Bischof Overbeck will die Sexualmoral ändern

Von Felizitas Küble

Am 19. März 2021 veröffentlichte die amtliche Webpräsenz des Bistums Essen einen Artikel mit dem Titel: „Bischof Overbeck wirbt für kirchliche Neubewertung der Homosexualität“.

Der dortige katholische Oberhirte, der früher als Weihbischof in Münster amtierte, wandte sich in einem Brief an die Pfarrgemeinden seiner Diözese, um dort seinen Ungehorsam gegenüber dem Dokument der vatikanischen Glaubenskongregation zu unterstreichen, das eine Segnung homosexueller Partnerschaften verbietet.

Passenderweise ziert diesen Beitrag ein banales Bild mit Riesenlettern „Glaube – Sex“.

Bischof Franz-Josef Overbeck berichtet – feministisch „korrekt“ – von Zuschriften „vieler Seelsorgerinnen und Seelsorger“, die ihm eine „offene Ablehnung der lehramtlichen Position“ mitgeteilt hätten.

Statt diesen Zeitgeistlichen und Laien nun die Leviten zu lesen oder zumindest das theologische Einmaleins zu verklickern, betrachtet der progressiv ausgerichtete Würdenträger dies als eine Causa, „die nicht mehr ignoriert werden darf“.

Angesagt sei jetzt eine „ernsthafte und zutiefst wertschätzende Neubewertung der Homosexualität“, läßt der Herr Bischof ernsthaft verlauten. Wohlgemerkt: Er spricht nicht von einer Wertschätzung der gleichgeschlechtlich geprägten PERSONEN, was durchaus theologisch korrekt wäre, sondern ausdrücklich von der „Homosexualität“ an sich!

Damit von seinen Schäflein niemand auf andere bzw. vernünftige oder gar biblische Gedanken kommt, wehrt er vorsorglich gleich ab, man dürfe nicht etwa „fundamentalistischen Versuchungen“ erliegen.

Es wäre auch zu traurig, wenn Gläubige das überlieferte „Schriftzeugnis, Lehramt und Tradition“ eins zu eins für voll nähmen; vielmehr müssen diese drei Säulen christlichen Glaubens – so Overbeck – in unsere Zeit mit ihren „Zeichen“ übersetzt werden, schließlich sei doch die Tradition „ein lebendiges Geschehen“.

Gewiß, Herr Bischof, lebendig schon, aber nicht widersprüchlich in den wesentlichen Aussagen der Kirche.

Was jahrtausendelang gemäß der Heiligen Schrift als Botschaft Gottes verkündet wurde, kann nicht heute plötzlich falsch sein, nur weil einige Oberhirten theologisch stärker mit dem Zeitgeist als mit dem Heiligen Geist verbunden sind.

Im übrigen wäre Overbeck nie zum Bischof geweiht worden, wenn er nicht vor diesem feierlichen Geschehen versprochen hätte, sich als Oberhirte voll und ganz an der Lehre der Kirche zu orientieren.

Sein Amt ist eben nicht nur Würde, sondern auch Bürde, nicht nur Lust, sondern auch Last – wenn man den notwendigen Widerstand gegenüber heutigen „Reform“-Forderungen überhaupt als „Bürde“ und „Last“ definieren will, womit man diesen angepaßten Hierarchen schon weit genug entgegenkäme, denn die Offenbarung Gottes und seine Schöpfungsordnung sollten für alle Kirchenvertreter höchst erfreulich sein und beileibe nicht nur Pflichterfüllung – aber selbst diese wird noch verweigert.

Ein Bischof hat grundsätzlich weder seine eigenen Spleens zu verkünden noch dubiose Pseudo-Anliegen von „Seelsorerinnen und Seelsorgern“, sondern die zeitlose Botschaft des Ewigen, die für alle Gläubigen verbindlich ist – auch und vor allem für Bischöfe.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt


25 Kommentare on “Bischof Overbeck will die Sexualmoral ändern”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Siehe auch Judith Reisman und James DeMeo aus den USA und Klagemauer.TV aus der Schweiz und die Internetauftritte von Eva Hermann als Wertkonservativer und der christlichen Psychologin Christa Meves und der Soziologin Gabriele Kuby und von Birgit Kelle und vom „Bund Katholischer Ärzte“ (BKA) Deutschland und auch die Epoch Times Deutschland Zeitung zur Gender Ideologie und zum Gender Mainstreaming und Genderismus und Pädophilie und auch zum ideologischen Feminismus und auch den Weblog „Philosophia Perennis“ des Theologen und Journalisten und Philosophen David Berger und das internationale Schiller-Institut und das Zeit-Fragen Magazin aus der Schweiz und Klagemauer.TV aus der Schweiz.

