Deutschlands demographisches Problem: eine verdrängte Wahrheit holt uns ein

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Die babylonischen Türme, die den irdischen Himmel markieren, verflüchtigen sich wie die Fata Morgana. Sie stehen auf dem schwachen Fundament der menschlichen Selbstbestimmung.

Marxismus und Nationalsozialismus haben abgedankt. Jetzt ist die Ideologie eines unbeschränkten wirtschaftlichen Fortschritts an der Reihe.

Das „Hosianna“ und „Kreuzige ihn“ unterschlagen das eigentliche Problem dieser Ideologien, nämlich die unbegrenzte Autonomie, die weder mit Gott noch mit seinem Widersacher rechnet.

BILD: Prof. Gindert leitet den Dachverband „Forum Deutscher Katholiken“

Die Augsburger Allgemeine Zeitung (AZ) vom 22.4.2021 bringt einen Artikel mit der Überschrift „Bald bis 69 arbeiten?“

Die Alarmglocken läuten: Namhafte Wirtschaftsinstitute wie das IFO-Institut München und das Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin weisen in ihrer neuen Gemeinschaftsdiagnose für die Bundesregierung auf ein fundamentales Problem der Wirtschaft hin: Fehlende Arbeitskräfte, insbesondere Facharbeiter.

Denn ein Großteil der Babyboomer, d.h. der geburtenstarken Jahrgänge zwischen Mitte der 50er und Mitte der 60er Jahre geht in Rente. Das sind 13 Mio. Arbeitnehmer. Die Wirtschaftsforscher sagen: „Deutschland steht in den kommenden Jahren ein folgenreicher demographischer Wandel bevor“.

Was jetzt noch mit „demographisches Problem“ und „Wandel der Altersstruktur“ weich umschrieben wird, könnte auch so konkret bezeichnet werden: Wir haben zu wenig Kinder und das kontinuierlich seit 1967, d.h. seit über 50 Jahren.

Niemand kann sagen, das Problem sei plötzlich aufgetaucht. Jene aber, die auf diese Entwicklung hinwiesen, wurden totgeschwiegen oder wie Timo Sarrazin („Deutschland schafft sich ab“) aus der Partei herausgemobbt. Franz-Josef Strauß hat einmal geäußert: „Zahlen kann man nicht anschreien“. Sie ändern sich dadurch nicht.

Das Problem der fehlenden Kinder anzusprechen, war selbst für Wissenschaftler nicht ungefährlich. Prof. Dr. Karl Michael Ortmann hielt 2012 einen Vortrag in Berlin mit dem Titel „Der demografische Wandel – Schicksal oder Entscheidung?“- Er sagte mehrmals: „Ich werte nicht, ich stelle nur dar“.

Einige Erkenntnisse aus dem Vortrag von Ortmann lauten:

„Es ist weithin bekannt, dass sich die demographische Struktur in Deutschland verändert. Eine alternde Bevölkerung belastet im Umlageverfahren des deutschen Sozialversicherungssystems die Solidargemeinschaft im Verlauf der Zeit immer stärker. Die Bevölkerungsalterung stellt einen nicht unwesentlichen Kostensteigerungsfaktor für altersbedingte und gesundheitliche Versorgungsleistungen des deutschen Staates dar.

Durch ausbleibende Geburten gab es in Deutschland immer weniger jüngere und immer mehr ältere Menschen. Die Fertilitätsrate fiel auf etwa 1,4 Kinder pro Frau im Verlauf ihres Lebens und stagniert seit einiger Zeit auf diesem Niveau.

Tatsächlich gab es einen doppelten Alterungseffekt der Bevölkerung zu beachten. Betrug die Lebenserwartung in Westdeutschland für Männer noch 66,5 Jahre, so war sie im Jahr 2010 auf 77,9 Jahre gestiegen… Man spricht in diesem Zusammenhang von der sogenannten demographischen Zeitbombe, die nicht nur die Rentenversicherung, sondern auch die Krankenversicherung betrifft.

Ende 1960 fielen auf 1000 Erwerbsfähige 176 Rentner. Ende 1990 waren es schon 241 Rentner, Anfang 2011 kamen auf 1000 Erwerbsfähige 346 Rentner.

