Das CF zum 3. Mal im TOP-Ranking: 6,9 Mill. Klicks – 18.900 Artikel – 65.000 Kommentare

Von Felizitas Küble

Im Rahmen unseres gemeinnützigen Christoferuswerks betreibe ich nun seit 10 Jahren ehrenamtlich dieses Magazin CHRISTLICHES FORUM (= CF), das erfreulicherweise immer mehr Resonanz findet.

Dazu einige Daten: Wir haben derzeit mehr als 6,9 Mill. Seitenaufrufe (diese Klickzahl siehe auf der Startseite rechts unten), über 18.900 Artikel und mehr als 65.000 Leserkommentare.

Das zeigt doch ein enormes Interesse an unserem Blog.

Nun sind wir im März 2021 zum dritten Mal in Folge in die TOP-Liste von „Faktenkontor“ gekommen: diesmal auf Platz 38: https://www.faktenkontor.de/blogger-relevanzindex/

In deren Sparte RELIGION schafften wir als einzige Internetseite den „Einzug“: siehe dazu die zweite Abbildung – dort ist unser Blog oben links im lila Quadrat vermerkt.

Im Jahr 2019 gelangte unser CF ins TOP-Ranking der 10 besten Bloggerinnen Deutschlands (Infos hier: https://charismatismus.wordpress.com/2019/08/22/top-ranking-deutscher-bloggerinnen-christliches-forum-erreicht-platz-10/)

Zugrundegelegt wird von der Wirtschafts-PR-Organisation „Faktenkontor“ jeweils eine Auswahl von 1500 bis 2000 Webseiten, die von Presseagenturen, Wirtschafts-beratern und Webseiten-Analytikern vorgenommen wird.

Diese TOP-100 beruhen also bereits auf einer Basis von ausgesuchten, erfolgreichen Blogs.

Faktenkontor veröffentlicht auch Pressemeldungen über seine Studien zur Internetnutzung von jung und alt sowie den Entwicklungen auf diesem Sektor (siehe z.B. hier: https://charismatismus.wordpress.com/2021/05/21/social-web-nutzung-bei-teenies-rucklaufig/)

Zusätzlich bekam unser CF im Februar 2021 auf WE-Test (bekannte Webseiten-Analyse) die Note 1,3 und damit das Prädikat SEHR GUT, vor allem in den Rubriken Inhalte – Integrität – Reputation. (Bei technischen Details gibt es Defizite im CF.) Auf diesem WE-Test bewegen wir uns seit Jahren meist zwischen Note 1,3 und 1,7.

„Sehr gut“ als Gesamtbewertung für unseren Blog gibt es derzeit auch beim Webseitencheck „Ionos“. (Hier kann jeder unsere URL eingeben und dann das Ergebnis sehen: https://www.ionos.de/tools/website-check#menu-PRESENTATION)


Lucassen: Ordnungsruf im Bundestag für „soldatischen“ Israel-Glückwunsch

Der Bundestag hat am Mittwoch, 19. Mai, durch die sitzungsleitende Präsidentin Dagmar Ziegler einen Ordnungsruf erteilt und zwar an den Obmann der AfD im Verteidigungsausschuss, Rüdiger Lucassen.

Der Parlamentarier hatte seine Rede mit den Worten beendet: „Ich wünsche der Israel Defense Force viel Soldatenglück – und speziell der israelischen Luftwaffe bei der Suche nach den Terrororführern der Hamas eine gute Jagd und fette Beute.“

Der verteidigungspolitische Sprecher der AfD-Fraktion fand mit seinem Einspruch gegen den Ordnungsruf im Bundestag keine Mehrheit. Er begründete ihn u.a. damit, dass soldatische Sprache „in besonderer Weise“ von der Meinungsfreiheit gedeckt sei.

Soweit gekürzt die Meldung aus dem Bundestag: https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2021/kw20-de-einspruch-ordnungsruf-843094

In einer eigenen Pressemitteilung erklärt Lucassen dazu:

„Damit sendet das deutsche Parlament ein verheerendes Signal. Wem es mit der Verteidigung Israels vor islamistischen Terroristen ernst ist, der kann den israelischen Streitkräften nur viel Erfolg wünschen. Der Bundestag aber bestraft solche Glückwünsche.

