Flache Erde, die stillsteht: Wenn der Glaube in den Aberglauben abdriftet

Von Felizitas Küble

Manche Vorurteile überdauern die Jahrhunderte – dazu gehört auch die irrige Vorstellung, das Mittelalter habe sich die Erde nicht als Kugel, sondern als flache Scheibe vorgestellt.

Um dies zu illustrieren, wird gerne auf entsprechendes Bildmaterial zurückgegriffen – wie etwa diese Zeichnung, die angeblich aus dem 16. Jahrhundert stammen soll, wie man sogar in Schulbüchern erfährt. (Näheres dazu hier: https://www.philso.uni-augsburg.de/institute/philosophie/Personen/Lehrbeauftragte/neidhart/Downloads/FaelschungenFlacherde0.pdf)

Das Bild zeigt einen Missionar, der den Horizont bzw. das Ende der Erdscheibe erreichte und nun staunend in das Universum schaut. In Wirklichkeit stammt die Grafik aus dem Jahre 1888 und ist lediglich in ihrer Darstellungsweise geschickt auf mittelalterlich gestrickt.

Tatsache ist nämlich, daß sowohl das christliche Altertum wie auch das gar nicht so „dumme“ Mittelalter wie selbstverständlch von der Kugelgestalt der Erde ausging – also beileibe nicht etwa erst seit der „Weltumseglung“ des Christoph Kolumbus.

Von Augustinus bis zu Thomas von Aquin war die Sache mit dem „Erdball“ ganz klar – und fast alle Kirchenlehrer und Theologen haben dies auch eindeutig als richtig erklärt.

Allein schon die Tatsache des „Reichsapfels“ mit Kreuz, den der Kaiser (hier auf dem Foto: Karl der Große) symbolhaft in Händen hielt und womit die Erde dargestellt wurde, dokumentiert dieses Faktum: Der Herrscher des Abendlandes trug eine Kugel und keine Scheibe!

Statt nun diese Falschvorstellungen über die christliche Zeit von Antike und Mittelalter gerade zu rücken, gibt es unter einigen  – gottlob nur wenigen – Gläubigen das Bedürfnis, eine „flache Erde“ zu verkünden – und damit verbunden meist die Behauptung, unser Planet stehe still und die anderen Gestirne seien in Bewegung um ihn herum.

Die Beweggründe für solche sonderbaren Vorstellungen sind verschieden. Mag bei manchen Leuten ein (abgrund-)tiefes Mißtrauen gegenüber der Wissenschaft eine Rolle spielen, andere wiederum einen Hang zu  Verschwörungsmythen verspüren, so gibt es auch noch jene Frommen im Lande, die aufgrund irgendwelcher Schauungen von Seher/innen am Modell einer stillstehenden Erde festhalten.

Wenn die visionäre Person dann auch noch heiliggesprochen wurde, kann sie sich doch nicht geirrt haben – so lautet der naive Schluß bzw. Kurzschluß.

Ein solcher Denkfehler geschieht leicht bei Gläubigen, die ohnehin zum Aberglauben oder Schwarmglauben neigen (beides ist wundersüchtig miteinander geistesverwandt), die erscheinunungsbewegt ständig hinter den neuesten „Sehern“ herlaufen, Privatoffenbarungen für das Gelbe vom Ei halten und sich einer charismatischen Frömmigkeit verschrieben haben.

So hält es beispielsweise die Zeitschrift „Leben“ aus Bad Herrenalb, die seit Jahrzehnten erscheint, ununterbrochen (auch in der neuesten Ausgabe) für die Medjugorje-„Marienbotschaften“ wirbt und schwarmgeistige Wanderprediger wie Pater James Manjackal anpreist.

In der Ausgabe Nr. 2/2020 veröffentlicht Dr. Wolfgang Schneider einen seitenlangen Artikel, in dem er den Lesern allen Ernstes den Glauben abverlangt, die Erde stehe stille, denn das sei Hildegardis Wille – genauer: das habe die mittelalterliche Nonne Hildegard von Bingen visionär so gesehen, also könne es nur richtig sein, denn immerhin sei sie doch von Papst Benedikt „in den Stand der Heiligkeit erhoben“ worden.