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  2. Anonymous sagt:

    Die Kirche kann homosexuelle Verbindungen nicht segnen

    (news.stjosef.at) Josef Spindelböck und Helmut Prader haben eine moraltheologische Stellungnahme zum Nein der Glaubenskongregation in Bezug auf die Segnung homosexueller Paare verfasst, die hier dokumentiert wird:

    https://www.stjosef.at/index.php?id=news&newsnr=7060

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  3. Anonymous sagt:

    Das Ganze hat ja schon viel weitere Kreise gezogen. Angeheizt durch den Kirchenübertritt von Anselm Bilgri zu den Altkatholiken, wo er den gewünschten „Segen“ für seine „Ehe“ mit einem anderen Mann bekommt, haben sich jetzt über 200 katholische Theologen zu Wort gemeldet:

    „Mehr als 200 Theologieprofessoren protestieren gegen Segnungsverbot
    Der Vatikan hat Segnungen gleichgeschlechtlicher Beziehungen verboten, die Empörung in Deutschland ist groß. Fachleute protestieren – sie beklagen einen »paternalistischen Gestus der Überlegenheit«.“

    Quelle: https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/katholische-kirche-und-homosexuelle-proteststurm-gegen-segnungsverbot-a-3db30042-128f-4d41-b163-625c67b7160f

    Was hier stattfindet ist ein deutsches innerkatholisches Erdbeben, auf das die Verteidiger der katholischen Lehre keine Antwort haben. Es wird offen zum Ungehorsam aufgerufen und dazu, homosexuelle Paare zu segnen. Und das wird auch gemacht. Genauso wie wiederverheiratete Geschiedene gesegnet werden oder deren Ringe, wie mir glaubhaft eine Katholikin berichtete.
    In weiten Teilen interessieren sich nicht nur Laien, sondern auch Pfarrer nicht mehr für die Vorgaben der kirchlichen Lehre.

    Nach meiner Schätzung müssten eigentlich mindestens 30 % der Pfarrer gemaßregelet werden und fast alle hauptberuflichen Seelsorger, die für die katholische Kirche in Deutschland tätig sind.

    Das wird aber nicht geschehen, weil die Angst vor massenhaften Kirchenaustritten zu groß ist.

    Overbeck ist da nur die Spitze des Eisbergs.

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  4. Holger Jahndel sagt:

    Gabriele Kuby, Soziologin, zu Gender Ideologie und Gender Mainstreaming als der Zwangs- und Frühsexualisierung von Kindern – siehe auch die Internetauftritte von Eva Hermann und Christa Meves.
    http://www.gabriele-kuby.de

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  5. Willibald Reichert sagt:

    Ich wünsche mir, daß es baldmöglich heißt:Time over für Bischof Beck.

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  6. Cornelia Vogt sagt:

    Nehmen Sie ALLES ZUSAMMEN.
    Nichts ist mehr richtig oder gar normales Leben.
    Ebenso läßt sich Nichts ändern an sämtlichen Geschehnissen weltweit.
    Es ist im vollen Gange, die Endzeit.
    Gottvater sieht restlos ALLES und wird seinen Rest erretten.
    Johannes sendete Schriftrollen an die Gemeinden über die sogenannte Apokalypse und keiner glaubte ihm, außer eine kleine Hand voll.

    Wer es annimmt, sehr gut.
    Niemand soll gezwungen werden, GOTTVERTRAUEN ZU HABEN.
    Eigentlich ist es OFFENSICHTLICH, IN WELCHER ZEIT WIR ALLE UNS BEFINDEN.
    Schauen Sie mal JETZT CORONA AUS EINEM ANDEREN BLICKWINKEL.
    GOTTVATER WUßTE, WAS GESCHIEHT.

