Heimatvertriebene zwischen völkerrechtlichem Anspruch und lautloser Abwicklung

Buchbesprechung von Thomas May

Buchdaten: Alfred de Zayas, Konrad Badenheuer: 80 Thesen zur Vertreibung. Aufarbeiten statt verdrängen. – Verlag Inspiration UN Limited, London/Berlin 2019, 216 Seiten, Taschenbuch, ISBN: 978-3-945127-292. – 14,90 € (Bestellung: http://viul.de/buch/id-80-thesen-zur-vertreibung.html)

In den Jahren 1944 bis 1948 wurden 13 bis 14 Millionen Menschen aus den Gebieten Schlesiens, Pommerns, Ost- und Westpreußens sowie des Sudetenlandes gewaltsam entwurzelt. Um diesen epochalen Vorgang der Vertreibung der Deutschen ist es seit den 2000er Jahren erstaunlich still geworden; von der politischen Agenda ist er trotz der bis heute andauernden Folgen und nicht aufgearbeiteten großen Unrechtstatbestände verschwunden.

Dieser Missstand läuft nicht nur der internationalen Entwicklung zuwider, sondern ist auch psychologisch und ethisch fragwürdig.

ZIEL: Aufarbeiten statt verdrängen

Die beiden Autoren (Prof. Dr. Alfred de Zayas und Konrad Badenheuer) verstehen ihr Buch als Antithese zu Tabuisierung und Vergessen der Vertreibung seitens der bundesdeutschen Politik und der öffentlich-rechtlichen Medien. Es ist ein Plädoyer, die damaligen Geschehnisse vollumfänglich und ungeschönt zur Kenntnis zu nehmen, sie historisch (richtig) einzuordnen, völkerrechtlich zu bewerten und die notwendigen Konsequenzen zu ziehen.

Im ersten der drei Teile stellt der amerikanische Historiker und Völkerrechtler Alfred-Maurice de Zayas, bekannt durch seine Forschungen und Publikationen zum Thema „Vertreibung“ seit den 1970er Jahren und Menschenrechtstätigkeit für die UN, in 80 Thesen seine Kernaussagen vor.

Anschließend integriert sie der Berliner Publizist und Journalist Konrad Badenheuer (siehe Foto) unter Nutzung seiner Insiderkenntnisse der Vertriebenenverbände in den zeitgeschichtlichen Kontext der deutschen Vertriebenenpolitik; der dritte Teil (Anhang) beinhaltet historische Landkarten und Fotos, Entschließungen des Bundestages (1994, 2016), des Europäischen Parlaments (1995, 1999, 2000) sowie maßgebliche internationale Dokumente (1994/97, 1995) und Stimmen (1995, 2005).

GRUNDLEGUNG: Die Thesen

1986 trat de Zayas erstmals mit 22 „Thesen zur Vertreibung“ hervor, in denen er auf die „typisch deutsche“ Fehlentwicklung hinwies; 2008 waren sie auf 50 angewachsen. Mit der Neufassung 2019, in welche die völkerrechtlichen und politischen Entwicklungen in Deutschland, Ostmitteleuopa und weltweit zum Thema „Flucht und Vertreibung“ eingearbeitet wurden, hat sich der Umfang des Buches vervierfacht, auch dank der Aufsätze des Verlegers und Koautors Badenheuer.

Die jetzt 80 Thesen gliedern sich in 28 historische Thesen (Fakten), 36 völkerrechtliche Thesen (Rechtsnormen) und die sich aus ihnen ergebenden Schlussfolgerungen in 16 Thesen.

Fakten

De Zayas definiert Vertreibung als „gewaltsam erzwungene[n] Verlust der Heimat unter Verlust des Eigentums“ (These 14); sie umfasst nicht nur die gewaltsamen Austreibungen des Jahres 1945, sondern auch die organisierten „Bevölkerungstransfers“ von 1946 bis 1948, ebenso die von den deutschen Behörden durchgeführten Evakuierungen ab Herbst 1944 und die Massenflucht im Frühjahr 1945 infolge des später verweigerten Rückkehrrechts und der Enteignung der Geflohenen.

Dem Autor zufolge ist die gängige Ansicht, der Zweite Weltkrieg sei die Ursache der Vertreibung der Deutschen gewesen, wissenschaftlich unhaltbar. Den Versuch mancher Historiker, sie als die natürliche Folge der deutschen Verbrechen hinzustellen, nennt er „politische Geschichtsklitterung“. Erst recht hält die Rede von der (gewollten) Bestrafung des (deutschen) „Tätervolkes“ historischer Prüfung nicht stand. (Sie verbietet sich auch wegen ihres rassistischen Charakters.)

Wesentliche Gründe waren die politischen Entscheidungen eines überschaubaren Personenkreises (wie u. a. Dokumente und Bekenntnisse tschechischer, polnischer und sowjetischer Politiker belegen), die geopolitischen Ambitionen Stalins und der Wille der Westalliierten, Deutschland nachhaltig zu schwächen. Schließlich erweist de Zayas auch die verbreitete Vorstellung, vollzogene Vertreibungen seien unumkehrbar, als historisch unzutreffend.

Als ein Schlüsseldokument präsentiert er das Telegramm des britischen Diplomaten (Sir) Geoffrey Harrison an seinen Chef John Troutbeck (Leiter der Deutschland-Abteilung) vom 1. August 1945, das er 1976 im Archiv des Foreign Office entdeckte (als Faksimile im Anhang abgedruckt).

