Zwei Ärzte über „Corona Fehlalarm?“: Buch ist informativ, kompetent und übersichtlich

Von Cordula Mohr

Rezension zum Buch von Dr. Karina Reiss und Dr. Sucharit Bhakdi: Corona Fehlalarm? Zahlen, Daten und Hintergründe

Das Werk der beiden Medizin-Professoren ist insgesamt sehr lesenswert und die ganze Darstellung und Aufmachung ansprechend und übersichtlich.

Ich habe zuerst meine Neugier über die Themen rund um das Corona-Virus gestillt, indem ich aus dem gut strukturierten Inhaltverzeichnus jene Aspekte herauspickte, die ich gerne endlich beantwortet hätte, z.B. die Frage, wie alles begann.

Auch in dem Buch wird bestätigt, das das Virus in China seinen Ausgangspunkt nahm und dass es sich dabei um einen Subvirus handelt.

Wie bedrohlich es ist, beschreiben die folgenden Seiten. Trotz aller Corona-Problematik geht daraus hervor, dass SarsCorv 2 nicht wirklich gemeingefährlich ist und oft ohne Symtome bleibt.

Man erfuhr bereits durch die Berichte von Prof. Püschel, dass das Virus hauptsächlich Menschen mit Vorerkrankungen befällt und das Durchnittsalter sehr hoch liegt. Somit war die Notwendigkeit gegeben, besonders die älteren Leute zu schützen.

Jedoch schreiben die Autoren deutlich, dass die staatlichen Massnahmen zu Kollateralschäden führten. Als Mitte März der Lockdown kam, befand sich die Infektionsteigerungsrate bereits im Absinken. Trotzdem wurde er am 15. April verlängert.

Senioren wurden infolge der Einschränkungen quasi eingesperrt, sie bekamen keine Besuche mehr und entbehrten des Kontakts zu sozialen Gruppen. Kirchen, Caffees, Theater etc. brachen weg. Sehr einfühlsam wird berichtet, wie einsam sich teilweise die Älteren gefühlt haben müssen. Somit war damit zu rechnen, dass sich dringend behandlungsbedüftige Krankheiten wegen Verschiebens von Arztbesuchen verschlimmerten.

Interessant sind die vielen Statistiken in dem Buch, die teils kritisch beleuchtet werden.

Dem Thema Maskenpflicht widmen sich die Autoren ebenfalls in skeptischer Hinsicht. Anfangs hat sich das Robert-Koch-Institut gegen eine Maskenpflicht ausgesprochen, später wurde umgeschwenkt, ohne dass dafür eine fundierte Begründung erfolgte. Herkömmliche Mund-Nasen-Bedeckung bietet ohnehin kaum wirksamen Schutz, weil das Virus derart winzig klein (0,16 Mikrometer) ist, dass es locker durch eine einfache Baumwollmaske (0,3 Mikrometer) hindurchgeht.

Interessant ist auch das Thema Beatmungsgeräte. Ausgewiesene Lungenärzte bestätigen, dass viel zu lange intubiert und invasiv beatmet wird. Alternativen dazu werden aufgezeigt.

Relativ früh war klar, dass Sars CoV-2 kein Killervirus ist, sondern sich etwa vergleichbar einer Grippewelle würde einordnen lassen.

Im letzen Drittel beschreiben die Autoren die wirtschaftlichen  Konsequenzen des Lockdown für Deutschland und weltweit, Folgen für Kinder und ihre Familien, Konsequenzen für die Ärmsten der Welt und der Anstieg von selbstmordgefährdeten Menschen.

Am Ende des Buches werden jene Länder, die einen alternativen Weg gegangen sind, näher beleuchtet. Wie wurden diese Staaten von Medien und Politikern vorschnell als „unverantwortlich“ gebrandmarkt.

Es deutet vieles darauf hin, dass unsere Regierung andere Auffassungen ignoriert und ihre Entscheidungen teilweise willkürlich getroffen hat.

Weitere BESPRECHUNG dieses Buches – hier von Dr. Bernd F. Pelz: https://charismatismus.wordpress.com/2020/07/16/lesenswertes-buch-ueber-die-corona-krise/


8 Kommentare on “Zwei Ärzte über „Corona Fehlalarm?“: Buch ist informativ, kompetent und übersichtlich”

  1. "GsJC" sagt:

    +++ 12:55 Patientenschützer: Zu früh für staatliches Gedenken +++

    Die Deutsche Stiftung Patientenschutz sieht die Zeit für ein staatliches Gedenken an die Corona-Toten noch nicht gekommen. „Es ist zu früh, jetzt über eine Gedenkstunde für die Opfer der Corona-Pandemie zu sprechen. Schließlich ist Deutschland noch mitten in der Krise“, sagt Vorstand Eugen Brysch.

    https://www.n-tv.de/panorama/12-55-Patientenschuetzer-Zu-frueh-fuer-staatliches-Gedenken–article21626512.html

    Aha – aber „mitten in der Krise“ verschenkt Deutschland die bestellten Beatmungsgeräte.

