Corona-Impfen: Irritationen im hohen Alter

Von Christa Meves

Unversehens sind die über 80-Jährigen ins Visier der Öffentlichkeit geraten, zu denen ich mich – nun im 96. Lebensjahr – zu zählen habe.

Zunächst wurden wir am Jahresanfang auserkoren, als erste mit dem noch zu knappen Impfmaterial gegen Corona bedient zu werden. Da waren plötzlich die Flure der Altenheime, die monatelang leer gefegt schienen, mit tätigen Befugten, mit Helfern, Journalisten, Kameras und Interviewern und dazwischen auch einmal mit gelassen scheinenden Alten im gefilmten Impfvorgang bevölkert.

Aber es sind nicht alle Uralten in Heimen! Eine erhebliche Zahl wird in ihren Familien gepflegt und einige sind auch immer noch selbstständig.

Bald darauf wurde mir per Presse verheißen, dass ich mit anderen Uralten in unserer Stadt vom hiesigen Bürgermeister eine Einladung bekommen würde mit der Versicherung, dass mir aufgrund meines Altersstatus eine ab Februar beginnende Impfmöglichkeit zur Verfügung stünde.

Das ist dann in einem ausführlichen Schreiben der niedersächsischen Sozialministerin Dr. Carola Reimann vom 18. Januar in einem doppelseitigen Brief per Post geschehen. Meine Adresse entnahm man offenbar dem Einwohnermelderegister.

Aber nun zeigte sich, dass dieses Register nicht dem jüngsten Stand entsprach. Überholte Adressen und nicht gestrichene Tote erhielten diese Informationen. Große Irritation ringsum – nicht nur bei Angehörigen.

Nun kenne ich als eine in Niedersachsen ansässige Alte die Zeit und den Weg zur Impfstation – sogar mit der Verheißung einer komplizierten Regelung der Fahrtkostenerstattung. Manche der allein Lebenden gaben beim Lesen mit Lupe, wie die Impfstation zu erreichen sei, bereits auf. “Das schaffe ich nicht“, werden manche gedacht haben.

Doch sie sollten den so bemühten Brief der Frau Ministerin bis zum Ende entziffern: Sie empfiehlt diesen zur Häuslichkeit Genötigten nämlich zu warten; denn wenn im Laufe des Jahres alle Impfwilligen bedient seien, würde man sogar in die Einsiedelei der allein lebenden Alten kommen und sie daheim impfen …

Doch bereits drei Tage nach dieser Nachricht veröffentlichten die Regionalzeitungen – ebenfalls von dort – die Aufhebung und Änderung der Impfvorgänge für alle, inklusive der Alten, auf unbestimmte Zeit, und zwar aufgrund von Verzögerungen bei der Lieferung des Impfstoffes.

Wurde von nun an vermehrt Geduld von uns Alten erwartet? Doch das erwies sich als eine Täuschung. Eine neue umfängliche Information vom Ministerium zum Verhalten der Alten im Hinblick auf ihren Impftermin stand an: Den nicht in Heimen, sondern gewissermaßen „privat“ lebenden Alten ab 80 wurde nun ein kompliziertes Prozedere vorgeschlagen, um bald wenigstens einen Impftermin zu erhalten.

Da kann man erstens einen Telefonkontakt anstreben, bei dem man allerdings damit rechnen muss, dass er nur selten frei ist. Aber dem, der das nun versuchte, hallte eine Zeitlang die Ansage entgegen: „Diese Nummer ist nicht vergeben.“

Ich hielt das natürlich für meinen Fehler, da ich mich beim Telefonieren häufig mal verwähle. Doch dann machte das Ministerium seinen Fehler wieder rückgängig, der bereits Irritationen und Unmut bei vielen verantwortungsbewussten Menschen im Umfeld Vorschub geleistet hatte.

Wenn also mit dem Telefon die Anmeldung zum Impftermin ohnehin nicht klappen will, könnten sich die Alten – oh Glück – auch digital den Termin sichern. Einige mögen dazu in der Lage sein, wenn sie rechtzeitig das Prozedere dazu gelernt haben. Das mag auch noch bei denen, die bei einem technisch versierten Schwiegersohn Unterschlupf gefunden haben, eventuell möglich sein. Aber wie ist es mit meinen ganz allein lebenden Altersgefährten? Da ist wohl in den meisten Fällen bei den Alten von vornherein Resignation angesagt.

Auch diese digitale Bemühung, wenigstens einen Impftermin zu bekommen, erweist sich häufig als vergeblich. Man möge sich für unbestimmte Zeit auf eine Warteliste setzen lassen, heißt es nun.

In den jüngsten fachlichen Verlautbarungen sind die Alten weiter ins Abseits gerutscht: Die jüngste Impfe müsse nun doch wohl erst mal an die unter 65-Jährigen verabreicht werden – meint man in Regierungskreisen. Sollten alle ungeimpften Älteren nicht so verständig sein (und verständig zu sein, hat die Trümmerfrauengeneration ohnehin gut drauf), nun „auf unbestimmte Zeit“ in den Wartestand versetzt zu werden?