Der Autor scheint trotz akademischer Bildung nicht zu wissen, daß eine Heiligsprechung mitnichten alle Ansichten  – geschweige „Schauungen“  – der damit Gewürdigten billigt oder gar bestätigt. Vielmehr geht es allein um die sog. „heroischen“ (heldenhaften) „Tugendgrad“, also die charakterliche Vorbildhaftigkeit der betreffenden Persönlichkeit. Das schließt Irrtümer selbstverständlich nicht aus, denn nur Gott allein ist vollkommen in seinem Wissen und Erkennen. Natur Mensch Umwelt

In der Zeitschrift wird ohne Ironie in voller Heftbreite das oben kritisierte „Weltmodell“ der flachen Erde abgebildet – und darin der Titel eingefügt: „Das Weltmodell nach der Kosmos-Vision von der hl. Hildegard von Bingen“.

Dann wird aus ihrem „dritten Großwerk“ namens „de operatione Dei“ (die göttlichen Werke) zitiert und geschlußfolgert: „Die kleine Erde ist der Mittelpunkt des Alls, um den sich das ganze Firmament dreht“.

Weiter heißt es: „Die hl. Hildegard sieht die Erde als statisch, sie zeigt keinerlei Bewegung, während sich der ganze Kosmos um den Menschen dreht.“

Es folgt die Frage: „Sollte in diesen mystischen Aussagen unsere Vorstellung von einer sich drehenden Erde revidiert werden?“

Zunächst: Ob man der hl. Hildegard und ihrem Ansehen einen Gefallen erweist, indem man sich ausgerechnet auf den zeitbedingten Teil ihrer „Schauungen“ fixiert, sei dahingestellt.

Immerhin hat die Äbtissin aus dem Hochmittelalter insgesamt eine durchaus eindrucksvolle „Schöpfungstheologie“ vorgelegt, darin den Zusammenhang von Gott, Mensch und Kosmos harmonisch aufgezeigt und erhellt – und war auch in der Darstellung der Heilsgeschichte solide christozentrisch ausgerichtet.

Aber Heilige sind in ihren Ansichten nicht unfehlbar – und dies gilt erst recht für Visionen, denn diese gehen unvermeidlicherweise durch die menschliche Vorstellungskraft hindurch – und werden durch die begrenzte menschliche Sprache präsentiert. Selbst wenn also Impulse sozusagen „echt“ sind, wird das Ergebnis nicht automatisch „eins zu eins“ in Schriftform gegossen.

Doch der Verfasser will die Leser dazu verdonnern, die „stillstehende“ Erde wie einen unfehlbaren Glaubenssatz zu schlucken.

Unter dem vielsagenden Zwischentitel „Glaube macht selig“ (!) heißt es, manches an Hildegards Kosmos-Visionen „stellt unsere Glaubensfähigkeit auf die Probe“. Ihr sei ein „Weltmodell“ gezeigt worden, „welches unserem heutigen Weltbild widerspricht“.

Aber jetzt kommt der Knüller bzw. mentale Kurzschluß: „Gottes Offenbarung aber will ernst genommen werden, weshalb Gottvater selbst den Inhalt ihres Buches beglaubigt.“ (Diese „Beglaubigung“ wird freilich nicht belegt.)

Danach wird erneut Hildegards Heiligsprechung 2012 erwähnt, ebenso ihre Erhebung zur Kirchenlehrerin 2014. 

Sodann wird ernsthaft beklagt, die „moderne Wissenschaft“ würde sich „massiv dagegen sträuben“, Hildegards „Weltmodell“ für realistisch zu halten.

Das wollen wir doch hoffen!

