Maulbronn: Ausstellung über Alltagsmagie

In Maulbronn-Schmie läuft im Dorfmuseum „Steinhauerstube“ seit dem 6. September 2020 eine Sonderausstellung über Alltagsmagie  – vor allem im ländlichen Raum. Die legendäre Figur des Zauberers und Alchemisten Doktor Faust, der als Teufelsbündler gilt, erweitert das Themenspektrum.

Die im 17. Jahrhundert langsam einsetzende Epoche der Aufklärung löste zusehends das magische Weltbild durch ein naturwissenschaftlich orientiertes ab.  

Einen Gegenentwurf zur Aufklärung und zunehmenden Industrialisierung ab dem 19. Jahrhundert lieferte die Epoche der Romantik, in der das Irrationale, Geheimnisvolle, Unterbewusste, Märchenhafte und Schaurige vorherrschend war.

Die ländlich-bäuerliche Gesellschaft hielt an ihrer traditionellen Lebensweise noch weitgehend bis ins 20. Jahrhundert fest:
Ihre Weltsicht war teils durch christlich-religiöse, aber auch durch magisch-okkulte Elemente geprägt. Durch Abwehrzauber versuchte man, sich vor Hexen, Dämonen und bösen Geistern zu schützen.

Zugleich versuchte man, die Lebensenergie von Menschen, Tieren und Pflanzen zu verbessern.

Als Aberglaube wurde kirchlicherseits alles angesehen, was nicht mit kirchlicher Frömmigkeit zu vereinbaren war. Die Volksmagie hingegen bediente sich dennoch gerne religiös-christlicher Symbole. Das Verwenden heidnischer Riten und Objekte und kam vor allem zum Tragen, wenn das alleinige Vertrauen in die Kirche nicht zu genügen schien.

Bis in die Gegenwart finden sich im Alltag etliche Redewendungen, Gegenstände und Praktiken, um sich vor schlechten Einflüssen zu schützen bzw. sie abzuwehren.

Quelle (Infos/Fotos): https://steinhauerstube.de/CMS/uebersicht/


19 Kommentare on “Maulbronn: Ausstellung über Alltagsmagie”

  1. Computer beweist die Existenz Gottes
    26.08.2013 Artikel: Telepolis
    Neue Perspektiven für eine Computer-assistierte Metaphysik: Wissenschaftler aus Berlin und Wien haben Kurt Gödels berühmten Gottesbeweis mit einem Computerprogramm bestätigt

    https://www.heise.de/tp/features/Computer-beweist-die-Existenz-Gottes-3503718.html

    PHILOSOPHIE

    Ein Gottesaufweis aus der Grammatik

    https://philosophia-perennis.com/2017/08/13/ein-gottesaufweis-aus-der-grammatik/

    Liken

  2. Anonymous sagt:

    Zu den drei magoi, die weder Könige, noch Astrologen, sondern Astronomen und Priester waren, deren Vorgänger von dem Propheten Daniel geschult wurden:

    https://www.jesus.ch/information/feiertage/weihnachten/magazin/history_special/108426-die_magoi_von_ekbatana.html

    Liken

    • @Anonymous:

      Sie waren, wie der Historiker Michael Hesemann ausführt (siehe dessen Internetauftritt), die sterndeutenden Magier-Priester der Parsen bzw. Zarathustrier oder Zoroastrier als der monotheistischen Religion des persisch-medischen Propheten Zarathustra bzw. Zoroaster. Siehe dazu auch die Tatsache, dass der Prophet Daniel im Alten Testament den Titel des „Rab-Mag“ verliehen bekam, dies war das Amt des Obersten und Vorstehers der Magier-Priester bzw. Magoi und Sterndeuter bzw. Astrologen und Weisen und Zeichendeuter.
      (siehe auch die Benutzung des Wortes „Rab“-Mag“ und auch „Heiland“ an früheren und späteren Stellen der Bibel). Jedenfalls prophezeite der Prophet Daniel dann das kommen des auch von der monotheistischen Religion der Parsen bzw. Zarathustrier oder Zoroastrier erwarteten göttlichen Erlösers als „Menschensohn“ ähnlich dem im alten Testament erwarteten und verheißenen jüdischen Messias. Jesus Christus war eben beides und vereinigte beides in sich und erfüllte beide prophezeite Rollen vollauf, er wendet im Neuen Testament der Bibel auch den spirituellen Hoheitstitel „Menschensohn“ auf sich selbst an.
      Siehe auch die Tatsache, dass auch das Neue und das alte Testament der Bibel und auch das äthiopische Henoch-Buch, aus dem das Neue Testament der Bibel im Judas-Brief und im Barnabas-Brief zitiert, astrologische Bezüge und Sternensymboliken und so weiter kennt.

