Bauern-Protest wegen zu niedriger Preise

Aus Protest gegen die niedrigen Preise blockieren Landwirte mit ihren Traktoren seit letzter Woche bundesweit die Zufahrten zu Lagern verschiedener Lebensmittel-Einzelhandelsunternehmen.

Der Chef der Schwarz-Gruppe, zu der Lidl und Kaufland gehören, nahm den Protest auf und versprach, die Bauern mit zusätzlichen 50 Millionen Euro über die Initiative Tierwohl (ITW) zu unterstützen. Außerdem forderte er die Bundeslandwirtschaftsministerin auf, einen Dringlichkeitsgipfel einzuberufen, um gemeinsam Lösungen für die Landwirtschaft auf den Weg zu bringen.

Dazu äußert sich der agrarpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Stephan Protschka:

„Ich kann den Unmut der Landwirte verstehen. Sie befinden sich in einer existenziellen Notlage. Aufgrund der traditionell schwachen Marktstellung können sie sich gegen zu niedrige Preise nicht wehren. Obendrauf kommt jetzt noch der Preisdruck durch die Lockdown-Maßnahmen, wie beispielsweise ausbleibende Veranstaltungen, geschlossene Gastronomie und Hotellerie sowie eingeschränkte Schlacht- und Zerlegekapazitäten in den Schlachthöfen.

Wir müssen die Verhandlungsposition der heimischen Landwirtschaft gegenüber der

Ernährungsindustrie und dem Handel stärken, indem wir landwirtschaftliche Kooperationen, wie Erzeugergemeinschaften und Erzeugerorganisationen, fördern und ausbauen. Nur so sind faire Erzeugerpreise und Preisverhandlungen auf Augenhöhe möglich.

Gleichzeitig müssen wir unnötige politische Auflagen abbauen, um die landwirtschaftlichen Produktionskosten massiv zu senken und damit für gleiche Wettbewerbsbedingungen in der EU zu sorgen.

Mit einer verpflichtenden Herkunftsangabe könnten wir Dumpingimporten aus dem Ausland wirksam begegnen und es den Bürgern erleichtern, im Supermarkt heimische Erzeugnisse zu kaufen. Schließlich müssen die Landwirte, so wie andere Wirtschaftsbereiche auch, für den unverschuldeten Lockdown entschädigt werden.


15 Kommentare on “Bauern-Protest wegen zu niedriger Preise”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Landwirte in Aufruhr über EU-Agrarpolitik
    Die Proteste der Landwirte gegen die Agrarpolitik der EU gehen weiter, weil sie eine vernünftige Bewirtschaftung der Agrarflächen unmöglich macht.
    Weiterlesen (6 KB): frei

    https://www.solidaritaet.com/neuesol/2021/8/agrarpolitik.htm

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  2. Holger Jahndel sagt:

    Landwirtschaft ist «systemrelevant»
    von Josef Kunz, alt Nationalrat, Grosswangen

    https://www.zeit-fragen.ch/archiv/2020/nr-30-29-dezember-2020/landwirtschaft-ist-systemrelevant.html

    https://www.zeit-fragen.ch/

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    • Holger Jahndel sagt:

      Ich möchte hiermit als ÖDP und ATTAC Mitglied auf Manfred Julius Müller für eine Lohnkostenreform nach dem Vorbild Finnland oder auch Japan, das skandinavische Steuer-Modell zur Aushebelung des globalistischen Lohn-, Sozial- und Umweltdumpingsystems seit Wegfall der Schutzzölle und Zollgrenzen durch den Freihandel und den gemeinsamen EU Binnenmarkt hinweisen! Die sogenannte Standortkonkurrenz als Erpressungsmittel der Unternehmer muß steuerlich beseitigt werden!

      In seinem „System der nationalen Ökonomie“ entlarvt Friedrich List den händlerischen Ungeist der liberalkapitalistischen Wirtschaftstheorien von Adam Smith und David Ricardo. Nach deren Meinung (bereits vorgeprägt durch David Hume 1691) wird der Wert der Güter nicht durch ihren Gebrauchs -, sondern durch ihren Tauschwert bestimmt. Mithin ist also nicht die werteschaffende Arbeit, sondern der wertevermittelnde Handel das Wesentliche. Entscheidend ist auch nicht, ob Güter sittlich oder unsittlich, nützlich oder schädlich, gesund oder ungesund sind, sondern daß es für sie einen Marktbedarf gibt. Die Übersteigerung des händlerischen Denkens gipfelt in der Forderung nach arbeitsteiligem Umbau aller Volkswirtschaften der Erde zu Absatzplantagen der Weltwirtschaft und Zinskolonien der Hochfinanz. Dieser Umbau soll sie zur nationalen Selbstversorgung unfähig und vom internationalen Zwischenhandel abhängig machen. Alle Wirtschaftsstrukturen sind so umzugestalten, daß sie immer neuen Handel erzwingen. Die Wege zwischen Rohstoffen, Fertigprodukten und ihrem Absatz müssen so verlängert werden, daß sie dem Zwischenhandel riesige Profite verschaffen.

