Fokolarbewegung bedauert Missbrauchsfälle

Von Felizitas Küble

Die katholische Fokolar-Bewegung gehört zu den sog. „geistlichen Gemeinschaften“, die oft ein sehr spezielles religiöses Profil aufweisen.

Bei den Fokolaris liegt der Schwerpunkt vor allem in der Ökumene bzw. im Einheitsgedanken, der sich aber nicht auf den innerchristlichen Dialog beschränkt, sondern ausdrücklich auch andere Religionen wie etwa den Islam miteinbezieht, so daß Muslime sogar Mitglied in dieser Gemeinschaft werden können.

Bezeichnend ist insofern der Untertitel der Lubich-Biographie aus dem Fokolar-eigenen Verlag „Neue Stadt“; er lautet programmatisch: „Ein Leben für die Einheit“.

Neben dieser eher „zeitgemäßen“ Agenda bietet die Initiative auch konservative Elemente, etwa in puncto Marienverehrung (teils bezeichnet sich die Gruppe selber als „Werk Mariens“) oder bei sittlichen bzw. innerkirchlichen Themen von Abtreibung bis Zölibat.

Typisch für viele dieser Bewegungen ist eine starke Fixierung auf eine charismatische Gründerpersönlichkeit, in diesem Fall Chiara Lubich, die zugleich jahrzehntelang bis zu ihrem Tod im März 2018 auch Leiterin war.

Lubich prägte die Gruppe, die weltweit über 140.000 Mitglieder zählt, durch ihre persönlichen theologischen Vorlieben, wozu neben dem „Einheits“-Anliegen (Ökumene, Neigung zur Religionsverbrüderung) auch eine reichlich mißverständliche Spiritualität um den „Verlassenen Jesus“ (am Kreuz) gehört.

Wir haben uns damit hier im CF bereits kritisch befaßt: https://charismatismus.wordpress.com/2018/11/09/chiara-lubich-und-der-verlassene-jesus/

Die 1943 in Italien gegründete Bewegung wird von Laien geführt. Es gehören Männer, Frauen und Familien dazu, doch der innere Kern besteht aus geweihten Mitgliedern mit Gemeinschaftsleben – in etwa zwischen einem Säkularinstitut und einer Kongregation angesiedelt.

Derzeit ist der Verband mit der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch beschäftigt, nachdem sich ein geweihter Fokolar in Frankreich an mehreren minderjährigen Jugendliche vergriffen hatte. Daraufhin trat die französische Leitung wegen Vertuschungsvorwürfen von Betroffenen zurück; außerdem wurde der Täter aus der Kommunität ausgeschlossen.

Am 22. Oktober 2020 erklärte die Fokolar-Gesamtführung in Rom, man werde ein unabhängiges Gremium einberufen, „um die Opfer anzuhören und weitere Zeugenaussagen zu sammeln sowie zu untersuchen, ob es Versäumnisse, Vertuschungen oder Schweigen von Seiten der Verantwortlichen der Bewegung gab“.

Maria Voce, Präsidentin der Fokolar-Bewegung und Nachfolgerin von Chiara Lubich, sagte in einer Erklärung: „Angesichts dieses immensen Leidens sind wir davon überzeugt, dass der einzige Weg, der zu beschreiten ist, darin besteht, den Opfern volle Aufmerksamkeit zu schenken und den angerichteten Schaden anzuerkennen.“

Quelle für die Zitate: https://de.catholicnewsagency.com/story/sexueller-missbrauch-fokolar-bewegung-will-umgang-mit-vorwurfen-prufen-7178

Hier die Webseite der Bewegung in Deutschland.


3 Kommentare on “Fokolarbewegung bedauert Missbrauchsfälle”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Kategorie: Gesellschaft, Panorama | 2019-06-03
    Emotionale Frauen und egoistische Männer sind ein Dorn im Auge einer Feministin, aber – ob sie es wollen oder nicht – Männer und Frauen sind unterschiedlich. Sie gegeneinander auszuspielen, bedeutet, zum Elend und zur endgültigen Implosion der Gesellschaft beizutragen.

    https://www.epochtimes.de/panorama/maenner-und-frauen-mythen-des-unterschieds-a2887400.html

