Frühchristliche Inschrift in Israel entdeckt: „Christus, geboren von Maria“

Widmung bittet darum, für zwei Verstorbene zu beten

Ausgrabungen der Israelischen Altertumsbehörde im Dorf et-Taiyiba im Jezreel-Tal haben kürzlich eine Inschrift entdeckt, die Jesus gewidmet ist und sich in einer der Wände eines prächtigen Gebäudes befindet. Die in Stein gemeißelte griechische Inschrift stammt aus dem Rahmen einer Eingangstür aus byzantinischer Zeit (spätes 5. Jahrhundert).

Inschrift: Christus von Maria geboren

Laut Frau Dr. Leah Di-Segni, Forscherin am Institut für Archäologie der Hebräischen Universität von Jerusalem, die den Text entziffert hat, handelt es sich um eine Widmungsinschrift, die beim Gießen der Fundamente der Kirche eingraviert wurde; sie lautet:

„Christus, geboren von Maria. Dieses Werk des gottesfürchtigsten und frommsten Bischofs [Theodo]sius und des elenden Th[omas] wurde aus dem Fundament gebaut. Wer hereinkommt, sollte für sie beten.“

Di-Segni erklärt dazu: „Die Inschrift begrüßt diejenigen, die eintreten, und segnet sie. Es ist daher klar, dass das Gebäude eine Kirche und kein Kloster ist: Die Kirchen begrüßten die Gläubigen am Eingang.“

Theodosius, den der Text als Gründer des Gebäudes bezeichnet, war einer der ersten christlichen Bischöfe. Er diente als regionaler Erzbischof – die höchste religiöse Autorität der Metropole Bet She’an, zu der et-Taiyiba im Tal gehörte.

Quelle und Fortsetzung hier: https://embassies.gov.il/berlin/NewsAndEvents/Pages/Jesus-gewidmete-Inschrift-entdeckt.aspx?utm_source=InforuMail&utm_medium=email&utm_campaign=Newsletter+21.01.21


2 Kommentare on “Frühchristliche Inschrift in Israel entdeckt: „Christus, geboren von Maria“”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Religiosität der Zukunft „Die Sehnsucht nach dem göttlichen Funken bleibt“

    https://www.deutschlandfunk.de/religiositaet-der-zukunft-die-sehnsucht-nach-dem.886.de.html?dram:article_id=489833

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  2. Christa Bahnse sagt:

    Das ist ein wunderschönes Artefakt. Ich bin ja immer dafür, dass Kunst mehr den Privatleuten zugänglich gemacht wird: Zum Beispiel ein Abguss dieses Originals wäre doch wunderschön, wenn man sich so etwas in den Eingangsbereich der Wohnung hängen könnte. Man würde an den Segen erinnert und auch an die Menschen, die vor so langer Zeit dieses Zeichen dauerhaft geschaffen hatten. Ein schöner Meditationstext auf diesem Fragment, den man betrachten, sogar fühlen könnte.

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