Darin steht der markante Satz: „Sobolev [der sowjetische Vertreter im mit den ‚Bevölkerungstransfers‘ befassten Unterausschuss, welcher der Potsdamer Konferenz zuarbeitete] bezog den Standpunkt, dass der polnische und tschechoslowakische Wunsch, ihre deutschen Bevölkerungen zu vertreiben, die Erfüllung einer historischen Mission [!] sei und die sowjetische Regierung nicht Willens sei, zu versuchen, sie daran zu hindern.“

Hier scheint die panslawistische Expansionspolitik mit westlicher Stoßrichtung auf, wie sie sich im russischen geopolitischen Kalkül seit dem 16. Jahrhundert abzeichnete. Ganz auf der Linie Sobolevs meinte der tschechische Ministerpräsident Beneš wenig später, mit der Vertreibung der Sudetendeutschen seien „die Fehler eines Jahrtausends korrigiert“ worden. Harrison, Verfasser des „Vertreibungsartikels“ XIII des Potsdamer Communiqués, mit dem de Zayas nach dem Krieg Kontakt aufnahm, betonte auf Nachfrage, nie sei in der Diskussion die Vertreibung als (gerechte) Bestrafung (der Deutschen) bezeichnet worden (auch von Stalin nicht).

Das Telegramm hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck der britischen und amerikanischen Seite, die einerseits „massenhafte Transfers … nicht mögen“ (weil sie die Last für ihre Besatzungszonen begrenzen wollen) und zumindest ihre ordnungsgemäße, menschliche Durchführung sicherstellen wollen, anderseits gegen die grausame Behandlung der deutschen Bevölkerung in der Praxis nicht mehr als wirkungslose Proteste in Warschau und Prag vorbrachten und die Vertreibungen als „fait accompli“ hinnahmen.

Insgesamt kamen laut Untersuchung des Statistischen Bundesamtes (1958) über zwei Millionen Menschen durch Flucht, Vertreibung und Verschleppung um, obwohl die Maßnahmen nach Kriegsende seitens der Alliierten quasi als „Friedensakt“ angelegt waren.

Rechtsnormen

Dem Völkerrecht widerstreben Vertreibungen mehrfach. Sie verletzen das Selbstbestimmungsrecht der Völker, das als heute anerkanntes „zwingendes Recht“ das Recht auf die Heimat einschließt.

Doch die an Deutschen verübten Vertreibungen von 1944 bis 1948 waren schon damals illegal und verbrecherisch, weil die anzuwendende Haager Landkriegsordnung (1907) die Ehre und die Rechte der Familie, das Leben der Bürger und ihr Privateigentum schützt (Artikel 46) und Kollektivstrafen untersagt (Artikel 50). Gegen das Völkergewohnheitsrecht und die Minderheiten-Schutzverträge, die Polen, Tschechoslowakei, Ungarn und Jugoslawien verpflichteten, verstießen sie ebenfalls.

Vertreibung und Verschleppung können sogar den Tatbestand des Völkermordes erfüllen, wenn die Zerstörungsabsicht einer nationalen, ethnischen, rassischen oder religiösen Gruppe vorliegt. Diese  ist im Fall der Staatschefs Josip Broz Tito und Edvard Beneš nachweisbar, was die Vertreibungen der Deutschen aus Jugoslawien und der ČSR als Genozide qualifiziert.

Daraus folgt ein internationales, zeitlich unbefristetes Anerkennungsverbot der dabei durchgeführten Enteignungen. Auf Basis der Rechtsprechung des Internationalen Gerichtshofs für das ehemalige Jugoslawien, der Aspekte der „ethnischen Säuberungen“, explizit das Massaker von Srebrenica, als Genozid bezeichnete, stellt de Zayas fest, dass die mit hunderttausendfachen Morden und Vergewaltigungen viel schlimmere Vertreibung der Deutschen kaum weniger als genozidisch einzustufen sei.

Schließlich haben Vertriebene völkerrechtlich Anspruch auf Wiedergutmachung, auf Rückkehr in ihre Heimat und Rückgabe des privaten Eigentums. Der Staat kann nicht stellvertretend für sie darauf verzichten. (Anders ist es bei öffentlichen deutschen Vermögen in den Vertreibungsgebieten.)

Die bundesdeutsche Rechtsposition zur Vertreibung wurde allerdings seit Mitte der 1980er Jahre geschwächt. Opfer können sich zur Verfolgung ihrer Rechte gegebenenfalls an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte oder den UNO-Menschenrechtsausschuss wenden.

Schlussfolgerungen

De Zayas wertet die unbewältigte Vertreibung der Deutschen als eines der folgenschwersten Ereignisse der neueren Geschichte Europas und als Hypothek für die Zukunft. Im unterschiedlichen Verständnis der Rechtsstaatlichkeit oder der Reichweite und Grenzen der Souveränität von Nationalstaaten geraten die Länder Ostmitteleuropas und der alten EU regelmäßig aneinander.

Es besteht ein (von Brüssel und Berlin ignorierter) innerer Zusammenhang zwischen einer national orientierten Sonderpolitik wie in Polen und der Tschechischen Republik und der gleichzeitigen Leugnung des Unrechtscharakters der Vertreibung der Deutschen. Erst deren wahrhaftige und völkerrechtlich saubere Aufarbeitung kann eine Versöhnung begründen.

Diesen Auftrag verbindet de Zayas mit dem Aufruf an die seit dem „Historikerstreit“ der 80er Jahre „eingeschüchterten“ Wissenschaftler, die Erforschung der Vertreibungsfragen tabufrei anzugehen. Die große Lücken können nur interdisziplinär unter Einbeziehung demographischer, soziologischer, psychologischer, philosophischer, juristischer, kultureller Faktoren geschlossen werden.

Den bis in die Mitte der Gesellschaft gerückten Begriff „Tätergeneration“ verweist der Autor ins „Wörterbuch des Unmenschen“: „Die Vertriebenen waren Opfer der Unmenschlichkeit der Sieger, heute sind sie Opfer der Diffamierung durch viele Medien und dem Zeitgeist verhaftete Historiker“ (These 75).

De Zayas schließt mit dem Appell, Vertreibungen überzeugend zu ächten, um künftige „ethnische Säuberungen“ zu verhindern. Um die allgemeine Geltung des Völkerrechts sichern zu helfen, sollten die deutschen Vertriebenen auf ihren Rechten bestehen, nicht wegen materieller Vorteile.

