Vatikan lädt Schimpansenforscherin Jane Goodall zu Webinar über Artenvielfalt

Von Felizitas Küble

Die weltbekannte Schimpansenforscherin Jane Goodall spricht am kommenden Dienstag (20.4.) um 12 Uhr als Gast bei einem Vatikan-Webinar über globale Biodiversität (weltweite Artenvielfalt), wie Vatikan-News berichtet. Die Britin, die seit Jahrzehnten in Afrika stationiert ist, wirkt auch als UNO-Friedensbotschafterin.

Die Veranstaltung im Rahmen des Laudato-Si-Jahres wird vom Dikasterium für die Ganzheitliche Entwicklung des Menschen und der vatikanischen COVID-19-Kommission ausgerichtet und auf Youtube veröffentlicht.

Soweit die Meldung von Vatikan-News.

In der Philosophie-Reihe „Sternstunde“ im Schweizer Fernsehen wurde Godall im Dezember 2007 interviewt, damals war sie 72 Jahre alt. Goodall gilt als Pionierin der Tierforschung vor allem bei Primaten, sie hat sich auf Schimpansen konzentriert und erforscht ihr Verhalten.

Sie zog einst von London nach Kenia, um Schimpansen nicht nur im Zoo, sondern direkt in ihrem natürlichen Lebensumfeld zu beobachten.

In der Sendung sagte sie, diese Affen, die bis zu 60 Jahre alt werden, seien sehr „konservativ“, sie würden nicht schnell vertrauen, sondern lange zuwarten. Schimpansen pflegen soziale Kontakte ohne Sprache = nonverbale Kommunikation. Es gäbe bei ihnen enge Band zwischen Mutter und Kind.

Sie kam auf China und die dortige Umweltverschmutzung zu sprechen und sagte, durch die kommunistische „Kulturrevolution“ dort sei das Verhältnis Mensch – Tier – Natur zerstört worden.

Die Artenvielfalt der Tiere würde durch die neuere Wissenschaft dadurch geschützt, dass man die Ökosysteme untersucht. Viele Regierungen – auch in Europa – seien aber leider abhängig von der Macht der großen Konzerne.

Sie habe zwei Bücher mit dem Wort „Hoffnung“ geschrieben und sei trotz aller Probleme zuversichtlich, denn sie vertraue auf den menschlichen Erfindungsreichtum, auf Herz und Hirn mit Empathie, auf den „unbezähmbaren menschlichen Geist“.

Nicht der Globalismus sei die Lösung der Zukunft, sondern das Zurückkehren zu kleineren Einheiten, die Zusammenarbeit in Netzwerken sowie Gemeinschaften auf lokaler oder regionaler Ebene.

 


11 Kommentare on “Vatikan lädt Schimpansenforscherin Jane Goodall zu Webinar über Artenvielfalt”

  1. Holger Jahndel sagt:

    scobel: Die Kraft des Guten
    Die lange vorherrschende Theorie vom egoistischen Gen als treibender Kraft der Evolution ist nur die halbe Wahrheit. Gert Scobel und seine Gäste diskutieren über effektiven Altruismus und darüber, warum uneigennützige Fürsorge nicht nur die Empfänger glücklich macht.

    http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=63711

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  2. Holger Jahndel sagt:

    Computer beweist die Existenz Gottes
    26.08.2013 Artikel: Telepolis
    Neue Perspektiven für eine Computer-assistierte Metaphysik: Wissenschaftler aus Berlin und Wien haben Kurt Gödels berühmten Gottesbeweis mit einem Computerprogramm bestätigt

    https://www.heise.de/tp/features/Computer-beweist-die-Existenz-Gottes-3503718.html

    PHILOSOPHIE

    Ein Gottesaufweis aus der Grammatik

    https://philosophia-perennis.com/2017/08/13/ein-gottesaufweis-aus-der-grammatik/

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    • Anonymous sagt:

      Sie verlinken hier einen Artikel aus dem Jahr 2013. Die Sache wurde auch im Spiegel veröffentlicht:

      https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/formel-von-kurt-goedel-mathematiker-bestaetigen-gottesbeweis-a-920455.html

      Ein Problem hat der Spiegel am Ende schon benannt:

      „Das erklärt auch, warum der Gottesbeweis aus der Maschine die Welt kein bisschen frömmer macht. Er hilft niemanden, Gott zu sehen.“

      Aus christlicher Sicht geht es um Beziehung und nicht um Mathematik. Denn Gott ist kein Ding, das sich beschreiben liesse wie z.B. ein Stück Seife.

      Jesus sagt, dass „ewiges Leben“ gleichbedeutend ist damit, den Vater und ihn zu erkennen. Der für „erkennen“ benutzte Begriff wird auch verwendet für die geschlechtliche Vereinigung von Mann und Frau. Es geht also nicht um eine theoretische, abstrakte, formale und rein intellektuelle Erkenntnis, sondern um eine persönliche Begegnung, ja Einheit.

      Das alles hat aber mit Gödels Gottesbeweis nichts zu tun.