      Liken

  3. Wer waren die ‚Heiligen Drei Könige‘?
    Den ‚Sterndeutern aus dem Osten’ auf der Spur. Von Michael Hesemann

    https://www.kath.net/news/48892

    Damit zeigte die frühchristliche Kunst, dass sie Matthäus noch verstand. Denn der Begriff „magoi“, den erstmals der griechische Historiker Herodot (um 500 v.Chr. ) benutzte, bezeichnet nicht irgendwelche beliebigen Sterndeuter oder Weisen, sondern ganz spezifisch die Magawan oder Mager, die Priesterklasse der Meder, die in der uralten Religion dieses nordiranischen Volkes eine ähnliche Rolle spielte wie die Leviten im alten Israel oder die Brahmanen bei den Indern.

    Liken

    • Anonymous sagt:

      Ach, der Hesemann, der schon mal „belegt“ hat, warum es natürlich Aliens geben müsse. Den Begriff „magoi“ benutzte auch nicht „erstmals“ Heredot. Der wird in der Bibel selbst verwendet.

      Die Bibel ist voll davon, dass Heiden, also Nichtjuden; und zwar selbst solche, die grundsätzlich kein Gott wohlgefälliges Leben führen, an einem Punkt Gottes „reden“ vernehmen und danach handeln. Und genau darum geht es hier. Und sonst um nichts.

      Liken

  4. Religion & Glaube, Gesellschaft, Termine & Veranstaltungen
    Dorfmuseum in Maulbronn-Schmie zeigt Sonderausstellung zur „Alltagsmagie“ – auch online

    Schmie (Deutschland) – Das in der „Steinhauerstube” beheimatete Dorfmuseum Schmie zeigt noch bis zum 6. Dezember die Sonderausstellung „Alltagsmagie – Riten, Schutzzauber und Bauopfer“. Gezeigt werden teils einzigartige Exponate der Sammlungen Frank Dähling und Rainer Scherb, die durch anschauliche regionale Beispiele ergänzt werden. Zugleich kann die Ausstellung auch online besucht werden. weiterlesen…

    https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/dorfmuseum-in-maulbronn-schmie-zeigt-sonderausstellung-zur-alltagsmagie-auch-online20200908

    https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/

    Liken

  5. Anonymous sagt:

    Im Katholizismus sind bis heute magische Praktiken verbreitet, die nicht kirchlicherseits verurteilt werden. Das betrifft insbesondere zwei Bereiche:

    a) Wortmagische Vorstellungen

    Diese beinhalten das Sprechen bestimmter Gebete; besonders des Rosenkranzgebets. Die Vorstellung ist, dass das Beten des Rosenkranzes, meistens mehr als einmal täglich bestimmte Ereignisse verhindert oder herbeiführt.

    Dahinter steht das Gottesbild, wonach Gott bestimmtes äußerliches Verhalten belohnt und durch das nicht selten teilnahmslose Heruntersagen von Worten in Gebeten bewegt wird. Der Gläubige wird auf diese Weise dressiert Die innere Verfassung des Menschen oder ein Gott, dem besonders an einer persönlichen Beziehung zu jedem Einzelnen gelegen ist, spielen hierbei keine Rolle. Interessant ist auch, dass diese Gebete fast nie einen konkreten auf andere konkrete Menschen bezogenen Inhalt haben wie z.B. Fürbitte, sondern in sich geschlossene theologische Aussagen, die ad nauseam wiederholt werden. Wenn überhaupt richten sich diese Gebte dann vor allem an Maria oder verstorbene Heilige.

    b) Magie, die an Gegenstände gebunden ist

    Wie sich aus der Ausstellung selbst ergibt, wird Gegenständen besondere Wunderkraft zugesprochen. Das sind Reliquien bzw. Pseudoreliquien. Aber auch wundersame Medallien sind hier zu nennen, die nicht selten durch eine priesterliche Segenshandlung gleichsam mit göttlicher Kraft aufgeladen sein sollen.