Die schrumpfende Zahl der Jüngeren ist wesentlich bedeutender für die demografische Alterung als die steigende Lebenserwartung. Die durch Geburtenrückgang nicht geborenen Kinder fehlen künftig als potentielle Eltern. Deshalb wird auch die absolute Anzahl der Geburten weiter abnehmen.

Um den Altersquotienten auf das Niveau von 2010 zu drücken, müsste – unter Berücksichtigung der beschlossenen Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre bis 2028 – das Rentenniveau in etwa halbiert werden, oder aber die Anzahl der Bezugsberechtigten auf die Hälfte reduziert werden“.

Jürgen Liminski zeigt mit seinem Artikel „Ungarn setzt sich ab“ (Tagespost v. 8.11.2018), dass auch heute Mentalitätsänderungen möglich sind. Das ungarische Beispiel, das er anführt, ist daher ermutigend und sollte verbreitet werden. Die ungarische Orban-Regierung ist seit 2010 im Amt. Die Resultate ihrer Familienpolitik sind hier kurz zusammengefasst:

  • Die Geburtenrate stieg von 1,20 auf 1,50.
  • Die Zahl der Abtreibungen nahm um ein Drittel ab, in Zahlen von 40.449 auf 28.500.
  • Die Scheidungsrate ging um ein knappes Viertel zurück, nämlich von 23.873 auf 18.600.
  • Die Zahl der Eheschließungen stieg um 42%.

Diese Erfolge wurden u. a. durch materielle Hilfen für Familien mit Kindern erreicht, z.B. u.a. durch Kreditsubventionen und Steuervorteile.

Wenn laut erwähntem AZ-Artikel auch die „Mittelstands- und Wirtschaftsunion“ (MIT) der CDU/CSU das Problem sieht, ist zu fragen, da diese Parteien über viele Jahre seit 1949 die Regierung stellten, warum sie nicht durch eine ideenreiche Politik für die Mehrkinderfamilie ausreichend Sorge betrieben haben?

Was wird nun von den Führungseliten unserer Gesellschaft zur Problemlösung vorgeschlagen? Sie sind eher „quantitativer Natur“. Da ist die Verlängerung des gesetzlichen Eintrittsalter auf 69 Jahre. Unionspolitiker wollen das gesetzliche Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung koppeln. „Die Einführung der abschlagsfreien Rente war ein Fehler“.

Zur Verlängerung der Arbeitszeit auf 69 Jahre meint die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele: „Das wird es mit dem VdK nicht geben“. Der Deutsche Gewerkschaftsbund äußert: „Diese falsche Forderung ignoriert die Lebensrealität und die tatsächlichen Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt: Rund 5 Mio. Menschen weist die Arbeitsagentur als unterbeschäftigt aus… Jeder dieser 5 Mio. ist von Armut und unzureichenden Renten bedroht“ (Anja Piel, DGB).

Um das demografische Problem abzumildern, wird auch vorgeschlagen, jährlich 400.000 Zuwanderer in unser Land zu lassen. Das halten die Wirtschaftsinstitute für „unwahrscheinlich“. Es hätte zudem die sozialpolitische Nebenwirkung, dass die geringfügig Beschäftigten zusätzlich Konkurrenz bekämen.

Als 2015 eine Massenzuwanderung von rund 1 Mio. Migranten nach Deutschland erfolgte, begrüßten das Wirtschaftsvertreter zunächst mit dem Hinweis auf dringend benötigte Arbeitskräften. Zwar hat rund die Hälfte der Flüchtlinge eine Beschäftigung gefunden, aber nicht dort, wo Deutschland ein echtes Problem hat: bei den Facharbeitern. Das ist die andere Seite von Merkels „Wir schaffen das“.

Wegen mangelnder Sprachkenntnisse und fehlender Ausbildung gehen rund 40% derer, die überhaupt einen Job fanden, dorthin, wo nur eine geringe Qualifikation verlangt wird. Sie sind in Wirtschaftskrisen langfristig auf Sozialleistungen angewiesen.

Die Betriebsausgaben (ohne Länder und Kommunen) für Migranten stiegen von 2015 bis 2020 auf 80 Milliarden Euro. Die gesetzliche Rente wird schon heute mit über 100 Milliarden aus Bundesmitteln bezuschusst. Durch die historische Neuverschuldung aufgrund der Corona Pandemie kommen über 200 Milliarden Euro hinzu.

