Zunehmendes Schisma in der kath. Kirche?

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Der Kirchenhistoriker Kardinal Walter Brandmüller stellt auf „Kath.net“ fest:

“Das Schisma in Deutschland hat schon begonnen… man kann von einem Schisma sprechen, wenn ein Prozess im Gange ist, der zur Loslösung von der hierarchischen Gemeinschaft, vom Papst führt…Man muss aufpassen, dass man nicht zwei Aspekte verwechselt, das Schisma und den Dissens auf der Ebene der Lehre, denn in diesem Fall haben wir mit Häresie zu tun. Im deutschen Fall haben wir diese beiden Aspekte“.

BILD: Unser Autor Prof. Gindert leitet den Dachverband „Forum Deutscher Katholiken“ und die Monatszeitschrift FELS

Dafür drei Beispiele:

„Frauen sollen predigen dürfen“ lautet eine Artikelüberschrift der Kirchenzeitung für das Bistum Eichstätt, Nr. 15 vom 11. April 2021, S. 10. Im Text heißt es u.a.

Das Bistum Osnabrück will Frauen und nichtgeweihte Männer häufiger in Gottesdiensten predigen lassen. Es bietet deshalb erstmals Predigtwerkstätten an, die allen Interessierten offenstehen… damit sollen sie sich auf die Aktion ‚Wir verkünden das Wort‘ vorbereiten, bei der ehren- und hauptamtlich Engagierte dazu aufgerufen seien, in Gottesdiensten das Wort Gottes auszulegen. Im vergangenen Jahr hatte der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode… Frauen ausdrücklich zur Verkündigung aufgerufen“.

Der etwas schwammige Begriff „Gottesdienste“ sagt nicht aus, ob es sich bei diesem Aufruf auch um Eucharistiefeiern handelt.

Für diesen Fall gilt, was in der „Instruktion zu einigen Fragen über die Mitarbeit der Laien am Dienst der Priester“ vom 15. August 1997 steht, die von sechs Präfekten römischer Kongregationen und zwei Präsidenten päpstlicher Räte unterzeichnet ist. Diese Instruktion wurde von Papst Johannes Paul II. am 13. August 1997 approbiert und zur Veröffentlichung angeordnet. Darin heißt es in Artikel 3 zur Predigt:

„Die Homilie: …Daher muss die Homilie während der Eucharistiefeier dem geistlichen Amtsträger, Priester oder Diakon, vorbehalten sein. Ausgeschlossen sind Laien, auch wenn sie in irgendwelchen Gemeinschaften oder Vereinigungen Aufgaben als ‚Pastoralassistenten‘ oder Katecheten erfüllen. Es geht …um eine demjenigen vorbehaltene Aufgabe, der mit dem Weihesakrament ausgestattet wurde. Deshalb ist nicht einmal der Diözesanbischof bevollmächtigt, von der Norm des Canons zu dispensieren“…

Unter der o.a. Quelle finden wir auch den Artikel „Segnungsverbot: Kritik wird lauter“:

„Nach Absage der Glaubenskongregation an die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare haben die Vorsitzenden der fünf deutschsprachigen katholischen Frauenverbände die Glaubenskongregation der katholischen Kirche in einem offenen Brief dazu aufgerufen, das Verbot aufzuheben…

Prof. Dr. Martin Kirschners, Inhaber des Lehrstuhls für Theologie in Transformationsprozessen der Gegenwart an der katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt stellt fest, die Diskussionen um das Nein zur Segnung homosexueller Paare stehe in Zusammenhang mit der Gesamtsituation der katholischen Kirche. Deshalb sei der „Synodale Weg“ notwendig und unausweichlich. Aus Sicht Kirschners gehe es nun darum, Lebenswirklichkeiten in den Blick zu nehmen‘…

Auch der Bundesverband der Religionslehrerinnen und Religionslehrer in Gymnasien (BKRG) nahm… auf den Brief aus Rom Bezug… Sie könnten nicht hinnehmen, ‚dass eine ausgrenzende und auch theologisch nicht vertretbare Sexualmoral auf dem Rücken unserer Mitmenschen ausgetragen wird und die Glaubwürdigkeit unseres persönlichen Zeugnisses und unseres Glaubens‘ untergrabe“.

