DLF: Freispruch erster Klasse für Woelki

Im Deutschlandfunk erschien gestern (18.3.) ein bemerktenswerter Beitrag über ein – so der Titel – „Gutachten, das schonungslos Namen benennt“: https://www.deutschlandfunk.de/sexualisierte-gewalt-in-der-kirche-ein-gutachten-das.720.de.html?dram:article_id=494343

Der Autor Andreas Main spricht darin bereits im ersten Satz von einem „Freispruch erster Klasse“ für den Kölner Erzbischof Rainer Kardinal Woelki.

Natürlich weiß der Verfasser, daß dieser Begriff „Freispruch“ formaljuristisch nicht ganz passend ist, wie er selber anmerkt, da auch ein juristisches Experten-Gutachten kein Richterspruch ist.

Aber der Sache nach trifft dieser Ausdruck durchaus zu, denn in den 800 Seiten Dokument wurde dem zuvor in vielen Medien vor-verurteilten Kardinal bescheinigt, keine einzige Pflichtverletzung begangen zu haben, obwohl das im „System Meisner“ leicht hätte passieren können und bei anderen Hierarchen auch der Fall war, die nun dem Papst ihren Rücktritt anbieten, darunter zwei Kölner Weihbischöfe und der Hamburger Oberhirte Stefan Heße.

DLF-Journalist Main schreibt außerdem, das Gercke-Dokument sei „das erste Gutachten dieser Art in Deutschland, das schonungslos Namen benennt. Ein Paukenschlag, der aufrüttelt. Auf dieser Basis lässt sich weiterdenken. Aber dafür muss das Gutachten gelesen werden, bevor man es als unzureichend runtermacht.“

PS: Wir haben in unserem CHRISTLICHEN FORUM dieses unfaire Jagdtreiben gegen Kardinal Woelki in Presse und kirchlichen Kreisen von Anfang an deutlich kritisiert und Solidaritäts-Petitionen pro Woelki beworben – siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/?s=Kardinal+Woelki


6 Kommentare on “DLF: Freispruch erster Klasse für Woelki”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Die Gender Ideologie und Propaganda, die betrieben und propagiert wird, ist aufdringlich und penetrant und fanatisch und irrational und wider Vernunft und Logik und Natur und Ethik und Moral und Wissenschaft und Gott und Gerechtigkeit und Recht und Gesetz usw.

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  2. Markus Schaup sagt:

    Ich kann nicht verstehen, warum der jetzt rücktrittwillige Hamburger Erzbischof und die Kölner Weihbischöfe erst dieses Gutachten brauchten, um eine solche Entscheidung zu fällen. War es ihnen davor nicht bewusst, dass sie sich nicht korrekt verhalten hatten? Eigentlich weiß man selbst doch recht gut, wo man Mist gebaut hat; auch ohne Gutachten, oder?

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  3. Anonymous sagt:

    Peter Bringmann-Henselder, Mitglied im Betroffenenbeirat und ehemaliges Heimkind in Köln-Sülz, hofft, dass mehr Kardinäle so handeln wir der Kölner Erzbischof und wehrt sich gegen die politische Instrumentalisierung von Missbrauchsopfern.

    Im Oktober entstand durch Äußerungen des Betroffenenrats-Sprechers der Eindruck, das Erzbistum Köln habe Betroffene erneut missbraucht. Wie sehen Sie das?

    Am 29.12.2020 wurden wir in einer Sondersitzung vom Kardinal über die Schwierigkeiten mit dem WSW-Gutachten ausführlich informiert …

    https://www.die-tagespost.de/kirche-aktuell/aktuell/maria-20-war-fuer-uns-keine-unterstuetzung;art4874,216797

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  4. Martin sagt:

    „Gutachten, das schonungslos Namen benennt“ – wie viele Bischöfe werden wohl übrig bleiben, wenn dies in jedem Bistum so durchgeführt wird?

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