    MfG

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  2. "GsJC" sagt:

    Söder verteidigt Corona-Kurs

    „Safety first – und Geduld“

    Bayerns Regierungschef Söder blickt mit Sorge auf den Herbst. Man müsse auf das Schlimmste vorbereitet sein und das Beste hoffen.

    https://www.n-tv.de/politik/Safety-first-und-Geduld-article22018115.html

    Wenn der besorgte bayerische Regierungschef auf den Herbst blickend meint, dass man auf das Schlimmste vorbereitet sein muss, dann sollte er Herrn Spahn fragen, warum bereits im Sommer die bestellten Beatmungsgeräte verschenkt werden. Herr Spahn und weitere Entscheidungsträger scheinen die Sicht von Herrn Söder nicht zu teilen.

    Es wird immer seltsamer.

    MfG

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  3. "GsJC" sagt:

    Liebe Frau Dorrotee,

    recht herzlichen Dank für die Rückmeldung. Zu den Zitaten aus dem Buch, das ich nicht kenne, einige Anmerkungen. Ich unterstelle den beiden Autoren, dass das Buch in einigen Passagen breiter aufgestellt und die Problematik differenzierter beleuchtet. Medizin – hier Medizintechnik und die Anwendungsmöglichkeiten sind sehr vielschichtig.

    Kurzes Zitat aus dem Buch:
    Es ist offizell vorgegeben, weil bei nicht-invasiver Beatmung womöglich zu viele Aroesole (tröpfchenkerne, kleiner als 5 Mikrometer) frei werden würden, sodass das Personal ein erhöhtes Risiko haben könnte, sich anzustecken. Allerdings gibt es Hinweise, dass Areosol gar keine große Rolle bei der Übertragung der Erkrankung spielt.

    Zu diesem Punkt ganz allgemein: Unabhängig von „Corona“ ist medizinisches Personal, das innerhalb und außerhalb der Klinik (Notarzt/ Feuerwehr) seinen Dienst leistet, immer einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt. Auch der hilfsbereite Laie wird auf der Straße nicht wissen, wem er – bei welchen Vorerkrankungen – Erste Hilfe leistet (leisten muss) und möglicherweise Mund zu Mund/ Nase beatmet.
    Ich halte die Risiken, sich aktuell in der Klinik anzustecken, eher für gering. Das ärztliche und pflegerische Personal ist durch „Corona“ – nicht nur aus den bekannten Gründen des Selbstschutzes – für die Hygienevorschriften und Maßnahmen hochgradig sensibilisiert. Dieser Umstand erhöht allerdings den materiellen und personellen Aufwand erheblich und ist zudem zeitintensiver.
    Das Problem besteht nicht erst seit „Corona“. Jede Grippewelle und die damit verbundenen Infektionen der Atemwege – besonders bei vorerkrankten Patienten, haben der Intensivmedizin und der verfügbaren Beatmungstechnik materiell und besonders personell immer wieder ihre Grenzen aufgezeigt. Das ist schon seit Jahrzehnten mehr oder weniger dramatisch so. Notärzte suchen besonders in diesen Zeiten freie Intensivbetten, da sich die Klinken aus Mangel an Beatmungsgeräten und somit freien Beatmungskapazitäten an den Leitstellen der Feuerwehr für Notfälle abmelden. Letztendlich wird der Notarzt – nach erfolgloser Bettplatzsuche im weiteren Umland – die nächste Klinik anfahren müssen und den Patienten dort übergeben. Das geschieht unabhängig davon, ob noch Beatmungstechnik zur Verfügung steht oder Intensivbetten frei sind. Welche krankenhausorganisatorischen Auswirkungen das in letzter Konsequenz auf die Versorgung der Patienten hat/ haben kann, ist für den Laien hier in der BRD noch schwer vorstellbar. Einen aktuellen Eindruck davon vermitteln die Bilder aus den besonders von „Corona“ heimgesuchten Klinken im Ausland.

