Weniger Corona-Tote als angenommen

Nachricht aus der „Süddeutschen Zeitung“:

Der Direktor der Rechtsmedizin an der Universität Rostock, Andreas Büttner, hat viel häufigere Obduktionen von mutmaßlich an Covid-19 gestorbenen Menschen gefordert.

Bisherige Studien u.a. in Rostock zeigten, dass die Zahl der tatsächlich an dem Virus Verstorbenen niedriger ist als die offiziellen Zahlen vermuten lassen, sagte Büttner der dpa-Presseagentur.

Laut der im Ärzteblatt von Mecklenburg-Vorpommern veröffentlichten Rostocker Studie wurden in den vergangenen Monaten 17 verstorbene Patienten obduziert, bei denen das Virus als todesursächlich registriert wurde…Nur bei zehn Toten konnte bislang die Virusinfektion als eindeutiger Grund des Todes festgestellt werden.

Quelle und vollständige Nachricht hier: https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/gesundheit-rostock-rechtsmediziner-fordert-mehr-obduktionen-von-covid-19-toten-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210414-99-195855!amp

WEITERE MELDUNG dazu hier: https://www.nordkurier.de/mecklenburg-vorpommern/rechtsmediziner-zweifeln-an-der-zahl-der-corona-toten-1543142804.html


Wer sich an Christi Worte und Gebote hält, in dem ist die Liebe zu Gott wahrhaft vollendet

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 1 Joh 2,1-5a.

Ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt. Wenn aber einer sündigt, haben wir einen Beistand beim Vater: Jesus Christus, den Gerechten.
ER ist die Sühne für unsere Sünden, aber nicht nur für unsere Sünden, sondern auch für die der ganzen Welt.
Wenn wir seine Gebote halten, erkennen wir, dass wir IHN erkannt haben.
Wer sagt: Ich habe IHN erkannt!, aber seine Gebote nicht hält, ist ein Lügner und die Wahrheit ist nicht in ihm.
Wer sich aber an sein Wort hält, in dem ist die Gottesliebe wahrhaft vollendet.

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Bioethik: Gentechnischer Eingriff mit CRISPR

Buchbesprechung von Dr. Bernd F. Pelz

Es gibt wenige Bücher, die man ohne Nebengedanken als Pflichtlektüre empfehlen kann. Aus meiner Sicht ist das bei dem Buch „Eingriff in die Evolution“ (1) der Molekularbiologin Jennifer Doudna (2) der Fall, die kürzlich mit dem Nobelpreis geehrt wurde.

Auf 250 Seiten beschreibt sie die von ihr gemachte, äußerst bedeutende und zukunftsträchtige Entdeckung sowie die Methode zur Veränderung des Erbgutes jeder nur denkbaren Spezies.

Vor knapp 70 Jahren wurde zum ersten Mal die Struktur des DNA-Moleküls (4) beschrieben, das eine zentrale Rolle in unserer Erbinformation spielt. Danach setzte weltweit ein wissenschaftliches Rennen ein, die gesamte in den menschlichen Chromosomen enthaltene DNA zu entschlüsseln, was im Jahr 2000 gelang (5).

Parallel dazu wurde danach geforscht, welche Teile des langen DNA-Moleküls mit welchen Eigenschaften des gesunden und kranken Organismus in Beziehung stehen. Gleichzeitig wurde an Methoden zur Veränderung des Erbgutes gearbeitet.

Jennifer Doudna und ihr Mitarbeiter und Co-Autor Samuel H. Sternberg beschreiben in gut verständlicher Sprache, wie es in den 2010-er Jahren zur Entdeckung der CRISPR-Methode kam und was man damit anfangen kann.

Wenn auch der Laie nicht alle Einzelheiten – wieso und weshalb was gemacht und wie interpretiert wurde – nachvollziehen kann, so ist es doch einfach, dem roten Faden zu folgen: mit welchen Fragestellungen sich Jennifer Doudna befasst, wie sich der Fortschritt in ihren Arbeiten zeigte und wie sehr ihre Entdeckungen und die von ihr entwickelte Methode zur Veränderung, Verbesserung und Neugestaltung des Erbgutes in den letzten 10 Jahren einen sicheren Platz in der internationalen Forschung erobert hat.