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    • ruedigerengelhardt sagt:

      Das mit der Endzeit ist so eine Sache. Jede Epoche wärend der letzten 2000 Jahre hatte ihre eigene Endzeit zu verkünden, hatte ihre eigenen Tragödien, die sie an die Endzeit denken ließen. Christus selbst sagte: Niemand weiß wann, nur der Vater im Himmel.“ Wo ich persönlich Parallelen sehe, ist in der Dekadenz, die gerade in einem erschreckenden Tempo um sich greift. Genau an solcher Dekadenz sind große Reiche, wie z.B. Ägypter o. Römer, gescheitert. Auf solch ein Scheitern hoffe ich, werde dies aber wohl nicht mehr erleben. Nur das Scheitern dieser Dekadenz mit ihren abartigen Auswüchsen läßt auf einen Neuanfang und auf eine Neubesinnung auf Gott hoffen.

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    • Egbert W Gerlich sagt:

      Zweifelsohne sieht vieles so aus, als stünden wir in der Endzeit oder zumindest ihr sehr nahe. Was aber nützt es? Für jeden Menschen ist’s „Endzeit“, wenn er stirbt und sich verantworten muss. Die Apokalypse gibt uns die Gewissheit, dass Gott uns und die Welt nicht verloren gibt – das ist sehr tröstlich: Wir brauchen keine Angst zu haben.

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  7. Arnold Weßling sagt:

    Wer das Wort Gottes, das ewige Wahrheit, bleibt dem Zeitgeist opfert , wird die Gemeinschaft der Glaubenden im Kern gefährden. Ein Hirte, der seine Schafe auf die Weide der weltlichen Popularität führt, wird viele Schafe mit Glaubenskolik verlieren.

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  8. Markus Schaup sagt:

    Mir kommt es so vor, als sei alles, was das Sexualleben der Menschen betrifft, mit das Wichtigste in den Augen vieler in der Kirchenleitung und auch vieler Menschen im Laienstand. Wieso ist das so? Christus hat die Kirche doch sicher nicht vorrangig gegründet, um sich so eifrig mit diesem Thema zu beschäftigen.

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    • "GsJC" sagt:

      Wieso ist das so? Christus hat die Kirche doch sicher nicht vorrangig gegründet, um sich so eifrig mit diesem Thema zu beschäftigen.

      Wo das ewige Heil zu einem orientalischen Märchen degradiert, die Entwicklung des Menschen von der Zeugung an zu reiner Biochemie erklärt wird, der landet zwangsläufig zwischen den Beinen und entfesselt dort eine mit gesundem Verstand kaum nachvollziehbare Hyperaktivität.

      Den Frontalangriff dieser Aktivität zugunsten einer rein fleischlichen Gesinnung erlebt diese Zeit aktuell auf dutzenden frei zugänglichen Kanälen über Satellit, Kabel, Internet usw. …
      Die Werbung überschlägt sich in Wort und Bild darin, Artikel anzupreisen, die einen höheren Lustgewinn versprechen.

      Da scheint jemand zu wissen, dass seine Zeit begrenzt ist und spult das ganzes Repertoire an Dreck über die Menschheit ab. Anders lässt es sich kaum erklären, mit welch finanziellem Aufwand mehr Lustgewinn auf vielen Kanälen als „Liebe“ präsentiert wird.

      MfG

      P.S.

      Ich hatte beruflich mit (kath.) Homosexuellen beiderlei Geschlechts zu tun. Ich habe niemanden getroffen, der sich nach den Segnungen der kath. Kirche sehnte oder danach schmachtend und betend (!) vor der Kirchtür lag. Ich bin eher davon überzeugt, dass dieses Thema aus dem Inneren der Kirche kommt, die künstlich einen „Segens“-Notstand erzeugen, der den Umbau von Innen vorantreiben soll. Diese Herren sind dem vergänglichen Geist der Welt auf den Leim gegangen und dafür dankbar, so sie von den Medien für eine fortschrittliche, weltoffene und wissenschaftliche Haltung gelobt und anerkannt werden, die den o.g. Dreck verbreiten.

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      • Markus Schaup sagt:

        Sie haben Recht, ich weiß auch nicht, wo all die Segenshungrigen sein sollen. Nur die zu starke Fixiertheit aufs Geschlechtliche scheint keine neue Erscheinung zu sein, was die Kirche betrifft. Ich habe von der ein oder anderen älteren Frau gehört, was sie früher im Beichtstuhl diesbezüglich alles gefragt wurden und was die Beichtväter alles wissen wollten; da scheint so manche Frau verletzt worden zu sein.