    Weiteres:
    Über den Schlauch verschaffen sich nicht selten Bakterien Zutritt – und führen früher oder später zur tödlichen Lungenentzündung. Der Mediziner spricht von Krankenhausinfektion.
    Das Risiko dafür steigt mit jedem Tag. Deshalb lernt der Mediziner auch, dass eine Beatmung zwar so lange wie nötig, aber immer nur so kurz wie möglich angewandt werden soll.

    Anders herum: Es gibt Patienten, die mit einer akuten Lungenentzündung ohne „Schlauch“ in die Klinik kommen und im Verlauf der Aufnahme beatmungspflichtig werden, wenn sie es nicht bereits sind und größte Eile geboten ist. Da ist Beatmungstechnik wirklich „heilbringend“ und überaus sinnvoll eingesetzt. Einen Lungeninfekt bekommt die Medizin eher in den „Griff“, als einen irreparablen Hirnschaden aufgrund von Sauerstoffmangel. Auch als Angehöriger würde ich mich hier im Zweifelsfall immer für die Beatmung und den damit verbundenen Risiken entscheiden, so keine Patientenverfügung vorliegt, die eine maschinelle intensivmedizinische Behandlung seitens des Patienten ausschließt. Das erhöhte Risiko einer Infektion unter künstlicher Beatmung besteht weitestgehend nur bei erheblich vorerkrankten älteren Menschen und sollte mit den Angehörigen besprochen werden.

    Ansonsten ist es richtig, dass der Mediziner lernt, eine Beatmung so kurz wie notwendig zu halten. Nur – wie ich an anderer Stelle bereits ausgeführt habe, ist die Entwöhnung vom Beatmungsgerät eine sehr personal- und zeitintensive Phase, die oftmals von Rückschlägen unterschiedlichster medizinischer Ursachen begleitet, der medizinischen Situation geschuldet abgebrochen und erneut versucht werden muss. Es kann durchaus vorkommen, dass auch ältere Patienten langzeitbeatmet werden müssen und nach drei Monaten künstlicher Beatmung, die Klinik auf den eigenen Beinen gehend, wieder verlassen.

    Bei diesen Aussagen bekommt man den EIndruck, die Covid-19-Patienten wurden (wegen Vorschriften) in ein künstl. Koma gelegt, obwohl die Schwere der Erkrankung es nicht unbedingt erforderlich machte.

    Mit Sicherheit ist es in der Praxis so nicht, sollte der Befund (akute Atemnot mit allen äußerlich wahrnehmbar gesicherten Zeichen) nicht eine sofortige Intubation mit anschl. künstlicher Beatmung erfordern. Weder die amtlichen Ersthelfer (Notarzt / Feuerwehr) werden ohne bestehende medizinische Notlage einen Patienten intubieren. Eine Beatmung orientiert sich immer am Aufnahme- und Laborbefund (Blutgasanalysen).
    In der Klinik ist der limitierende Faktor, ob ein Patienten notwendigerweise in ein künstliches Koma versetzt werden muss, die vorhandene Beatmungstechnik, die nicht unbegrenzt zur Verfügung steht. Mit den vorhandenen Beatmungsressourcen wird und muss schonend umgegangen werden, zumal nicht nur ggf. COVID-19 Patienten beatmet werden müssen. Intensivstationen stehen nicht leer und warten darauf, COVID-19 Patienten mit einer schweren Infektion der Atemwege zu beatmen, zumal die meisten Infektionen mit diesem Virus leicht bis mittelschwer verlaufen.

    Ich bin kein Mediziner, jedoch gibt es Alternativen zu dieser Behandlungsform.

    Ich versichere Ihnen, dass Angehörige froh sind, die den Notarzt wegen Atemproblemen eines ihrer Angehörigen rufen müssen, dieser einen freien Beatmungsplatz findet. Selbstverständlich wird man in der Klinik mit der Gabe von künstlichem Sauerstoff versuchen, eine maschinelle Beatmung zu vermeiden, vielleicht auch die Möglichkeit einer druckgesteuerten Maskenbeatmung ohne „Schlauch“ in Erwägung ziehen. Das sind jedoch keine wirklichen Alternativen zu einer aufgrund des Krankheitsbildes und der Blutgasanalysen notwendigen künstlichen Beatmung.

    MfG

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    • "GsJC" sagt:

      Dann muss es gesicherte Erkennntnisse seitens der Experten geben, dass eine zweite Corona-Welle ausbleiben und wenn, – dann eher harmlos verlaufen wird.

      Ich habe mich immer gefragt, wo das qualifizierte Personal für die sichere Bedienung von 10000 und mehr Beatmungsgeräten am Patienten herkommen soll. Dieses Personal gibt es selbst in den Kliniken nicht.