    Dahinter steht das Bild eines Gottes, der fern ist, aber durch solche Gegenstände magisch wirkt.

    Letztlich ist diesen Vorstellungen gemein, dass es immer eines „Mediums“ bedarf, um mit Gott und seiner Gnade in Berührung zu gelangen. Seien es Gegenstände oder ritualisierte Verhaltensweisen/Gebete. SIE sind der Schlüssel zur Gottesbeziehung und zur Kontaktaufnahme mit Gott.

    Jesus hingegen spricht vom verborgenen Gebet jedes Gotteskindes zu seinem Vater im privaten Kämmerlein, welches er ja auch selbst vorgelebt hat. Solche Gebete sind getragen von kindlichem Vertrauen und der Erwartung, direkt vom Vater gehört und angenommen zu werden gerade dann, wenn man spricht „wie einem der Schnabel gewachsen ist“ und von der Erwartung, dass der Vaster direkt ohne weitere Medien antwortet und sich offenbart.

    Liken

    • Guten Tag,
      gerne können sich Nichtkatholiken wie Sie auch zum „Katholizismus“ äußern, aber etwas mehr Sachkenntnis und Bibelkunde wäre sinnvoll:
      1. Mit Ihrer Logik irrt sich die Apostelgeschichte, weil sie die Verwendung von Taschen- oder Schweißtüchern des hl. Paulus nicht verurteilt, sondern eher positiv erwähnt:
      Apg 19,11-12: Und ungewöhnliche Machterweise wirkte Gott durch die Hände des Paulus, so dass man sogar zu den Kranken Schweißtücher von seiner Haut forttrug, woraufhin die Krankheiten von ihnen wichen und die bösen Geister ausfuhren.
      Daß zudem die kranke Frau damals nur den Saum Christi berührt hat und geheilt wurde, ist wohl auch solch ein von Ihnen abgelehnter Gegenstände-Fetischismus?
      Natürlich hat Christus selbst (nicht sein Gewandstück) sie geheilt und ihr Glaube dazu beigetragen, aber dieser äußerte sich nun einmal auf diese spezielle Weise, die sich also offensichtlich nicht auf katholische Gläubige beschränkt. Übrigens ist es im alten Ritus aufgrund dieser Bibelstelle so, daß der Ministrant den Saum des Priestergewandes berührt, nicht weil er dadurch geheilt werden möchte, sondern symbolisch motiviert in Erinnerung an jenes Geschehen (und der Priester handelt bei der Konsekration „in persona Christi“, ist also nur SEIN menschliches Werkzeug).
      2. Vom Rosenkranz haben Sie fast gar nichts verstanden, sonst wüßten Sie, daß
      A. die Kirche ihn noch niemals vorgeschrieben hat, sondern nur empfiehlt
      B. er zwei Dritteln aus Bibelworten und NT-Heilsgeheimnissen besteht
      C. damit von der kirchlichen Lehre her keinerlei Heilsverheißungen verknüpft sind, geschweige daß versprochen wird, er verhindere bestimmte Ereignisse oder führe sie herbei.
      E. Was Fatima betrifft, so gehören auch kirchlich erlaubte Privatoffenbarungen nicht zum amtlichen Glaubensgut der Kirche
      F. Sie behaupten, der Rosenkranz sei kein Fürbittgebet – Sie haben keine Ahnung. Es ist in katholischen Kreisen üblich, zu sagen: „Ich bete für Dich einen Rosenkranz“, wenn jemand krank oder sonstwie in Nöten ist. Man hängt dann einfach die entsprechende Bitte an oder betet den Rosenkranz „in dieser Meinung“.
      G. Auch das Vaterunser ist ein feststehendes Gebet, das Christus seine Jünger aber ausdrücklich gelehrt hat. Er hätte ja auch sagen können: Betet nur in freien Worten, wie es euch gerade einfällt.

      2. Gerade die Charismatische Bewegung, der Sie angehören, neigt zu einem magischen Wortverständnis, indem sie teilweise lehrt, beim „Proklamieren“ bestimmter „Verheißungen“ der Bibel würden die betreffenden Ereignisse/Zusagen auch wahr werden.
      Noch das harmloseste Beispiel ist der Kult um das „Gebet des Jabetz“ (darüber gibt es ein eigenes Buch dieses Titels): Wenn man dieses Segensbittengebet aus dem AT ständig wiederhole, dann bringe das große Verheißungen usw.