    Leseprobe: Die Auflösung der Familien im Namen der Gleichberechtigung
    Kategorie: Meinung | 2019-01-03
    Frauen sind in den letzten Jahrzehnten ihrer Würde beraubt worden – und Männer ihrer Verantwortung. Die Unantastbarkeit der Familie wurde mit Füßen getreten. Wie geschah das?

    https://www.epochtimes.de/meinung/die-aufloesung-der-familien-im-namen-der-gleichberechtigung-a2707465.html

    Leseprobe: Die Diktatur der politischen Korrektheit – Wie der Kommunismus Familien im Westen zerstört
    Kategorie: Meinung | 2019-01-02
    Ein Blick in die Geschichte der sozialen Entwicklung: In den 60er Jahren hieß es „Make love, not war.“ Doch die Ergebnisse der feministischen Bewegung führten zu zerbrochenen Familien, entarteten Beziehungen und verwirrten Geschlechterrollen.

    https://www.epochtimes.de/meinung/die-diktatur-der-politischen-korrektheit-wie-wurde-die-traditionelle-familie-voellig-zerstoert-a2707440.html

    Leseprobe: Die traditionelle Familie und ihre Zerstörung
    Kategorie: Meinung | 2019-01-02
    Eine stabile Gesellschaft beruht auf stabilen Familien – denn Eltern vermitteln ihren Kindern traditionelle Tugenden wie Dankbarkeit, Geduld, Ausdauer und vieles mehr. Wer die Familien zerstört, zerstört die Gesellschaft.

    https://www.epochtimes.de/meinung/die-zerstoerung-der-familien-a2707413.html

    „Gender Mainstreaming“ und die Rolle der UNO (Teil 2)
    Kategorie: Ausland, Video | 2018-03-04
    Die Gender Feministen sagen: „Heutzutage müssen die Frauen arbeiten gehen“. Was sie nicht sagen, ist, dass sie dafür gearbeitet haben, dass die Frauen arbeiten gehen müssen. Die für Frauenforschung in der UN verantwortlich Behörde hat sich dieser Auffassung angeschlossen. Ein Gastbeitrag (Teil 2) zu den Zusammenhängen von Christl R. Vonholdt.

    https://www.epochtimes.de/politik/ausland/gender-mainstreaming-und-die-rolle-der-uno-teil-2-a2353168.html

    Demokratie versagt in Berlin: „Marsch der Frauen“ illegal blockiert – Polizei räumte nicht
    Kategorie: Deutschland, Video | 2018-02-18
    Ein harter Schlag gegen die Demokratie waren die illegalen und polizeilich geduldeten linken Blockaden gegen den „Marsch der Frauen“ in Berlin, der von der Frauenrechtlerin Leyla Bilge organisiert wurde. Unter den Gegendemonstranten befanden sich auch hochrangige Politiker der Grünen und Linken.

    https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/demokratie-versagt-in-berlin-marsch-der-frauen-illegal-blockiert-polizei-raeumte-nicht-a2352110.html

    Die traditionelle Familie wird durch den modernen Feminismus zerstört
    Kategorie: Gastkommentar, Lifestyle, Wissen | 2018-02-12
    Feminismus redet Frauen ein, Männer als Feinde zu sehen, ihre weiblichen Eigenschaften abzulegen und männliche Charakterzüge anzunehmen. Im Feminismus geht es darum, den Mann zu besiegen, anstatt ihn als einen komplementären Partner zu sehen. Ein Beitrag von André Barmettler.

    https://www.epochtimes.de/wissen/die-traditionelle-familie-wird-durch-den-modernen-feminismus-zerstoert-a2345475.html

    Sexuelle Ungleichheit ist die Lösung, um dauerhaft lieben zu können

    https://www.epochtimes.de/wissen/gesellschaft/sexuelle-ungleichheit-ist-die-loesung-um-dauerhaft-lieben-zu-koennen-a2968451.html

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  2. Shinobi sagt:

    Grüne: Gelder von AfD-Fraktion sollen für „Kampf gegen Rechts“ verwendet werden
    https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2020/gruene-afd-fraktion/

    Ich fordere dazu auf: Die Gelder von Bündnis 90/Grünen-Fraktion zum Kampf gegen feministischen Männerhass , gegen die Gender-Industrie und gegen die Abtreibungsindustrie zu verwenden !!!

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