      Bundesregierung verschenkt Beatmungsgeräte ins Ausland

      Weil die Bundesregierung zu viele Beatmungsgeräte bestellt hat, wird ein Teil der Respiratoren nun verschenkt. Das berichtet der „Spiegel“ in seiner neuen Ausgabe unter Berufung auf eine Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Kleine Anfrage des FDP-Abgeordneten Christoph Hoffmann im Bundestag.

      https://wirtschaft.com/bundesregierung-verschenkt-beatmungsgeraete-ins-ausland/

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      • Anonymous sagt:

        Verglichen mit den im Frühjahr kursierenden Horrorszenarien ist Deutschland bislang davongekommen bei der Corona-Pandemie. Von den ursprünglichen Befürchtungen zeugen noch die Bestellungen von Zehntausenden Beatmungsgeräten. Teilweise werden diese nun in Länder verschenkt, in denen sich die Lage wieder zuspitzt.

        https://www.n-tv.de/politik/Bund-verschenkt-Beatmungsmaschinen-article22017826.html

        Und? In der BRD darf davon ausgegangen werden, dass sich eine Lage, die sich bisher nicht zugespitzt hat, auch in Zukunft nicht zuspitzen wird?

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  4. "GsJC" sagt:

    Interessant ist auch das Thema Beatmungsgeräte. Ausgewiesene Lungenärzte bestätigen, dass viel zu lange intubiert und invasiv beatmet wird.

    Die bestätigenden Lungenfachärzte arbeiten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht (mehr) in der Klinik. Die Phase des Weaning (Entwöhnung vom Beatmungsgerät) ist hochgradig personalintensiv und bedarf besonderer Erfahrung und Qualifikation. Je nach Belastungsgrad des ärztlichen und pflegerischen Personals müssen Patienten länger kontrolliert beatmet werden als unbedingt notwendig. Weiterhin kommt hinzu, dass Beatmungspatienten vom Träger höher abgerechnet werden können.

    Zusammengefasst ist es viel einfacher einen Patienten, der unter Atemnot klagt und beatmungspflichtig wird, zu intubieren und kontrolliert zu beatmen, als ihn wieder vom Beatmungsgerät zu entwöhnen. Diese beiden Phasen können vom personellen Aufwand her nicht miteinander verglichen werden. Die Intubation läuft in der Regel bei allen Patienten gleich ab, – während die Phase hin zur Extubation individuell sehr unterschiedlich verlaufen kann. Diese Phase wird von Vorerkrankungen maßgeblich mitbestimmt und ist schwer berechenbar.

    Es ist kein Problem innerhalb von fünf Minuten zu intubieren und kontrolliert zu beatmen. Die Phase der Entwöhnung vom Beatmungsgerät hingegen, kann durchaus fünf Stunden dauern und/ oder muss abgebrochen werden, so sich ein Patient in dieser Phase erschöpft.

    Von daher ist es teilweise richtig, dass oftmals zu lange beatmet wird. Das Problem liegt nur woanders und ursächlich Jahrzehnte zurück.

    MfG

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    • dorrotee sagt:

      Kurzes Zitat aus dem Buch:
      Es ist offizell vorgegeben, weil bei nicht-invasiver Beatmung womöglich zu viele Aroesole (tröpfchenkerne, kleiner als 5 Mikrometer) frei werden würden, sodass das Personal ein erhöhtes Risiko haben könnte, sich anzustecken. Allerdings gibt es Hinweise, dass Areosol gar keine große Rolle bei der Übertragung der Erkrankung spielt.

      Weiteres:
      Über den Schlauch verschaffen sich nicht selten Bakterien Zutritt – und führen früher oder später zur tödlichen Lungenentzündung. Der Mediziner spricht von Krankenhausinfektion.
      Das Risiko dafür steigt mit jedem Tag. Deshalb lernt der Mediziner auch, dass eine Beatmung zwar so lange wie nötig, aber immer nur so kurz wie möglich angewandt werden soll.

      Bei diesen Aussagen bekommt man den EIndruck, die Covid-19-Patienten wurden (wegen Vorschriften) in ein künstl. Koma gelegt, obwohl die Schwere der Erkrankung es nicht unbedingt erforderlich machte.

      Ich bin kein Mediziner, jedoch gibt es Alternativen zu dieser Behandlungsform.

      Ganz herzlichen Dank für Ihre informative Ausführung.

      Freundl. Grüße
      Dorrotee

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  5. Stefan Kunz sagt:

    Dieser Artikel bestätigt meinen persönlichen Eindruck von der Sache. Hier wird etwas politisch missbraucht.

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