KONTEXT: Vertriebene im Räderwerk der deutschen Politik

Im umfangreichsten seiner vier Aufsätze untersucht Koautor Badenheuer die Vertriebenenpolitik der Bundesregierungen von Helmut Kohl bis Angela Merkel. Dabei nimmt er die Armenier-Resolution des Deutschen Bundestages vom 2. Juni 2016 als Ausgangspunkt und Richtschnur, weil diese der türkischen Regierung eine geduldige Politik der Aufarbeitung von Vertreibungsunrecht empfiehlt, die im Fall der eigenen Vertriebenen erkennbar nicht beherzigt wurde oder wird.

Die hinsichtlich Dimension, Grausamkeit und Nichtverjährbarkeit vergleichbaren humanitären Katastrophen der Armenier 1915/16 und der Ost- und Sudetendeutschen 1945 bis 1948 werden offenkundig mit zweierlei Maß gemessen; am eklatantesten ist der Widerspruch bei SPD, Grünen und Linken.

Regierungen Kohl

Sie verhielten sich gegenüber den Vertriebenen vor und nach 1989/90 völkerrechtlich exakt. Auch nach Unterzeichnung der deutsch-tschechischen Erklärung 1997 bezeichnete der Kanzler die Vermögensfrage weiterhin als offen. Überwiegend ist seine Politik jedoch von Unterlassungen geprägt, etwa bei der gebotenen, aber nicht veranlassten Strafverfolgung von Vertreibungsverbrechern nach 1989, als etliche Mörder noch lebten.

Sein gravierendstes Versäumnis betrifft die Umsetzung des Bundesvertriebenengesetzes, nach dem Bund und Länder Kulturgut und -leistungen der Vertriebenen zu erhalten und zu fördern haben (§ 96). Angesichts des heute faktisch weitverbreiteten Unwissens – laut einer Allensbach-Umfrage von 2002 konnten 82 Prozent der unter 30-Jährigen Schlesien auf einer Landkarte nicht auffinden – spricht Badenheuer hier von einem „kontinuierlichen bildungs- und informationspolitischen Rechtsbruch“.

Regierungen Schröder

Der historische Tiefpunkt deutscher Vertriebenenpolitik wurde wohl unter der Kanzlerschaft Schröders erreicht, als deren Anliegen durchwegs bekämpft wurden. Das Europäische Parlament hatte vor der Osterweiterung der EU 2004 in zwei Entschließungen (1999 und 2000) die Aufhebung der Beneš-Dekrete verlangt, weil eine Mehrheit der Abgeordneten den Unrechtscharakter der Vertreibung klar sah; Sorgen bereiteten auch tschechische Nationalisten, die sich zur Vertreibung und Enteignung der Sudetendeutschen als „Quelle des Friedens“ (MP Miloš Zeman) bekannten.

Außenminister Joseph Fischer (Grüne), selbst ungarndeutscher Herkunft, gelang es, die Bestrebungen des EP und die „drohende“ Unterstützung der Anliegen der Vertriebenen erfolgreich zu torpedieren. Die Regierung Schröder hat es sogar hingenommen, dass Tschechien stattdessen die Dekrete (die wie die polnischen Bierut-Dekrete auch mit der „Universalen Erklärung der Menschenrechte“ unvereinbar sind) durch Gesetzgebungsakte und Parlamentsentscheidung noch mehrfach bekräftigte.

Regierungen Merkel

Deren Bilanz fällt gemischt aus. Hoch rechnet Badenheuer der Kanzlerin an, dass sie 2006 und 2007 die Forderungen der polnischen Regierung Kaczyński nach einem rechtswirksamen Schlussstrich unter die Rechte der Vertriebenen klar zurückgewiesen hat. Positiv  vermerkt er auch die Einführung des „Gedenktags für die Opfer von Flucht und Vertreibung“ (ab 2015) und die Entschädigung deutscher Zwangsarbeiter mit 2500 € pro Person (2015).

Dem stehen – wie bei Kohl – schwerwiegende Mängel bei der Vertretung der Belange der Vertriebenen gegenüber, angefangen vom „Totschweigen“ der serbischen Restitutionspolitik seit 2011 über die passive Haltung zu entdeckten Sammel- und Massengräbern mit deutschen Ziviltoten in Westpreußen, Polen und der ČR bis hin zur aktiven Schwächung wie durch die 2014 beschlossene Schließung des Kirchlichen Suchdiensts und seiner Heimatortskarteien.

Skeptisch sieht Badenheuer (wie de Zayas) das von Merkel 2008 angekündigte, bisher nicht eröffnete Dokumentationszentrum gegen Vertreibungen am Anhalter Bahnhof in Berlin, hinter dem die „hoch politisierte“ „Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ steht: Eine Ausstellung, die historische und völkerrechtliche Fakten wahrheitsgetreu präsentiert, ist mit dem von den Bundestagsparteien präjudizierten Ergebnis, alles sei politisch „erledigt“ (das auch die Regierung Merkel wünscht), nicht vereinbar.

Richard von Weizsäcker

Besonderes Augenmerk richtet Badenheuer aufdessen Rede vom 8. Mai 1985 und den zentralen Satz: „Der erzwungenen Wanderschaft von Millionen Deutschen nach Westen folgten Millionen Polen und ihnen wiederum Millionen Russen.“

Von der verletzenden, ja zynischen Formulierung „erzwungene Wanderschaft“ ist Weizsäcker später abgerückt. Schwerer wiegt, dass seine (an den „Lebensraum“ anklingende) demographisch begründete Kompensationstheorie, deren Spuren sich bereits in der „Ostdenkschrift“ der EKD von 1965 finden, historisch haltlos ist, wie Badenheuer mittels genauer Bevölkerungszahlen, welche die gegenläufigen Bewegungen Richtung Westen und Osten berücksichtigen und in die auch Ukrainer und Weißrussen einbezogen werden, nachweist. Laut sowjetischer Volkszählung lebten 1959 im ehemaligen Ostpolen 9.583.600 Menschen, ca. zwei Millionen weniger als 1939, unter ihnen 606.800 Russen.

