Rumänien: Kirche auf Gelände eines kommunistischen Folter-Gefängnisses erbaut

Das Gefängnis von Pitesti in Rumänien war zur Zeit des Kommunismus ein Ort der Folter, unvorstellbarer Grausamkeiten und des Todes. Nun wird auf dem Grundstück eine neue orthodoxe Kirche errichtet, die an die Opfer der Vergangenheit erinnern soll.

Die feierliche Grundsteinlegung nahm der Bischof der Erzdiözese Arges und Muscel, Calinic (Argatu), vor, wie das Nachrichtenportal basilica.ro berichtet. Zuvor feierte er vor Ort eine Gedenkmesse für tausende Opfer von Pitesti und darüber hinaus.

Pitesti, rund 120 Kilometer westlich von Bukarest, steht für eines der dunkelsten Kapitel in der Geschichte Rumäniens. Das Gefängnis war von 1949 bis 1952 einer der Hauptschauplätze des „Pitesti-Experiments“.

Es lag weit außerhalb der nächsten Stadt, so dass die Schreie der Gequälten dort nicht gehört werden konnten. Der Tortur konnten sich die Opfer nur dadurch entziehen, dass sie selbst zu Tätern wurden.

Besonders sadistisch verhielten sich die Folterer gegenüber Theologiestudenten und anderen bekennenden Christen.

Bis zum Ende des kommunistischen Regimes 1989 war das Thema in Rumänien tabu, und auch danach kam die Aufarbeitung nur schleppend voran. Nun setzt die orthodoxe Kirche ein deutliches Zeichen des Gedenkens an die Opfer.

Quelle: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2021-03/rumaenien-neue-kirche-gelaende-frueher-folter-gefaegnis-pitesti.html


ER hat durch Leiden den Gehorsam gelernt

Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche: Hebr 5,7-9.

Als Christus auf Erden lebte, hat ER mit lautem Schreien und unter Tränen Gebete und Bitten vor den gebracht, der ihn aus dem Tod retten konnte, und ER ist erhört und aus seiner Angst befreit worden.

Obwohl ER der Sohn war, hat ER durch Leiden den Gehorsam gelernt.
Zur Vollendung gelangt, ist ER für alle, die ihm gehorchen, der Urheber des ewigen Heils geworden.

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Nigeria: Kath. Priester von Terroristen entführt

In Nigeria wurde ein weiterer Priester entführt. Es handelt sich um Harrison Egwuenu, Rektor des St. George’s College in Obinomba. Der katholische Geistliche wurde am 15. März in Abraka im Süden Nigerias entführt.
Laut lokalen Quellen feuerten die Entführer zunächst in die Luft, um Passanten zu erschrecken, holten den Priester aus seinem Auto und ließen das Fahrzeug am Straßenrand zurück. Ein Zeuge soll am Ort der Entführung etwa fünfzehn Kalaschnikow-Patronen gefunden haben.

Entführungen zum Zweck der Erpressung entlang von großen Verkehrsverbindungen werden ebenso wie Massenentführungen von Schülern in Nigeria immer häufiger. Unter den Opfern befinden sich auch mehrere Priester und Ordensleute, obwohl die nigerianische Bischofskonferenz kein Lösegeld zahlt.

Vor den Auswirkungen der zunehmenden Unsicherheit durch kriminelle Banden, bewaffnete Überfälle der meist muslimischen Fulani-Hirten und Aktionen der radikal-islamischen Milizen von Boko Haram warnen die Bischöfe des Landes eindringlich in einer gemeinsamen Botschaft.

Quelle: Fidesdienst