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      • Anonymous sagt:

        Professoren gegen Segnungsverbot

        „Homosexuelle Liebe ist nicht weniger wert“

        Katholische Seelsorger dürfen gleichgeschlechtliche Paare nicht segnen. So lautet die klare Regel aus dem Vatikan. Das Verbot erzeugt viele Proteste – nun auch seitens Universitäten. Über 200 Theologieprofessoren distanzieren sich von den Worten aus Rom. Sie sehen auch wissenschaftliche Probleme.

        https://www.n-tv.de/panorama/Homosexuelle-Liebe-ist-nicht-weniger-wert-article22441718.html

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  9. Holger Jahndel sagt:

    Postmoderne Ideologen zerstören die Universität – und bald die gesamte G…

    In einem Gespräch mit Dennis Prager spricht Jordan B. Peterson, Professor an der University of Toronto, über den…

    https://www.thecathwalk.de/2019/12/22/postmoderne-ideologen-zerstoren-die-universitat-und-bald-die-gesamte-gesellschaft/#comment-8980

    Gender Ideologie und Gender Mainstreaming und Schutz der Kinder und Jugendschutz

    https://www.aktion-kig.eu/umfrage-christliche-wurzeln_m/?gclid=EAIaIQobChMItqqxq7zx7QIVQ78YCh3GiwR9EAEYASAAEgJ5mfD_BwE

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  10. Egbert W Gerlich sagt:

    Man kann es drehen und wenden, wie man will: Das neue Schisma zeigt sich unübersehbar.

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    • So ist es. Was seit Jahrzehnten sorgfältig in Hinterzimmern ausgetüftelt und geduldig mit den „passenden“ Stellenbesetzungen in den hauptamtlichen Apparaten (Ordinariate, Verbandsgeschäftsstellen etc.) umgesetzt wurde, ist nun stark genug, öffentlich „Flagge zu zeigen“. Und die Masse der Katholiken merkt nichts, ist indifferent oder hat bereits seit langem resigniert.

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      • Egbert W Gerlich sagt:

        Leider richtig – man kann nur weinen und beten. Mein Bischof zumindest interessiert sich für meine Proteste überhaupt nicht.

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  11. Anonymous sagt:

    10.06.2010

    Overbeck konkretisiert Aussage zur Homosexualität Schwul sein ja, schwul leben dagegen nein

    Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck hat seine auf Widerspruch gestoßenen Äußerungen zur Homosexualität teilweise revidiert und konkretisiert. Er hätte in der ARD-Talkshow „Anne Will“ im April besser sagen sollen, Homosexualität auszuleben, sei eine Sünde, sagte er auf einem Gesprächsabend im Essener Dom.

    https://www.domradio.de/nachrichten/2010-06-10/overbeck-konkretisiert-aussage-zur-homosexualitaet

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    • Egbert W Gerlich sagt:

      Wie kann man eine Aussage vom März 2021 im Juni 2010 „konkretisieren“?

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      • Martin sagt:

        Die Konkretisierung bezog sich auf seine Aussage in der Talkshow „Anne Will“ vom April 2010!

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      • Egbert W Gerlich sagt:

        Das ist ja offensichtlich, aber was soll das jetzt nach zehn Jahren, wo er augenscheinlich die Aussagen der Kongregation nicht akzeptieren mag? Unsere Bischöfe riskieren viel, oder gehen sie davon aus, dass der Papst einlenkt?
        Wie dem auch sei: Die Spaltung ist offensichtlich, selbst wenn es auch zu einem Schisma nicht kommen sollte. In Deutschland werden die theozentrischen Katholiken ebenso ins Abseits gedrängt, wie die Evangelikalen in der EKD.

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      • Anonymous sagt:

        Das soll wahrscheinlich aufzeigen, welche Kehrtwendung der Bischof seit dem Jahr 2010 vollzogen hat. Dazu gibt es weitere Links.

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      • Egbert W Gerlich sagt:

        Wieso „wahrscheinlich“? Wissen Sie nicht mehr, was Sie warum kommentiert haben? Oder gibt es Doppelgänger?

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