Hollands Sturmflut und die „Frau aller Völker“

Von Felizitas Küble

Es geschah vor genau 68 Jahren: Eine katastrophale Überschwemmung der Nordsee erroß sich vom 31. Januar auf den 1. Februar 1953 über die Niederlande, Belgien (Flandern) und die britische Küste.

Vor allem die Niederlande waren betroffen, weshalb man vielfach von der „Holland-Sturmflut“ sprach.

Dort starben 1835 Menschen, insgesamt waren es über 2400 Personen. Der Schaden belief sich in unserem Nachbarland auf 5,4 Milliarden Euro.

Angesichts dieser Naturkatastrophe fragt man sich, warum denn die angebliche Erscheinung der „Frau aller Völker“ in Amsterdam dazu nichts zu sagen wußte (weder vorher noch nachher), obwohl sie sonst gegenüber der Seherin Ida Peerdemann dauerhaft so redselig war! (Immerhin liefen die Privatoffenbarungen 15 Jahre lang bis 1959 mit 56 „Botschaften“.)

Warum wurde die Sturmflut nicht prophetisch vorhergesagt? Hätte dies nicht viele Menschenleben durch Vorsichtsmaßnahmen und schnelle Evakuierungen retten können?

Doch die Botschaften der Erscheinungsdame kümmerten sich um ganz andere Themen, um die eigene Spezialverehrung als „Frau aller Völker“ nämlich – somit um einen neuen Marientitel, der weder damals noch heute kirchlich anerkannt istund um jenes theologisch sehr merkwürdige Bild der „Madonna“ (siehe Foto), in welchem sie sich direkt vor das Kreuz stellt und somit unseren Erlöser buchstäblich in den Schatten stellt, ihn sogar völlig verdeckt.

In den damaligen Kundgaben vom 8.12.1952 und vom  20.3.1953 heißt es u.a.:

“Ihr Bild muss über die ganze Welt gehen….Das Bild soll auf einen Altar kommen an der  Evangelienseite…Das Bild soll ‘53 nach Amsterdam kommen….in eine neue Kirche, die Kirche der Frau aller Völker, die so schnell wie möglich gebaut werden muss.“

Tja, schon seltsam, von welchen „Sorgen“ jene Erscheinung damals umgetrieben war.

Übrigens sind die Amsterdamer Phänomene nach wie vor kirchlich nicht anerkannt – was unlängst seitens des Vatikan und des zuständigen Bischofs noch einmal bekräftigt wurde: https://charismatismus.wordpress.com/2021/01/02/niederlande-kirche-bekraftigt-ihre-ablehnung-der-amsterdam-erscheinungen/


8 Kommentare on “Hollands Sturmflut und die „Frau aller Völker“”

  1. Manfred Schlicht sagt:

    Die Muttergottes von Medjugorje hatte auch nie was aktuelles zu sagen. Allenfalls ließ sie sich auf die Händel der dortigen Franziskaner mit ihrem zuständigen Bischof ein. Parteiergreifend für die Franziskaner und drohend an den Bischof.
    Wurden die Seher schon vor zwanzig Jahren gefragt, was die Gospa zur Umweltzerstörung, zu Aids in Afrika und anderen Themen zu sagen hätte, kamen sterotype Antworten:
    „Die Madonna hat dazu nichts gesagt, aber sie bittet uns…..“
    „Dazu hat die Madonna sich nicht geäussert, sie sagt aber auch….“

    Die Gospa hätte ja mal auf das Elend des Missbrauchs im kirchlichen Bereich hinweisen können, dann hätte sich vor dreissig Jahren vielleicht schon was verändert, und viel Leid wäre verhindert worden. Hat sie denn als Mitwisserin geschwiegen? Oder wurde die Gospa überhaupt nicht über solche Belange informiert?
    Die Madonna von Medjugorje setzte eben Schwerpunkte.
    Da war zum Beispiel die unsägliche Schmierenkomödie um die Hochzeit einer hochstehenden Adeligen Dame namens M… Darüber konnte man Mitte der 90er Jahre in den damals von der deutschen Medjugorjebewegung verbreiteten Hefte lesen.
    Das adelige Fräulein hatte ein Jahr lang ehrenamtlich im Wallfahrtsbetrieb Medjugorje mitgearbeitet. Zu ihrer Hochzeit in der Schweiz einige Zeit später wurde zum Hochadel auch einer der Seherinnen eingeladen (Die Seher waren zu Beginn des Jugoslawienkrieges in die Schweiz ausgewichen). Vor der Trauung gab es eine Marienerscheinung in der Sakristei, in der die Muttergottes der hochadeligen Braut himmlische Grüsse und Segen übermitteln ließ.
    Das sind doch Schwerpunkte! Das sind doch wichtigere Sachen! Wiviele ehrenamtliche Helfer gibts Jahr für Jahr in Lourdes, aber einer adeligen Person muß man doch extra dankbar sein!

    Eine Medjugorje-Pilgerin hat mir erzählt, die Pilgerführer in Medjugorje erzählten in den letzten Jahren, daß das Herz der Madonna wegen dem Missbrauch durch Kleriker schwer betrübt sei.
    War es das vorher denn nicht? Hat die Gospa erst davon aus den Medien erfahren wie die Seher auch?

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  2. killema sagt:

    Apropos: Die Gottesmutter sollte sich mehr um das in der Kirche kümmern, was höhere Vertreter versaubeutelt haben (Sittenstrolche im geistlichen Gewand und Bischöfe, die das unterstützen durch die Versetzung): Da hat sie mehr Anlaß, als vom Sozialismus-Verstehen zu reden.

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  3. killema sagt:

    Ich glaube nicht, dass die wahre Gottesmutter vom Verstehen des Sozialismus gesprochen hat. Da haben gewisse Menschen zu viel geraucht und dann ist ihnen die Gottesmutter erschienen. Für mich ist das Hokuspokus. Land der Träume, gelinde ausgedrückt.

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  4. dorrotee sagt:

    „Die Frau aller Völker“ war niemals die himmlische Gottesmutter.
    Maria stand unter dem Kreuz, nicht davor.

    Aber dieses ganze „Sehertheater“ kennen wir ja auch aus Medjugorje. Die angebliche Gottesmutter sagt auch nichts zu den momentanen Naturkatastrophen.

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    • mk sagt:

      Und zu den innerkirchlichen Vorgängen weiß sie auch nichts zu sagen, oder?

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      • Guten Tag!
        Nun ja – immerhin heißt es in den Botschaften von Amsterdam mehrfach, die Kirche müsse den Sozialismus besser verstehen und gutheißen und die Priesterausbildung moderner gestalten…..
        Angesichts dessen wundere ich mich schon lange, daß gerade Konservative auf diese Botschaften abfahren.
        Aber Hauptsache, es ereignet sich „Wunderbares“ und es klingt alles sehr „marianisch“.
        Freundlichen Gruß
        Felizitas Küble

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