Ohne Mond kein Leben auf der Erde

Von Bruno Machinek

Seit unserer Schulzeit wissen wir, dass Ebbe und Flut der offenen Meere durch die Anziehungkraft des Mondes verursacht werden. Aber wer hätte gedacht, dass es ohne den Mond auf unserer Erde überhaupt kein Leben gäbe!

Diese Erkenntnis ist auch relativ neu und verdankt sich der Zusammenarbeit einer ganzen Reihe von Wissenschaften. Neben der Astronomie vor allem der Geologie, Ozeanographie und Mikrobiologie. Deren Einsichten haben zwei Forscher der NASA, der Astrobiologe Donald Brownlee und der Astrogeologe Peter D. Ward in einem Buch mit dem Titel „Rare Earth“  umfassend dargelegt.

Damit komplexes Leben auf einem Planeten entstehen kann, müssen mindestens 18 Faktoren präzise zusammenwirken, von denen keiner gegen Null tendieren darf. Die Rolle unseres Mondes ist dabei nur einer dieser Faktoren, der die Entstehung und Aufwärtsentwicklung von Leben ermöglicht hat, das, wie Genetiker uns neuerdings sagen, aus einer einzigen Urzelle und an einem einzigen Ort entstanden sein soll.

Da ist zum einen das schon länger bekannte Faktum, dass der Mond

seit Hunderten von Millionen Jahren durch seine Anziehungskraft den Winkel der Ausschläge der Erdachse im Verhältnis zur Sonne steuert und konstant hält – und dies in einem Bereich von exakt 23 Grad.

Das sorgt langfristig für gleichmäßige Oberflächentemperaturen auf unserem Planeten, sofern die Stärke der Sonneneinstrahlung ebenfalls konstant bleibt, was in der Erdgeschichte aus verschiedenen Gründen nicht immer der Fall war. Eine Abweichung der Erdachse auch nur um einen halben Grad von der Sonne weg, also 23 1/2 Grad, würde einen lebensfeindlichen Erdwinter verursachen; und ein halber Grad mehr zur Sonne hin geneigt eine für komplexeres Leben tödliche Hitze im Erdsommer. Jeder Physikstudent kann dies mathematisch genau

nachvollziehen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein erdähnlicher Planet irgendwo im Weltall einen so großen Mond (1/3 der Erde) in so geringer Entfernung (385 000 km) und über Jahrmillionen konstant aufweist, halten Astronomen für sehr gering.

Hinzu kommt eine ganz einzigartige Entstehungsgeschichte des Mondes, die wir erst seit den Apollo-Missionen der NASA in der 1970er Jahren genauer kennen. Bis dahin rivalisierten zwei Theorien miteinander: Entweder habe die Erde sich den Mond als Satalliten  gleichsam eingefangen. Für das Wie gab es keine Erklärung – oder aber der Mond sei lediglich eine „Ausstülpung“ der Erde, verursacht durch einen großen Meteoriteneinschlag.

Klarheit brachten erst die Gesteinsproben vom Mond und die Erforschung des Mondinnern, das trotz der Größe des Trabanten wider Erwarten keinen heißen oder gar flüssigen Kern aufweist. Dies zwang zu einem Umdenken, das zu einer sehr viel komplexeren Entstehungstheorie unseres Nachtgestirns führte.

Demzufolge kollidierte ein Himmelskörper von der Größe des Mars schon in der Mitte der Erdgeschichte mit unserem Planeten, ohne aber gleich unseren heutigen Mond hervorzubringen. Die durch den ungeheuren Aufprall herausgeschleuderten Erdtrümmer entwichen zu einem Teil ins Weltall. Der durch die Anziehungskraft zurückgehaltene Rest bildete zunächst einen Ring von Gesteinsbrocken rund um die Erde. Durch Kollisionen dieser Trümmer entstand im Verlauf von einigen zehntausend Jahren unser Gebilde Mond.

Das Phantastische dabei ist, dass der Aufschlag des riesigen Planeten genau an der richtigen Stelle erfolgen musste, um genügend „Erdsubstanz“ freizusetzen, ohne unsere Erde völlig zu zertrümmern – und überdies zum richtigen Zeitpunkt unserer Erdgeschichte – nämlich als die in der Entstehung begriffene Erde bereits einen heißen Metallkern, einen Ozean und eine Atmosphere aufwies.