Im Klartext: Die „Millionen Russen“, die im Gefolge der Vertreibung der Deutschen den „Millionen Polen“ gefolgt sein sollen, sind eine freie Erfindung des Ex-Bundespräsidenten. Dieses Fallbeispiel unwahrhaftiger Geschichtspolitik, das seitens der Historiker unwidersprochen blieb, ist verhängnisvoll bedeutsam, weil es als Gelenkstück des offiziellen Narrativs der deutschen Geschichte die Vorstellung von Millionen Deutschen über die Vertreibung 1944 bis 1948 nachhaltig falsch geformt hat.

Verdienste und Mängel der BdV-Verbandspolitik

In der Bilanzierung der 70-jährigen Heimatpolitik der deutschen Vertriebenen würdigt Badenheuer, selbst mehrere Jahre für die Landsmannschaften der Sudetendeutschen und Ostpreußen aktiv, summarisch deren Verdienste. Nach 1945 haben ihre mit sehr begrenzten Mitteln aus dem Nichts aufgebauten, großen demokratischen und pro-europäisch ausgerichteten Verbände beigetragen, dass Millionen Menschen nicht an Hunger und Krankheiten zugrunde gingen.

Gleichzeitig haben sie das Gesetzeswerk des Lastenausgleichs (LAG) durchgesetzt und mitgestaltet. Schließlich verhinderten sie eine Radikalisierung in der einen oder anderen Richtung in ihren Reihen. In den 1960er Jahren entwickelten sie sogar Ansätze einer eigenen, inoffiziellen Außenpolitik.

Viel Raum nehmen Badenheuers Kritik der BdV-Verbandspolitik und die Frage der Versäumnisse ein, die sich ihm vor allem stellt, weil die rund 12 Millionen Vertriebenen als Gruppe heute fast unsichtbar geworden sind. Ihre fortgeschrittene Assimilation wird im geänderten Sprachgebrauch geographischer Begriffe, den sie widerspruchslos hin- oder aktiv übernommen haben, sofort deutlich: Unter „Ostdeutschland“ versteht man heute nicht mehr Schlesien, Pommern, Ost- und Westpreußen, sondern Thüringen, Sachsen, Mecklenburg; „Ostbrandenburg“ bezeichnet nicht mehr ein Gebiet östlich von Frankfurt an der Oder, sondern die Region zwischen Berlin und Frankfurt a. O.

Solche begrifflichen Umprägungen sind fatal, da ein Prozess massenhafter Meinungsänderung sozusagen „weggeframed“ und das Denken und Empfinden früherer Generationen bis hin zum Verständnis nationaler Identität immer schwerer nachvollziehbar wird. Dass vertriebene Gruppen nach zwei Generationen durch Assimilation „verschwinden“, ist historisch nicht zwangsläufig, sondern wäre aus Badenheuers Sicht durch Maßnahmen des BdV – hätte man die Gefahr erkannt – vermeidbar oder zu verzögern gewesen.

Demnach hat er die Chance verpasst, im Zuge der vier (innerdeutschen) Sekundärmigrationen zwischen 1950 und den 1990ern auf die Zusammenführung der früheren Gemeinschaften und innerhalb der Bundesländer auf ein nahes Zusammenleben der alten Heimatlandschaften und Ortsgemeinschaften hinzuwirken, mit dem Ziel, sie zu festigen. Die Schlüsselfrage „Wie schaffen wir Integration ohne restlose Assimilation?“ wurde kaum gestellt.

Weitere Kritikpunkte Badenheuers am BdV sind: zu späte endgültige Konstituierung (1957) infolge des Kompetenzgerangels mit den Landsmannschaften; ungünstige Statuierung als eingetragener Verein statt als Körperschaft des öffentlichen Rechts; Blindheit gegenüber dem radikalen Kurswechsel der SPD in den 1960er Jahren; Versäumnis einer „Besserungsklausel“ im LAG, sodass der Ausgleich auch in Jahren rapide steigenden Bruttosozialprodukts statisch blieb; Verdrängung des Niedergangs der Verbandsstrukturen; weitgehender Zielverlust des Rechts auf die Heimat; übertriebene Loyalität zur Merkel-Politik („Grenzöffnung“ 2015).

Über 400.000 Vertreibungstote

Wissenschaftliches Neuland betritt Badenheuer mit seiner Untersuchung der Frage, wie viele Ost- und Sudetendeutsche nach ihrer Vertreibung durch deren Folgen – speziell hungerbedingte Krankheiten und mangelnde medizinische Versorgung – zu Tode gekommen sind. Damit füllt er eine Forschungslücke; zugleich erklärt und behebt er die Diskrepanzen zwischen den drei großen amtlichen Untersuchungen über die Zahl der Vertreibungstoten (1958, 1965, 1974).

Gestützt auf Zahlenmaterial zum Aufnahmelager Lilienstein (bei Dresden) und besonders die umfangreiche Dokumentation „Landskroner Not und Tod“ von Franz J. C. Gauglitz (Wiesentheid 1997) gelingt es ihm, nach Auswertung der langen Todeslisten und Abgleich mit weiteren Daten mittels einer transparenten Berechnung die repräsentative Quote von 3,3 Prozent Vertreibungstoten im Kreis Landskron (Sudetenland) zu ermitteln. Bezogen auf rund 12,5 Millionen Vertriebene insgesamt ergeben sich ca. 410.000 Todesfälle dieser Art. Dank neuer Untersuchungen über Aufnahmelager in Dänemark (2002, 2005), die eine Quote von 3,5 Prozent Vertreibungstoten erbrachten, darf die Größenordnung von Badenheuers Ergebnis als gut gesichert gelten.