Ich bedauere es sehr, dass einer Mehrheit der deutschen Volksvertreter in dieser brisanten Lage der nötige Mut und die nötige Klarheit fehlen. Jedes Bekenntnis zur Sicherheit Israels verkommt so zur unglaubwürdigen Floskel.“

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„Erstaunen“ über judenfeindliche Randale?

Die Überraschung über jüngste antisemitische Ausschreitungen in Deutschland ist heuchlerisch. Seit Jahren ist das Problem bekannt, nur wird es beschönigt und kleingeredet. Warum? Weil die Urheber des wachsenden Judenhasses großteils nicht eingeborene Deutsche sind, sondern Zuwanderer aus dem arabisch-türkischen Raum.

Zum wiederholten Mal wird bei der gerade präsentierten Polizeilichen Kriminalstatistik der „Öffentlichkeit wissentlich ein verzerrtes Bild der Wirklichkeit“ präsentiert, wie selbst die FAZ anmerkt.

BILD: Anti-Israel-Demonstration in Berlin

Seit längerem wird das Bundesinnenministerium darauf hingewiesen, daß Straftaten – so wenn Islamisten beim Al-Quds-Marsch in Berlin regelmäßig den Hitlergruß zeigen –, fälschlich als rechtsradikal zugeordnet werden.

Die Wochenzeitun JUNGE FREIHEIT berichtete bereits vor drei Jahren, die Europäische Agentur für Grundrechte habe ermittelt, daß Muslime in Deutschland in einem Zeitraum von fünf Jahren für 41 Prozent der tätlichen Angriffe und Belästigungen gegenüber Juden verantwortlich seien gegenüber 20 Prozent Rechtsextremen und 16 Prozent Linksextremen.

Quelle und vollständiger Text hier: https://jungefreiheit.de/debatte/streiflicht/2021/verschleierte-verantwortung/

HINWEIS: Zur Rolle lislamischer Terror-Anhänger bei judenfeindlichen Demos schreibt die WELT: Die „Anti-Israel-Proteste in Berlin wurden auch von PFLP-Anhängern organisiert.“ – Dabei wird diese linksextreme palästinensische Gruppe seitens der EU als Terrororganisation klassifiziert. https://www.welt.de/politik/deutschland/article231233201/Naehe-zu-PFLP-Linksextreme-Terror-Sympathisanten-bei-Anti-Israel-Demos.html


Hamas greift Hilfskonvoi aus Israel an: zwei Tote und zehn Verletzte

Die Terrororganisation Hamas hat am Dienstag (18.5.) einen humanitären Hilfskonvoi auf dem Weg von Israel nach Gaza mehrmals am Übergang Kerem Shalom mit Mörserbomben angegriffen. Zwei thailändische Arbeiter wurden dabei getötet, zehn weitere Arbeiter und ein Soldat der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte wurden verletzt.

Das Außenministerium Israels hatte die Überstellung der von UNO, UNICEF, dem Internationalen Roten Kreuz und Ärzte ohne Grenzen gespendeten Hilfsgüter koordiniert. Der Konvoi umfasste 40 Lastwagen mit medizinischem Zubehör, Impfstoffen, Kraftstoff und Lebensmitteln.

BILD: Israelische Soldaten beschützen ein arabisches Kind

Nach einer ersten Attacke der Hamas am Vormittag wurde am frühen Nachmittag ein zweiter Versuch unternommen, die Güter nach Gaza zu bringen. Acht Lastwagen konnten den Übergang passieren als ein erneuter Hamas-Angriff stattfand, bei dem ein Soldat verletzt wurde.

Ein dritter Versuch eine weitere Stunde später wurde erneut mit Mörserbomben angegriffen. Zwei Arbeiter wurden dabei getötet und zehn weitere verletzt.

Die Hilfsgüter konnten daher nicht zur Bevölkerung im Gazastreifen gebracht werden. Israel wird sich dafür einsetzen, einen schnellen Transfer der Hilfssendung nach Gaza zu ermöglichen.