Sowohl der Naturwissenschaft wie dem nüchternen Glauben geht es allein um die Wahrheit – und nicht um das Fixiertsein auf kosmologische Visionen einer Äbtissin, als ob es sich dabei um unfehlbare Dogmen handeln würde.

Ein solcher „Glaube“  macht nicht etwa selig, sondern abergläubisch!

Abgesehen davon weiß man schon von der ebenfalls heiliggesprochenen und zur Kirchenlehrerin erklärten Katharina von Siena, daß sie auf eine irrige Erscheinung hereingefallen war: https://charismatismus.wordpress.com/2015/02/27/die-hl-katharina-von-siena-erlebte-eine-irrtumliche-marienerscheinung/

Weitere Infos zur „Erdkugel“ hier: https://charismatismus.wordpress.com/2017/08/21/flache-scheibe-oder-erdkugel-das-mittelalter-und-die-naturwissenschaften/

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

 


Milliardär George Soros wird 90 – na und?

Von Felizitas Küble

Wenn ein steinreicher Finanzspekulant aus den USA steinalt wird, ist dies normalerweise keine aufregende Nachricht, geschweige von nationaler Bedeutung.

Anders sieht es offenbar die seit Jahrzehnten linksgestrickte „Tagesschau“, die sich online seitenlang der inbrünstigen Verteidigung von George Soros widmet, der heute 90 Jahre alt wird: https://www.tagesschau.de/faktenfinder/soros-ungarn-orban-101.html

Auf die Idee, daß man mit einer solchen Lobhudelei und Aufwertung die viel beklagten „Verschwörungstheorien“, die sich um seine Person ranken, doch geradezu begünstigt, kommt die ARD-Redaktion offenbar nicht.

Natürlich kann dieser Milliardär nur ein ganz guter sein, schließlich finanziert er mit seiner Open-Society-Stiftung ein internationales linkes Wunschkonzert, wobei auch die marxistisch-revoluzzerische „Black Lives Matter“-Bewegung zu den von ihm Unterstützten gehört.

Scheinheilig fragt die „Tagesschau“, wie es wohl käme, daß es weltweit  – und nicht etwa nur in Ungarn, seinem Heimatland  – gar so viel Kritik und Vorbehalte gegenüber diesem Wohltäter der Menschheit gibt:

„Warum ausgerechnet Soros? Zum einen stammt der 90-Jährige aus Budapest, wo er als jüdischer Jugendlicher den Holocaust überlebt. Er wanderte  nach Großbritannien und dann in die USA aus. Dort verdiente er mit Finanzgeschäften Milliarden. Die perfekte Angriffsfläche für antisemitisch motivierte Kampagnen.“

Merke: Hintergrund der Beschwerden über Soros ist seine jüdische Herkunft, so wird es Fernseh-Lieschen Müller seitens der ARD vorgebröselt.

Wenn die „Tagesschau“ logisch bis fünf zählen könnte, müßte sie auch den  jüdischen Staat Israel als „antisemitisch motiviert“ verunglimpfen.

Warum dies? – Ganz einfach: Gerade aus Israel kommt besonders deutliche Kritik an Soros – sowas aber auch!

Näheres dazu hier: https://charismatismus.wordpress.com/2019/05/21/scharfe-kritik-an-george-soros-aus-israel/


BLM-Antirassisten rechtfertigen die Randale und Plünderungen in Chicago

Nach den heftigen Ausschreitungen in der US-Metropole Chicago hat die örtliche „Black Lives Matter“-Bewegung die Plünderungen als gerechtfertigt bezeichnet.

„Das sind Reparationen“, sagte die Sprecherin Ariel Atkins laut dem Sender „NBC Chicago“ bei einer Solidaritätskundgebung für die über 100 Festgenommenen der Randale. „Alles, was sie mitnehmen wollten, können sie auch mitnehmen, denn diese Unternehmen sind versichert.“

So etwas wie einen „schlechten Protestler“ gebe es nicht. BLM fordere das Ende der staatl. Finanzierung der Polizei.