Die Verlockung, das durch Evolution entstandene Erbgut von Mikroorganismen, Pflanzen, Tieren und Menschen weiter zu verstehen und zu verbessern, hat ein weltweites Echo gefunden (siehe z.B. (6).

Doudna selbst ist sich der Tragweite ihrer Entdeckung voll bewusst. Ein paar Zitate mögen das erhellen:

Mit CRISPR-Cas9 (kurz CRISPR), dem neuesten und – so kann man mit Fug und Recht behaupten – wirksamsten Werkzeug der Gentechnik, lässt sich der gesamte DNA-Gehalt eines Organismus mit all seinen Genen nahezu ebenso einfach abändern wie ein einfacher Text.

Praktisch über Nacht stehen wir an der Schwelle eines neuen Zeitalters von Gentechnik und biologischer Herrschaft – einer revolutionären Ära, in der die Möglichkeiten nur noch durch die Grenzen unserer kollektiven Fantasie eingeschränkt werden.

Zahlreiche Beispiele für die bereits realisierten und denkbaren Möglichkeiten finden sich im Text.

In dem Kapitel mit der Überschrift Wie geht es weiter?, beschreibt Doudna den Stand der internationalen Diskussion darüber, ob Menschen die Kontrolle über ihre eigene Evolution übernehmen sollten oder nicht. – Ein höchst spannendes Kapitel.

Daraus: „ … trotz solcher Bestrebungen (Gipfeltreffen 2015 in Washington) werden wir wahrscheinlich nicht erleben, dass es zu einer übereinstimmenden internationalen Antwort auf die von CRISPR aufgeworfenen Herausforderungen kommt. Die verschiedenen Gesellschaften werden an das Thema des Redigierens der Keimbahn zwangsläufig jeweils mit ihren eigenen Sichtweisen, ihrer eigenen Geschichte und ihren kulturellen Werten herangehen.“

So wie es aussieht, wird die Menschheit in ein neues Kapitel von Versuch und Irrtum gehen. Ich lege dieses Buch ausdrücklich allen ans Herz, die sich mit Fragen der Zukunft beschäftigen wollen oder müssen.

Anmerkungen/Quellen:

  1. Doudna, Jennifer A., Sternberg, Samuel H. (2018): Eingriff in die Evolution. Die Macht der CRISPR-Technologie und die Frage, wie wir sie nutzen wollen. ISBN 978-3-662-57444-7 und ISBN-978-3-662-57445-4 (e-book)
  2. https://de.wikipedia.org/wiki/Jennifer_A._Doudna
  3. http://www.crisprtx.com/
  4. https://www.livescience.com/37247-dna.html
  5. https://www.genome.gov/10001457/2000-release-working-draft-of-human-genome-sequence
  6. https://www.smithsonianmag.com/smart-news/experiments-find-gene-key-human-brains-large-size-180977357/?utm_source=smithsoniandaily&utm_medium=email&utm_campaign=20210329-daily-responsive&spMailingID=44709202&spUserID=NjUzNjU1ODAyMjczS0&spJobID=1962510874&spReportId=MTk2MjUxMDg3NAS2

WEITERE INFOs zum Thema CRISPR:

Artikel von Dr. med. Edith Breburda hier: https://charismatismus.wordpress.com/2019/03/15/die-folgen-genetischer-veraenderungen-im-erbgut-von-tieren-durch-crispr-etc/

Und vor allem in Ihrem 2019 erschienenen bioethischen Buch GENTOPIA: https://charismatismus.wordpress.com/2019/08/29/unser-boethischer-buch-tip-gentopia-das-gelobte-land-von-dr-e-breburda/


Orden spendet 100-j. Eichen für Notre-Dame

Der Trappistenorden La Trappe, spendet zwei hundertjährige Eichen aus seinen Wäldern für den Wiederaufbau der Pariser Kathedrale Notre-Dame.

