FFF und Greta – gehen Politiker auf Distanz?

Von Felizitas Küble

Am 21.5.2021 berichtete BILD-online über ihre Anfragen bei führenden Politikern, wer sich nach dem antisemitischen Skandal um „Friday for Future“ noch mit Greta Thunberg treffen wolle.

Selbst Merkels Pressesprecher Seibert gab sich demnach zugeknöpft, dabei hatte sich die Kanzlerin noch 2019 mit der schwedischen FFF-Gründerin beim Klimagipfel persönlich getroffen.

Sogar die grüne Partei- und Fraktionsspitze – vorher ganz auf Gretas Klima-Welle reitend (siehe Wahlkampfplakat) – sei auf die Bild-Anfrage hin ebenfalls „auf Tauchstation“ gegangen, schreibt das Blatt.

Auch eine Reihe von Bischöfen bzw. Zeitgeistlichen beider Konfessionen biederten sich seinerzeit hingebungsvoll dieser populären Schulschwänzer-Bewegung an und verhimmelten besonders ihre „Klimaschutz-Ikone“ in geradedzu peinlicher Weise.

Kritik an Gretas FFF kam fast nur von konservativer und klassisch-liberaler Seite. Der von Medien vielgeschmähte US-Präsident Donald Trump hatte sich auf dem Höhepunkt der Greta-Verehrung deutlich gegen den FFF-Star positioniertdamals wurde er verspottet, heute ist die Berechtigung seiner Ablehnung offensichtlich.

Beim allgemeinen rot-grünem Einverständnis pro FFF in Medien, Kirche und Politik durfte „Amnesty International“ (AI) nicht fehlen:

Der linksorientierter Menschenrechtsverband hatte Thunberg mit dem Preis „Botschafterin des Gewissens“ geehrt.

Wir haben hierüber unter dem Titel „Amnesty beteiligt sich an Klima-Gretas Ruhm“ am 17.9.2019 kritisch berichtet: Diese Auszeichnung paßt zu einer Organisation, die sich ohnehin seit Jahrzehnten zeitgeistgemäß verhält.“

Als Beispiele nannten wir das beschämend geringe Interesse des Verbands an kommunistischen Menschenrechtsverletzungen zur Zeit des „Eisernen Vorhangs“ – man konzentrierte sich bei „AI“ stattdessen auf Chile oder den südafrikanischen „Apartheidstaat“.

Außerdem schrieben wir, AI habe sich bereits in den 90er Jahren für ein „Recht auf Abtreibung“ stark gemacht, „als gehöre ausgerechnet die Tötung wehrloser Kinder im Mutterleib zu den „Menschenrechten“.“

Linke Feindschaft gegen Israel bei AI und FF

Nun kommt der springende Punkt bzw. die offensichtliche Gemeinsamkeit zwischen AI und FFF – nämlich der rabiate Antizionismus beider Organisationen.

Wörtlich heißt es in unserem Artikel über „Amnesty International“:

Dazu paßte ein typisch linker Antizionismus mit Polemik und diversen Aktionen gegen Israel, den jüdischen Staat, so daß dieser sich sogar amtlich gegen Amnesty positionierte: https://charismatismus.wordpress.com/2014/11/07/israel-wirft-linkslastiger-amnesty-international-extreme-einseitigkeit-vor/

Somit schließt sich erneut ein rotgrüner Kreis – nämlich gegen den jüdischen Staat.

Israel wird nicht allein von den – vergleichswenige wenigen – Rechtsradikalen aus der NPD verbal bekämpft, sondern weitaus zahlreicher und medienwirksamer aus dem linken und vor allem ultralinken Spektrum.