AUSBLICK: Wiedergutmachung und Versöhnung

Anders als Polen und Tschechien haben nach dem Zusammenbruch der UdSSR einige ehemalige Mitgliedsstaaten mit Entschädigungsregelungen für die Zeit des Kommunismus Wiedergutmachung geleistet. Ein Modell für die Zukunft? In den Genuss von Estlands Wiedergutmachungsgesetz (1991), das rechtswidrige Enteignungen, Immobilien wie Vermögenswerte, umfasst, kamen auch ca. 5000 Estland-Deutsche.

Selbst wenn letztlich materielle Verluste nur sehr geringfügig ausgeglichen wurden, bleibt das Gesetz vorbildlich. Der estnische Staatspräsident lud in seiner Rede am 3. Oktober 1995 in Berlin die Estland-Deutschen ein, von ihrem Recht auf die Heimat Gebrauch zu machen.

In Ungarn hat das Parlament die Verschleppung und Vertreibung der Ungarndeutschen seit 1944 als Menschenrechtsverletzung verurteilt (1990). Wiedergutmachung erfolgte vielfach in immaterieller Form (etwa Denkmäler und Gedenktag für die Vertreibung der Deutschen), aber auch durch zwei Entschädigungsgesetze (1991, 1992), welche die gebliebenen wie auch die 1944/45 geflohenen und vertriebenen Deutschen einbeziehen. Wegen Umsetzungsmängeln haben sich die Erwartungen oft nicht erfüllt.

Modifizierungen (2003) eröffneten vielen alten, kranken und zur Zwangsarbeit verschleppten Ungarndeutschen die Chance, eine monatliche Zuwendung von 20.000 Forint (entspricht etwa 80 € im Jahr 2003) zu erhalten. Serbien hat 2011 das weitestgehende Restitutionsgesetz in Europa verabschiedet. Befristet bis 1. März 2014 waren auch die 1944 bis 1948 geflohenen und vertriebenen 350.000 Donauschwaben aus Serbien und ihre Nachkommen anspruchsberechtigt (Rückgabe oder Entschädigung für entzogenes Eigentum). Wegen penibler Nachweispflichten und geringer Bekanntheit des Gesetzes in Deutschland hatten bis Mitte/Ende 2012 von etwa 50.000 berechtigten Deutschen erst rund 1700 Alteigentümer Rückgabe beantragt.

Resümee

Mit Alfred de Zayas widmet sich einer der weltweit kompetentesten und anerkanntesten Historiker und Völkerrechtler dem Thema „Vertreibung“ seit 40 Jahren. Als US-Amerikaner mit kubanischen Wurzeln ist er eines deutschen „Nationalismus“ unverdächtig.

Seine beharrliche Forderung der redlichen Aufarbeitung der Tragödie und ihrer Folgen avanciert zur Anklage der politisch Verantwortlichen in Deutschland, welche die Belange der Heimatvertriebenen rückständig behandelt, und der Medien und Historiker, die sie ignoriert, verunglimpft oder planmäßig sabotiert haben. Dass vor allem Linke und Grüne nur selektiv im Sinne des Völkerrechts Stellung beziehen, wenn Nichtdeutsche davon profitieren, kommt einem Glaubwürdigkeitsbankrott gleich.

Die Autoren ergänzen sich nicht nur inhaltlich. Während de Zayas den geschichtlichen Rahmen absteckt und den Reichtum des Völkerrechts entfaltet (erstmals auch die Zehn Gebote einbezieht, derer nicht weniger als fünf ein Vertreibungsverbot implizieren), erscheint Konrad Badenheuer als kundiger, aufmerksamer Chronist, der mit ernüchterter Gelassenheit dem mutmaßlichen Untergang der Ost- und Sudetendeutschen als Gruppe entgegensieht, in der Langzeitperspektive hinsichtlich ihrer Anliegen jedoch optimistisch bleibt – wissend, Tatsachen wie nicht bewältigtes Unrecht wirken als solche weiter. Mit der Unberechenbarkeit von Geschichte darf man getrost rechnen.

Leider geben die historischen Karten nur einen groben Überblick der Besiedelung Ostmitteleuropas durch Reichs- und Volksdeutsche; eine Karte des polnischen Staatsgebiets mit Veränderungen der Grenzverläufe und der Bevölkerungsstruktur von 1919 bis 1990 fehlt. Ein (zusätzliches) Schaubild der Kompensationstheorie Weizsäckers hätte ihre Unhaltbarkeit „auf einen Blick“ demonstriert.

Erstveröffentlichung dieser Rezension in der Zeitschrift „Theologisches“ (Sept./Okt. 2020).

Unser Autor Thomas May ist Lehrer i. R. – Er unterrichtete die Fächer Deutsch und Katholische Religionslehre. Der in Sendenhorst (Münsterland) lebende Autor ist ein Neffe des bekannten Prälaten und Kirchenrechtlers Prof. Dr. Georg May (Mainz).


37 Kommentare on “Heimatvertriebene zwischen völkerrechtlichem Anspruch und lautloser Abwicklung”

  1. Holger Jahndel sagt:

    21. JUNI 2021

    Stiftung Flucht, Verteibung, Versöhnung: Die Erinnerung an millionenfaches Leid festhalten
    Berlin (dpa) – Zur Eröffnung des Dokumentationszentrums der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung hat Bundeskanzlerin Angela Merkel an die Ursachen millionenfach erlittener Schicksale erinnert….

    WEITER

    https://the-germanz.de/stiftung-flucht-verteibung-versoehnung-die-erinnerung-an-millionenfaches-leid-festhalten/

    https://the-germanz.de

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  2. Holger Jahndel sagt:

    Wie der Teufel die Welt beherrscht (Band 1-3)

    https://shop.epochtimes.de/collections/buch/products/wie-der-teufel-die-welt-beherrscht-band-1-3?variant=32791857266767

    BESCHREIBUNG
    Die 36 Strategien zur Zerstörung der Menschheit
    Alle Völker der Welt kennen den Teufel aus ihren Geschichten und Legenden, Traditionen und Religionen. Mal nahm er Gestalt an, um Böses zu tun – mal flüsterte er schmeichelnd oder drohend, doch stets gedankengleich in die Ohren der Menschen und bewegte sie dazu, seine Dinge zu tun.