      3. Auch von katholischen Sakramentalien haben Sie keine Ahnung. Daß Sie mit „göttlicher Segenskraft aufgeladen“ würden, stimmt so nicht, da es sich nicht um Sakramente, sondern nur um Sakramentalien handelt, was u.a. bedeutet, daß der Priester hierbei nicht „in persona Christi“ handelt (wie bei den Sakramenten), sondern als Segensvermittler und Beter im Auftrag der Kirche.
      (Segensgebete sprechen auch evangelische Pastoren in ihrem Gottesdienst.)
      Geradezu blödsinnig ist Ihre Behauptung, in der katholischen Kirche würde durch Gegenstände und Ritualien eine „Kontaktaufnahme“ mit Gott erfolgen und sie seien „der Schlüssel zur Gottesbeziehung“, ja gar ein „Medium“ (!).
      Ihre ständigen vorurteilsbeladenen Unterstellungen seit Jahren sind nicht nur unnötig zeitraubend, sondern auch zermürbend, weil Sie die immer gleichen Vorwürfe wiederholen, zu denen ich schon x-mal Stellung bezogen hatte.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

      Liken

      • Anonymous sagt:

        Was die Schweißtücher in der APG betrifft, legen Sie auch diese Stelle falsch aus. Zunächst heißt es dort ganz klar:

        „Und ungewöhnliche Machterweise wirkte Gott durch die Hände des Paulus …“

        Es wird also klar Bezug genommen auf Paulus und nicht auf die Wunderkraft von Gegenständen. Hier wie auch bei der Frau, die den Saum des Gewandes von Jesus berührte, ging es also darum, dass von PERSONEN eine heilende Kraft ausging, die dann sogar in Gegenständen präsent war.

        Worum es aber bei Magie durch Gegenstände geht, ist, dass keine Menschen involviert und als Quelle benannt sind, die als Urheber der heilenden Kraft benannt werden.

        Und das Herunterleiern von Gebeten habe ich in der katholischen Kirche oft genug erlebt. Da können Sie mir nichts vormachen. Einen Rosenkranz oder ein Vaterunser „für jemanden“ zu beten, macht schlicht keinen Sinn.

        Das mit dem „Proklamieren“ haben Sie hingegen falsch verstanden. Eine echte Proklamation ist eine Verkündigung von Wahrheit. Und das sollen wir durchaus tun. Es geht aber nicht darum, dass die proklamierten Worte isoliert an sich oder isoliert aus sich heraus etwas bewirken.

        Liken

      • Guten Tag,
        tun Sie doch nicht so, als hätte ich die Schweißtücher von Paulus mit MAGIE verglichen – der Vergleichspunkt war doch Ihr vorheriger Angriff auf katholische Sakramentalien. Und diese erhalten ihre Segnung durch einen PRIESTER im Auftrag der Kirche – und nicht durch ihre Gegenständlichkeit.
        Und dann tun Sie doch nicht so, als ob die Tatsache, daß Schweißtücher von Paulus als GEGENSTÄNDE verwendet wurden, dadurch relativiert oder neutralisiert würde, daß es zugleich heißt, Gott habe durch die „Hände des Paulus“ gewirkt. Damit wollen Sie nur von meinem Argument ablenken, weil Sie mal wieder nicht wechseln können. Aber drauflosbehaupten, ich würde „falsch auslegen“, ist immer billig und einfach.
        Natürlich kann man für jemanden beten und ein Vaterunser anfügen bzw. vorausschicken, das überlassen Sie bitte dem Gläubigen, der sich nicht danach richten muß, was aus Ihrer Sicht einen „Sinn macht“.
        Ach ja, angeblich habe ich das charismatische „Proklamieren“ wieder einmal „falsch verstanden“ – vonwegen!
        Es ist dies nicht nur eine „Verkündigung“ von Wahrheit, sondern die Handlung soll genau das herbeiführen, was gesagt wird.
        Das habe ich mit etlichen Artikeln belegt, z.B. hier: https://charismatismus.wordpress.com/2019/03/23/charismatische-sonderlehren-verkuenden-proklamationen-statt-bittgebete/
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