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    • Holger Jahndel sagt:

      In Anbetracht der Tatsache, dass es sich bei unseren Politikern um ein etabliertes Netzwerk aus freimaurerischen Vorfeld Organisationen wie den Rotary-Clubs der Lions und Kiwanis und Rounnd-Table Clubs und Service-Clubs und Odd-Fellow-Orden handelt…brauchen wird drigend neue Quereinsteiger. Aber rational Denkende eben…!

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  3. Holger Jahndel sagt:

    Der ruinöse Milchpreis muss nicht sein!

    http://www.europaeische-union-eu.de/milchpreis.html

    Hintergrund:

    Ist die Globalisierung Basis unseres Wohlstandes?
    Und leben wir auf Kosten der anderen?

    Bundestagswahl 2017: Faktencheck

    http://www.globalisierung-welthandel.de/nutzniesser-globalisierung.html

    Das Märchen von der internationalen Arbeitsteilung
    http://www.kapitalismus-online.de/internationale-arbeitsteilung.html
    Doch weitgehend unberücksichtigt bleiben bei dieser Milchmädchenrechnung die …. Manfred Julius Müller analysiert seit über 30 Jahren weltwirtschaftliche …
    „Wir müssen Europa besser erklären!“
    http://www.pressediktatur.de/eu-kritiker.html
    … wie sie bei ruinösen Milch-, Fleisch- und Getreidepreisen zurechtkommen. …. Manfred Julius Müller analysiert seit über 30 Jahren weltwirtschaftliche Abläufe.

    Massentierhaltung mit pharmazeutischen Eingriffen ist kein Mittel der Natur, um Menschen oder andere Tiere zu versorgen. Massentierhaltung ist ein Geschäftsmodell mit weitreichenden gesundheitlichen Nachteilen. Massentierhaltung ist wesentliche Ursache für zerstörte Lebensräume, Energieverschwendung und Lebensmittelverschwendung. Massentierhaltung verursacht zusätzlichen Verkehr. Nur – und hier irrt Rüdiger Dahlke – Kohlendioxid ist ein Lebensmittel und kein wetterbestimmendes Gas. Je mehr Kohlendioxid vorhanden ist, desto besser gedeihen Pflanzen. Die Auswirkungen auf das Wetter dürfen getrost vernachlässigt werden.

    Rüdiger Dahlke schreibt im Mai 2012 unter anderem:
    http://www.dzig.de/Fleisch-und-Milch-von-Tieren

    https://www.pravda-tv.com/2017/09/das-system-milch-die-wahrheit-ueber-die-milchindustrie-videos/

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  4. Holger Jahndel sagt:

    Zeit-Fragen Magazin aus der Schweiz

    http://www.zeit-fragen.ch

    Siehe auch die Internetauftritte und Bücher von Manfred Julius Müller etwa zu „Milchpreisen“..

    Geolitico-Magazin

    http://www.geolitico.de

    ÖDP

    http://www.oedp.de

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  5. Stefan Kunz sagt:

    Erst fördert man staatlich, dass Grossbetriebe entstehen und macht kleine und mittlere platt, nun macht man die großen Platt und hat dann sozialistische LPG erneut geschaffen.

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  6. dorrotee sagt:

    Ich fasse es nicht!
    Die Landwirte bekommen wegen dem Lockdown keine Entschädigung.!

    Siehe letzten Satz im Artikel.

    Die Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst bekommen Corona-Entschädigungen und sagen selbst , dass es teils eine langweilig Zeit im Home-Office gäbe. Man musste teilweise nur den Menschen telefonisch Absagen erteilen und neue planen.
    . Um die Installation, um im HomeOffice zu arbeiten, haben sich die IT-Leute gekümmert( bekommen diese eigentlich Entschädigung?)

    Klar, Familien im HO haben es allemal verdient. Die Väter und Mütter hatten eine Doppelbelastung. Tags die Kinderbetreuung und abends ins HO bis in die Nacht.

    Landwirte hatten es ebenso schwer im ersten Lockdown, da diese auf jeden Fall Gelder verdient haben. Da fehlten die Erntehelfer und die Bauern blieben teils auf ihrer Ware sitzen..

    Wie immer können die Landwirte zusehen, wie sie das mit der LAndwirschaft selbst hinbekommen. Es ist einfach nur traurig.
    Fluggesellschaften werden ständig mit Finanzhilfen am Leben erhalten.

    Und nun klingt schon durch, dass diese Finanzspritzen im nächsten Jahr nicht mehr gezahlt werden für die Unternehmer. Sowas wie hier läuft, kann sich kein Staat leisten. Es muss endlich ein Ende des Lockdownlight geben.

    Wie müssen lernen, mit dem Virus zu leben.

    Ich wünsche allen Landwirten viel Erfolg bei der Durchsetzung ihrer Forderungen!

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