Wäre der Aufschlag zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt, dann hätte die größere Masse und Anziehungskraft der Erde verhindert, dass ausreichend Masse herausgeschleudert worden wäre, um einen Mond von der erforderlichen Größe (zur Stabilisierung der Erdachse) zu bilden. Ein Aufprall zu einem früheren Zeitpunkt der Erdgeschichte hätte wegen noch zu geringer Anziehungskraft sämtliche Einschlagstrümmer ins All entweichen lassen, ohne überhaupt einen Mond hervorzubringen, geschweige denn einen von der „richtigen“ Größe.

Überdies vermuten die Wissenschaftler, dass durch die enorme Wucht und Hitzebildung beim Aufprall des Kometgiganten ein Ozean von glühendem Magma sich über die Erdoberfläche ergoss und hiermit die Voraussetzungen geschaffen wurden für das Phänomen derPlattentektonik. Nach neueren Erkenntnissen ist sie ein ganz entscheidender Faktor für die Entstehung von Leben auf der Erde. Sie sorgte für die Bildung von Landmassen und Kontinenten und am Ende für die biotische Vielfalt auf unserer Erde: Geschätzte 3 bis 30 Millionen Arten.

Gasometer in Oberhausen

Als eine Art globaler Thermostat steuerte die Plattentektonik fortan durch die jeweils „richtige“ Bereitstellung von Silikatmengen den CO2-Gehalt der Erdatmosphäre und verhinderte somit die Entstehung eines gefährlichen Treibhauseffekts bzw. das Erstarren unseres Erdballs zu „ewigem Eis“. Und nicht weniger wichtig ist die Plattentektonik für die Bildung eines Magnetfeldes, das uns zusammen mit anderen Faktoren die tödlichen Strahlen der Sonne fernhält.

In Gang gesetzt wurden diese komplizierten Prozesse übrigens erst durch den Aufprall des Kometgiganten, wobei sich die flüssigen Metallkerne von Erde und Himmelskörper vereinigten und dadurch ein brodelnder Magmaüberschuss unterhalb der Erdkruste entstand. Dieser und die Plattenverschiebung unserer Erdkruste sind noch heute verantwortlich für die Vulkanausbrüche und Erdbeben an den Randbereichen der sich untereinander schiebenden Erdplatten.

Was in den betroffenen Gebieten schon viele Menschenleben gekostet hat, war erdgeschichtlich gesehen eine Voraussetzung für die Entstehung und den Erhalt einer lebensfreundlichen Umgebung.

Bedenkt man überdies, dass noch mehr als ein Dutzend weiterer

unverzichtbarer Faktoren passgenau hinzukommen mussten, um auch nur einfachste Lebensformen zu ermöglichen, dann ahnt man, warum die Autoren Peter Ward und Donald Brownlee ihre wissenschaftliche Veröffentlichung mit dem Titel „Rare Earth“ (Seltene Erde) versehen haben. Und dass sie davon ausgehen, dass unser Planet Erde nach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit nur wenige Geschwister im gesamten Universum haben dürfte – und vermutlich sogar ein einsames Unikat ist.

Die Entstehungsgeschichte unserer am Ende so überreich belebten Erde erinnert stark an das sogenannte anthropiche Prinzip (griech. anthropos = Mensch), das immer mehr Kosmologen und neuerdings auch Quantenphysiker bereits in den Anfängen unseres Universums, dem Urknall vor 13,7 Milliarden Jahren, zu erkennen glauben: präzise aufeinander abgestimmte Gesetzmäßigkeiten mit dem offenkundigen

Ziel, Leben zu ermöglichen und am Ende uns Menschen auf dem blauen Planeten Erde – ausgestattet mit der Fähigkeit, den großen Gedanken der Schöpfung noch einmal zu denken und zu bestaunen. 

Unser Autor Bruno Machinek ist Oberstudienrat und er veröffentlichte in diesem Jahr sein zweites populärwissenschaftliches Buch „Gott und die Welt der Quanten“ (14,90 €) im Gerhard-Hess-Verlag: http://www.gerhard-hess-verlag.de.

Das Buch kann dort sowie im Buchhandel bestellt werden – oder auch bei uns (portofrei): Tel. 0251-616768.


Israel/Galiläa: Uraltes Ritualbad entdeckt

​Vor dem Bau eines großen Verkehrsknotenpunkts an der Kreuzung Hamovil in Niedergaliläa enthüllte eine von der Israelischen

Die Siedlung mit dem Ritualbad (unten rechts)

Altertumsbehörde durchgeführte archäologische Bergungsgrabung die Überreste eines jüdischen landwirtschaftlichen Gehöfts aus der Zeit des Zweiten Tempels (vor 2000 Jahren) einschließlich einer prächtigen Mikwe (Ritualbad).

