Katholischer Ärzte“ (BKA) Deutschland und die Internetauftritte von Eva Hermann und Judith Reisman und die christliche Psychologin Christa Meves und die Soziologin Gabriele Kuby. http://www.gabriele-kuby.de Und das Zeit-Fragen Magazin aus der Schweiz.

    http://www.zeit-fragen.ch

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  4. Bernhard sagt:

    Ein Grund zur Freude ist das nach meiner Einschätzung nicht.

    Es stimmt: viele Frauen wollen heutzutage nicht mehr mit der Pille verhüten, weil sie gesundheitsschädlich ist. – Und dann lassen Sie sich Spiralen oder Kupferketten einsetzen, die unter Gesichtspunkten des Lebensschutzes noch schlechter sind.

    Bei NFP lautet oft das Pauschalurteil: unsicher. Allerdings scheint die Akzeptanz für Verhütungscomputer zugenommen zu haben.

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