Kardinal Leo Burke kritisiert private Papstäußerungen zu Homo-Partnerschaften

Von Felizitas Küble

Der amerikanische Erzbischof und Kardinal Raymond Leo Burke hat sich auf seiner Homepage am 22. Oktober mit verstörenden Aussagen von Papst Franziskus befaßt, die weltweiten Wirbel und Erstaunen sowie Kritik von theologisch konservativen Katholiken und Evangelikalen hervorgerufen haben.

Die Äußerungen sind nicht lehramtlich, sondern „privat“ und sie erfolgten im Dokumentarfilm „Francesco“. Medienberichten zufolge soll Franziskus darin erklärt haben, er befürworte die gesetzliche Absicherung homosexueller Partnerschaften; zudem hätten diese Personen das Recht auf eine Familie.

Hierzu stellt Kardinal Burke klar:

„Erstens machen der Kontext und der Anlass solcher Erklärungen sie frei von jeglicher kirchenrechtlichen Verbindlichkeit. Sie werden zu Recht als einfache private Meinungen interpretiert; diese binden in keiner Weise das Gewissen der Gläubigen.“

Der Würdenträger betont, das Kirchenvolk solle vielmehr dem folgen, was „die Heilige Schrift und die katholische Tradition sowie das ordentliche Lehramt der Kirche in dieser Angelegenheit lehren“.

Trotz fehlender Verbindlichkeit hätten die Papst-Äußerungen jedoch „große Verwirrung“ unter den Gläubigen verursacht, zumal sie der Bibel und kirchlichen Überlieferung widersprächen. Daher würden sie der Geistlichkeit die Gewissenspflicht auferlegen, „notwendige Klarstellungen“ vorzunehmen.

Kardinal Burke betont sodann, das kirchliche Lehramt habe „auf der Grundlage der Heiligen Schrift“ stets gelehrt, daß homosexuelle Handlungen unerlaubt seien, da sie gegen das Naturgesetz verstoßen, nicht wie bei Mann und Frau der gegenseitigen Ergänzung dienen und zudem in sich unfruchtbar seien.

Die bloße gleichgeschlechtliche Neigung (ohne sexuelle Verhaltensweisen) sei zwar keine persönliche Sünde, aber gleichwohl „objektiv ungeordnet“. Entsprechend dem Katholischen Weltkatechismus sei homosexuellen Personen mit Wohlwollen, Achtung und Mitgefühl zu begegnen.

Es gelte wie überall so auch hier das katholische Prinzip, die Sünde zu hassen, aber den Sünder zu lieben.

Quelle für die Zitate: https://www.cardinalburke.com/


10 Kommentare on “Kardinal Leo Burke kritisiert private Papstäußerungen zu Homo-Partnerschaften”

  1. Anonymous sagt:

    Joseph Mao-Reder,

    diese Kleidung hat einen Symbolgehalt, den Sie nicht verstehen.

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    • Joseph Mao-Reder sagt:

      Welchen Symbolgehalt? Das die Renaissance noch nicht vorbei ist? Dass ein Kardinal einen prächtigeren Aufzug braucht als ein derzeitiger Papst? Warum ist unser Heiland mit seinen Aposteln nur zu Fuß gegangen und ist lediglich auf einem Esel in Jerusalem eingezogen? Ein wenig mehr Pracht hätte doch mehr Symbolgehalt gehabt! Vielleicht waren unser Heiland und seine Apostel einfach zu bescheiden- Grund genug heute anders aufzurtreten!

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      • Anonymous sagt:

        Joseph Mao-Reder,

        Sie vermischen zwei Sachverhalte:

        1. Was in der Urgemeinde gemacht oder nicht gemacht wurde.
        2. Welche Bedeutung im Laufe der Kirchengeschichte bestimmte liturgischen Gewänder erlangt haben.

        Ich habe rein sachlich erklärt, dass diese Cappa Magna eine symbolische Bedeutung hat. Ich habe diese Bedeutung weder näher ausgeführt, noch habe ich sie bewertet. Sie aber bewerten etwas, ohne es überhaupt zu verstehen. Das finde ich armselig. Dennoch habe ich für Sie die Arbeit gemacht:

        „Die Cappa Magna ist ein Mantel mit einer Kapuze und Schleppe (cauda). Sie wird getragen von Kardinälen, Bischöfen und einigen dazu autorisierten Prälaten. Die Cappa der Kardinäle ist rot und in der Fasten- und Trauerzeit violett, die der anderen Würdenträger ist stets violett bzw. hat sie die Farbe des Ordenskleides, wenn der Träger einem geistlichen Orden angehört.
        Die Cappa Magna leitet sich von der Cappa Choralis ab, einem langen, vorne geschlossenen oder auch offenen Mantel mit Kapuze aus schwarzer Wolle, der beim Chorgebet, bei Prozessionen oder ähnlichen Anlässen getragen wurde.
        Im Mittelalter begegnet erstmals in der 1. Hälfte des 14. Jh. eine rote Cappa Magna des Papstes, für Kardinäle ist sie seit Ende des 14. Jh. bezeugt, für Bischöfe erst seit dem 15. Jh.“

        https://www.uni-muenster.de/Kultbild/missa/bilder/realien/dalmatik/cappamagna_index.html

        Für die meisten Menschen ist diese Symbolik unverständlich bzw. fremd, weil uns schlicht der kulturelle Kontext dazu fehlt. Diese Bedeutung leitet sich zum Einen aus der mittelalterlichen Ständegesellschaft, zum Anderen aus der enormen Bedeutung von Bischöfen und Kardinälen in der katholischen Kirche ab.