Quelle: https://embassies.gov.il/berlin/NewsAndEvents/Pages/Hamas-greift-humanit%C3%A4ren-Hilfskonvoi-an.aspx


Elternverein NRW übt scharfe Kritik an kirchlichem Positionspapier zur Prävention

In einem offenen Brief an die Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz kritisiert der Elternverein NRW scharf das im Frühjahr veröffentlichte „Positionspapier zur Prävention sexualisierter Gewalt und sexueller Bildung an Minderjährigen und schutz- und hilfebedürftige Erwachsenen“.

Der Elternverein appelliert an die Deutsche Bischofskonferenz als oberste Verantwortliche, dieses befremdliche Papier umgehend zu überarbeiten:

„Dies Konzept schützt nicht vor Missbrauch, es öffnet eher den Weg dazu“, erklärt die Vorsitzende Andrea Heck dazu.

Man rufe die deutschen Bischöfe dazu auf, für eine ganzheitliche, entwicklungssensible und die Schamgrenzen der Kinder achtende Pädagogik in katholischen Einrichtungen einzutreten: „Das sollte die Aufgabe der Kirche sein“.

Die ausführliche Pressemitteilung des Elternvereins lesen Sie hier

Quelle: http://www.elternverein-nrw.de/aktuelles/


Studie: Gesundheitliche Risikofaktoren für Depressionen sinken im Alter

Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen wie etwa Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes erhöhen auch die Wahrscheinlichkeit, eine depressive Verstimmung oder Depressionen zu erleiden.

Bislang war jedoch unklar, ob sich dieser Einfluss im Laufe des Lebens verändert oder unabhängig vom Alter ist. Eine Studie des Max-Planck-Instituts und der Universität Münster zeigt: Bei Menschen über 65 Jahren sind diese Risikofaktoren im Zusammenhang mit Depressionen weniger entscheidend als bei Jüngeren.

Wer raucht, an hohem Blutdruck, Übergewicht und Diabetes leidet, ist nicht nur einer höheren Gefahr ausgesetzt, einen Schlaganfall, Herzinfarkt, oder Demenz zu erleiden. Für ihn steigt auch das Risiko, von einer depressiven Verstimmung oder Depression betroffen zu sein. Je mehr Risikofaktoren eine Person dabei erfüllt, desto wahrscheinlicher wird das.

Bislang war jedoch unklar, ob diese Wahrscheinlichkeit auch von ihrem Alter abhängt. Frühere Studien hatten bereits für andere Krankheiten wie Demenz oder einen Schlaganfall gezeigt, dass eine Kombination mehrerer Risikofaktoren im Alter zwischen 40 und 65 Jahren häufiger dazu führen, dass die Krankheit ausbricht, als im hohen Alter. Bislang war jedoch unklar, ob das auch für Depressionen gilt.

Die Wissenschaftler haben nun herausgefunden: Wie stark Rauchen und andere Risikofaktoren die Gefahr erhöhen, eine depressive Verstimmung zu erleiden, hängt auch vom Alter ab.

Demnach leiden Personen im Alter zwischen 50 und 80 Jahren, die mehrere der kritischen Punkte erfüllen, also etwa rauchen und übergewichtig sind, häufiger an einer depressiven Stimmung als jene, auf die weniger Risikofaktoren zutreffen. Allerdings zeigte sich auch, dass bei risikobelasteten Personen zwar die depressiven Verstimmungen im mittleren Alter besonders stark ausfallen,  mit zunehmendem Alter aber wieder abnehmen.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://www.mpg.de/16899845/0514-nepf-depressionen-im-alter-sind-rauchen-und-andere-risikofaktoren-weniger-entscheidend-149575-x


Terror-Unterstützung umfassend bestrafen

In einigen Bundesländern, darunter auch in Hessen, gab es Durchsuchungen mehrerer Räumlichkeiten. Hintergrund ist das Verbot von drei Vereinen, denen Spendentätigkeiten im Hisbollah-Umfeld vorgeworfen werden.