Es gibt eine Teillösung des demografischen Problems, die weder im Artikel der AZ noch in den anderen Analysen angesprochen wird. Es ist die verdrängte Wahrheit der fehlenden Kinder durch Abtreibung!

Jährlich werden in Deutschland nach der offiziellen Statistik rund 100.000 Kinder abgetrieben. Fachleute schätzen die Gesamtzahl wesentlich höher ein. Es sind Menschen, die getötet werden. Es geht nicht in erster Linie um Fachleute, Ingenieure, Wissenschaftler, Handlanger etc., die auch in dieser Zahl stecken.

Das eigentliche Problem ist vielmehr die selbstherrliche Sicht, der Mensch könne über Leben und Tod bestimmen, die sich dahinter verbirgt. Da auch wirtschaftliche Nöte hinter einer Abtreibung stecken können, aber die Tötung ungeborener Kinder nie zu rechtfertigen ist, sollte die Gesamtgesellschaft sich verpflichtet sehen, klar zu machen, dass Abtreibung aus wirtschaftlichen Gründen keine Lösung ist.

Unser Autor Prof. Dr. Hubert Gindert leitet das „Forum Deutscher Katholiken“ und die Monatszeitschrift DER FELS


Coronakrise: Wir essen mehr Salat u. Gemüse

Viele Deutsche sind seit gut einem Jahr stärker auf eine gesunde Ernährung bedacht. Das geht aus einer aktuellen YouGov-Studie hervor.

Fast ein Viertel der Befragten essen mehr Obst und Gemüse essen als vorher – offenbar mit der Absicht, Gesundheit und Immunsystem zu stärken.

14 Prozent sagen allerdings, dass sie jetzt mehr Junkfood (Fastfood, minderwertiges Essen) zu sich nehmen. Demgegenüber stehen 17 Prozent, die ihren diesbezüglichen Konsum reduziert haben.

In anderen Ländern ist die Junkfood-Bilanz deutlich schlechter. In England und den USA gibt jeweils fast ein Drittel der Studien-Teilnehmer an, jetzt mehr Süßwaren, Bonbons und Fastfood zu essen.

Quelle (Grafik/Infos): https://de.statista.com/infografik/24732/veraenderung-des-lebensmittel-konsums-waehrend-der-covid-19-pandemie/


Zur Sterblichkeit von COVID-19 bei Kindern

Stellungnahme der Dt. Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI) und der Dt. Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH):

Die aktuelle Diskussion in Deutschland um die weitere Entwicklung der Pandemie betrifft auch Kinder und Jugendliche: Verschiedene Experten fordern die Schließung von Schulen und KiTas, und die Bundesregierung sowie einige Landesregierungen haben solche Maßnahmen angekündigt oder bereits umgesetzt.

Die Nachrichten erwecken den Eindruck, als würden Kinder und Jugendliche zu den besonders gefährdeten Teilen der Bevölkerung im Rahmen der SARS-CoV-2 Pandemie gehören. Dies geht mit großen Sorgen und Ängsten von Eltern, zum Teil aber auch von Kindern und Jugendlichen selbst einher.

Insofern halten wir es für geboten, die verfügbaren Fakten zu Hospitalisierung und Sterblichkeit von COVID-19 bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland – Stand April 2021 – der Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Seit 17. März 2020 hat die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI) ein Register geöffnet, in das bundesweit Kinderkliniken stationär behandelte Kinder und Jugendliche mit SARS-CoV-2-Infektion melden.

Mit Stand 11. April 2021 (dgpi.de/covid-19-survey-update) wurden in das Register bislang 1259 Kinder aus 169 Kliniken mit ihren detaillierten klinischen Verläufen eingetragen; ungefähr 1/3 der Kinder war jünger als 1 Jahr, 1/3 zwischen 2 und 6 Jahren und 1/3 zwischen 7 und 20 Jahre; 62 der 1259 Patienten (5%) mussten auf einer Intensivstation behandelt werden.

Seit Beginn des Registers im März 2020 wurden insgesamt 8 verstorbene Kinder gemeldet, davon waren 3 Kinder in einer palliativen Situation verstorben, in einem Fall war die Einordnung nicht möglich. Bei insgesamt 4 Kindern wurde COVID-19 als Todesursache festgestellt.