    Auch in der modernen Zeit führt er – verborgen oder offen – auf jedem erdenklichen Gebiet seinen Kampf gegen die Menschheit: Religion, Familie, Politik, Wirtschaft, Finanzen, Militär, Bildung, Kunst, Kultur, Medien, Unterhaltung, soziale Angelegenheiten und internationale Beziehungen.

    Er verdirbt die Jugend und formt sich eine neue, noch leichter beeinflussbare Generation.

    Er fördert Massenbewegungen, Aufstände und Revolutionen, destabilisiert Länder und führt sie in Krisen. Er heftet sich – einer zehrenden Krankheit gleich – an die staatlichen Organe und die Gesellschaft und verschwendet ihre Ressourcen für seine Zwecke.

    In ihrer Verzweiflung greifen die Menschen dann zum erstbesten „Retter“, der im Mantel bestimmter Ideologien erscheint, wie Kommunismus und Sozialismus, Liberalismus und Feminismus, bis hin zur Globalisierungsbewegung. Grenzenloses Glück und Freiheit für alle werden versprochen. Der Köder ist allzu verlockend. Doch der Weg führt in die Dunkelheit und die Falle ist bereits aufgestellt …

    Für alle Menschen, denen das Schicksal der Menschheit am Herzen liegt.

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  3. „Was wir wollen, ist, daß die deutsche Wirtschaft vollkommen zusammengeschlagen wird.“ – Churchills Entgegnung auf einen Vermittlungsversuch Brünings im Jahr 1938, in: Heinrich Brüning: Briefe und Gespräche 1934-1945, München 1974, S. 207

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    • „Was wir wollen, ist, daß die deutsche Wirtschaft vollkommen zusammengeschlagen wird.“ – Churchills Entgegnung auf einen Vermittlungsversuch Brünings im Jahr 1938, in: Heinrich Brüning: Briefe und Gespräche 1934-1945, München 1974, S. 207

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  4. Holger Jahndel sagt:

    Weitere Artikel von Alfred des Zayas

    http://www.zeit-fragen.ch

    Geolitico-Magazin

    http://www.geolitico.de

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  5. Holger Jahndel sagt:

    Hitlers spiritueller Lehrmeister Dietrich Eckhart arbeitete auch mit Drogen. Und wie auch der hermetische Adept Franz Bardon als Sohn eines christlichen Mystikers schrieb, ein echter seriöser Hermetiker und Mystiker macht dies eben nicht. Auch die Assassinen des Haschaschinen-Ordens arbeiteten mit Drogen – und dies zieht leicht Dämonen an und schwarze Magie und oft kommt dabei schwarze Magie raus und negative Energien und Wahn.

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  6. Holger Jahndel sagt:

    COMPACT-Geschichte 11: Wer finanzierte Hitler?
    Das dunkle Geheimnis der Wall Street
    vonElsässer, JürgenHrsg.
    BuchGebundenDeutsch
    COMPACT-Magazinerschienen am15.11.2020

    Seit Jahrzehnten fetzen sich die Historiker wegen der Finanzierung der NSDAP durch das Großkapital. Linke und bürgerliche stehen sich in erbitterter Feindschaft gegenüber – und keine der beiden Parteien will über den Elefanten sprechen, in dessen mächtigem Schatten die Kontroverse steht. Denn diese Leerstelle, dieser Elefant, über den beide Seiten nicht zu sprechen wagen sind Wall Street und die internationale Finanzoligarchie.Washington und London zogen die NSDAP vor allem deswegen anderen nationalistischen Parteien und Strömungen vor, weil sich Hitler in Mein Kampf vehement für ein deutsch-britisches Bündnis gegen Russland ausgesprochen hatte – das passte zur Globalstrategie der angelsächsischen Seemächte.

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    • Holger Jahndel sagt:

      Die historische Wahrheit ist auch, dass die Nazis in den letzten freien Wahlen bis zuletzt noch keine Mehrheit hatten und die meisten Deutschen Hitlers „Mein Kampf“ gar nicht oder nicht richtig gelesen hatten. Und dass diese ganzen heute widerlegten Rassen-Theorien (siehe etwa auch den Anthropologen und Anthroposophen Andreas Delor dazu) damals noch als wissenschaftlich galten. Zudem sollten mal die ganzen Angriffe und Anfeindungen und Provokationen gegen Deutschland öffentlich gemacht werden. In der ausländichen Presse und auch durchaus als Ausschreitungen in Polen und Tschechien und Übergriffe und Grenzverletzungen, auch übrigens gegen andere ausländische Minderheiten in diesen beiden Nationen.

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      • Holger Jahndel sagt:

        Auch wollten sich die deutschen Generäle eigentlich mit den unterdrückten Sowjet-Völkern gegen Stalin verbünden. Siehe dazu etwa General Erich von Mansteins Buch „Verlorene Siege“. Aber der psychopathische Diktator Adolf Hitler mit seinem irren Rassewahn ließ dies leider nicht zu. So gingen etwa die Ukrainer wegen des Herrenmenschengehabes der Nazis in den Partisanen-Kampf – u.a. auch deswegen blieb der deutsche Vormasch auf Moskau stecken. Und scheiterte – ich war Praktikant bei der Wehrmachtsausstellung usw.

        https://jungefreiheit.de/wissen/geschichte/2021/symbol-mit-aussicht/

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  7. Holger Jahndel sagt:

    Siehe auch zur alten tridentinischen Messe als „Heiliger Messe aller Zeiten“.

    https://gloria.tv/post/7wFRssuTpBD6E6c4A44GTD6gT

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  8. Holger Jahndel sagt:

    BERLIN
    Christen gegen Adolf Hitler
    Das Doku-Drama „Mit Gott gegen Hitler – Bonhoeffer und der christliche Widerstand“ bietet einen Überblick über den Widerstand aus dem Glauben heraus.