        Liken

      • Long Island City sagt:

        Die Erklärung zu den Sakramentalien finde ich äussert hilfreich. Mir ist zwar der Unterschied zwischen Sakramenten und Sakramentalien selbstberständlich bewusst, aber nochmals der Hinweis „…sondern als Segensvermittler und Beter im Auftrag der Kirche….) trifft den Sachverhalt genau.
        Den Unterschied hatte ich zwar generell Verstanden, aber ich konnte das bisher, wenn mal das Gespräch darauf gekommen war, so verständlich nicht rüberbringen. Genauso kann man das gut erklären. Muss ich mir auf jeden Fall merken.

        Liken

  6. Zwischen Körper und Geist mittelt und vermittelt die Seele (bzw. auf griechisch „Psyche“), weswegen eben auch deren Pflege und Entwicklung und Reinigung so extrem wichtig ist. Denn die Erfolge im geistigen Bereich bzw. des unsterblichen Geistes auf der geistigen Ebene hängen eben auch mit vom individuellen jeweiligen Zustand der Seele bzw. griechisch Psyche mit ab. Und deren Pflege und Reinheit und Harmonie bzw. Harmonisierung wird leider häufig sehr stark vernachlässigt, gerade auch die alternative Medizin beschäftigt sich damit usw.
    Leseswert wären wohl auch noch Elias Erdmanns freie Online Texte und Aufsätze etwa zu Philo(n) von Alexandrien und zur 4 bzw. 5 Elemente Lehre der griechischen und hermetischen Philosophie und zur christlichen Mystik .

    Liken

  7. Genau genommen halte ich die Einteilung bzw. Dreiteilung von Mensch und Kosmos in die drei Ebenen auch beim Apostel Paulus im Neuen Testament für wesentlich. Körper und Seele (griechisch Psyche) und Geist (spirituell-platonisch)
    Diese Einteilung bzw. Dreiteilung mit körperlich-materieller Ebene und seelisch-psychische Ebene ist eine universelle Aufteilung bzw. Ordnung und Gesetzmäßigkeit die der Apostel Paulus und Philon von Alexandrien aus der griechisch-römischen Philosophie und der Hermetik bzw. hermetischen Philosophie kennen und übernommen haben.

    Die theologische Gedanke von „Mysterium paschale“ wurde von dem Maria Laacher Benediktiner Dr. Odo Casel wiederentdeckt und vom Zweiten Vatikanischen Konzil aufgegriffen und entfaltet

    http://www.kathpedia.com/index.php?title=Pascha-Mysterium

    Immerhin hat auch Jesus Christus mit „Gebt dem Kaiser was des Kaisers ist und Gott was Gottes ist“ bezüglich der Steuern staatliche und religiöse Pflichten voneinander getrennt bzw. so miteinander vereinbart. Auch er benutzte im Neuen Testament das Gleichnis von den zwei Königen mit ihren Armeen, und er trieb mit einer Geissel die Geldwechsler bzw. die Wucherer bzw. die betrügerischen Geldverleiher aus dem Tempel. Auch er wusste, dass das Leben auf dieser Welt den Gesetzmäßigkeiten des LOGOS nach funktioniert. Diese „Logos“ ist eben die „Weltvernunft“ als universelles Weltgesetz und göttlicher Schöpfungsordnung des Kosmos.

    Gefällt 1 Person

  8. Wer waren die ‚Heiligen Drei Könige‘?
    Den ‚Sterndeutern aus dem Osten’ auf der Spur. Von Michael Hesemann

    https://www.kath.net/news/48892

    Damit zeigte die frühchristliche Kunst, dass sie Matthäus noch verstand. Denn der Begriff „magoi“, den erstmals der griechische Historiker Herodot (um 500 v.Chr. ) benutzte, bezeichnet nicht irgendwelche beliebigen Sterndeuter oder Weisen, sondern ganz spezifisch die Magawan oder Mager, die Priesterklasse der Meder, die in der uralten Religion dieses nordiranischen Volkes eine ähnliche Rolle spielte wie die Leviten im alten Israel oder die Brahmanen bei den Indern.

