Notruf: Kosmetikstudios „stehen am Abgrund“

In der WELT am SONNTAG – einer großformativen Din-A-2-Zeitung – ist am heutigen 7. Februar auf S. 9 eine ganzseitige Anzeige des VCP (Verband Cosmetic Professional) erschienen, die sich unter dem Titel „Kosmetikinstitute vor dem Aus“ an die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten der Länder richtet.

Die eigene Lage wird als „wirklich dramatisch“ bezeichnet, denn 50.000 Kosmetik- und Nagelstudios mit fast 200.000 Beschäftigten würden „um ihre Existenz bangen“. Nach fast 6 Monaten Schließung stehe jetzt eine „ganze Branche am Abgrund“.

Bis zu 49% der Betriebe hätten die beantragten staatlichen Hilfen nicht vollständig erhalten, heißt es weiter. 42% der Kosmetiker/innen würden mit dem Konkurs ihres Institutes rechnen.

Der Verband weist darauf hin, in „vergleichbaren Ländern“ seien Kosmetikstudios mit sinnvollen Einischränkungen „weiterhin geöffnet“.

Die Anzeige, die im Grunde einen Hilferuf darstellt, ist unterzeichnet vom 1. Vorsitzenden Dr. Helmut Drees und weiteren vier Vorstandsmitgliedern, darunter zwei Frauen.

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2 Kommentare on “Notruf: Kosmetikstudios „stehen am Abgrund“”

  1. Astrid Frings-Jever sagt:

    Irgendwann kam das mit den Nagelstudios auf. Plötzlich waren die überall. Habe mich immer gefragt wie die existieren. Sich gegenseitig das Wasser abgraben.
    Ich dachte immer, Nagelstudios sind etwas, was die Welt nicht braucht.
    Viele Frauen wollten plötzlich „Nageldesignerin“ (kein gesetztlich geschützter Begriff) sein und ihr eigenes Nagelstudio haben. Hielt das immer für eine Modeerscheinung, die sich irgendwann wieder auflöst. Geht ja scheinbar schneller als gedacht.
    Schlimm ist es aber vor allem für die Friseur Geschäfte.
    Da gibt es Tradtitionsgeschäfte mit Stammkundschaft, die seit Jahrzehnten existieren.
    Fleissige Unternehmer, Steuerzahler. Alle jetzt im Stich gelassen.
    Ruiniert. Pleite.
    Zum Steuerzahlen waren sie gut genug.
    Diese Leute können einem nur leidttun. Ausgenutzt und im Stich gelassen.
    Diese Unternehmer waren für unseren Stadt nur wichtig, daß sie Angestellte hatten, Lohn zahlten und Steuern.
    Jetzt zeigt man, was der fleissige Steuerzahler dem Staat wert war: NICHTS

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  2. Lisje Türelüre aus der Klappergasse sagt:

    Die Sache hat noch einen Nebenaspekt.
    Dass man mit dem Betrieb eines Nagelstudios nicht gerade das Geld mit Säcken nach Haus schleppt, dürfte nachvollziehbar sein.
    Deswegen sind viele Nagelstudios unter der Hand oder wie auch immer dazu übergegangen, auch Fußpflege anzubieten. Auch im Wege von Hausbesuchen.
    Nun ist es aber so, daß sehr viele Senioren auf Fußpflege angewiesen sind, und zwar mehr als die offiziellen, medizinischen Anbieter leisten können.
    Wie auch immer. Dieser „Lock-down“-Wahnsinn gehört umgehend beendet!

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