Und wird sich bei langen Wartezeiten dann nicht in manchen Fällen alles ganz leise und unprätentiös von selbst regeln?

Solche Entwicklungen haben in mir ein Gefühl von Befreitsein eher wachsen lassen; denn ich hatte mich – laufunfähig, wie ich bin – gleich für die Warteliste mit Homebedienung entschieden. Jedenfalls brauche ich nun nicht einmal mehr gespannt zu sein, ob sich die Regierung genötigt fühlt, weitere Hü oder Hotts für die Alten in Hinsicht auf Corona anzuordnen.

Denn mit viel Fantasie könnte sich sonst bei mir der Verdacht einschleichen, ob nicht hinter der anfänglichen Bevorzugung der Uralten bei der Vergabe der zu knappen Impfrationen bereits der Versuch Pate gestanden habe, die nur noch schmale Lebenserwartung der Uralten dazu zu nutzen, herauszufinden, ob sich die Impfungen wirklich als lebensverlängernd oder sich die Nebenwirkungen stattdessen als lebensverkürzend erweisen würden?

Waren wir Alten womöglich zunächst unversehens doch als heimliche Versuchskaninchen gedacht, zumal es besonders die Altenheimbewohner schwer hatten, sich evtl. auch gegen eine Impfung zu entscheiden?

Ist es nicht vielleicht vielmehr so, dass eins – immer mehr anschwellend – sichtbar wird: dass nun einmal grundsätzlich mit unserer Macht nicht alles getan ist – eine Erkenntnis, die vermutlich so oder so in Kürze hart von uns abgefordert werden wird?

Muss das mutlos machen? Ich kann das nur von mir persönlich beantworten: Nein, es macht im Gegenteil eben eher frei. Es schenkt die Möglichkeit, noch zu genießen, was sich genießen lässt, z. B. einen besonnten Himmel in einer schön beschneiten Landschaft oder die Freude über vorübergegangene Wehwehchen und – vor allem dankbar – ein weiches Bett in einem beheizten Zimmer.

Ja, es wird sogar ab 90 eher möglich, bewusst zu einer baldigen Zukunft hinzudenken, die dieses Jammertal, das durch den aufgeregten Fernseher hindurchdringt, mit Gewissheit hinter sich lassen wird – in der Hoffnung, einem noch sehr viel besseren, ja, einem Zustand unfasslichen Erfülltseins entgegenzugehen.

Christa Meves aus Uelzen ist Bestseller-Autorin und Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche; sie gründete den Verein „Verantwortung für die Familie“, der zahlreiche Infos und Artikel bietet: http://www.vfa-ev.de/newsl.htm


5 Kommentare on “Corona-Impfen: Irritationen im hohen Alter”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Gloria.tv Nachrichten
    42
    22. Feb.
    Lebende Kinder für Organentnahme eingekühlt

    Die Zell-Linien abgetriebener Kinder, mit denen die Covid-Impfungen getestet und/oder hergestellt wurden, kommen von Abtreibungsopfern, die lebend in einem Kühlschrank aufbewahrt wurden. Dort warteten sie bis zu 24 Stunden auf eine Zerstückelung und Organentnahme. Diese menschenverachtende Vorgehensweise schilderte die Biologin Pamela Acker in einer Online-Tagung von LifeSiteNews.com am Freitag. Acker forschte vor einem Jahrzehnt selbst neun Monate lang an einer HIV-Impfung bis sie feststellte, dass sie mit Zelllinien abgetriebener Kinder arbeitete.

    Klinische Studie an der ganzen Menschheit

    Drei Ärzte warnten während der LifeSite-Tagung vor Nebenwirkungen der Covid-Impfung. Es waren dies Sheri Tenpenny, Eric Nepute und Pam Popper. Sie halten die Impfungen für nicht sorgfältig entwickelt und für nicht genügend getestet. Die Impfung könne schwere Autoimmunerkrankungen auslösen. Für das Ärztetrio sind die Impfungen eine Art klinische Studie an der Menschheit. Allerdings wissen die Teilnehmer nicht, dass sie an einer solchen Studie teilnehmen. Nepute erklärt, dass nicht bekannt sei, wie der Körper nach der Impfung Antikörper produziert und wogegen diese reagieren. Zitat: “Das ist beängstigend. Es betrifft das Herzgewebe, das Lungengewebe und alles im Körper.“

    Die Risiko-Rechnung geht nicht auf

    Die LifeSite-Tagung präsentierte Zahlen zu Nebenwirkungen und Todesfälle der Impfungen. In den USA erhielten bisher 45 Millionen Menschen zumindest die erste der zwei Impf-Phasen. Bis 4. Februar sind im Zusammenhang mit der Impfung 600 Menschen gestorben und 12.000 erlitten teilweise schwere Nebenwirkungen. Die Daten stammen von der US-Regierungsbehörde „Center for Disease Control and Prevention“. In Großbritannien gab die Regierung bekannt, dass bis 11. Februar mindestens 240 Personen nach der Impfung verstorben sind.