    https://www.die-tagespost.de/gesellschaft/film-kino/christen-gegen-adolf-hitler;art4883,207766

    “…Was wir im deutschen Widerstand während des Krieges nicht wirklich begreifen wollten, haben wir nachträglich vollends gelernt: daß der Krieg schließlich nicht gegen Hitler, sondern gegen Deutschland geführt wurde…“ Eugen Gerstenmaier – Bundestagspräsident ab 1954, während des Krieges Mitglied der „Bekennenden Kirche“

    „Wenn eine fremde Macht ein Volk ermahnt, die eigene Nationalität zu vergessen, so ist das kein Ausfluß von Internationalismus, sondern dient nur dem Zweck, die Fremdherrschaft zu verewigen.“ Friedrich Engels (1820 – 1895), deutscher Philosoph und sozialistischer Politiker

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  9. Holger Jahndel sagt:

    BERLIN
    Christen gegen Adolf Hitler
    Das Doku-Drama „Mit Gott gegen Hitler – Bonhoeffer und der christliche Widerstand“ bietet einen Überblick über den Widerstand aus dem Glauben heraus.

    https://www.die-tagespost.de/gesellschaft/film-kino/christen-gegen-adolf-hitler;art4883,207766

    “…Was wir im deutschen Widerstand während des Krieges nicht wirklich begreifen wollten, haben wir nachträglich vollends gelernt: daß der Krieg schließlich nicht gegen Hitler, sondern gegen Deutschland geführt wurde…“ Eugen Gerstenmaier – Bundestagspräsident ab 1954, während des Krieges Mitglied der „Bekennenden Kirche“

    „Wenn eine fremde Macht ein Volk ermahnt, die eigene Nationalität zu vergessen, so ist das kein Ausfluß von Internationalismus, sondern dient nur dem Zweck, die Fremdherrschaft zu verewigen.“ Friedrich Engels (1820 – 1895), deutscher Philosoph und sozialistischer Politiker

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  10. Holger Jahndel sagt:

    KULTUR & GESELLSCHAFT3
    Maria 2.0: Linksfeministische Katholiken fordern Ende des Zölibats
    24. Februar 2021
    Köln. Mit einem „Thesen-Anschlag“ à la Luther in mehreren Städten hat die linksfeministische katholische Reforminitiative „Maria 2.0“ auf ihre Ziele aufmerksam gemacht und dabei…

    https://zuerst.de/2021/02/24/maria-2-0-linksfeministische-katholiken-fordern-ende-des-zoelibats/

    KULTUR & GESELLSCHAFT2

    Wegen Zerstörung von Plakaten der Konkurrenz: Ermittlungen gegen Linken-Kandidaten
    12. März 2021
    Schorndorf. Wehe, das wären „Rechte“ gewesen: zuerst vergeht sich ein Landtagskandidat der Linkspartei an Wahlplakaten der Konkurrenz, beschmiert und zerstört sie teilweise – und dann…

    https://zuerst.de/2021/03/12/wegen-zerstoerung-von-plakaten-der-konkurrenz-ermittlungen-gegen-linken-kandidaten/

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  11. Holger Jahndel sagt:

    Vorstoß bei den UN: Weiter Ringen um den Vertriebenen-Gedenktag
    18. September 2013
    New York/Berlin/München. Die Bundesregierung will sich bekanntlich dafür einsetzen, den UN-Flüchtlingstag, den 20. Juni, auf die Gruppe der deutschen Heimatvertriebenen zu erweitern. Für viele greift das zu kurz. Erfreulicherweise beschloß deshalb kurz vor Pfingsten die bayerische Staatsregierung zumindest einen landesweiten Gedenktag für die Vertriebenen.

    https://zuerst.de/2013/09/18/vorstos-bei-den-un-weiter-ringen-um-den-vertriebenen-gedenktag/

    Tag der Deutschen Einheit: Linke zerstören Ausstellung über die DDR
    4. Oktober 2013
    Stuttgart. Im Vorfeld des Tags der Deutschen Einheit haben linke Aktivisten in Stuttgart in einem Jugendhaus einen Großteil der dort präsentierten Ausstellungsbilder zum Thema DDR…

    https://zuerst.de/2013/09/18/vorstos-bei-den-un-weiter-ringen-um-den-vertriebenen-gedenktag/

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  12. Holger Jahndel sagt:

    1
    Wider die Geschichtsvergessenheit: Denkmal für Vertriebene in Schwalmstadt bleibt
    18. Oktober 2013
    Schwalmstadt. Es ist heute schon etwas Seltenes und auch Erfreuliches, wenn sich ein Politiker dem linken Zeitgeist widersetzt. So etwas ist nun in Hessen geschehen….

    https://zuerst.de/2013/10/18/wider-die-geschichtsvergessenheit-denkmal-fur-vertriebene-in-schwalmstadt-bleibt/

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  13. Holger Jahndel sagt:

    KULTUR
    PAPST BENEDIKT XVI.
    Konservative Katholiken sehen Kampagne gegen Ratzinger
    Stand: 03.03.2021 | Lesedauer: 2 Minuten

    https://www.welt.de/kultur/article227549553/Papst-Benedikt-XVI-Konservative-Katholiken-sehen-Kampagne-gegen-ihn.html

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  14. Holger Jahndel sagt:

    Erwähnt werden sollte vielleicht auch, dass es eben britischer Handels-Neid war, der Mitursache für den 1. Weltkrieg war. Das deutsche Kaiserreich konkurrierte das britische Empire auf den Weltmärkten mit Qualitätsprodukten „Made in Germany“ aus.Und mit Protektionismus mit Zollgrenzen und Schutzzöllen und Zollschranken nach dem deutschen National-Ökonom Friedrich List zum Schutze der heimischen Industrie. Ebenso die USA, beide Staaten drohten dem britischen Empire im Welthandel den Rang abzulaufen. Das britische Empire wollte aber unbedingt an seiner ideologisch liberalen Freihandels-Ideologie festhalten.