Dem RKI wurden nach IfSG bis 13. April 2021 insgesamt 78.537 Todesfälle gemeldet; in der Altersgruppe der 0-9-Jährigen waren dies 12 Todesfälle, in der Altersgrupp der 10- bis 19-Jährigen 5 Todesfälle, wobei insgesamt 3 Fälle noch nicht validiert waren.

In die Statistik des RKI gehen die Todesfälle ein, bei denen ein laborbestätigter Nachweis von SARS-CoV-2 (direkter Erregernachweis) unabhängig von der tatsächlichen Todesursache vorliegt.

Sowohl Menschen, die unmittelbar an der Erkrankung verstorben sind („gestorben an“), als auch Personen mit Vorerkrankungen, die mit SARS-CoV-2 infiziert waren und bei denen sich nicht abschließend nachweisen lässt, was die Todesursache war („gestorben mit“), werden derzeit in den RKI-Meldedaten erfasst.

Insofern erklärt sich die Diskrepanz zum DGPI-Register, in dem die klinischen Verläufe detailliert vorliegen. Die Untererfassung gilt auch für die als hospitalisiert gemeldeten Kinder; hier liegen die Meldedaten des RKI etwa doppelt über den Zahlen des DGPI-Registers.

Jeder einzelne Fall eines schwer erkrankten oder verstorbenen Kindes an einer SARS-CoV-2-Infektion ist ein Fall zu viel und ein unerträgliches Einzelschicksal für Kind und Familie.

Die nun seit Beginn der Pandemie gemachte Beobachtung, dass von den schätzungsweise 14 Millionen Kindern und Jugendlichen in Deutschland nur etwa 1200 mit einer SARS-CoV-2-Infektion im Krankenhaus (< 0,01%) behandelt werden mussten und 4 an ihrer Infektion verstarben (< 0.00002%), sollte Anlass sein, Eltern übergroße Sorgen vor einem schweren Krankheitsverlauf bei ihren Kindern zu nehmen.

In der Saison 2018/19 wurden nach Angaben des RKI insgesamt 7461 Kinder unter 14 Jahren mit Influenza als hospitalisiert gemeldet, 9 Kinder verstarben. Nach Angaben des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur lag im Jahr 2019 die Zahl der durch einen Verkehrsunfall getöteten Kinder bei 55, nach Angaben der DLRG die Zahl der ertrunkenen Kinder bei 25. Diese Zahlen sollen und dürfen keinesfalls gegeneinander aufgerechnet werden, mögen aber bei der Einordnung helfen.

Die weiterhin bestehende extreme Seltenheit eines schweren oder gar tödlichen Verlaufes von SARS-CoV-2 bei Kindern und Jugendlichen ist nicht geeignet, als Argument für Schul- und Kita-Schließungen benutzt zu werden.

Nur die verbleibende Behauptung, dass zwischen den Infektionen bei Kindern und Jugendlichen und der Überlastung der Intensivstationen und den schweren und tödlichen Verläufen der älteren Erwachsenen ein Zusammenhang bestehe, könnte Kita- und Schulschließungen rechtfertigen. Daten, die diese These bestätigen, fehlen allerdings.

Quelle: https://dgpi.de/stellungnahme-dgpi-dgkh-hospitalisierung-und-sterblichkeit-von-covid-19-bei-kindern-in-deutschland-18-04-2021/


Kuba auch nach Castro-Ära kommunistisch

„Urlaubsparadies“ aktiv gegen Menschenrechte

Präsident Miguel Díaz-Canel wurde zum Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Kubas gewählt. Damit endet offiziell eine Ära auf der Karibikinsel, in der sechs Jahrzehnte lang die Castro-Brüder an der Spitze der alles bestimmenden Staatspartei standen.

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), die mit einer Sektion auf Kuba vertreten ist, weist darauf hin, dass ein „Wechsel“ nur nach außen hin stattgefunden hat.

„Nach Raúl Castro ist wie nach Walter Ulbricht. Die Menschenrechtsverletzungen werden konsequent fortgesetzt und gegenüber dem Westen geschickter verkauft. Das Monopol der Kommunistischen Partei in Verbindung mit der Herrschaft von Militär, Polizei und Staatssicherheit ist der Garant des Fortbestehens des Castrismus.