Auslöser der heftigen Krawalle war eine Schießerei am Sonntag in Englewood im Süden der Stadt. Ein 20jähriger Schwarzer soll vor der Polizei geflüchtet sein und auf die eingesetzten Beamten geschossen haben, woraufhin diese das Feuer erwiderten. Der Mann überlebte schwer verletzt und wird nun wegen versuchten Mordes an Polizisten angeklagt.

Nachdem die Nachricht in den sozialen Medien publik wurde, versammelten sich in der Nacht zum Montag hunderte Personen in der Innenstadt, warfen die Scheiben Dutzender Geschäfte ein und plünderten die Läden. Laut lokaler Medien hatte ein Teil der Geschäfte erst gerade wieder geöffnet, nachdem sie Ende Mai während der Ausschreitungen nach dem Tod von George Floyd in Minneapolis verwüstet worden waren.

Quelle und voller Text hier: https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2020/245853/


Iran: Sacharow-Preisträgerin Nasrin Sotoudeh in Hungerstreik getreten

Ein dramatischer Appell aus der Haft: Die iranische Menschenrechtsverteidigerin Nasrin Sotoudeh ist gestern im berüchtigten Evin Gefängnis in Teheran in den Hungerstreik getreten.

Nach Angaben der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) protestiert die prominenteste politische Gefangene des Irans damit gegen unfaire Gerichtsverhandlungen sowie die fortdauernde Inhaftierung von Bürgerrechtlern trotz der hohen Gefahr einer Infektion mit dem Coronavirus.

„Während in den letzten Monaten aufgrund der Coronavirus-Pandemie tausende Kriminelle auf Bewährung entlassen worden sind, bleiben die politischen Gefangenen im Iran weiterhin in Haft. Das skrupellose Regime setzt die Bürgerrechtler damit bewusst dem Risiko aus, sich in den überfüllten Gefängnissen unter schlechten hygienischen Bedingungen mit COVID-19 anzustecken.

Dass die im Jahr 2012 mit dem Sacharow-Preis des Europäischen Parlaments ausgezeichnete Nasrin Sotoudeh in einen Hungerstreik getreten ist, zeigt, wie verzweifelt sie inzwischen ist und dass schnell gehandelt werden muss“, betont Martin Lessenthin (siehe Foto), Vorstandssprecher der IGFM.

Rechtsstaat im Iran ist eine Farce

Im Iran werden Bürgerrechtler wegen Spionage, Korruption, Gefährdung der Staatssicherheit, Prostitution oder Bildung einer illegalen Vereinigung angeklagt. Die Haftstrafen fallen nach Aussage der IGFM genauso willkürlich aus wie die Verhaftungen – „von mehreren Jahren Gefängnis bis zur Todesstrafe müssen die Regimekritiker immer mit allem rechnen“.

Die meisten Angeklagten werden nicht durch einen unabhängigen Anwalt vertreten. Außerdem fällen die Revolutionsgerichte Urteile ausschließlich anhand der Berichte der Staatssicherheit – manchmal stehen diese bereits schon vor der Verhaftung fest.

Die IGFM berichtet, dass Anwälte, die von Revolutionsgerichten nicht anerkannt werden, oft selbst inhaftiert werden. „Der Rechtsstaat im Iran ist eine Farce und für politische Gefangene nicht existent“, so Lessenthin.

Weitere Infos zu Menschenrechten im Iran: www.igfm.de/iran


Nigeria: Sänger wg. Islamkritik in Todesgefahr

In der nordnigerianischen Millionenstadt Kano ist ein Sänger zum Tod durch Erhängen verurteilt worden. Ein Scharia-Gericht sah als erwiesen an, dass sich der 22-jährige Muslim in einem seiner Lieder abfällig über den Propheten Mohammed geäußert habe, berichtet die Zeitung „The Guardian“.
Der Sänger sei in Haft und könne gegen das Urteil Berufung einlegen.