    Wirksames Medikament wurde politisch eliminiert

    Die Molekularbiologin Christina Parks sprach bei der LifeSite Tagung über den Arzeistoff Hydroxychloroquin zur Behandlung von Covid-19. Das Medikament sei nicht von Ärzten, sondern von Politik und Medien faktisch eliminiert worden. Parks berichtet, dass bei Hydroxychloroquin vor einigen Jahren eine starke anti-virale Aktivität entdeckt wurde. Es gelte als Wundermittel gegen Malaria. Bei den Covid-Impfungen wies Parks dagegen darauf hin, dass es sich dabei um Gentherapien handle. Dabei könne es anaphylaktische Reaktionen geben, die bereits 3.000 mal dokumentiert wurden. Zudem fürchtet auch Parks später auftretende Autoimmunerkankungen.

    https://gloria.tv/post/qEQ8eZgruaWX1ePdZVEtScvkM

    https://gloria.tv/

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  2. dorrotee sagt:

    Es kommt auch mir öfters in den Sinn, ob die ALten nicht doch zu Versuchszwecken für den Impfstoff missbraucht werden. Jeder gesunde Menschenverstand würde eine Impfung der ALten in Monaten vorziehen, in dem das Immunsystem stärker ist.
    Nämlich Frühling und Sommer.
    Während ein jüngerer Mensch es auch in den WIntermonaten recht gut schaffen kann..

    Meine alten Eltern wollen auch erstmal noch warten. Darüber bin ich sehr froh.

    Denken wir nur an das Urteil vom Bundesverfassungsgericht, das den Suizid durch aktive Sterbehilfe nun auch für jüngere Menschen erlaubt.
    Jedoch werden es mehr die Älteren sein, die des Lebens müde geworden sind.
    Wie schnell kann dann von Angehörigen das Gefühl rüberkommen, man kann doch seinen Suizidwünschen Taten folgen lassen.

    In früheren Zeiten beteten die Alten um einen guten Tod und um ein Durchhalten oder Durchstehen der Lage um ihrer selbst.. So wie in jedem Gegrüßst seist du Maria um eine gute Todesstunde gebetet wird.
    Ich kenne meine Großmutter mit dem Rosenkranz in der Hand.
    Mittags nach dem Mittagsschlaf betet sie diesen öfters in der Woche. Grosvater lag manchmal daneben und betete mit. Sie beide bekamen einen gnadenvollen leichten Tod. Ohne viel Kranksein.

    Wie die Abtreibung quasi erlaubt wurde, so wird es nun mit den Suizid weitergehen.
    Alles selbstbestimmt ohne den Herrn über Leben und Tod.

    Danken wir Gott für seine Gnaden, die er uns schon erwiesen hat.

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  3. oda2015 sagt:

    Durch die künstlich und durch die Verwirrung hervorgerufene NichtVerfügbarkeit, Verunsicherung und Knappheit wird möglicherweise eine Nachfrage erhöht. Plötzlich wollen viele geimpft werden, vor einem halben Jahr noch sah es etwas anders aus.

    Ist denn das Impfen nun eigentlich noch freiwillig…?

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  4. Thomas May sagt:

    Christa Meves‘ Erfahrungsbericht liest sich wie ein bitteres Lehrstück aus dem deutschen Impf-Absurdistan.
    Hier kommt alles zusammen: Behördenunverständnis, Missmanagement, Desorganisation, mangelnde Bürgerempathie, Dilettantismus – im Hintergrund das Rauschen der Großkotzigkeit und Uneinsichtigkeit inkompetenter deutscher Politiker und „Verantwortungsträger“.
    Mancher Impfwillige wünscht sich in diesen Tagen, Brite (oder Britin) zu sein.
    Dabei hatte man doch noch vor kurzem an dem Brexit-Narr Boris Johnson kein gutes Haar gelassen.
    Jetzt lässt er die EU mit Ursula von der Leyen „alle gemeinsam“ uralt aussehen und macht uns vor, wie es geht.

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  5. Marienzweig sagt:

    Wann hat sich die Regierung je um betagte Menschen im Altersheim gekümmert?
    Hat sie je verhindert, dass manch alte Menschen sich gezwungen sahen, in Abfallbehältern nach Pfandflaschen zu wühlen?
    Und nun plötzlich diese Vorsorge für sie!
    Man kann wirklich auf den Gedanken kommen, alte Menschen als Versuchskaninchen zu missbrauchen.
    Ausserdem, viele alte Menschen sind geistig sicher nicht mehr vollkommen fit und in der Lage, sich pro oder contra Impfung zu entscheiden und so lassen sie sich eben impfen, weil es so angeordnet wurde.
    Für Widerstand fehlt ihnen die Kraft.

    Gefällt 3 Personen


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