        Dieser kulturell-religiöse Kontext ist nicht vergleichbar mit dem kulturell-religiösen Kontext im ersten Jahrhundert in Palästina, als Jesus das Evangelium verkündete. Deshalb ist auch insoweit kein Vergleich möglich. Es ist aber schon so, dass auch Jesus mit Symbolik arbeitet. So trug er ein durchgewebtes weißes Gewand, was einzigartig war. Er ritt auf einem Esel in Jerusalem ein. Vor ihm wurden Palmblätter und kostbare Gewänder ausgebreitet. Das war nichts Anderes als ein Krönungszeremonie, die er widerspruchslos akzeptierte. Desgleichen akzeptierte er es nicht nur, sondern lobte es ausdrücklich, dass ihn eine Prostituierte mit kostbarem Öl salbte. Man kann also nicht sagen, dass Jesus Christus keinen Sinn für derartige Symbolik hatte oder es abgewehrt hätte, dass zu seinen Gunsten auch tief in die eigene (!) Tasche gegriffen wurde.

        Das heißt jetzt nicht zwingend, dass er die Cappa Magma gut gefunden hätte. Es ist aber auch nicht ausgeschlossen. Deshalb halte ich es nicht für sinnvoll, darauf herum zu hacken.

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  2. Anonymous sagt:

    Die Äußerungen dieses Papstes sind nichts Neues. Schon als Erzbischof in Buenes Aires vertrat er die Meinung, dass zur rechtlichen Absicherung Homosexuelle eine Zivilrechtsstatus bekommen sollten, der aber gerade keine Ehe sein sollte. Das entspricht in etwa den eingetragenen Partnerschaften nach Deutschem Recht, die sich allerdings nicht durchsetzen konnten und die „Homoehe“ nicht verhindern konnten.

    Bergoglio spricht sich also sicher nicht für „Homoehen“ aus und auch nicht für homosexuelle Handlungen. Letztere muss er halt notgedrungen in Kauf nehmen. Aber es ist ja auch nicht so, dass Homosexuelle sexuell enthaltsam wären, bevor sie irgend eine staatlich anerkannte Verbindung eingehen.

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  3. Wacht auf !!! .
    Homosexualität in der Bibel: 3. Buch Moses 18, 22 u. 24 – 30 3. Buch Moses 20, 13
    Genesis 19, 23 – 28 2. Petrusbrief 2, 6-9 Brief des Apostels Judas Thaddäus 5-7
    Römerbrief 1, 24-31 Römer 1:32 1. Korintherbrief 6, 9-10
    Gottes Wort ist unveränderlich: Hebr 6:17 Jak 1:17 Pred 3:14 Lk 21:33 Lk 16:17 Gal 1:9

    Päpstliche Bulle „Cum Ex Apostolatus Officio“ von Papst Paul IV 15. Februar 1559
    kath-zdw.ch/maria/Enzykliken.Bullen/Cum_Ex_Apostolatus_Officio_von_Papst_Paul_IV.html

    Aus den Offenbarungen an Barbara Weigand – Offenbarung 1065
    http://www.barbara-weigand.ch/band7/band7.3.html#1065
    „Diejenigen Priester, die nicht Meinen Geist annehmen und Meine Werke verfolgen, sie verfallen so weit in den Stand der Ungnade, daß Ich ihnen die Gnade der Wandlung entziehe am Altare.“

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  4. Gabriele Kuby, Soziologin zur Gender Ideologie, siehe auch die christliche Psychologin Christa Meves

    http://www.gabriele-kuby.de

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  5. Siehe auch Judith Reisman und James DeMeo aus den USA zur Thematik und Therapierbarkeit von Homosexualität und die christliche Psychologin Christa Meves und den Internetauftritt von Eva Hermann sowie den „Bund Katholischer Ärzte“ (BKA) Deutschland.

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    • Anonymous sagt:

      Warum regt sich ausgerechnet Kard. Burke auf? Er mit seiner peinlichen Magna Cappa ist er doch echt der „Paradiesvogel“ im Kardinalskollegium. Ansonsten auch einiges „sehr speziell im Kleiderschrank“.

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      • Joseph Mao-Reder sagt:

        Zu Anonymous:
        Jetzt habe ich die Fotos auch gesehen, ich bin geschockt über diesen Aufzug in Samt, Spitzen und Seide, diesen meterlangen Seidenmantel und den Hermelin Pelz.
        Hiermit widerspricht der Kardinal der Demut und Bescheidenheit welche der Papst vorlebt.
        Er widerspricht der päpstlichen Bescheidenheit in dem er „päpstlicher als der Papst“ auftritt.
        Das ist etwas was die Kirche nicht braucht. Und macht die Aussagen des Kardinals völlig unglaubwürdig. Vielleicht hat er Angst, dass ihn die Leute missverständlicherweise wegen seiner Vorlieben für Spitzen, Samt und Seide verdächtigen…..? Dann muss er um so lauter in diese Richtung schimpfen, um dem Verdacht zu entgehen, wenn er es anders nicht kann.

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