Dreifache jüdische Jenseitsvorstellung: Himmel, Hölle und ein Zwischenreich

Von Felizitas Küble

In mancher Hinsicht stehen religiöse Juden dem katholischen Glauben näher als der Protestantismus. Dies gilt z.B. für die im Judentum hochgehaltene „Heiligkeit“ der Ehe (die der katholischen Lehre vom „Sakrament“ der Ehe ähnelt) oder etwa in puncto Bedeutung der „guten Werke“.

Diese Geistesverwandtschaft läßt sich aber auch bei den „Letzten Dingen“ feststellen, also den Vorstellungen von der Ewigkeit.

Während das evangelische Christentum – zumindest auf amtlicher Ebene bzw. doktrinärer Basis  – kein Gebet für die Verstorbenen kennt (denn aus protestantischer Sicht gibt es nur Himmel oder Hölle, so daß sich jedwede Fürbitte erübrigt), betet die katholische, orthodoxe und altorientalische Christenheit seit jeher und bis heute für ihre Toten – und zwar nicht nur in der persönlichen Frömmigkeit, sondern auch in der liturgisch-gottesdienstlichen Praxis.

Am deutlichsten ausgeprägt ist hierbei die katholische Begründung:

Es gibt neben Himmel und Hölle auch ein Fegefeuer (allerdings nur bis zum Jüngsten Gericht), in das die Seelen jener Gerechten gelangen, die zu gut für die Hölle und zu schlecht für den Himmel sind, also beispielsweise Gläubige, die es hinsichtlich guter Werke an Eifer fehlen ließen bzw. deren Lebenswandel zu mittelmäßig für den Himmel war, ohne sich jedoch im „Stand der Todsünde“ zu befinden.

Es kommt hierbei auf den Grundgedanken an, nicht auf den Ausdruck „Fegefeuer“, der ohnehin nicht kirchlich-offiziell ist (dieser lautet nämlich Purgatorium = Reinigung, Läuterung).

Auch Juden beten für ihre Verstorbenen, teils durch das Kaddisch-Totengebet, teils durch weitere liturgische oder persönliche Fürbitten, vor allem für die eigenen Eltern, was geradezu als moralische Pflicht angesehen wird.

Das Gebet für die Gläubigen, die uns „vorausgegangen“ sind, wird im 2. Buch der Makkabäer ausdrücklich gutgeheißen: „Es ist ein heiliger und heilsamer Gedanke, für die Verstorbenen zu beten, damit sie von den Makeln ihrer Schuld befreit werden“ (2 Makk 12,46).

Dies ist eine jener Bibelstellen, auf welche sich die katholische Kirche hinsichtlich ihrer Fegfeuer-Lehre beruft.

Das Judentum hat sich in der frührabbinischen Zeit (1. und 2. Jahrh. n. Chr.), in welcher auch der Talmud entstand, verstärkt mit der eigenen Jenseitslehre beschäftigt.

Hierüber berichtet der französische Historiker Jaques Le Goff in seinem systematischen Werk „Die Geburt des Fegfeuers“ ab S. 56 ff.

Der Autor schreibt sogar, daß das entsprechende Denken in der jüdischen Gelehrtenschulen für die weitere Entwicklung der katholischen Fegfeuer-Idee „entscheidend“ war.

Dabei zeichnen sich zwei Vorstellungswelten ab, die aber so oder so von einem „Zwischenreich“ ausgehen:

A. Die erste Version unterscheidet zwischen Himmel (Paradies, jenseitiger „Garten Eden“), Hölle („Gehenna“ genannt) und einem allgemeinen Totenreich (Scheol).

Professor Le Goff bezeichnet dieses Totenreich als „intermediären Ort“, somit als Zwischenreich. Die Hölle lag nach dieser jüdischer Vorstellung noch unter diesem tristen und öden Scheol.

B. Ab der Mitte des 1. Jahrh. n. Chr. kristallisiert sich bei führenden Rabbinern eine Idee heraus, die der katholischen Lehre vom Purgatorium (Läuterungszustand, Reinigungsort) recht nahe kommt: „Die Schule von Sammajs sagt: Drei Klassen gibt es am Gerichtstage: eine der völlig Frommen, eine der völlig Gottlosen und eine der Mittelmäßigen.“

Diese Mittelmäßigen kommen für 12 Monate in eine Art Vorhölle oder „Hölle Light“, aus der sie durch Gottes Gnade befreit werden.

Auch der bekannte Rabbi Akiba (einer der großen Mischna-Gelehrten) vertrat diese Ansicht.