    Und plötzlich ergibt der Bericht des Matthäus einen Sinn! Denn die „Mager“ waren tatsächlich bewandert in der Sternenkunde. Ihre Hauptstadt Ekbatana, das heutige Hamadan im Nordiran, umgaben sie mit sieben farbigen Mauern, die den sieben damals bekannten Planeten entsprechen sollten.

    Ihre Horoskope waren so berühmt, dass König Antiochos von Kommagene, einem Kleinkönigreich im heutigen Ostanatolien, ihr Gründungshoroskop in Stein gemeißelt auf dem Nemrut Dagi aufstellen ließ, dessen monumentale Standbilder griechischer wie persischer Götter uns noch heute beeindrucken.

    So würdigte er die „Priester in den Roben der persischen Rasse“, die es errechnet hatten, nicht nur in einer Inschrift, er stellte sie auch mit den gleichen bunten Gewändern und phrygischen Zipfelmützen dar, die wir aus der frühchristlichen Ikonographie der „drei Weisen aus dem Morgenland“ kennen.

    Auch als Traumdeuter und Orakelpriester genossen die Mager einen so exzellenten Ruf, dass die Ratsuchenden herbeiströmten, wenn jemand behauptete, einer ihrer Schüler zu sein. Das missbrauchten erst im Römischen Reich einige Scharlatane so gründlich, dass der Begriff „Magier“ in Verruf geriet.

    Tatsächlich gibt es eine Lokaltradition von der Herkunft der Mager. Wir verdanken sie niemand geringerem als Marco Polo, der 1271 noch einmal in Begleitung seines Vaters und seines Onkels in den Osten aufbrach, um dem Großkhan eine Botschaft von Papst Gregor X. zu überbringen. Auf dem Weg dorthin, so schrieb der Venezianer später in seinem berühmten „Buch von den Wundern der Welt“, kam er auch nach Täbriz im Iran, wo er erfuhr:

    https://www.kath.net/news/29596

    Damit zeigte die frühchristliche Kunst, dass sie Matthäus noch verstand. Denn der Begriff „magoi“, den erstmals der griechische Historiker Herodot (um 500 v.Chr. ) benutzte, bezeichnet nicht irgendwelche beliebigen Sterndeuter oder Weisen, sondern ganz spezifisch die Magawan oder Mager, die Priesterklasse der Meder, die in der uralten Religion dieses nordiranischen Volkes eine ähnliche Rolle spielte wie die Leviten im alten Israel oder die Brahmanen bei den Indern.

    Und plötzlich ergibt der Bericht des Matthäus einen Sinn! Denn die „Mager“ waren tatsächlich bewandert in der Sternenkunde. Ihre Hauptstadt Ekbatana, das heutige Hamadan im Nordiran, umgaben sie mit sieben farbigen Mauern, die den sieben damals bekannten Planeten entsprechen sollten.

    Ihre Horoskope waren so berühmt, dass König Antiochos von Kommagene, einem Kleinkönigreich im heutigen Ostanatolien, ihr Gründungshoroskop in Stein gemeißelt auf dem Nemrut Dagi aufstellen ließ, dessen monumentale Standbilder griechischer wie persischer Götter uns noch heute beeindrucken.

    So würdigte er die „Priester in den Roben der persischen Rasse“, die es errechnet hatten, nicht nur in einer Inschrift, er stellte sie auch mit den gleichen bunten Gewändern und phrygischen Zipfelmützen dar, die wir aus der frühchristlichen Ikonographie der „drei Weisen aus dem Morgenland“ kennen.

    Auch als Traumdeuter und Orakelpriester genossen die Mager einen so exzellenten Ruf, dass die Ratsuchenden herbeiströmten, wenn jemand behauptete, einer ihrer Schüler zu sein. Das missbrauchten erst im Römischen Reich einige Scharlatane so gründlich, dass der Begriff „Magier“ in Verruf geriet.