Die Lehre der katholischen Kirche zur Homosexualität findet sich im Katechismus der katholischen Kirche (KKK). Daraus seien die Sätze zitiert:

Homosexuellen „ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgendeiner Weise ungerecht zurückzusetzen“ (KKK, 2358).

Aber auch: „Gestützt auf die Heilige Schrift, die sie (Homosexualität) als schlimme Abirrung bezeichnet, hat die kirchliche Überlieferung stets erklärt, dass die homosexuellen Handlungen in sich nicht in Ordnung sind. Sie verstoßen gegen das natürliche Gesetz, denn die Weitergabe des Lebens bleibt beim Geschlechtsakt ausgeschlossen… Sie sind in keinem Fall zu billigen“ (KKK 357).

Ein drittes einschlägiges Beispiel zur Bestätigung der Aussagen von Kardinal Brandmüller findet sich unter der o.a. Quelle mit der Überschrift “Zugang zu allen Ämtern – Sr. Philippa: Frauenteilhabe muss sich ändern“.

Die Ordensschwester Philippa Rath aus der Abtei Sankt Hildegard in Rüdesheim-Eibingen fordert: „Frauen müssten Zugang zu allen kirchlichen Ämtern bekommen“. Das verlangt die Benediktinerin im „Interview der Woche“ des Radiosenders „B5 aktuell“.

Wir können annehmen, dass die Benediktinerin Rath das apostolische Schreiben von Papst Johannes Paul II. „Über die nur Männern vorbehaltene Priesterweihe“ vom 22. Mai 1994 mit dem abschließenden Satz kennt:

„Damit also jeder Zweifel bzgl. der bedeutenden Angelegenheit, die die göttliche Verfassung der Kirche selbst betrifft, beseitigt wird, erkläre ich Kraft meines Amtes, die Brüder zu stärken (vgl. Lk 22.32), dass die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden, und dass sich alle Gläubigen der Kirche endgültig an diese Entscheidung zu halten haben“.

Was ist zu tun?

In einer Zeit der Verwirrung, die sowohl durch Unkenntnis der Lehre der Kirche wie durch fehlende Bereitschaft zur Umkehr gekennzeichnet ist, kommt dem Bekennermut der Gläubigen eine besondere Bedeutung zu.

Die Befreiung, die Kraft und die Freude, die von einem authentischen Glauben ausgehen, bezeugen uns jene, die zur Kirche und zu einem persönlichen Verhältnis zu Gott gefunden haben. Ihr Beispiel haben wir vor Augen.


21 Kommentare on “Zunehmendes Schisma in der kath. Kirche?”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Zur Problematik der Homosexualität siehe auch Judith Reisman und James DeMeo aus den USA und die christliche Psychologin Christa Meves und die Epoch Times Deutschland Zeitung etwa nach dem Psychologen Wilhelm Reich

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  2. Anonymous sagt:

    Can. 751 des Codex Iuris Canonici (CIC) definiert Schisma als „die Verweigerung der Unterordnung unter den Papst oder der Gemeinschaft mit den diesem untergebenen Gliedern der Kirche“.

    Es geht also schlicht um Unterordnung.

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    • Holger Jahndel sagt:

      Nun ja, auch die alte syrische bzw. assyrische Kirche von Antiochia (die zweitälteste Gemeinde des Christentums nach der christlichen Urgemeinde in Jerusalem) in Syrien sieht sich u.a. in der apostolischen und bischöflichen Tradition und Nachfolge und Sukzession u.a. des Apostels Petrus. Sie zählt neben der Septuaginta-Bibel als Urbibel des Urchristentums und sogenannte frühe „Volksbibel“ des frühen Christentums auch noch den 1. Clemensbrief zum Bibel-Kanon des Neuen Testamentes der Bibel. Daneben auch noch die Thaddäus-Akten und die Abgar-Edessa-Brief-Tradition und die Thomas-Akten als apokryphes Sondergut. Noch der Heilige Irenaues von Lyon als Heiliger und Kirchenlehrer zählte den 1. Clemensbrief und den Hirtenbrief des Hermas zum Bibel-Kanon des Neuen Testamentes.
      Es gibt auch noch ein oder zwei andere Kirchen, die sich in der apostolischen Sukzession nach dem Apostel Petrus sehen, abgesehen von der katholischen Kirche in Rom. Und in der Tat war die alte syrische bzw. assyrische Kirche von Antiochia zeitweise die größte Kirche der Welt in ihrer Geschichte. Mit dem meisten Mitgliedern. Sie steht auch in einer Kirchenunion mit Teilen der Thomas-Christen und Thomas-Kirchen Indiens nach dem Apostel Thomas, welche auch ihr eigenes traditionelles spirituelles Dhyana(m)-Yoga bewahrt und überliefert haben. Sie steht auch in der Nachfolge des Apostels Thaddäus und hat etwa als liturgischen Schatz die Jakobus-Liturgie nach dem Apostel Jakobus bewahrt. Es gibt auch apokryphe Überlieferungen. In die katholische Kirche ging im Mittelalter übrigens auch die iro-keltische bzw. iro-schottische koptisch-pelagianische Johannes-Kirche nach dem Apostel Johannes ein, welche als Johannes-Christentumvon den Kopten aus Alexandria mitbegründet wurde.
      Auch die alte byzantinische Messe der russsisch-orthodoxen Kirche und die orthodoxen Priesterweihen sind von der katholischen Kirche anerkannt. Siehe auch die einstigen Kirchenunionen etwa mit der byzantinischen Kirche von Konstantinopel und mit der äthiopisch-koptischen Tewahedo-Kirche. Deren Messen eignen sich zum ökumenischen Gebet.

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      • Anonymous sagt:

        „… sieht sich u.a. in der apostolischen und bischöflichen Tradition und Nachfolge und Sukzession u.a. des Apostels Petrus.“

        Damit habe ich ja auch kein Problem. Ebenso wenig wie mit der persönlichen Berufung von Simon Petrus. Aber daraus allein ergibt sich kein Bischof in Rom, der das Papsttum inne hat.

        Aufschlussreich ist ja auch Ihr „u.a.“. Man beachte, was Petrus selbst über sich sagt:

        „Petrus, Apostel Jesu Christi, …“ (1. Petrusbrief 1,1)
        „Simon Petrus, Knecht und Apostel Jesu Christi, …“ (2. Petrusbrief 1,1)

        Er erwähnt keinerlei eigene Sonderstellung. Desgleichen schreibt ihm auch Paulus, der die meisten Bücher des NT verfasst hat, keine solche alleinige Sonderstellung zu. Tatsächlich ist der Einfluss von Paulus weitaus größer als der von Petrus.

        Petrus wird in der Schrift neben Jakobus und Johannes als einer der drei Säulen der Urgemeinde bezeichnet und eben nicht als der Erste unter ihnen. Es wurden unter den Aposteln auch kollegiale Entscheidungen getroffen.

        Aber das führt jetzt hier zu weit.

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      • Guten Tag,
        entscheidend ist nicht, was Petrus über sich selber oder Paulus über ihn schreibt, sondern was Christus selbst in dieser Hinsicht gesprochen und entschieden hat: „Du bist Petrus, der Fels….Dir will ich die Schlüssel des Himmelreiches geben….Was Du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein…“ – „Weide meine Lämmer, weide meine Schafe!“ – „Du aber stärke Deine Brüder!“
        Aufschlußreich ist z.B. auch, daß der Apostel Johannes, als er zum Grab Jesu eilte und schneller war als Petrus, erst auf diesen wartete und ihm den Vortritt gab. Petrus hat auch die Pfingstpredigt gehalten. Er war unter den drei „Säulen“ der Urgemeinde zweifellos der Erste.
        Freundlichen Gruß
        Felizitas Küble

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      • Holger Jahndel sagt:

        Der Apostel Petrus hat sehr wohl eine gewisse Rechtleitungsfunktion inne. Laut dem Neuen Testament der Bibel. Auch wenn Jesus Christus dem Apostel Paulus ein größeres Wissen bzw. auch Sachen anvertraute, die er dem Apostel Petrus nicht sagte.
        Jedenfalls aber ist die katholische Kirche nicht die einzige in der apostolischen Tradition und Nachfolge und Sukzession des Apostels Paulus. Zudem ging auch das iro-keltische bzw. iro-schottische Johannes-Christentum nach dem Apostel Johannes, die u.a. von den Kopten aus Alexandria mit-begründet wurde, im Mittelalter in die katholische Kirche ein.
        Und es gab auch Kirchenunionen der katholischen Kirche mit orthodoxen Kirchen, so wurde auch etwa die alte byzantinische Messe der russisch-orthodoxen-Kirche und wurden die orthodoxen Priester-Weihen von der katholischen Kirche anerkannt.
        Der Protestantismus, so lange er bibeltreu und neutestamentarisch ausgerichtet ist und das Kreuz Christi nicht verleugnet (wie etwa die Zeugen Jehovas noch heute unbiblischerweise und viele Puritaner in ihrer Frühzeit) , lässt sich auch rechtfertigen: Etwa durch die zwei Zitate zum „fremden Wundertäter“ im Neuen Testament der Bibel. Auch wenn Luther die Logos-Theologie fälschlicherweise ablehnte und verwarf und einem reinen Juden-Christentum mit seiner Gesetzes-Theologie den Vorzug gab. Und – wie die „Zeugen der Wahrheit“ Website nachwies, die Bibel auch noch fälschlich bzw. falsch zitierte. Auch hatte Zwingli zwar Philosophie studiert – aber nur ein einziges Semester Theologie.
        Und selbst Luther geriet in der Abendmahls-Frage mit Calvin und Zwingli aneinander.
        Auch hielten sich die re-mosaisierenden Calvinisten und Puritaner meist nicht an das biblische Wucher-Verbot, das taten im 19. Jahrhundert nur noch die Katholiken.
        Siehe auch Prof. Gustav Ruhland zum biblischen Wucher-Verbot und zur Theologie der „Wirtschaftspolitik des Vater-Unser“.

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      • Holger Jahndel sagt:

        Der Apostel Johannes hatte von Jesus Christus ein gewisses Wissen, welcher der Apostel Petrus nicht hatte. Der Herr teilte ihm auch Sachen mit, die er den anderen Aposteln nicht mitteilte. Und in der Tat wurde der Apostel Johannes von Jesus Christus nach jüdischem Recht mit den damals dafür gebräuchlichen jüdischen Formel bzw. den damals dafür gebräuchlichen jüdischen Worten zum Adoptiv-Sohn Marias und damit zu Jesu Christi Adoptiv-Bruder und Maria zu seiner Adoptiv-Mutter gemacht.

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      • Anonymous sagt:

        Liebe Frau Küble,

        die „Fels-Stelle“ kann auch mit guten Gründen anders interpretiert werden.. Das wurde auch schon von vielen „Kirchenvätern“ anders gesehen. Nicht ohne Grund hat sich die katholische Interpretation erst hunderte Jahre später durchgesetzt; und zwar nur in der Westkirche, zu keinem Zeitpunkt in der Ostkirche.

        Abgesehen davon ist es natürlich von großer Bedeutung, „was Petrus über sich selber oder Paulus über ihn schreibt“. Denn das REFLEKTIERT sehr zeitnah, wie beide das Wort vom „Fels“ interpretiert haben. Hätten Petrus und die anderen Apostel dieses Wort so aufgefasst, als sei er ein Papst im Sinne der römisch-katholischen Kirche, DANN hätte das selbstverständlich im Umgang der Apostel untereinander und in den Ehrenbezeichnungen in den neutestamentlichen Briefen einen eindeutigen Niederschlag gefunden. Der dritte Autor der neutestamentlichen Briefe, nämlich Johannes, erwähnt ebenfalls keinerlei Sonderstellung von Petrus oder gar ein „Papstamt“. Zumindest in der Offenbarung des Johannes hätte das eigentlich zwingend enthalten sein müssen.

        Die Tatsache, dass dem nicht so war – übrigens auch lange Zeit danach – beweist geradezu, dass ganz offensichtlich das Wort Jesu vom Fels nicht so gemeint war, wie es die römisch-katholische Kirche interpretiert hat.