Der Verfasser schreibt als Resultat seiner mentalitätsgeschichtlichen Untersuchungen des antiken Judentums:

„Es gibt also eine mittlere Kategorie, die Kategorie jener, die weder nur gut noch nur schlecht sind, und daher nach dem Tode eine zeitlich begrenzte Strafe abbüßen und anschließend in den Garten Eden kommen“.

Der Garten Eden wurde von den Israeliten auch als Paradies, Himmel, als „ewiger Lohn“ oder „Abrahams Schoß“ bezeichnet.

WEITERE theologische Gemeinsamkeiten zwischen Judentum und kath. Kirche: https://charismatismus.wordpress.com/2015/06/19/die-besondere-nahe-zwischen-dem-judentum-und-der-katholischen-kirche/

 


12 Kommentare on “Dreifache jüdische Jenseitsvorstellung: Himmel, Hölle und ein Zwischenreich”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Der Theologe und Journalist und Philosoph David Berge mit seinem Weblog „Philosophia Perennis“

    https://philosophia-perennis.com/

    Warum es in der neuen Völkerwanderung die Ideen der „Philosophia Perennis“ braucht

    https://philosophia-perennis.com/2017/11/12/philosophia-perennis/

    Beile Ratut hinterfragt in einem Essay das „westliche Denken“ der Kirchen
    Von
    PP-Redaktion –
    20. März 20190

    Die deutsch schreibende Finnin Beile Ratut, für Matthias Matussek die „wahrscheinlich … unterschätzteste Autorin des gegenwärtigen Literaturbetriebs“, rechnet in ihrem Essay „Das Fanal des Ego auf den Stufen zur Kirche“ knallhart und eloquent mit dem Denken der Kirchen der westlichen Welt ab. Ein Gastbeitrag von Rainer Buck

    https://philosophia-perennis.com/2019/03/20/beile-ratut-hinterfragt-in-einem-essay-das-westliche-denken-der-kirchen/

    https://philosophia-perennis.com/

    Die ersten Christen kannten kein Sola Scriptura

    https://www.katholisch.com/die-ersten-christen-kannten-kein-sola-scriptura/

    Katholische Fragen und Antworten

    https://www.katholisch.com/

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  2. nathalie sagt:

    https://www.cufi.org/impact/

    Alle Christen halten zusammen für Israel und die Juden.
    Denn es sind wieder schwere Zeiten für die Juden und Israel.
    Die Judenfeindlichkeit nimmt überall wieder zu.
    Es ist eine Schande.

    Ich bin bei CUFI Mitglied. Auch wenn die Seite engl. ist.
    Cufi ist der größte Zusammenschluß von Christen für Israel.
    Damit sehen die Feinde Israels, dass wir viele sind.

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    • Siehe auch den jüdisch-israelischen Prof. Israel Shahak zur Thematik und seine Bücher.

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    • Anonymous sagt:

      Ich unterscheide zwischen der weltlichen Staatsführung in Jerusalem und deren Handeln auf der einen Seite und den Juden als Volk auf der anderen Seite. Wer beides vermengt, muss Unrecht gut heißen.

      Es gibt mehr als gerechtfertigte Kritik an der Politik Netanjahus, der übrigens selbst kein gläubiger Jude ist. Diese Kritik ist nicht automatisch antisemitisch bzw. gegen Juden an sich gerichtet. Man muss das immer im Einzelfall prüfen.

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    • Holger Jahndel sagt:

      Siehe auch Prof. Israel Shahak und Israel Shamir und Pat Buchanan von „American Free Press“ und Gerhoch Reisegger.

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  3. Anonymous sagt:

    Da der Kontext entscheidet, wollen wir doch mal die zitierte Makkabäerstelle genauer beleuchten:

    „Da entdeckten sie, dass alle Toten unter ihren Kleidern Amulette der Götter von Jamnia trugen, obwohl das den Juden vom Gesetz her verboten ist. Da wurde allen klar, dass die Männer deswegen gefallen waren, und sie priesen nun alle das Wirken des Herrn, des gerechten Richters, der das Verborgene ans Licht bringt.
    Anschließend hielten sie einen Bittgottesdienst ab und beteten, dass die begangene Sünde wieder völlig ausgelöscht werde. Der edle Judas aber ermahnte die Leute, sich von Sünden rein zu halten; sie hätten ja mit eigenen Augen gesehen, welche Folgen das Vergehen der Gefallenen gehabt habe.
    Er veranstaltete eine Sammlung, an der sich alle beteiligten, und schickte etwa zweitausend Silberdrachmen nach Jerusalem, damit man dort ein Sündopfer darbringe. Damit handelte er sehr schön und edel; denn er dachte an die Auferstehung.
    Hätte er nicht erwartet, dass die Gefallenen auferstehen werden, wäre es nämlich überflüssig und sinnlos gewesen, für die Toten zu beten.
    Auch hielt er sich den herrlichen Lohn vor Augen, der für die hinterlegt ist, die in Frömmigkeit sterben. Ein heiliger und frommer Gedanke! Darum ließ er die Toten entsühnen, damit sie von der Sünde befreit werden. (2 Makk 12,40 bis 45)