    Tatsächlich gibt es eine Lokaltradition von der Herkunft der Mager. Wir verdanken sie niemand geringerem als Marco Polo, der 1271 noch einmal in Begleitung seines Vaters und seines Onkels in den Osten aufbrach, um dem Großkhan eine Botschaft von Papst Gregor X. zu überbringen. Auf dem Weg dorthin, so schrieb der Venezianer später in seinem berühmten „Buch von den Wundern der Welt“, kam er auch nach Täbriz im Iran, wo er erfuhr:

    „Aus der persischen Stadt Sava stammen die drei Weisen, die Jesus Christus angebetet haben. Sie sind hier in drei schönen Gräbern beigesetzt. Die drei Grabmäler stehen in einem kubischen Gebäude mit einem Kuppeldach eins neben dem andern… Wir kennen die drei Namen: Balthasar, Kaspar und Melchior.“

    Offensichtlich besuchte er die Gräber, konnte aber von der muslimischen Bevölkerung nichts Näheres über die Identität der drei Sterndeuter erfahren. Erst als er nach drei Tagesreisen „die befestigte Ortschaft Cala Ataperistan“ erreichte, wurden seine Fragen beantwortet:

    „In dieser Stadt wird erzählt, es seien einmal drei Könige aus der Gegend ausgezogen, um einen eben geborenen Propheten anzubeten. Drei Gaben hätten sie mitgenommen, und zwar Gold, Weihrauch und Myrrhe. Sie sagten sich nämlich: ‚Wenn der Prophet nach dem Golde greift, ist er ein weltlicher König. Wenn er den Weihrauch annimmt, ist er ein Gott. Wenn er die Myrrhe ergreift, ist er ein Arzt und Heiler.’“

    Sie fanden schließlich das Kind, reichten ihm die Gaben. Als es nach allen drei Geschenken griff, war für sie klar: „Es ist ein Gott, ein Erdenkönig und ein Arzt und Heiler.“ Zum Abschied übergab es ihnen ein verschlossenes Kästchen . Erst auf dem Heimweg, als sie an einem Brunnen rasteten, öffneten sie es und fanden in ihm nur einen Stein.

    Enttäuscht warfen sie ihn ins Wasser: „In diesem Augenblick stürzte ein helles Feuer vom Himmel in die Brunnentiefe. Die Drei erstarrten vor Ehrfurcht – und nahmen etwas von dem Feuer, das sie später in ihren Tempel trugen und fortan immer brennen ließen. Daher hieß der Ort auch, aus dem Persischen übersetzt, „Stadt der Feueranbeter“.

    Eine schöne Legende, möchte man glauben und fast könnte man sie der gewiss recht regen Phantasie Marco Polos zuschreiben. Doch als der kanadische Journalist Paul William Roberts vor ein paar Jahren auf den Spuren des Venezianers recherchierte, machte er eine spektakuläre Entdeckung:

    Das von Polo beschriebene Grab gab es tatsächlich. Es befindet sich noch heute in der Stadt Savah (dt.: Saweh), gleich neben den Überresten eines alten Feuertempels der Anhänger des Zarathustra, der längst zu einer Moschee umfunktioniert wurde. Seine Mauern sind noch heute auch mit christlichen Symbolen übersäht. In dem würfelförmigen, von einer Kuppel gekrönten Mausoleum standen zwei schwere Steinsarkophage, ein Leerraum lässt vermuten, dass ein dritter einst entfernt wurde. Ob sie Gebeine enthielten oder längst leer waren, konnte der Kanadier leider nicht feststellen.

    Auch das geheimnisvolle Cala Ataperistan war keine Phantasie, sondern nur eine Transkription des Persischen Qal’ah-i Atasparastan. Ein lokaler Historiker, Dr. Morteza Zokaii, führte Roberts an die Ausläufer des Zagros-Gebirges, westlich von Savah. Dort lag sie, eine ausgedehnte antike Festung aus dunklem, rotgrauen Stein, überragt von einem großen und sechs schmaleren Bögen, einem Erkennungsmerkmal zoroastrianischer Architektur; sie stehen für den höchsten Gott, Ahura Mazda, und seine „sechs unsterblichen Geister“ oder Engel. Münzfunde belegen, dass diese Festung schon im zweiten Jahrhundert v. Chr. existierte.

