ARTE-Dokumentarfilm über das Blasphemie-Gesetz gegen Christen in Pakistan

Wenn man in Pakistan jemanden aus dem Weg räumen wolle, müsse man ihn nur der „Blasphemie“ (in diesem Fall: Islamkritik) bezichtigen, so eine Rechtsanwältin. Ihr jugendlicher Klient wird inhaftiert, nachdem ein anderer Jugendlicher ihn denunziert hat.

Das pakistanische Blasphemie-Gesetz sieht die Todesstrafe für Missachtung des Propheten vor. Es ist ein Machtinstrument und wird erbittert verteidigt.

Vor dem Hintergrund der pakistanischen Wahlen folgt dieser Film dem Aufstieg des mächtigen Geistlichen Khadim Hussain Rizvi.

Seine Mission ist es, die Blasphemiegesetze des Landes zu erhalten, die für die Missachtung des Propheten Mohammed ein obligatorisches Todesurteil und für die Schändung des Korans lebenslängliche Haftstrafen vorsehen.

Mit Millionen von Sympathisanten hält Rizvi das Land in seinem Bann und versucht, jeden zum Schweigen zu bringen, der versucht, das Gesetz zu ändern. Weil er auf mehr Macht drängt, beschließt Rizvi, bei den bevorstehenden Parlamentswahlen zu kandidieren.

Diejenigen, die der Blasphemie angeklagt sind oder sich den Blasphemiegesetzen widersetzen, werden zu den Feindbildern seiner Anhänger. Dazu gehören auch Patras Masih und Asia Bibi.

Zwei Christen, die verhaftet werden – Patras, weil er angeblich blasphemische Inhalte in sozialen Medien verbreitet habe, und Asia Bibi, weil sie während eines Streits mit anderen Feldarbeiterinnen über den Propheten gelästert haben soll. Bei ihren Prozessen stehen die Chancen für diese beiden im Vorfeld der Wahlen, wo selbst der gemäßigte Spitzenkandidat Imran Khan das Blasphemiegesetz zu unterstützen scheint, denkbar schlecht.

Doch trotz der politischen Strategie von Rizvi, Andersdenkende zu vernichten, erheben sich mutige Gegenstimmen. Trotz der Mordaufrufe gegen sie beschließt die Aktivistin Gulalai Ismail, die fälschlicherweise der Blasphemie beschuldigt wurde, ihren Ankläger zu verklagen: Das Justizsystem in Pakistan wird zum politischen Schlachtfeld.

Dokumentarfilm von Mohammed Naqvi (GB 2019, 76 Min)

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=rwLm-6_x5mQ


5 Kommentare on “ARTE-Dokumentarfilm über das Blasphemie-Gesetz gegen Christen in Pakistan”

  1. killema sagt:

    Dort gibt es ein Blasphemie-Gesetz und hier wird diesen Menschen noch der Teppich ausgelegt. Selbst die Kirchenfürsten helfen fleißig mit, Europa zu Islamisieren. Wer sich das Heil vom Islam Verspricht, braucht nur nach Syrien,Irak und Lybien zu sehen. Warnende Beispiele.

    Gefällt 2 Personen

  2. nathalie sagt:

    https://paxeuropa.de/

    Damit Deutschland nicht noch mehr islamisiert wird.
    Mitmachen, verteilen, oder spenden.
    Jeder kann was tun.

    Gefällt 1 Person

  3. Die USA unter dem Nicht-Establishment-Präsidenten Donald Trump wären klug, wenn sie sich mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gegen die Islamisten weltweit verbünden würden. Leider förderten die USA aus geopolitischen Gründen diese Islamisten auch noch gegen Russland, etwa im Kaukasus in den 90er Jahren, und den IS in Syrien.
    Außerdem förderten sie auch die echt faschistische Revolution in der Ukraine. Maidan-Putsche und Farben-Revolutionen und die NGOs eines George Soros usw.

    Liken

  4. Der Theologe und Journalist und Philosoph David Berger

    https://philosophia-perennis.com/

    Liken


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s