Präsident Díaz-Canel ist austauschbar aber betont selbst, dass er alle strategischen Entscheidungen mit Raúl Castro abstimmen wird. Díaz-Canel ist lediglich der Honecker Kubas und steht für eine Fortsetzung des Castrismus“, erklärt Martin Lessenthin (siehe Foto), Vorstandssprecher der IGFM.

Tatsächlich dirigieren weiterhin Raúl Castro und der Castro-Clan den kubanischen Staat. Zudem steht die nächste Generation der Castros bereit und zieht im Hintergrund die Fäden. So hat der Sohn von Raúl Castro, Alejandro Castro – ein Geheimdienstoffizier – die Verhandlungen zwischen den USA und Kuba zur Normalisierung der Beziehungen während der Obama-Regierung geleitet.

Raúl Castros Schwiegersohn General Luis Alberto Rodriguez Lopez-Callejas wiederum kontrolliert mittels des militärischen Konglomerats GAESA einen Großteil der kubanischen Wirtschaft.

Mit Sorge blicken die Menschenrechtler aktuell auf die zunehmende Verfolgung und Schikane gegen die Mitglieder der Künstlerbewegung San Isidro und der Bürgerrechtsunion UNPACU. Aktuell beweise das rigorose Vorgehen gegen diese Bürgerrechtler, kritische Künstler, Intellektuelle und unabhängige Journalisten, dass „die Machthaber in Havanna die Zügel streng angezogen haben – von Veränderung keine Spur“.

Die IGFM stellt fest, dass politische Gefangene, Verarmung der Bevölkerung, Verfolgung von Regimekritikern und die Unterstützung von menschenrechtsverletzenden Strukturen im Ausland seit jeher die Markenzeichen des Castrismus sind, der sechs Jahrzehnte lang das Leben der Kubaner bestimmt hat.

Aktuell weiß die IGFM von 138 politischen Gefangenen auf der Karibikinsel, die für Deutsche oft das Synonym für ein Urlaubsparadies ist. Der Alltag der Kubaner ist allerdings weniger paradiesisch:

Jeder, der das Regime kritisiert, sich für Demokratie einsetzt oder auf die katastrophale Versorgungslage während der Pandemie aufmerksam macht, läuft Gefahr, verhaftet, gefoltert und willkürlich weggesperrt zu werden. Immer wieder erfährt die IGFM von vorgeschobenen Anklagen gegen Bürgerrechtler.

Die IGFM fordert daher die EU-Regierungen auf, sich nicht von einem angeblichen Machtwechsel blenden zu lassen, sondern die Demokratiebestrebungen der Bürgerrechtler zu unterstützen, Menschenrechtsverletzungen zu verurteilen und die Freilassung der politischen Gefangenen zu fordern. Das totalitär geführte Kuba steht weiterhin gegen die Werte Europas, so die IGFM.

Zur Lage der Menschenrechte in Kuba 


Hannover: Mann zieht Kind aus dem Wasser

Wie die HAZ-Regionalzeitung online berichtet, ist ein neunjähriger Knabe am vergangenen Samstagnachmittag von einem 47-jährigen Mann aus dem Mittellandkanal in Hannover herausgezogen worden.

Nach Spielen mit einem Freund am Ufer unter der Kanalbrücke und Schwimmversuchen geriet das Kind immer tiefer ins kalte Wasser.

Sven Heckmüller, der mit seiner Tochter spazierenging, sah plötzlich nur noch die Hände des Jungen. Er sprang sofort ins Wasser und holte den Bewußtlosen heraus, dem es danach wieder gut ging und der zu seinen Eltern gebracht wurde.

Die elfjährige Tochter des Retters zeigte sich sehr beeindruckt von ihrem Vater: „Das hat er richtig toll gemacht.“

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Israel untersucht Herzfehler nach Impfungen

Laut Nachrichtenagentur Reuters gab Israels Koordinator für Pandemiebekämpfung, Nachman Ash, bekannt, er wolle eine Untersuchung einleiten, ob es bei Fällen von Herzmuskel-entzündung eine Verbindung mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer gibt.

Eine vorläufige Studie habe gezeigt, dass Dutzende Covid-Geimpfte unter Myokarditis leiden.

Bisher sei laut israelischen Gesundheitsministerium noch nicht sicher, ob die Personenzahl mit einer Entzündung des Herzmuskelgewebes höher als sonst sei und falls ja: ob dabei ein Zusammenhang mit der Impfung besteht.