    Doch kamen die „Weisen“ auch von hier? Das ist gut möglich. Denn auch in Köln, wo die Gebeine der „Heiligen Drei Könige“ seit 1164 verehrt werden, weiß man von der Stadt. „In Sewa“, so heißt es in einem alten Kölner Martyrologium sollen sich die Sterndeuter im Jahre 54, zwischenzeitlich getauft, noch einmal getroffen haben, „um Weihnachten zu feiern“. Kurz darauf seien sie verstorben: „St. Melchior am 1. Januar im Alter von 116 Jahren; St. Balthasar am 6. Januar im Alter von 112 Jahren und St. Gaspar am 11. Januar im Alter von 109 Jahren.“

    Das ist natürlich eine fromme Legende, da Weihnachten nachweisbar erst seit dem 4. Jahrhundert gefeiert wurde, aber sie verankert Sewa=Savah in der christlichen Tradition noch vor Marco Polo.

    Auch die schöne Weihnachtsgeschichte, die uns der Venezianer überliefert, hat er sich bestimmt nicht ausgedacht. Wahrscheinlich geht sie auf eine lokale Legende zurück, die ebenfalls einen wahren Kern hat: Sie identifiziert die „drei Weisen“ als „Feueranbeter“, also als Zoroastrianer.

    Und damit erscheint wiederum der Bericht des Matthäus in einem ganz anderen Licht. Denn nicht nur die Juden, sondern auch die Angehörigen der „sechsten Weltreligion“ warteten sehnsüchtig auf den Messias.

    Ihr Gründer ist der geheimnisvollste aller Propheten. In den wenigen Quellen, die es über sein Leben gibt, ist von seinem Lachen bei der Geburt die Rede, von wilden Tieren, die ihn als Baby bewachten und von frühen Wundertaten. Gelebt haben soll er „258 Jahre vor Alexander“ dem Großen, also im 6. Jahrhundert v.Chr.

    Damals soll er sich am Hofe des Königs Vischtaspa von Baktrien vorgestellt haben, der wahrscheinlich mit Hystaspes (ca. 588-521 v.Chr.) identisch ist, dem Satrapen von Baktrien und Vater Darius des Großen. Der „König“ beauftragte zwei Magawan oder Mager, Angehörige der medischen Priesterkaste, ihn zu testen. Als er sie mit seinem Wissen und seiner Weisheit geradezu überwältigte, nahm Vischtaspa/Hystaspes auf ihren Rat hin den neuen Glauben an. Tatsächlich ging sein Sohn Darius (522-486 v.Chr.) als erster zoroastrischer König des Perserreiches in die Geschichte ein. Seine Inschriften bezeichnen, ganz dem neuen Glauben entsprechend, den von Zarathustra verkündeten Ahura Mazda als den „einzigen Gott“.

    https://www.kath.net/news/29596

    Die Sterndeuter folgten der ‚Handschrift Gottes in der Schöpfung‘

    Am Ende konnte ihnen aber nicht die Schöpfung, sondern nur das Wort Gottes den Weg weisen. ‚Gehen wir mit der Kirche, wo das Wort sein Zelt aufgeschlagen hat.‘ Die Predigt von Papst Benedikt XVI. zum Hochfest der Erscheinung des Herrn.

    https://www.kath.net/news/29640

    Jesus, die Hirten und die Sterndeuter

    „Die Welt“-Interview mit dem Leiter der Vatikanischen Sternwarte in Castel Gandolfo, Pater José Gabriel Funes SJ – Von Paul Badde / Die Welt

    https://www.kath.net/news/21678

    Vier-Elementen-Lehre

    Die Vier-Elementen-Lehre bedeutet, dass alles Sein aus den vier Grundelementen Feuer, Wasser, Luft und Erde besteht. Sie findet sich vor allem in der griechischen Philosophie[1] einige Jahrhunderte vor Christi Geburt, aber auch im biblischen Weltbild des Alten (vgl. Weish 7,17 EU; Weish 19,18 EU) und Neuen Testamentes (vgl. 2 Petr 3,10-13 EU) wieder. Sie wird in den visionären Schauungen Hildegards von Bingen gleichsam präzisiert bzw. zurechtgerückt. Es sind hier nicht die Chemischen Elemente des „Periodensystems der Elemente“[3] gemeint, sondern die damalige Sichtweise allen Seins, welche Religion, Medizin und Naturwissenschaft nicht voneinander trennte.

    http://www.kathpedia.com/index.php?title=Vier-Elementen-Lehre

    https://www.bibelwissenschaft.de/wibilex/das-bibellexikon/lexikon/sachwort/anzeigen/details/weisheit-at/ch/a1e1bd748bb6b5326fcf7c72780593a4/

    Liken


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s