    Link der verwendeten Übersetzung:
    https://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/bibel/2makk12.html

    Vorbemerkung: Einen Vers 46 gibt es nicht. Aber da liegt wohl ein Schreibfehler vor.

    Worum ging es?

    Nach einem ziemlich brutalen Rachefeldzug der Makkabäer, den Gott angeblich unterstützt habe, werden die gefallenen Juden bestattet. Dabei wird entdeckt, dass es sich um Götzenanbeter handelte, da die Gefallenen „unter ihren Kleidern Amulette der Götter von Jamnia trugen“.

    Hier möchte ich kurz inne halten. Hinter dem Tragen von Amuletten steckt die abergläubige Vorstellung, dass mit dem Tragen des Amuletts die abgebildeten Götter dem Träger Schutz gewähren. Das ist ist eingravierender Verstoß gegen das erste und zweite Gebot. Denn hier wird nicht mehr auf Jahwe vertraut, sondern dieser durch Götzen ersetzt. Paulus sagt dazu folgendes:

    „Wisst ihr denn nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Täuscht euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Lustknaben, noch Knabenschänder, noch Diebe, noch Habgierige, keine Trinker, keine Lästerer, keine Räuber werden das Reich Gottes erben.“ (1. Kor. 6, 9-10)

    Götzendienst ist nach katholischem Verständnis eine Todsünde. Wer diese begeht und keine Vergebung durch einen Priester davon bekommt, der kann nicht mal ins Fegefeuer kommen. Hier kann auch keine Fürbitte helfen.

    Zurück zum Text:

    Es wird ein Bittgottesdienst abgehalten, „dass die begangene Sünde wieder völlig ausgelöscht werde“. Ein Sündopfer wird eingesammelt. Der Leitgedanke des Ganzen ist aber nicht ein Reinigungsort im Jenseits, sondern der Glaube an die Auferstehung. Und kein Wort wird darüber verloren, die sündigen Verblichenen befänden sich jetzt an einem Leidensort der Reinigung. Vielmehr wird im Prinzip davon ausgegangen, dass mit den getroffenen Maßnahmen (Bittgottesdienst und Sühnopfer) die Sache erledigt ist.

    Nach der hier vertretenen jüdischen Jenseitsvorstellung befanden sich die Verstorbenen nun einfach im Scheol = Totenreich und warteten dort auf die Auferstehung. Die Vorstellung eines Fegefeuers ist damit nicht verbunden.

    Ob jetzt 2 Makkabäer überhaupt Teil der Schrift ist und selbst wenn, ob die darin geäußerten theologischen Vorstellungen per se für Christen bindend sind, ist ohnehin eine ganz andere Frage. Zumal gerade das 12. Kapitel hier einen Gott beschreibt, der blutigste Rache an den Feinden Israels befürwortet und der so mit der Lehre Jesu unvereinbar ist. Ein Auszug daraus:

    Ein Blutbad wird angerichtet:

    „Die Männer des Judas riefen den großen Herrn der Welt an, der Jericho zur Zeit Josuas ohne Rammböcke und Belagerungsmaschinen zu Boden geschmettert hatte. Dann stürmten sie mit dem Mut von Löwen gegen die Mauern an, und weil Gott es so wollte, konnten sie die Stadt einnehmen. Sie richteten in ihr ein unbeschreibliches Blutbad an, sodass ein zwei Stadien breiter See, der neben der Stadt lag, von dem Blut, das in ihn geflossen war, angefüllt zu sein schien.“ (2 Makk. 12, 15 und 16)

    Alle Bewohner einer Stadt werden massakriert:

    „Da riefen die Juden zum Herrn, der den Ansturm der Feinde mit Macht zermalmt; sie brachten die Stadt in ihre Gewalt und töteten in ihr etwa fünfundzwanzigtausend Menschen.“ (2 Makk 12, 28)

    Wir haben hier einen Anführer, der sich komplett weltlich verhält und dabei meint, von Gott unterstützt zu werden. Und da soll ich seinen theologischen Auffassungen vertrauen? Na ja …

    In diesem Zusammenhang geradezu bezeichnend ist, dass er sich auf Gottes Handeln in Jericho beruft. In Jericho aber kämpften die Israeliten selbst überhaupt nicht! Der Fall der Mauern von Jericho war ein Paradebeispiel wie es ist, wenn Gott handelt.