Quellen: https://www.welt.de/wissenschaft/article230662611/Biontech-Israel-untersucht-Faelle-von-Herzmuskelentzuendungen-bei-Geimpften.html und https://www.unzensuriert.at/content/127767-israel-untersucht-herzerkrankungen-nach-pfizer-impfung/


Kabarettist und Philosoph kritisieren das Kesseltreiben gegen #allesdichtmachen

Widerspruch von Dieter Nuhr und Dr. Alexander Grau

Der Kabarettist Dieter Nuhr hat sich in der Tageszeitung „Die Welt“ zur Debatte um die Künstler-Aktion „allesdichtmachen“ geäußert. Er findet die öffentliche Empörung gegen die Kurzfilme „größtenteils überzogen und hysterisch, weil sie völlig unberechtigt die Etiketten ‘rechts’ und ‘Querdenker’ verwendet“.

Es gebe Ideologen, die „immer gleich rechts ihrer eigenen Meinung den Faschismus“ witterten. „Auch ich wurde ja schon als rechts oder als Rassist bezeichnet“, ergänzte der Satiriker.

Es sei „absurd, daß inzwischen bei jeder Kritik untersucht wird, ob sie der AfD oder den ‘Querdenkern’ oder wem auch immer in die Hände spielt“. Er beklagte: „Darf man deshalb die Linke oder die Mitte nicht mehr kritisieren? Das ist doch Quatsch.“

Gleichzeitig bezeichnete Nuhr die Schauspieler-Aktion als „ein bißchen naiv“. Die Videos hätten dem Erkenntnisstand über Corona-Einschränkungen nichts Neues hinzugefügt können.

Kritisch über das empörte Jagdtreiben äußert sich außerdem der Philosoph Dr. Alexander Grau im Kulturmagazin CICERO:

„In bedrückender Geschlossenheit und mit teils unverhohlener Aggressivität stürzen sich Journalisten, Meinungsmacher, Kommentatoren, Kulturschaffende und Kollegen auf jene 53 Schauspieler, die sich an der Aktion #allesdichtmachen beteiligten. Es grenzt an eine Hetzjagd. Und kaum jemand stellt sich ihr entgegen.“

Siehe dazu auch eine aktuelle Stellungnahme von Prof. Michael Wolffsohn: https://charismatismus.wordpress.com/2021/04/26/wolffsohn-ja-zur-freiheit-der-kunst-aktion-allesdichtmachen-ist-mutig-und-notig/

KRITIK an einer heuchlerischen Vereinnahmung von Pflegekräften und Krankenschwestern als Kampagnenmittel: https://www.nachdenkseiten.de/?p=71898


Wie die britische Corona-Variante entstand

Das eher linksorientierte Nachrichtenmagazin „Profil“ aus Österreich befaßt sich in einem Online-Artikel vom 17. April mit der Tatsache, daß es vor allem bei Personen über 80 Jahren nach einer Impfung häufiger als erwartet zu Corona-Infektionen kommt. Dieses Phänomen wird zum Teil durch eine mit dem Alter oft einhergehende Immunschwäche erklärt.

Außerdem heißt es mit Hinweis auf eine vorausveröffentlichte Studie von Virologen der Düsseldorfer Universität: Eine lange Wartezeit zwischen der Erstimpfung und der Zweitimpfung sei nicht nur wegen einer mangelhaften Schutzwirkung der Erstimpfung problematisch, sondern auch aus einem weiteren Grund:

„Gerät ein Virus durch eine medizinische Maßnahme unter Druck, ohne aber vollständig in Schach gehalten zu sein, startet ein evolutionäres Programm als einzige Gegenstrategie, zu der ein Virus fähig ist: Es verändert sich, um einer medizinischen Attacke zu entkommen. „Escape mutation“ heißt dies, und genau so entstand die britische Variante B.1.1.7. .“

Quelle für die Zitate: https://www.profil.at/wissenschaft/immunschwaeche-schwere-covid-erkrankungen-trotz-vollstaendiger-impfung/401353001?fbclid=IwAR2bcfUz_hJ3gxUTRbMCQ6_qWe3oeV-shrPz4BlLghiGbZVaWu9gDI8Z6gk


Wolffsohn: JA zur Freiheit der Kunst – Aktion #allesdichtmachen ist „mutig und nötig“

Durch den Scherz wird der Schmerz erträglich

Auf BILD-online veröffentlichte der Münchner Historiker und deutschjüdische Bestseller-Autor Prof. Dr. MICHAEL WOLFFSOHN (siehe Foto) am 25. April eine entschiedene Verteidigung der Schauspieler-Aktion #allesdichtmachen“ und fragt sich, warum sie „von so vielen unserer Mitbürger mit Jauche übergossen“ werde.