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  15. Holger Jahndel sagt:

    „Aktion Helgoland“
    „Für das Recht aller Heimatvertriebenen“
    Geschichte
    20. Dezember 2020
    Karlheinz Weißmann
    3 Kommentare
    Vor 70 Jahren setzten zwei Heidelberger Studenten zusammen mit zwei Journalisten von Cuxhaven in einem Kutter nach Helgoland über. Die Insel war zu diesem Zeitpunkt menschenleer. Sie wollten mit einer spektakulären Aktion gegen die andauernde Bombardierung Helgolands durch die Briten protestieren.

    https://jungefreiheit.de/wissen/geschichte/2020/aktion-helgoland/

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  16. Holger Jahndel sagt:

    Gottgeschenktes Recht: 70 Jahre „Charta der deutschen Heimatvertriebenen“
    6. August 2020

    Die „Charta der deutschen Heimatvertriebenen“ bekannte sich unter Verzicht auf Rache und Vergeltung zum unbedingten Heimatrecht aller Menschen. Vor 70 Jahren wurde sie unterzeichnet und verkündet. Nach dem Jahrhundertverbrechen der Vertreibung von Millionen Deutschen verhängten die Alliierten ein sogenanntes Koalitionsverbot für die heimatlos Gemachten. Die Besatzungs­mächte trieb die Sorge um, die verzweifelten Ostflüchtlinge könnten ein dauerhafter Unruhefaktor der Nach­kriegsordnung werden. Ihre soziale und politische Abschottung sollte unbedingt vermieden werden, damit ja keine mächtige Bewegung zur Rückkehr in die Heimat aufkam. Statt dessen sollte die Assimilierung in Westdeutschland forciert werden. Das Koalitionsverbot untersagte die Gründung eigener Par­teien, um eine organisierte Stimme für ostdeutsche Interessen gar nicht erst laut werden zu lassen. Trotz einer ge­wissen Aufweichung des Organisations­verbotes im Zuge des beginnenden Kal­ten Krieges durfte an der ersten Bun­destagswahl am 14. August 1949 keine Vertriebenenpartei teilnehmen.

    https://zuerst.de/2020/08/06/gottgeschenktes-recht-70-jahre-charta-der-deutschen-heimatvertriebenen/

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  17. Ursula Weber sagt:

    Hier wird die Rede sehr genau analysiert.
    Herzliche Grüße

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  18. Ursula Weber sagt:

    Nach den Ereignissen der letzten Nacht müsste Ihnen doch die Schamröte ins Gesicht steigen für die Trumpfreundluchen Veröffentlichungen in Ihrem Forum! Dies unter christlichem Deckmantel erscheint mir als unerträglich.

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    • Guten Tag,
      was soll das? Rund 130 Abgeordnete von Senat und Repräsentantenhaus haben Trumps Beschwerde gegen und wegen Wahlbetrug amtlich und per Abstimmung unterstützt. Es war also nicht Trumps privater Spleen. Übrigens hat er die Demonstranten nicht nur eindringlich zum friedlichen Verhalten aufgefordert, sondern sie verbal direkt nach Hause geschickt.
      Zudem war es Präsident Trump selbst, der gestern die Nationalgarde mobilisiert hat, was in der von Ihnen gelesenen Medienwelt natürlich unterschlagen wird.
      Freundlichen Gruß
      Felizitas Küble

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      • Holger Jahndel sagt:

        Der neue US-Demokrat und US-Präsident Joe Biden hat die Political Correctness dogmatisiert und auch die Gender Ideologie des Genderismus als Gender Mainstreaming samt Zwangs- und Frühsexualisierung von Kindern soll dogmatisch durchgesetzt werden. Und alle Kritiker mundtot gemacht werden. Dagegen immerhin wollen die US-Republikaner tatsächlich etwas unternehmen.
        Gabriele Kuby, Soziologin, Gender Ideologie und Gender Mainstreaming

        http://www.gabriele-kuby.de

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  19. Vorkriegsgeschichte – siehe auch die Bücher von Gerhoch Reisegger zu den Benesch-Dekreten

    http://www.vorkriegsgeschichte.de

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    • Holger Jahndel sagt:

      Kaufmann-Plan „Germany must perish!“

      Kaufmann-Plan – siehe auch Alfred Deschners Buch „Der Moloch“ zur Banken-Finanzierung der Nazis und Gerhoch Reisegger.

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      • Holger Jahndel sagt:

        Auch wollten sich die deutschen Generäle eigentlich mit den unterdrückten Sowjet-Völkern gegen Stalin verbünden. Siehe dazu etwa General Erich von Mansteins Buch „Verlorene Siege“. Aber der psychopathische Diktator Adolf Hitler mit seinem irren Rassewahn ließ dies leider nicht zu. So gingen etwa die Ukrainer wegen des Herrenmenschengehabes der Nazis in den Partisanen-Kampf – u.a. auch deswegen blieb der deutsche Vormasch auf Moskau stecken. Und scheiterte – ich war Praktikant bei der Wehrmachtsausstellung usw.

        https://jungefreiheit.de/wissen/geschichte/2021/symbol-mit-aussicht/

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      • Holger Jahndel sagt:

        Freilich mußte die Wehrmachtsausstellung dann abgesetzt werden, weil einige Photos als fälschlich als Verbrechen der Wehrmacht zugeordnet worden waren, die in Wirklichkeit Erschießungen des sowjetischen NKWD und der Bolschewisten und Kommunisten und Polit-Kommissare zeigten.

        JF-Plus Icon PremiumKampf um den Annaberg 1921
        Symbol mit Aussicht
        21. Mai 2021 2 Kommentare
        …besonders korporierten – Studenten aus allen Teilen Deutschlands. Der Erfolg ließ nicht auf sich warten, aber unter diesen Umständen wurde der entscheidende Sieg zum beiderseitigen Mythos „Annaberg“. Der Annaberg, der…

        weiter

        https://jungefreiheit.de/wissen/geschichte/2021/symbol-mit-aussicht/

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