        Es ist eine katholische Spezialität, nachträglich in biblische Aussagen hinein zu lesen, was man viel später darunter verstehen wollte. Auch Newman musste eingestehen, dass man dazu die Annahme einer „Development of Doctrine“ benötigt, weil er sonst die katholischen Sonderlehren hätte ablehnen müssen.

        „Development of Doctrine“ wird von der Ostkirche strtikt abgelehnt, auch wenn sie da selbst nicht immer konsequent ist. Die Versuchung ist halt schon sehr groß, damit jede liebgewonnene „Tradition“ zu rechtfertigen, auch wenn sie biblisch nicht nachweisbar ist.

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      • Guten Tag,
        ich habe einen Termin vor der Nase, daher nur kurz:
        FELS ist nicht das einzige Bibelzitat („Weide meine Lämmer/Schafe!“ – dreimal etc – ist auch ein eindeutiger Leitungsauftrag), zudem schreibt Paulus, Christus sei als Auferstandener „zuerst Petrus“ erschienen, dann den zwölf Aposteln als Gruppe, danach 500 Jüngern usw.
        Paulus hebt Petrus hier hervor – und es wird seine (theologischen) Gründe haben, warum Christus (von allen Männern) zuerst dem Petrus erschienen ist. Jedenfalls paßt dies zum Leitungsauftrag, den er Petrus erteilt hat.
        Für ein kirchengeschichtliches Seminar fehlt mir jetzt die Zeit, zudem haben wir das Thema schon mehrmals durchdiskutiert.
        Freundlichen Gruß
        Felizitas Küble

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      • Holger Jahndel sagt:

        Nun, erstens gibt es auch andere orthodoxe Ostkirchen, die sich vom Apostel Petrus in apostolischer Sukzession herleiten – etwa die alte syrische bzw. assyrische Kirche von Antiochia – welche u.a. damit begründet denselben Anspruch erhebt wie die katholische Kirche – und in ihrer Historie bzw. Kirchengeschichte zeitweise die größte und am weitesten verbreitete und Mitglieder-stärkste Kirche des Christentums war. Sie steht auch in einer Kirchenunion mit Teilen der Thomas-Christen und Thomas-Kirchen Indiens – eben u.a. aus diesem Grunde.
        Zweitens wäre da noch die Bibelstelle, in der Petrus neben Johannes und Jakobus als eine der Säulen des Glaubens beschrieben wird.
        Jakobus war der „Herrenbruder“ – und der Apostel Johannes der Jünger, der Jesus am meisten liebte und den dieser damit am meisten zurücklieben konnte.
        Weiterhin haben viele Ostkirchen einen anderen Bibel-Kanon, viele sehen die komplette Septuaginta-Bibel, welche in der Tat nachweislich die Urbibel des frühen Christentums und die „Volksbibel“ des Urchristentums war, mitsamt der gesamten darin enthaltenen „Weisheitsliteratur“, aus der auch Jesus Christus nachweislich zwei oder dreimal direkt zitiert, als das gültige Alte Testament an.
        Und der Heilige Irenaeus von Lyon zählte auch noch den 1. Clemensbrief und den Hirtenbrief des Hermas zum Bibel-Kanon des Neuen Testamentes .

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      • Holger Jahndel sagt:

        Und Moses war laut Neuem Testament auch in aller Weisheit der Ägypter kundig. Es gibt eben diese Weisheitslehren und Weisheitstraditionen der göttlichen Geheimnisse und Mysterien als Mysterien-Kulte, siehe auch Weiheitsliteratur. „Sophia“ und „Logos“ sind dort wichtige Begriffe – siehe aber auch „Mysterion“ und „Mysterion“ und „Mysterium“ als göttliche Geheimnisse beim Apostel Paulus usw. Siehe auch die mystische theologische „Sophiologie“ der russisch-orthodoxen Kirche Russlands.

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      • Holger Jahndel sagt:

        Nun, der Apostel Johannes wurde von Jesus Christus am Kreuz nach damaligen jüdischem Recht mit den damals dafür gebräuchlichen jüdischen Worten bzw. der entsprechenden jüdischen Formel zum Adoptiv-Sohn Marias gemacht. Und damit zu Jesu Christi Adoptiv-Bruder und Maria zu dessen Adoptiv-Mutter. Die iro-keltische bzw. iro-schottisches Johannes- Kirche als von den Kopten aus Alexandria begründetes Johannes-Christentum ging in die römisch-katholische Kirche ein. Mitsamt ihren Liturgien, die gerade ein Revival erleben.