Der als „Hochschullehrer des Jahres 2017“ ausgezeichnete Verfasser beklagt zunächst einen mangelnden „Sinn für Scherz, Satire und Ironie“ bei den meisten Deutschen. Er erinnert an das Schicksal des Dichters Heinrich Heine, dem es „nicht besser“ ergangen sei: Seine kesse und satirische Kritik an der Obrigkeit sei schon damals „als Ruhestörung gegeißelt“ worden.

Wolffsohn schreibt weiter:

Wie mutig und nötig, dass jene Schauspieler es trotzdem wagten…Deshalb ist der Spruch so richtig: „Humor ist, wenn man TROTZDEM lacht.“ Durch das Lachen, durch den Scherz, wird der Schmerz überhaupt erst erträglich. Ohne Lachen zerbrechen wir. Erst recht in bitterernsten Situationen wie einer Pandemie. Mit Verharmlosung hat das nichts zu tun.

Danach geht der Geschichtsprofessor ans Eingemachte:

„Nach dem Ende der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands sehnen sich offenbar viele Deutsche in Ost und West zumindest nach einer Einheitsmeinung.“

BILD: Titelfoto eines Wolffsohn-Bestsellers: „Deutschjüdische Glückskinder“

Der „Jauchesturm“ gegen die Künstler-Aktion sei ein „Rückfall in vormittelalterliche Zeiten“, denn sogar im Mittelalter hätten sich „selbst die schlimmsten Fürsten“ ihre Hofnarren gehalten, die sich „ungestraft über ihre Obrigkeit lustig machen“ durften.

Von den 53 Satire-Akteuren haben 20 inzwischen ihren Beitrag zurückgezogen (so der jetzige Stand).

Diese Film-Löschungen zeigen, so Prof. Wolffsohn, daß gegen die Betreffenden „zumindest wirtschaftliche Strafmaßnahmen eingeleitet“ worden seien.

Abschließend kritisiert der Autor:

Die versuchte Gleichschaltung der Wissenschaft, besonders der Geisteswissenschaften, ist mir als Historiker seit Jahren leidvoll bekannt. Ist nun die Freiheit der Kunst dran?“

Quelle für die Zitate: https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/wolffsohn-zu-allesdichtmachen-gegen-die-einheitsmeinung-76187180.bild.html

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Junge Leute verlieren weiter das Interesse an Facebook und Instagram

Sechs von zehn Internet-Nutzern ab 16 Jahren in Deutschland verwenden nach eigenen Angaben Facebook. Der Marktanteil des sozialen Netzwerks landet damit im zweiten Jahr in Folge auf einem historischen Tiefstand.

Über alle Altersgruppen hinweg kann sich Facebook damit zwar auf niedrigem Niveau stabilisieren – doch unter Teenagern setzt sich der Absturz der vergangenen Jahre weiter fort.

In der Gruppe der User zwischen 16 und 19 Jahren verliert Facebook weitere vier Prozentpunkte: Nur noch 32 Prozent der Onliner in diesem Alter nutzen den Dinosaurier unter den Sozialen Medien.

Zum ersten Mal verliert auch Instagram Marktanteile in dieser Zielgruppe. Der Dienst ist ebenfalls Teil des Zuckerberg-Imperiums und war bislang bei Teenagern besonders beliebt. 

Das sind Ergebnisse des aktuellen Social-Media-Atlas 2021 der Hamburger Kommunikationsberatung FAKTENKONTOR und des Marktforschers TOLUNA, für den 3.500 Internet-Nutzer repräsentativ befragt wurden.