Für den hessischen CDU-Landtagsabgeordneten Ismail Tipi (siehe Foto) ist das ein notwendiger Schritt:

„Schon seit Jahren sage ich ganz klar: Wer den Terror und Dschihadisten unterstützt, darf nicht unbestraft bleiben. Wir brauchen hier eine klare Linie und einen harten Rechtsstaat der entsprechend strikt durchgreift und gegen jegliche Unterstützer von Terror und Gewalt sowie Dschihadisten vorgeht.“

Bei den verbotenen Vereinen handelt es sich um „Deutsche Libanesische Familie“, „Menschen für Menschen“ sowie „Gib Frieden“. Zum Ziel hatten sie, den Kampf der Hisbollah gegen Israel zu fördern.

Wie das Bundesinnenministerium mitteilte, erhöhe die Gewissheit, dass die Hinterbliebenen im Falle ihres Todes finanziell unterstützt würden, die Bereitschaft junger Hisbollah-Anhänger, sich am Kampf gegen Israel zu beteiligen.

„Diese Vereine wurden demnach nach der Einschätzung der Sicherheitsbehörden in einem engen zeitlichen Zusammenhang zum Verbot des ursprünglichen Hisbollah-nahen Vereins ‚Waisenkinderprojekt Libanon e.V.‘ gegründet. Es seien sogar die gleichen Personen als maßgebliche Akteure festgestellt worden“, erläutert Tipi weiter.

Im letzten Jahr hat Bundesinnenminister Horst Seehofer (siehe Foto) gegen die schiitische Hisbollah ein Betätigungsverbot ausgesprochen.

„Extremistische, terroristische Vereinigungen und Aktivitäten haben hier nichts zu suchen und werden von uns nicht toleriert. Die vom Verfassungsschutz als ‚terroristische Vereinigung‘ eingestufte Gruppierung nutzt Deutschland vor allem als Rückzugsraum und zum Sammeln von Spenden.

Die Hisbollah stellt das Existenzrechts Israels infrage. Sie ruft offen zum bewaffneten Kampf und zu dessen gewaltsamer Vernichtung auf. Über 1.000 potenziell gewaltbereite Anhänger werden der Hisbollah allein in Deutschland zugerechnet. Daher sind diese neuen Verbote der Vereine ein weiterer Schritt im Kampf gegen den organisierten Dschihadismus“, so Tipi weiter.

Der CDU-Politiker ergänzt abschließend:

„Das ist ein wichtiges Signal an alle Dschihadisten und Salafisten, die denken, sich in diesem Land hinter augenscheinlich ‚harmlosen‘ Organisationen und Strukturen verbergen zu können und mit ‚Spendenaufrufen für Hilfsbedürftige‘ Geld für den Dschihad zu sammeln.“

Quelle: https://www.ismail-tipi.de/aktuelles/ismail-tipi-terrorunterstuetzung-darf-nicht-ungestraft-bleiben-bund-ve/


Regensburg: Bischof Voderholzer will neues Amt für Katechisten zügig einführen

Das von Papst Franziskus neu eingeführte Amt des Katechisten wird vom Bischof von Regensburg, Rudolf Voderholzer, begrüßt: „Dies kommt vielen ehrenamtlichen Frauen und Männern in den Pfarreien entgegen, die bereits in der Verkündigung des Glaubens und in der Vorbereitung auf die Sakramente tätig sind.“

In einer Predigt am 16. Mai hatte der Regensburger Bischof baldige praktische Schritte für Auswahl, Aus- und Fortbildung für Katechisten angekündigt.

Das neue Amt ist als Ehrenamt gedacht und unterscheidet sich damit von Priestern, Diakonen, Pastoral- und Gemeindereferenten ebenso wie von Religionslehrern.

Gleichzeitig gibt es durch das Amt einen ausdrücklich kirchlichen Auftrag, nach einer Zeit der Ausbildung und durch die Amtseinführung mit einem eigenen Ritus Zeuge des Glaubens in verschiedenen Feldern der Pfarrseelsorge sein zu können. Mit seinem eigenen Zuschnitt schließt das neue Amt eine Lücke im Miteinander der verschiedenen Ämter und Dienste in der Kirche.

Bischof Voderholzer kündigt die Einsetzung einer Arbeitsgruppe zur zeitnahen Umsetzung und Beratungen mit den diözesanen Gremien an.