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  3. Onkel Guido sagt:

    Ein Schisma besteht dann wenn der Papst es feststellt alles andere sind Differenzen

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  4. Anonymous sagt:

    Das Problem der kath. Kirche ist für mich schlicht folgendes:

    a) Es wird einseitig auf Autorität gesetzt.

    Laien dürfen nicht predigen – weil ein Papst das gesagt hat.
    Frauen dürfen nicht Priester werden – weil ein Papst das gesagt hat.

    Usw. usf.

    Damit würgt man inhaltliche Auseinandersetzung ab. Und das lassen sich immer weniger Katholiken bieten.

    Oder anders gesagt:

    Wahrheit erschließt sich aus sich selbst heraus. Darauf ist zu setzen. Und das ist der einzig sinnvolle Ansatzpunkt.

    b) Die Wahrnehmung von Aufgaben und Tätigkeiten wird auf das Priesteramt verengt. Damit werden Gaben, die Gott Laien gegeben hat, vernachlässigt und liegen brach.

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    • Guten Tag,
      wir sind uns öfter uneins – etwa hinsichtlich der Charismatik oder politischenThemen – aber diesmal gebe ich Ihnen teilweise recht. Auch ich empfinde es schon seit jeher als eine Engführung, wenn allein oder vorwiegend mit der „Auitoritätskeule“ argumentiert wird, statt klare inhaltliche Begründungen zu geben.
      Das Autoritätsargument ist nicht völlig egal, sollte aber nicht so stark im Zentrum stehen, wie es manchmal der Fall ist.
      Allerdings hat die Glaubenskongregation in ihrem „Responsum“ relativ ausführlich inhaltlich begründet, warum sie ein NEIN zur Segnung gleichgeschlechtlicher Verbindungen ausspricht – wobei sie mit Recht erwähnt:
      1, Auch andere sexuelle (Hetero!)Verbindungen außerhalb der Ehe (von Mann und Frau!) können nicht gesegnet werden.
      2. Homosexuelle Personen als Einzelmenschen können sehr wohl gesegnet werden, nicht aber ihre „Partnerschaft“, denn was Gott nicht segnet, könne auch die Kirche nicht segnen.
      Das habe ich ja selber längst in einem meiner Artikel dazu selber betont.
      Ich habe das Respondum soeben hier im CF online gestellt, damit Sie und andere Interessenten direkt dort nachlesen können.
      Freundlichen Gruß
      Felizitas Küble

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    • Holger Jahndel sagt:

      @Anonymous:

      Für Christen ist das Neue Testament der Bibel verbindlich.
      Daher kann man zwar über den Zölibat diskutieren, den der Apostel Paulus zwar empfohlen aber als Ehelosigkeit ausdrücklich nicht zwingend vorgeschrieben hat, aber nicht über Frauen als Priester. Maximal gibt es im Neuen Testament der Bibel eine Diakonin namens Phoebe.

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    • Holger Jahndel sagt:

      Die katholische Kirche ist einfach zu zentralistisch organisiert mit dem Vatikan in Rom – das machte sie schon immer anfällig für Infiltrierungen und Unterwanderung und Korrumpierung und Korruption und Profanisierung und Verweltlichung – etwa durch die ideologisch liberale und relativistische und modernistische und postmodernistische Freimaurerei.

      Geo-Magazin

      http://www.geo.de

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  5. Anonymous sagt:

    ALLE kirchliche Lehre muss sich an der Lehre Christi ausrichten. Das ist meines Wissens beim Verbot der Laienpredigt und beim Verbot der Segnung homosexueller Paare nicht der Fall.

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    • Anonymous sagt:

      Jesus hat also gelehrt, homosexuelle Paare zu segnen? Und er hat der Feststellung aus dem AT widersprochen, dass es Gott ein Greuel ist, wenn Männer Sex miteinander haben? Dann war also auch Paulus im Unrecht, als er homosexuelle Leidenschaft als ein Merkmal des Abfalls von Gott brandmarkte?

      Was für ein grober Unfug.

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