      Daran zu glauben, dass „Gott“ ist, macht niemanden zum Christen und hat keine erlösende Kraft. Dies abgesehen davon, dass der INHALT dessen, was denn Gott ausmacht, sich nur in einer persönlichen Begegnung mit ihm erschließt und Gödels Definitrion von Gott fast nichts zu tun hat.

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      • Holger Jahndel sagt:

        Dennoch ist es wichtig, dass der Glaube mit der Vernunft vereinbar ist. Und man rational betrachtet glauben kann. Ansonsten kommen einem nämlich ständig die Atheisten mit ihren Pseudo-wissenschaftlichen Gegen-Argumenten.
        Und zudem ist es wichtig, auch die Logos-Theologie der Bibel und die Verschwisterung der christlichen Theologie mit der griechischen Philosophie zu kennen – ansonsten kommen einem nämlich die sogenannten „Zeugen Jehovas“, die (wie auch die Puritaner in ihrer Frühzeit teilweise) das Kreuz als christliches Glaubenssymbol und angeblich heidnisch ablehnen und manche Gruppen sogar den Sonntag, sind also entgegen des Neuen Testamentes unter den alten Sabbat zurückgefallen, und teilweise sogar gegen Weihnachten als angeblich heidnisch usw.
        Diese Leute halten sich alle für schriftgetreu, sind es aber in Wirklichkeit gar nicht. So wurde auch die katholische Kirche protestantisiert und modernistisch und liberalistisch und relativistisch zersetzt.

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    • Anonymous sagt:

      Herr Jahndel,

      es ist zwar im Ergebnis vernünftig, zu glauben = zu vertrauen. Aber die einzelnen Glaubensschritte können völlig „unvernünftig“ erscheinen. So war es zwar vom Ergebnis her vernünftig von Noah, die Arche zu bauen. Aus menschlicher Sicht aber war es während dem Bau lange Zeit komplett unsinnig ein Schiff weit weg von einem Gewässer im Trockenen zu bauen. Denn normalerweise würde es dort nie in See stechen können.

      Es kommt also ganz darauf an, woran man die „Vernunft“ festmacht.

      Denn gerade im Glauben sind wir doch zu Entscheidungen aufgerufen, die nach dem angeblichen „gesunden Menschenverstand“ töricht erscheinen. Paulus weist uns mehrfach darauf hin.

      Das Leiden und Sterben Jesu Christi am Kreuz ist das Beispiel schlechthin:

      Da lässt sich ein Mann widerstandslos festnehmen, fügt sogar wundersam einem feindlichen Soldaten wieder das Ohr an, welches der eigene Jünger in Nothilfe mit dem Schwert abgeschlagen hatte. Der gleiche Mann läßt sich widerstandslos foltern und an ein Kreuz nageln bis er dort in grauenhafter Weise verstirbt.

      Hand aufs Herz: Was ist daran vernünftig?

      Klar, im Nachinein, im Licht der Auferstehung Jesu sieht das anders aus; aber auch die Emmausjünger benötigten eine exklusive Lehrstunde des Meisters persönlich darüber, warum er leiden musste, um seine Herrschaft anzutreten. Dennoch bleibt es dabei:

      Auch einen Boxer, der sich widerstandslos von seinem Gegner windelweich prügeln liesse bis er ins Koma fiele und stürbe, würden wir zu Recht nach „vernünftigen“ Maßstäben a priori nicht als Sieger des Boxkampfs betrachten.

      Oder was genau ist vernünftig an der Aufforderung, die andere Backe hinzuhalten, wenn man geschlagen wurde, widerspruchslos das letzte Hemd dem zu geben, der es haben will und dem Gutes zu tun, der mich verfolgt? Oder sich zu freuen und zu jubeln, wenn man um Jesu und des Evangeliums willen verfolgt wird?

      Die Liste dieser „unvernünftigen“ Aufforderungen Jesu liesse sich fast beliebig erweitern.

      Wie gesagt; im Nachinein bzw. aus göttlicher Sicht ist das alles sehr vernünftig. Nur denken die meisten Menschen, die etwas über die Vereinbarkeit von „Vernunft und Glaube“ hören, jetzt nicht unbedingt an diese höhere Vernunft.

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  3. Holger Jahndel sagt:

    Übrigens ist es auch nachweisbar, dass der Mensch im Gegensatz zum Tier eine neuronale Zwischenebene zwischen dem im Unterbewusstsein durch Trieb und Erfahrung und Instinkt und Erinnerung angelegten vorprogrammierten Handlungs-Impuls hat, und sich seinen ersten Handlungs-Impuls – den er unterbrechen und sich bewusst machen kann – auch neu überdenken und dann weiter bewusst ausführen oder auch eben abbrechen und neu anders entscheiden kann. Das ist durchaus neurologisch nachweisbar. Bewusstwerdung ist hier das Stichwort und der Schlüssel und die Lösung. Siehe auch Prof. Bernd Senf aus Berlin nach dem Psychologen Wilhelm Reich

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  4. Anonymous sagt:

    Der „Konservative“ stammt also vom Affen ab? :-)))
    Aber das Webinar ist bestimmt hoch interessant.

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