Quelle (Text / Foto): Bistum Regensburg


Justizministerin gegen Impf-Pflicht für Kinder

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat sich gegen eine Corona-Impfpflicht für Kinder und Jugendliche ausgesprochen. „Wir setzen darauf, daß sich ausreichend Kinder und Jugendliche freiwillig impfen lassen, sobald dies möglich ist. Ich gehe davon aus, daß dies noch im Sommer der Fall sein wird“, sagte Lambrecht dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Auf das Argument, daß es bei Masern hingegen eine Impfpflicht gebe, entgegnete sie: „Im Gegensatz zu Corona ist bei Masern das Risiko schwerer Komplikationen und Langzeitfolgen bei kleinen Kindern besonders hoch, zudem sind Masern extrem ansteckend.“ Sie betonte, Kinder und Familien gehörten in der Pandemie zu den Hauptleidtragenden.

Angesichts sinkender Inzidenzzahlen und immer mehr Geimpften warb Lambrecht dafür, die Einschränkungen der Grundrechte zurückzunehmen. „Wenn immer mehr Menschen geimpft sind und die Inzidenzzahlen sinken, ist es ein Gebot der Verhältnismäßigkeit, Einschränkungen der Grundrechte zurück­zu­nehmen – mit Augenmaß, aber mit dem Ziel von möglichst viel Normalität.“

Quelle und vollständige Nachricht hier: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2021/justizministerin-lamprecht-lehnt-corona-impfpflicht-fuer-kinder-ab/


IGFM beklagt politische Willkürjustiz im Iran

Seit über zwei Jahren sitzt der iranische Tierschützer Sam Radjabi in Teheran im berüchtigtem Evin Gefängnis ein. Am 25. Januar 2019 wurde er zusammen mit neun weiteren Tier- und Naturschutzaktivisten festgenommen. Ihm wurde Spionage und Zusammenarbeit mit den „feindlichen Staaten“ USA und Israel vorgeworfen. Das Urteil: 6 Jahre Gefängnis.

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, verweigerte das Revolutionsgericht Sam Radjabi von Beginn einen fairen Prozess und einen Anwalt seines Vertrauens.  Die in Frankfurt ansässige Menschenrechtsorganisation kritisiert diese im Iran gängige Praxis scharf.

„Die iranische Willkürjustiz produziert politische Urteile am laufenden Band. Bürgerrechtler, Menschenrechts- und Umweltaktivisten sitzen im Iran aus politischen Gründen in Haft und haben keine Chance, vor den Revolutionsgerichten ihre Unschuld zu beweisen. Mit dieser rechtswidrigen Praxis verletzt der Iran systematisch die besonders geschützten universellen Menschenrechte der Betroffenen“, erklärt Martin Lessenthin
(siehe Foto), Vorstandssprecher der IGFM.

Er verweist in dem Zusammenhang auf den Fall der Iranerin Niloufar Bayani. Die politische Gefangene durfte an ihrem eigenen Prozess nicht mehr teilnehmen, nachdem sie dem Richter von Folterungen und Drohungen berichtet hatte.

Auch der britisch-iranische Gewerkschafter Mehran Raoof durfte seinen Anwalt seit seiner Inhaftierung im Oktober letzten Jahres erst einmal bei einer Anhörung im April sehen. Ihm droht eine Haftstrafe von mindestens zehn Jahren. Momentan ist er im Evin Gefängnis in Isolationshaft.

Der studierte Umweltwissenschaftler Sam Radjabi wurde wegen seiner sieben Jahre zurückliegenden Zusammenarbeit mit der Naturschutzbehörde in den USA und „Gefährdung der inneren Sicherheit“ verurteilt. Er hatte sich als Mitglied der Persian Wildlife Heritage Foundation für den Umweltschutz im Iran engagiert.

Das Schicksal von Sam Radjabi steht für viele andere politische Gefangene im Iran.

Vom Gericht nicht genehmigte Anwälte werden nicht zur Verhandlung geladen. Stattdessen werden die Angeklagten unter Drohungen oder Folter gezwungen, sich einen vom Gericht vorgeschlagenen Anwalt zu nehmen. Zudem haben die Familien und Angehörigen keine Möglichkeit, sich über den Stand des Prozesses zu informieren, da die Öffentlichkeit ausgeschlossen wird.

Die dramatische Situation politischer Gefangener vor der iranischen Präsidentenwahl

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