Homosex: Kölner Domradio auf Abwegen

Von Ursula Zöller

Der Chefredakteur des Kölner Domradios, Ingo Brüggenjürgen, hat sich in einem Kommentar über die Papstaussagen zur Homosexualität geoutet. Nicht als Homosexuellen, denn er hat (vorsichtshalber?) seine Kinder erwähnt, sondern als jemand, der offenbar nichts von dem hält, was die Kirche zur Homosexualität lehrt.

Er lobt den Papst für Äußerungen, die nun kursieren, und spricht ihm Mut zu. Ob Franziskus sich darüber freut?

Allerdings vermischt Herr Brüggenjürgen Dinge, die er als Chefredakteur eines katholischen Mediums unterscheiden können müsste. Er macht aus der unbestritten richtigen Aussage des Katholischen Katechismus, dass homosexuelle Menschen „nicht in irgendeiner Form ungerecht zurückgesetzt“ werden dürfen, die Unterstellung, dass praktizierte Homosexualität folgerichtig in Ordnung wäre.

Er müsste doch die alte kirchliche Lehre kennen, dass man den Sünder lieben muss, die Sünde aber nicht lieben darf. Und dieser selbe Katechismus, den er für seine Meinung zitiert, sagt eben auch, homosexuelle Handlungen „sind in keinem Fall zu billigen.“

„Die Kirchenwelt wird ein wenig regenbogenbunter – und das ist gut so“, findet der Journalist und fährt dann in geradezu lästerlicher Art fort: „Man denkt Familie nicht mehr länger nur als `Heilige Familie´ mit Vater, Mutter, Kind.“

Und es wird noch schlimmer: Herr Brüggenjürgen spricht von seiner Familie, dass für die Großeltern Homosexualität noch widernatürlich war, dass aber seine Generation längst begriffen habe, „ dass Homosexualität keine Sünde sein kann – und für meine Kinder ist Homosexualität Gott sei Dank `so normal wie Kaugummi kauen´“.

Gott für diese Ansicht heranzuziehen scheint mir – wie der ganze Kommentar – ziemlich abwegig. Und wenn schon vom Kaugummi kauen die Rede ist: Ich finde, sein Kommentar ist so unangebracht wie Kaugummi unter dem Schuh.

Erstveröffentlichung des Beitrags unserer Autorin hier: https://frauenundkirche.wordpress.com/2020/10/26/von-homosexualitat-und-kaugummi-kauen/


7 Kommentare on “Homosex: Kölner Domradio auf Abwegen”

  1. RF sagt:

    Die von Ihnen so verdammten Charismatiker nennen ausgelebte Homosexualität Sünde, im Gegensatz zu EKD und Baptisten.
    Sollte Sie mal zum Nachdenken bringen.

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    • Guten Tag,
      erstens werden Charismatiker von mir nicht verdammt, sondern in der Sache kritisiert,
      zweitens bringt mich das nicht im geringsten zum Nachdenken, da mir längst bekannt ist, daß die Charismatik eine Versuchung für KONSERVATIVE ist, nicht für Progressive.
      Es versteht sich also am Rande, daß eine sich als besonders „fromm“ und geistgegeprägt empfindende Bewegung die Homosexualität als Sünde bezeichnet.
      Die meisten Sekten und Sondergruppen in der Kirchengeschichte waren konservativ, asketisch, verstiegen, oberfromm usw.
      Zudem brauche ich keine Charismatiker, um die biblische und kirchliche Lehre zur Homosexualität zu kennen.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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  2. Menschen mit ’schwachem Rücken‘ haben nur im Mainstream eine Chance. Bekennende Christen halten sich an das Evangelium und schwimmen nötigenfalls gegen den Strom.

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    • Heute sind in der Tat viele Opportunisten und Politisch Korrekt und schwimmen mit der Mehrheitsmeinung im Strom der Masse und der Massenmedien als Mitläufer und Profiteure.

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      • Siehe zur Homosexualität auch Judith Reisman und James DeMeo aus den USA und den Psychologen Wilhelm Reich und das internationale Schiller-Institut und den Internetauftritt von Eva Hermann und die christliche Psychologin Christa Meves.

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  3. Siehe zur Homosexualität auch Judith Reisman und James DeMeo aus den USA und den Psychologen Wilhelm Reich und das internationale Schiller-Institut und den Internetauftritt von Eva Hermann und die christliche Psychologin Christa Meves.

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