Der Mann habe in seinem Text einen Imam über alle Maße gelobt und ihn damit über den Propheten Mohammed gestellt; das sei Gotteslästerung, so die Kritiker. Das betreffende Lied war im März vorwiegend über WhatsApp geteilt worden.

Der Sänger Yahaya Sharif-Aminu war zwischenzeitlich untergetaucht, da wütende Demonstranten das Haus seiner Familie niederbrannten.

Neben dem säkularen Recht gilt in den zwölf mehrheitlich muslimischen Bundesstaaten im Norden Nigerias auch die Scharia. 

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2020-08/nigeria-lied-gotteslaesterung-tod-verurteilt-scharia.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


AfD fordert Rücktritt der Familienministerin

Zum Chaos bei der Kinderbetreuung angesichts der Corona-Pandemie erklärt der familienpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Martin Reichardt:

„Kitas und Schulen wurden im März dieses Jahres geschlossen. Millionen von Eltern in Deutschland ringen seitdem um ihre wirtschaftliche Existenz. Sie leben von Kurzarbeitergeld, ihre Kinderkrankheitstage sind schon lange aufgebraucht. Mütter und Väter haben aufgrund von Kita- und Schulschließungen ihren Arbeitsplatz verloren.

Familien in Deutschland fragen sich zurecht, was Familienministerin Franziska Giffey in dieser Zeit für sie getan hat.

Statt das Beste für Familien und Kinder zu tun, gibt Frau Giffey ganze vier Monate, nachdem Kitas geschlossen wurden, eine Studie in Auftrag, die Erkenntnisse über die Rolle von Kindern im Infektionsgeschehen bringen soll, natürlich unter der Schirmherrschaft des nicht unumstrittenen Robert-Koch-Instituts. Sie gründet einen ‚Corona-Kita-Rat‘, der nur monatlich tagen soll.

Eltern werden mit dem Betreuungschaos in Deutschland allein gelassen. Die Familienministerin hat sich dieser Aufgabe bisher nicht angenommen.

Bereits im April habe ich Frau Giffey wegen ihrer Untätigkeit zum Rücktritt aufgefordert. Sie war weiterhin untätig und das bei vollen Bezügen. Ich wiederhole daher meine Aufforderung: Frau Giffey, treten Sie endlich zurück.“

 


IGFM fordert für jesidische Opfer ein Kriegsverbrechertribunal gegen den IS

Am 19. Verhandlungstag gegen den Iraker Taha Al-J, wurde die jesidische Hauptzeugin Nora B. zum letzten Mal vor Gericht vernommen. Sie war im Jahr 2015 zusammen mit ihrer Tochter von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) an den Angeklagten als Sklavin verkauft worden.

Der Angeklagte ließ die damals 5-jährige Tochter vor den Augen ihrer Mutter angekettet qualvoll verdursten.

Der am Oberlandesgericht Frankfurt verhandelte Fall offenbart die Brutalität der IS-Gewaltherrschaft und stellt eine erhebliche psychische Belastung für das Opfer dar.

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) mahnt daher an, dass das jesidische Volk nur in einem IS-Kriegsverbrechertribunal Gerechtigkeit erfahren könne.

Die Zeugin Nora B. sagte am Ende der Verhandlung, sie fordere „ihre Rechte, die Rechte ihrer Tochter und die Rechte der jesidischen Gemeinschaft“ ein.

Die IGFM erneuert die Forderung zur Errichtung eines IS-Tribunals, das die Kämpfer der Terrormiliz zur Rechenschaft zieht. Zusätzlich zur Verurteilung internationaler Straftaten werden in einem solchen Tribunal die Schicksale der IS-Opfer dokumentiert, aufgearbeitet und in den Gesamtkontext eingeordnet.

„Die Jesiden, insbesondere die verschleppten und vergewaltigten Frauen und Mädchen, werden nur durch ein IS-Tribunal Aufarbeitung und Gerechtigkeit erfahren“, mahnt Khalil Al-Rasho an, Leiter der Humanitären Hilfe Nahost der IGFM.

Weitere Informationen über den Prozess