Bereits im Mittelalter seien Mönche sehr aktiv am Bau von Kathedralen beteiligt gewesen, erinnert der Ordensmann. Es sei schön, dass die mönchische Tradition auf diese Weise auch im religiösen Erbe Notre-Dame fortdauern könne.

Die Trappisten sind „Zisterzienser der Strengeren Observanz“ (Ordensregelbeobachtung). Seit 1892 bilden sie einen eigenständigen Orden neben den Zisterziensern; ihre Anfänge im französischen La Trappe liegen aber bereits im 17. Jahrhundert.

Vor genau zwei Jahren hatte ein Großbrand Dachstuhl und Vierungsturm sowie weitere Teile der weltbekannten Pariser Kathedrale zerstört. Sie ist seither für sämtlichen Besucherverkehr geschlossen.

Quelle und vollständige Nachricht hier: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2021-04/frankreich-trappisten-spende-eichen-wiederaufbau-notre-dame.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Bayern: Neue Universität in Nürnberg mit Englisch als Unterrichtssprache

Rund 1,2 Milliarden Euro sind für die zehnte staatliche bayerische Universität im Investitionsbudget festgehalten. Doch Söders Leuchtturmprojekt – die Technische Universität Nürnberg (TUN) – zieht auch Kritik auf sich...

Zwischen 200 und 240 Professoren sollen einmal mit 1800 bis 2000 Mitarbeitern die TUN-Flagge in Bayern, Deutschland und im Ausland hochhalten. Mit 5000 bis 6000 Studierenden ergibt sich ein für heutige Verhältnisse traumhaftes Betreuungsverhältnis von einer/einem Professor/in zu 25 Studierenden.

Der noch zu bauende Campus im Süden Nürnbergs soll einen internationalen Lehrkörper beheimaten: Ein Drittel der Professoren soll aus dem Ausland kommen; im Bundesdurchschnitt sind es 6 %. Unter den Studierenden ist ein Ausländeranteil von 40 %vorgesehen statt der sonst in Deutschland üblichen 10 %. Die Unterrichtssprache ist Englisch.

Quelle und vollständiger Text hier: https://www.faz.net/aktuell/karriere-hochschule/hoersaal/neue-uni-in-nuernberg-exzellenz-auf-fraenkisch-17108104.html


Vatikan lädt Schimpansenforscherin Jane Goodall zu Webinar über Artenvielfalt

Von Felizitas Küble

Die weltbekannte Schimpansenforscherin Jane Goodall spricht am kommenden Dienstag (20.4.) um 12 Uhr als Gast bei einem Vatikan-Webinar über globale Biodiversität (weltweite Artenvielfalt), wie Vatikan-News berichtet. Die Britin, die seit Jahrzehnten in Afrika stationiert ist, wirkt auch als UNO-Friedensbotschafterin.

Die Veranstaltung im Rahmen des Laudato-Si-Jahres wird vom Dikasterium für die Ganzheitliche Entwicklung des Menschen und der vatikanischen COVID-19-Kommission ausgerichtet und auf Youtube veröffentlicht.

Soweit die Meldung von Vatikan-News.

In der Philosophie-Reihe „Sternstunde“ im Schweizer Fernsehen wurde Godall im Dezember 2007 interviewt, damals war sie 72 Jahre alt. Goodall gilt als Pionierin der Tierforschung vor allem bei Primaten, sie hat sich auf Schimpansen konzentriert und erforscht ihr Verhalten.

Sie zog einst von London nach Kenia, um Schimpansen nicht nur im Zoo, sondern direkt in ihrem natürlichen Lebensumfeld zu beobachten.

In der Sendung sagte sie, diese Affen, die bis zu 60 Jahre alt werden, seien sehr „konservativ“, sie würden nicht schnell vertrauen, sondern lange zuwarten. Schimpansen pflegen soziale Kontakte ohne Sprache = nonverbale Kommunikation. Es gäbe bei ihnen enge Band zwischen Mutter und Kind.