Abd Elghani Ibrahim und Dr. Walid Atrash, Direktoren der Ausgrabung im Auftrag der Israelischen Altertumsbehörde sagten:

„Die Existenz einer Mikwe, eines Ortes zur Einhaltung der Reinheitsgebote, zeigt eindeutig, dass die Bewohner des alten Bauernhofs Juden waren, die eine religiöse und traditionelle Lebensweise führten und Reinheit als ein Torah-Gebot bewahrten. Ritualbäder werden seit der Zeit des Zweiten Tempels und bis heute von Juden im täglichen Leben verwendet.“

Laut Ibrahim und Dr. Atrash „ändert die Entdeckung der Mikwe auf dem Bauernhof das, was wir über den Lebensstil der Juden in der Zeit des Zweiten Tempels wussten. Bis jetzt hatten wir keine jüdischen Bauernhöfe in Galiläa entdeckt.

Es wurde angenommen, dass Juden in der Römerzeit nicht auf Bauernhöfen außerhalb der Dörfer oder Städte lebten. Die Entdeckung des Gehöfts in einiger Entfernung vom Dorf Shikhin und der großen jüdischen Stadt Sepphoris zeigt, dass sich Juden auch auf Bauernhöfen niederließen, die vielleicht als das ländliche Hinterland von Sepphoris fungierten.“ 

Ca. 1700 Jahre sind vergangen, seitdem der Bauernhof bei einem Erdbeben zerstört wurde, und ungefähr 1400 Jahre, seitdem der Standort endgültig aufgegeben wurde.

Quelle und vollständiger Text hier: https://embassies.gov.il/berlin/NewsAndEvents/Pages/2000-Jahre-altes-Ritualbad-entdeckt.aspx?utm_source=InforuMail&utm_medium=email&utm_campaign=Newsletter+05.10.2020


Bewegende Bundestags-Rede von Martin Hohmann am 1. Oktober: JA zum Leben!

Hier folgt der vollständige Wortlaut einer fünfminütigen Ansprache im Deutschen Bundestag vom 1.10.2020, die der AfD-Parlamentarier Martin Hohmann (siehe Foto) gehalten hat.

Sehr geehrter Herr Präsident! Verehrte Frau Ministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Das Justizministerium ist für die Prüfung und den rechtmäßigen Vollzug von Gesetzen zuständig. Insofern obliegt ihm ein Wächteramt. Auch gehen nicht wenige Gesetzesinitiativen vom Justizministerium aus. Wir haben eben aus dem Mund der Ministerin einige Ankündigungen in dieser Richtung gehört.

Auch meine Ausführungen gehen in diese Richtung. In der Coronakrise haben sich unerwartet hochbrisante Fragen der Abwägung neu gestellt. Was ist das einzelne Leben wert?

Es wurde entschieden, dass die potenzielle Gefährdung eines Lebens jeden volkswirtschaftlichen Schaden aufwiegt. Diese Beurteilung lässt eine andere Frage, die in der alltäglichen Praxis und im

Gesetzesvollzug längst entschieden ist, in einem neuen Licht erscheinen.

Ich meine die Frage des § 218 Strafgesetzbuch. Es wird Sie überraschen, dass ich ähnlich wie die Kräfte des linken Spektrums für eine Abschaffung dieser Vorschrift plädieren möchte, aber von einer anderen Perspektive her.

Ich habe die Wunschvorstellung, den Traum, dass nach einem Prozess des Umdenkens und der Umerkennung sich ein neues Selbstverständnis einstellt, das den § 218 überflüssig macht. Dieses Verständnis ist davon geprägt, in erster Linie die Chancen zu sehen, die in jedem jungen Leben angelegt sind.

Im Johannesevangelium heißt es: „ … ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben“.

Von dieser Fülle darf man sich einen neuen Wolfgang Amadeus Mozart oder eine neue Mutter Teresa erwarten. Diese Fülle beinhaltet auch eine optimistische Zukunftssicht. Ja, es liegt an uns. Ja, wir können eine Wende herbeiführen.

Dabei kann die Überlegung helfen, dass wir das, was wir geschenkt bekommen haben, was wir in vollen Zügen genießen, das Leben, Menschen im Frühstadium nicht vorenthalten dürfen. Es ist eine Frage der Gerechtigkeit.

