„Reformer“ biedern sich dem Zeitgeist an

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Der Augsburger Bischof Bertram Meier hat sich anläßlich des 40. Medjugorje-Jahrestags folgendermaßen geäußert: Bei der Verbreitung der Frohen Botschaft sollten wir Christen gewisse Reflexe vermeiden:

„Den vielen Herausforderungen unserer Zeit dürfen wir bei all unseren Bemühungen um Evangelisierung nicht mit Vereinfachung, Kulturpessimismus oder gar Antimodernismus begegnen, bis dahin, dass die Diskussion um innerkirchliche Reformen wie den Synodalen Weg als ‚Anbiederung an den Zeitgeist‘ gedeutet wird“. (Laut Konradsblatt 6/2021, S. 5)

BILD: Prof. Gindert leitet das „Forum Deutscher Katholiken“

Solche Stimmen mag es geben. Es muss allerdings darauf hingewiesen werden, dass auf dem Synodalen Weg durchaus „innerkirchliche“ Reformen gefordert werden, die mit dem Zeitgeist zu tun haben, z.B. Änderungen der kirchlichen Sexuallehre, Weihe von Frauen zu Priesterinnen als Ausdruck der Gleichberechtigung sowie Freistellung des Zölibats, weil solche Verpflichtungen nicht mehr zeitgemäß seien.

Sind diese Forderungen keine Anbiederung an den Zeitgeist?

Manche Gläubige verlangen – so der Bischof weiter – eine deutlich stärkere Abkehr von der Welt und eine Intensivierung von Anbetung und Lobpreis als Ausdruck einer innigen Gottesbeziehung.

Bischof Meier sieht darin die Gefahr, „dass wichtige Elemente einer lebendigen Gottesbeziehung wie die Bitte oder die Klage, die unser menschliches Leben begleiten, bei dieser Form der Frömmigkeit leicht aus dem Blick geraten“.

Das ist möglich. Die Forderung nach „Intensivierung von Anbetung und Lobpreis als Ausdruck eines innigen Gottesbezugs“ muss keine Abkehr von der Welt bedeuten. Große Reformer in der Kirche haben beides praktiziert: Intensive Anbetung und Hinwendung zu den Menschen und ihren Nöten. Viele Ordensgemeinschaften stehen dafür.

Zutreffend ist, dass es charismatische Treffen gibt, auf denen der Weltauftrag der Christen zu kurz kommt oder überhaupt nicht vorkommt. Themen wie Schutz des Lebens, Gefährdungen der Familie, Frühsexualisierung der Kinder etc. müssen für Christen Themen bleiben und zum Tun auffordern


12 Kommentare on “„Reformer“ biedern sich dem Zeitgeist an”

  1. Holger Jahndel sagt:

    John Gray: Das Scheitern des Liberalismus
    27. September 2018 Politik und Gesellschaft Kommentare deaktiviert

    https://renovatio.org/2018/09/john-gray-das-ende-des-liberalismus/

    .

    Gefällt mir

  2. killema sagt:

    Feminismus redet Frauen ein, Männer als Feinde zu sehen, ihre weiblichen Eigenschaften abzulegen und männliche Charakterzüge anzunehmen.
    Sexuelle Ungleichheit ist die Lösung, um dauerhaft lieben zu können.———————————–

    das sagt mir ganz klar, dass wir Männer unter uns bleiben sollen.