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    • Historische Anmerkung zum besseren Verständnis: Die Dynastie der Hasmonäer unter den Makkabäern waren Priester-König, erst als eine Frau Königin wurde wurden Königsherrschaft und Hohe-Priester-Amt getrennt. Obwohl es im Alten Testament auch eine weibliche Richterin als Hierokratin gab. Und durchaus auch weibliche Prophetinnen, im NT auch eine Diakonin namens Phoebe. Im Alten Testament werden Gott durchaus auch weibliche Titel und Anreden und Bezeichnungen gegeben und auch die Sexualität wird dort auch durchaus als positiv gepriesen. Die Ur-Bibel des Ur-Christentums war nachweislich die Septuaginta-Bibela als das griechischsprachige Alte Testament mitsamt der gesamten darin enthaltenen jüdisch-alexandrinischen ägyptisch-hellenistischen „Weisheitsliteratur“. Dies war die sogenannte „Volksbibel“ des frühen Christentums, aus der nachweislich auch das Neue Testament immer wieder wortwörtlich zitiert, nämlich eben gerade nachweislich aus dem griechischen Text der Septuaginta-Bibel und nachweislich eben gerade nicht aus dem hebräischen Urtext bzw. Original-Text des alten Testamentes bzw. der jüdischen Thora(h). Auch Jesus Christus zitiert nachweislich direkt mindestens zwei oder drei Mal ganz eindeutig direkt speziell aus eben der jüdisch-hellenistischen „Weisheitsliteratur“, neben zahlreichebn anderen Anklängen und Anspielungen und Bezugnahmen.

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  4. Der „Scheol“ des Alten Testamentes entspricht als Jenseits und Totenreich in der Tat dem Hades der Antike bei den Griechen und Römern etwa.
    Oder auch dem Limbus beim Heiligen und Kirchenlehrer Thomas von Aquin und beim katholischen Dichter Dante Alighieri, etwa in seinem weltberühtem Werk „Die göttliche Komödie“, wo dieser durch die transzendenten jenseiten Sphären und Ebenen bzw. die Jenseitswelten wandert.
    Beim Heiligen und Kirchenlehrer Albertus Magnus als Lehrer des Heiligen und Kirchenlehrers Thomas von Aquin und bei der Heiligen und Kirchenlehrerin Hildegard von Bingen ist dies der Makrokosmos, welcher dem Mikrokosmos Mensch gegenübersteht. Siehe dazu auch den Jesuiten Athanasius Kircher und den Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz mit seiner „Monadologie“ als Protestant.
    Dieser Limbus wiederum wird auch als seelisch-psychische Ebene die astralisch-mentalische Ebene genannt, im Hindhuismus entspricht er dem Brahman und im Taoismus bzw. Tao/Dao und im germanisch-keltischen Heidentum der Druiden dem Orloeg bzw. Wyrd.
    Der Apostel Paulus zitierte dazu im Neuen Testament der Bibel auf dem Areopag in Athen die beiden stoischen Philosophen und Dichter Aratos (zum höchsten Gott) und Kleanthes (zum göttlichen Logos, bei ihm die „Weltseele“ und „Weltvernunft“) aus ihren damals weithin bekannten Werken als Stoiker der Philosophenschule mit ihrer Lehre der Stoa.
    Von diesem Logos als universellem harmonischen göttlichen Weltgesetz und allgemeiner natürlicher vernünftiger göttlicher Schöpfungsordnung leiteten die griechischen Philosophen auch ihre LOGIK als natürliche Vernunft und universelle Rationalität und ihre ETHIK als vernünftige Moral und das natürliche Sittengesetz ab, welches der Apostel Paulus im Neuen Testament der Bibel auch den gerechten und vernünftigen unter den Heiden zubilligte, als ihren Anteil am Logos zusagen.

