Ein RKI-Mitarbeiter im Interessenskonflikt?

Wie die WELT-online am 28. November 2020 berichtet, muß sich der Chef des RKI (Robert-Koch-Instituts), Lothar Wieler, derzeit mit einem möglichen Interessenkonflikt in den eigenen Reihen auseinandersetzen.

Das RKI ist kein unabhängiges medizinisches Expertengremium, wie manche Zeitgenossen glauben, sondern eine staatliche Institution, nämlich die Forsetzung des Bundesgesundheitsamts unter anderem Namen.

Womöglich gibt es aber nicht nur politische Abhängigkeiten, sondern auch wirtschaftliche Verflechungen. Die Tageszeitung „Die WELT“ schreibt aktuell hierzu:

„Ein Fachgebietsleiter des Instituts ist gleichzeitig Gesellschafter einer Firma, die Corona-Tests mit entwickelt hat, sogenannte PCR-Tests. Zu den Aufgaben des RKI gehört es, die nationalen Teststrategien zu erarbeiten – es gibt also Überschneidungen zwischen der Arbeit des Instituts und der Firma.“

Weiter heißt es, der Berliner Senat habe auf Anfrage des parteilosen Abgeordneten Marcel Luthe bestätigt, daß RKI-Fachgebietsleiter Heinz Ellerbrok gleichzeitig Gesellschafter der GenExpress Gesellschaft für Proteindesign sei:

„Das RKI ist seit mehr als 20 Jahren Kunde des Unternehmens, erklärt die Sprecherin des Instituts. Seit 2005 arbeitet die Firma laut Auskunft des Senats auch in geringem Umfang für die Charité. Das Unternehmen arbeitet nach eigenen Angaben eng mit der Firma TIB Molbiol zusammen, die Anfang dieses Jahres gemeinsam mit dem Virologen Christian Drosten einen der ersten PCR-Tests auf Covid-19 entwickelt hat.“

Quelle und weitere Infos dazu hier: https://www.welt.de/wirtschaft/article221257894/Corona-Tests-Hinweis-auf-Interessenkonflikt-bei-leitendem-RKI-Mitarbeiter.html


4 Kommentare on “Ein RKI-Mitarbeiter im Interessenskonflikt?”

  1. "GsJC" sagt:

    Künftiger Gesundheitsminister

    Jens Spahn verdiente an Lobbyarbeit für Pharmasektor

    Vor fünf Jahren enthüllte das Nachrichtenmagazin „Focus“ ein diskretes Firmenkonstrukt: 2006 gründete Spahn laut dem Bericht mit befreundeten Lobbyisten eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts – in deren Besitz befand sich wiederum die Agentur „Politas“, die Kunden aus dem Medizin- und Pharmasektor beriet.

    https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/parteien/id_83295652/kuenftiger-minister-jens-spahn-verdiente-an-lobbyarbeit.html

    Der gute Herr Spahn wird die Kontakte zur Pharmaindustrie bestimmt gänzlich gekappt haben.

    MfG

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  2. dorrotee sagt:

    Das ist ja interessant.

    Die PCR-Tests werden unter andrerem auch bezüglich der massenhaften Testungen missbraucht.

    Dafür sind diese Tests gar nicht erforscht worden, nur für Studienzwecke.

    Es gibt einen anderen Test, der wesentlich aussagefähiger ist.
    Jedoch wird der so gut wie gar nicht angewandt.

    Durch diese Massentests haben wir eine Laborpandemie.
    Und dazu noch die etlichen falsch-positiven Ergebnisse.

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  3. Stefan Kunz sagt:

    Wenn man das richtig versteht, geht es dem RKI wohl in erster Linie um Gewinn an der Krise und nicht um das, was vorgegeben zu sein scheint.
    Passt m. E. in das gesammte politische Bild, wo unter oftmals unkorrekten Angaben völlig falsches als wahr ausgegeben wird. Bitte selbst mal drüber nachdenken.

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