Jedem Leben steht von Anfang an die gleiche Chance zu. Dazu ist nötig, im Elternhaus, in den Schulen und im gesamten öffentlichen Leben die Empathie für das Leben in den Mittelpunkt zu stellen. Als Volk sind wir auch aufgefordert, unsere Probleme aus eigener Kraft zu lösen und nicht durch Abwerben von Menschen aus anderen Ländern oder Kontinenten.

Denken Sie nächste Woche daran: nachhaltige Politik eben. Wenn wir auf diese Weise den Wert des ungeborenen Lebens neu entdecken und stärker als bisher staatliche Ressourcen für diese Zukunftsaufgabe bereitstellen, dann ist Optimismus angebracht.

Meine Damen und Herren, ich lehne es prinzipiell ab, die eigene Familie, das persönliche Umfeld in die Politik, die politische Arbeit hineinzuziehen. Heute möchte ich mit folgender abschließender Schilderung eine Ausnahme machen:

Ich saß vor rund einem Jahr am frühen Abend zu Hause am

Küchentisch und las. Ich höre, wie sich kleine Schritte von außen der Küchentür nähern. Langsam wird der Türgriff heruntergedrückt. Meine dreijährige Enkelin – sie wohnt mit ihrer Familie eine Etage höher – kommt herein. Ich wende mich ihr zu. Sie kommt heran. Sie steht vor mir, wir sehen uns an. Sie legt ihre Hände und ihr Köpfchen auf meine Knie. Ich streichle über ihre Haare. Wir blicken uns erneut an. Sie geht zur Tür, verlässt den Raum und schließt die Tür. Während dieser kurzen Szene fiel kein Wort.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, diese Begegnung erfüllt mich bis heute mit tiefer, kreatürlicher Dankbarkeit.

Ich wünsche Ihnen allen ähnlich glückhafte, gesegnete Momente. Ich möchte eine entsprechende Initiative der Neubesinnung anregen. Danke.

Quelle: https://www.bundestag.de/mediathek?videoid=7473776#url=aHR0cHM6Ly93d3cuYnVuZGVzdGFnLmRlL21lZGlhdGhla292ZXJsYXk/dmlkZW9pZD03NDczNzc2&mod=mediathek


China: Christlicher Gemeindeleiter Wang Yi zu 9 Jahren Haft verurteilt

Wang Yi (siehe Foto), Leiter der Rainbow Covenant Hauskirche in Chengdu, wurde am 9. Dezember 2018 zusammen mit rund hundert Gemeindemitgliedern verhaftet. Es handelt sich um eine evangelische Hauskirche in China, die nach offizieller kommunistischer Lesart als nicht registrierte Gemeinde illegal ist.

Ende Dezember 2019 verurteilte ein Gericht in Chengdu, der Hauptstadt der südwestchinesischen Provinz Sichuan, Pastor Wang Yi zu einer neunjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Er habe «illegale Geschäfte» betrieben und dazu angestiftet, die «Staatsgewalt zu untergraben», heißt es in dem Urteil.

Er verliert zudem für drei Jahre seine politischen Rechte, und es werden Gegenstände aus dem Besitz Wangs im Wert von 50.000 Yuan, konfisziert, was annähernd 6.300 Euro entspricht.

Im Mai 2020 wurde bekannt, dass Wang Yi aus dem Gefängnis von Chengdu in eine andere Haftanstalt verlegt wurde. Seitdem ist sein Aufenthaltsort unbekannt.

Pastor Wang Yis Kirche will ihre Unabhängigkeit bewahren und ist nicht bereit, der staatlichen Dachorganisation der „Drei-Selbst-Bewegung“ beizutreten. Die Botschaft des Urteils an andere widerspenstige Hauskirchen ist eindeutig: «Wenn ihr nicht beitretet, erteilt euch bald das gleiche Schicksal wie Wang Yi und seine Gemeinde.»

Die Wendung «Hauskirche» leitet sich aus dem Umstand ab, dass die Gläubigen wegen des illegalen Status in privaten Wohnungen und nicht in Kirchen ihre Gottesdienste feiern.

Vor seiner Bekehrung und Taufe 2005 war Wang Yi ein bekannter Bürgerrechtsanwalt und Rechtsprofessor an der Universität von Chengdu. 

Quelle und FORTSETZUNG des Artikels hier: http://www.akm-online.info/

Weitere Infos zu Pastor Wang Yi hier: https://www.deutschlandfunk.de/der-furchtlose-prediger-von-chengdu-mit-gottes-hilfe.886.de.html?dram:article_id=432807