    Gefällt mir

  3. Cornelia Vogt sagt:

    Christen haben Christen ZU SEIN und keinen Auftrag ZU ERFÜLLEN oder gar zu reformieren!
    Genau darum findet die Wiederkunft unseres Herrn statt.
    Kein Mensch weiß den sogenannten Zeitgeist zu reformieren,
    Mord und Totschlag existieren weltweit aktuell.
    Und wieviele Demos finden statt!!!
    Zum Schutze von Leben???????
    Nicht allein UNGEBORENES LEBEN IST EIN LEBEN!!
    Wenn Gott jetzt schon SEIN GRÖßTES WUNDER TUN WÜRDE UND CORONA WÄRE FORT, WAS DENKEN SIE BITTESCHÖN, WIE SCHNELL ALLES WIEDER BEIM ALTEN WÄRE!!!
    Nichts gibt es auf dem Silbertablett oder gratis serviert von Gottvater.
    TUET BUßE IN SACK UND ASCHE!
    BISLANG IST JEDER DES ANDEREN FEIND!
    M I T EINANDER GEHT ES GARNICHT!
    UND SO SCHAUT GOTTVATER ZU, BIS ZU DEM PUNKT, WO E R EINGREIFEN WIRD.
    GELDER SCHWINDEN ZUSEHENDS!
    ARMEN ZU HELFEN AUS NÄCHSTENLIEBE SOLLTE SEIN UND ANONYM DIES TUN.
    WER SICH DESSEN RÜHMT,IST KEINEN PFIFFERLING WERT.
    UND MEHR UND MEHR AN UNGEHORSAM GEGENÜBER GOTTVATER.
    ALS OB ES IHN GAR NICHT GÄBE!!!
    WIE KÖNNEN MENSCHEN GOTT LOBPREISEN !
    MIT DERARTIG FALSCHEM DENKEN UND TUN….

    Gefällt mir

  4. Holger Jahndel sagt:

    Es gibt da allerdings die propagierte Gender Ideologie mit der Zwangs- und Frühsexualisierung von Kindern schon im Sexualkundeunterricht in der Schule und teilweise sogar schon in der Grundschule und im Kindergarten . Die traditionelle Familie wird durch den modernen Feminismus zerstört
    Feminismus redet Frauen ein, Männer als Feinde zu sehen, ihre weiblichen Eigenschaften abzulegen und männliche Charakterzüge anzunehmen. Im Feminismus geht es darum, den Mann zu besiegen, anstatt ihn als einen komplementären Partner zu sehen.

    Gefällt 1 Person

  5. Holger Jahndel sagt:

    Jesus schätzte das Spezifische des Charimas der Frauen
    Premium Inhalt
    Maria 2.0 und radikale Feministinnen reduzieren den Seins-Sinn von Frau großenteils ausschließlich auf einen Kampf um die Teilhabe an „Macht“.

    https://www.die-tagespost.de/gesellschaft/feuilleton/jesus-schaetzte-das-spezifische-des-charimas-der-frauen;art310,216766

    BONN 26.10.2020
    Josef Isensee: Glauben in einem freiheitlichen Staat
    Der Staatsrechtler Josef Isensee betont die Bedeutung des Christentums für freie Gesellschaften und warnt vor islambezogenen Herausforderungen.

    https://www.die-tagespost.de/gesellschaft/literatur/josef-isensee-glauben-in-einem-freiheitlichen-staat;art4882,212987

    Gefällt mir

  6. Holger Jahndel sagt:

    Es gibt da allerdings schon die propagierte Gender Ideologie des Gender Mainstreaming mit der Zwangs- und Frühsexualisierung von Kindern schon im Sexualkundeunterricht in der Schule und teilweise sogar schon in der Grundschule und im Kindergarten bis hin zur Pädophilie und Pornographie.
    Die traditionelle Familie wird durch den modernen Feminismus zerstört

    Feminismus redet Frauen ein, Männer als Feinde zu sehen, ihre weiblichen Eigenschaften abzulegen und männliche Charakterzüge anzunehmen.
    Sexuelle Ungleichheit ist die Lösung, um dauerhaft lieben zu können

    https://www.epochtimes.de/wissen/gesellschaft/sexuelle-ungleichheit-ist-die-loesung-um-dauerhaft-lieben-zu-koennen-a2968451.html

    Gefällt mir

  7. Holger Jahndel sagt:

    Studie zur Homosexualität zeigt: Ein spezielles „Homo-Gen“ gibt es nicht
    Andreas Müller

    Boston (USA) – Die bislang umfangreichste genetische Studie zur Frage, ob die sexuelle Orientierung eines Menschen genetisch beeinflusst oder gar bestimmt wird, kommt zu dem Schluss, dass es so etwas wie das oft zitierte spezielle „Homo-Gen“ nicht gibt. Wie die Mediziner und Genetiker Andrea Ganna vom Massachusetts General Hospital aktuell im Fachjournal „Science“ (DOI: 10.1126/science.aat7693)…

    Weiterlesen… →

    https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/studie-zur-homosexualitaet-zeigt-ein-spezielles-homo-gen-gibt-es-nicht20190830/

    Gefällt mir


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s