Sie kam auf China und die dortige Umweltverschmutzung zu sprechen und sagte, durch die kommunistische „Kulturrevolution“ dort sei das Verhältnis Mensch – Tier – Natur zerstört worden.

Die Artenvielfalt der Tiere würde durch die neuere Wissenschaft dadurch geschützt, dass man die Ökosysteme untersucht. Viele Regierungen – auch in Europa – seien aber leider abhängig von der Macht der großen Konzerne.

Sie habe zwei Bücher mit dem Wort „Hoffnung“ geschrieben und sei trotz aller Probleme zuversichtlich, denn sie vertraue auf den menschlichen Erfindungsreichtum, auf Herz und Hirn mit Empathie, auf den „unbezähmbaren menschlichen Geist“.

Nicht der Globalismus sei die Lösung der Zukunft, sondern das Zurückkehren zu kleineren Einheiten, die Zusammenarbeit in Netzwerken sowie Gemeinschaften auf lokaler oder regionaler Ebene.

 


Sachverständigen-Anhörung im Bundestag: Vielfache Kritik am Infektionsschutzgesetz

Zu dem jüngsten Gesetzentwurf zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes (IfSG), der weitere Grundrechtseinschränkungen vorsieht und bereits in der kommenden Woche verabschiedet werden soll, fand am Freitag, dem 16. 4.2021, eine Öffentliche Anhörung im Bundestag statt, zu der zahlreiche Sachverständige eingeladen waren, um von den Mitgliedern des Gesundheitsausschusses befragt zu werden.

Dazu erklärt Detlev Spangenberg, gesundheitspolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion:

„Der Gesetzentwurf stand gerade unter den Rechtsfachleuten unter deutlicher Kritik. Die Stützung von Grundrechtsbeschneidungen lediglich auf Inzidenzwerte in Landkreisen hält einer wissenschaftlichen Begründung nicht stand.

Den Bundesländern die Befugnisse zu entziehen, nach eigenem Ermessen Maßnahmen zu ergreifen und durchzusetzen, hat durch die geplante Bundesgesetzgebung die Wirkung, dass den Oberverwaltungsgerichten die Zuständigkeit entzogen würde.

Damit ist lediglich das Bundesverfassungsgericht zuständig, um über Verfassungsbeschwerden zu entscheiden. Andere Rechtswege und Abwehrmittel seien den Bürgern damit genommen, was die Bundesregierung offenbar beabsichtige, lautete die Erklärung eines Sachverständigen.

Wenn es kein Problem wäre, derartige Rechtsstreitigkeiten beim Bundesverfassungsgericht abzuladen, erklärte ein Sachverständiger, würde die Notwendigkeit von Verwaltungsgerichten grundsätzlich in Frage gestellt.

Außerdem sei das gesamte Gesetz zu befristen und die siebentägige Widerspruchsfrist des Bundestages nicht akzeptabel und fragwürdig. Abendliche und nächtliche Ausgehverbote und andere erhebliche Grundrechtseinschränkungen, wie im Gesetzentwurf vorgesehen, seien bisher einzigartig in der Bundesrepublik und mit Verfassungsgrundsätzen so nicht vereinbar. Ein Rechtssachverständiger spricht im Zusammenhang mit diesem Gesetzentwurf von einem verfassungsmäßigen Risiko. 

Auch die Praxistauglichkeit und Sinnhaftigkeit ist anzuzweifeln, da Ausgangsverbote die Menschen in ihre Wohnungen zwingen, statt sich an der frischen Luft aufhalten zu können.

Infektionen finden aber vorwiegend in Innenräumen statt, bestätigt auch die Gesellschaft für Aerosolforschung. Zudem muss bei einer Ausgangssperre die Polizei jeden Menschen, der sich in der fraglichen Zeit draußen aufhält, kontrollieren und prüfen, ob einer der Ausnahmetatbestände zutrifft.

Insgesamt sieht sich die AfD-Faktion durch die Ausführungen der Sachverständigen in ihrer Haltung bestätigt, was die fehlende Zweckmäßigkeit und die rechtlich fragwürdige Ausführung des Gesetzentwurfes betrifft.“