Facebook spricht vor allem User zwischen 30 und 39 an

Ebenfalls rückläufig: Der Anteil der Twens, die nach eigenen Angaben Facebook nutzen. Er sank um fünf Prozentpunkte auf 68 Prozent. Bei Internet-Nutzern in ihren 30ern konnte das soziale Netzwerk hingegen um drei Prozentpunkte zulegen. In dieser Generation ist der Dienst mit dem weißen f jetzt am erfolgreichsten: Drei von vier Onlinern zwischen 30 und 39 Jahren nutzen Facebook – mehr als in jeder anderen Altersgruppe. Bis 2014 hielten die Teenager diesen Top-Spot.

In den höheren Altersklassen zeigt sich hingegen kaum Bewegung: Zwischen 40 und 49 nutzen 65 Prozent der Onliner Facebook (+1), zwischen 50 und 59 sind es 61 Prozent (+2), ab 60 Jahren 45 Prozent (-1).

Facebook allein ist keine Social-Media-Strategie

Die seit 2015 sichtbare Überalterung der Nutzerbasis des Netzwerks setzt sich damit fort. „Die anhaltend schwindende Akzeptanz unter Teenagern und Twens zeigt: Facebook taugt nicht mehr als Universallösung in der Social-Media-Kommunikation“, sagt Dr. Roland Heintze, Geschäftsführender Gesellschafter des Faktenkontors. „Um alle Zielgruppen zu erreichen, müssen ihre jeweils bevorzugten Kanäle im Social Web identifiziert und passend bespielt werden. Und gerade für die Jüngsten ist das nicht Facebook.“

Instagrams Zeiten als Teenie-Magnet vorbei

Versuche, das Netzwerk Facebook für Jüngere wieder attraktiv zu machen, scheiterten bislang. Aber als Unternehmen konnte Facebook die Schwäche zuletzt durch Zukäufe anderer, in dieser Zielgruppe erfolgreicherer Social-Media-Dienste ausgleichen. Insbesondere Instagram bewies sich hier in den letzten Jahren als Rettungsleine zu den Teenies. Doch diese Zeit ist schon wieder vorbei: Auch Instagram rettet das Unternehmen Facebook nicht mehr vor dem Verlust der Jugend.

Instagram: Zuwachs bei den Älteren, Absturz bei Teenagern

Insgesamt kann Instagram seine Marktposition zwar weiter ausbauen: 46 Prozent aller Onliner ab 16 Jahren nutzen den kleinen Bruder von Facebook, sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Und die Nutzung steigt auch in fast allen Altersgruppen – bis auf eine: Teenager.

Bei den Jüngsten bricht Instagrams Marktanteil nach Jahren durchgehenden Wachstums auf einen Schlag um kräftige elf Prozentpunkte ein. 80 Prozent der 16 bis 19-jährigen Onliner in Deutschland nutzen „Insta“. Für sich genommen keine schlechte Quote – aber weit weg vom Vorjahreswert von 91 Prozent. Die Teenager fallen damit hinter die 20 bis 29-Jährigen mit 82 Prozent als Altersgruppe mit der größten Affinität zu Instagram zurück.

Die aktuelle Nutzerentwicklung bei Instagram ähnelt auffällig der bei Facebook im Jahr 2015. In beiden Fällen steigen die Marktanteile unter den Älteren noch an, stürzen bei den Teenagern aber bereits ab. Bei Facebook stellte sich dies als erster Vorbote des allgemeinen Nutzerschwunds und der fortschreitenden Entfremdung von der Jugend heraus. Roland Heintze geht davon aus, dass sich diese Entwicklung so auch bei Instagram wiederfinden wird.

„Bei der Jagd nach der lukrativen und strategisch wichtigen jüngsten Zielgruppe ist Facebook als Unternehmen in einem ewigem Hase-und-Igel-Spiel mit kurzen Zyklen gefangen. Keine Lösung wird je dauerhaft sein“, so der Social-Media-Experte.
„Der Kampf um den Spitzenplatz in der Social-Media-Nutzung der Jüngsten wird rund alle sechs Jahre unter völlig neuen Wettstreitern neu ausgetragen werden. Und solange Facebook Killer-Apps für Teenager nicht wieder selbst entwickelt, wird es sie immer weiter zukaufen müssen, um vorn dabei zu bleiben und auf Dauer nicht den Anschluss zu verlieren.“

Quelle und weitere Infos hier: https://www.faktenkontor.de/pressemeldungen/verlorene-jugend-nach-facebook-meiden-teenies-jetzt-auch-instagram/