    Aber freilich auch ohne die endgültige jenseitige Erlösung und beglückende und selig machende Gottesschau des christlichen Himmels, welche eben nur die Gläubigen als Christen erlangen.
    Nur sie gelangen in den Himmel als Paradies, manche müssen dafür zuerst durch den Reinigungszustand des Fegefeuers bzw. Purgatoriums, welches auch schon im Neuen Testament erwähnt wird.
    Siehe auch Dante Alighieri. In der Tat kennt auch das Alte Testament der Bibel schon den Unterschied zwischen dem spirituellen Licht im Jenseits und der „Grube“.
    Die Propheten kannten sehr wohl schon unterschiedliche Jenseitswelten, siehe auch die Henoch-Literatur nach dem Propheten Henoch und die Baruch-Literatur nach dem Propheten Baruch. Siehe auch den jüdischen Religionswissenschaftler Gershom Scholem zur Thematik.

    Es geht darum, bewusster und kontrollierter zu werden und zu leben, um volle Kontrolle über sich selbst und seinen Charakter und sein Bewusstsein und seine Triebe und Leidenschaften zu erlangen. Man muß wirklich bewusst leben und so ein waches Bewusstsein und volle Selbst-Beherrschung und einen harmonischen ausgeglichenen Charakter erlangen und entwickeln.

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    • Anonymous sagt:

      Ohne mich auf Ihre seltsamen Theorien einzulassen, möchte ich nochmal betonen:

      Der Scheol ist nach jüdischer Vorstellung KEIN Läuterungsort, sondern das Totenreich, welches jeder Mensch „durchläuft“ bis zur Auferstehung.

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      • Holger Jahndel sagt:

        Siehe auch Gershom Scholem und Elias Erdmann.
        Der „Scheol“ als seelisch-psychische bzw. feinstofflich-feinenergetische Ebene und „Limbus“ beim Heiligen und Kirchenlehrer Thomas von Aquin als Schüler des Albertus Magnus und beim mystischen katholischen Dichter Dante Alighieri und als Makrokosmos beim Heiligen und Kirchenlehrer Albertus Magnus und der Heiligen und Kirchenlehrerin Hildegard von Bingen.

        Christuswege – siehe auch Philo(n) von Alexandrien und Justin den Märtyrer als Kirchenlehrer und Kirchenvater mit seiner Logos-Theologie und den Heiligen Irenaeus von Loyn, der diese von ihm übernahm und weiterentwickelte, und siehe auch Clemens von Alexandrien als Heiligen Klemens und dessen Schüler Origenes und dessen Schüler Gregor Thaumaturgus und die Tatsache, dass noch Eusebius und Ambrosius und der Mystiker Johannes Chrysostomus Origenisten waren.

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      • Siehe auch den Propheten Baruch und die Baruch-Literatur, wo auch der Hades erwähnt wird.

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    • J.WalfischSchnucki sagt:

      … auf alle Fälle irgendwie auf solchen Hintergrund > die Auferstehung und Erlösung.
      Verschiedene jüdische Verfasser betrachten das auch wieder ganz Thematisch-individuell.

      Es ist theoretisch eigentlich faszinierend-verlockend, alles was bisher hier geschrieben bis ganz oben bei Frau Küble. Doch auf der Aussage: „Durch den Tod werden wir zu Wisssenden“ mit der ganz sicheren Annahme: mal sehen, was der Nächste erzählen wird. > so könnte man sich als Gläubiger überraschen lassen wie das KIND , das wir wir werden sollen: Kein Wissen – immer offen, Liebe zu erfahren.
      Was den Naturgesetzen unterworfen wird, ist einzig und allein der physische Körper, wenn das Leben sich trennt von ihm > dann sagt man: „Jener ist gestorben“
      Denn diese restlichen Sachen die gehen ja weiter – beim natürlich Heim-gehenden Menschen.
      Die endgültige Erlösung (für alle Ewigkeit) müsste auch für diese Bewusstseins-Daseins-Seeligen („Geist und Wasser Geborenen“) das Erleben des Todes bedingen – so wie eine Gesetzmäßigkeit. Das kann man literarisch jedenfalls finden. Und schön dass man dafür sooo viele Jahre noch Zeit hat.

      Ich finde abschließend: der wirklich religiöse natürliche Mensch, der der wirklich glaubt – braucht wirklich keine Angst haben davor. Wenn der Glaube an Gott Wirklichkeit ist – dann erwartet ihn ja etwas schönes da.
      Und da haben wir den Hauptunterschied zum Nicht-Gläubigen der heutigen Zeit.
      Auf alle Fälle ist der Tod für den Gläubigen ein Tor, ein Mysterium, ein Heiligtum.
      Der Mensch geht zu seinen Gott. Alles andere ist Spekulation – aus Sicht der „objektiven“ Welt.

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