Der Haß gegen Israel reicht bis zur kommunistischen MLPD mit ihren militanten antizionistischen Wahlkampfplakaten – siehe z.B. das „kettenzerreißende“ MLPD-Beispiel: „Freiheit für Palästina und Kurdistan.“

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8 Kommentare on “FFF und Greta – gehen Politiker auf Distanz?”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Grüne Entwicklung statt grüner Ideologie

    https://www.bueso.de/gruene-entwicklung-statt-gruener-ideologie

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  2. Elster sagt:

    Greta ist unfähig, komplex zu denken und Reden zu formulieren. Die werden ihr von Lobbyisten und Konzernen vor gegeben. Nun, hätte Gretchen gewusst, welchen Handzettel ihr ein realitätsnaher Energiekonzern in die Hand gegeben hat, den sie wie immer runter rasselt, dann hätte sie ihren grünen Freunden, ohne es zu ahnen, den Kuckuck nicht in das Nest geschossen, das deren Ideologie in Frage stellt und Greta und ihre Jünger drehen jetzt durch. Auch Merkel hat man mit ihrer Energiewende als Physikerin ertappt. Dieser Energiekonzern hat es gewagt, die Wahrheit zu formulieren, die Zukunft liegt in der erneuerbaren Kernenergie. Obwohl auch deutsche Ingenieure an dem Patent mit gearbeitet haben, radioaktiven Uran-Atommüll durch recylebares Thorium zu ersetzen,
    Merkel hat dieses Patent im Namen des WEF an China verkauft und es nicht in Deutschland behalten. Dort baut man jetzt zur Energieversorgung Atomkraftwerke in Mengen, während hier noch Hysterie auf mittelalterlichen Niveau geschürt wird, da sind die Grünen einzigartig, obwohl der wissenschaftlich technische Fortschritt sich weiter entwickelt hat, an mittelalterlichen Wahnvorstellungen festhalten.
    Immerhin, Simone Peter ist Präsidentin erneuerbarer Energien, einer Technologie, die viele nutzbaren landwirtschaftliche Flächen raubt und in der Stromerzeugung nicht effizient ist. Die Seifenblase in der Energieversorgung beginnt zu platzen. Welch eine Unverschämtheit, viele moderne Atomkraftwerke in Deutschland bauen zu wollen ! Keine ist wütender als Greta, diesen Handzettel verlesen zu haben und ihre grünen Freunde mit deren Hysterie Märchen wider eigenen Willen entlarvt zu haben, Bärbocks Theorie, von den in der Steckdose produzierenden Kobolden und Merkels Energiewende in das Schlingern gebracht zu haben. Kindermund tut die Wahrheit kund. Der Buschfunk funktioniert also noch.

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  3. Loriot Fan sagt:

    Das kleine Gretchen ist aufgeflogen, nicht nur wegen ihrem dussligen, bildungsfernen Geschwätz und Schreiattacken, sondern auch, weil pfiffige Leute das Netzwerk ihrer Familie aufgespürt haben, von wegen armes Kind und Weltretterin. So ausgebrannt, wie ich auch bin, das gönne ich mir, schon allein weil der organisierte GretaZirkus schon wieder anfängt. Nun ja, formal an Propheten zu glauben, ist ein Ergebnis aus unserer antiken Geschichte, aber was jetzt geschieht, ist Teufelswerk, wo Politiker und Finanzoligarchen Gott überlisten wollen. Das hat nichts mehr mit jenen friedlichen Sekten zu tun, die selbst Luther zum Propheten verklären, obwohl dieser sich nie dazu erhoben hat und allein durch seine wissenschaftlichen Schriften und der immerwährenden Suche nach Gott, den Menschen das Gottvertrauen nahe gebracht hat und dass weder Adel und Klerus das Recht haben, diese als Untertanen zu unterdrücken in ihrer Beziehung zu Gott. Was wir aber jetzt erleben, schlägt dem Fass den Boden aus, mal abgesehen von der geistig verführten Frau Käßmann, die sämtliche Stoppsignale übersehen hat und damit den christlichen Glauben in das Absurde verkehrt hat. Sie hat die Grenzen die Luther schon erkannte, die Erkenntnis des Menschen ist begrenzt, in seinen Thesen wunderbar nach zu vollziehen, gesprengt und wundert sich, warum man sie wegen ihrer Ergüsse nicht mehr mag. Was aber jetzt passiert, ist wirklich der Gipfel der Unverfrorenheit, das GRÜNE als Verfechter muslimischen Glaubens oder aus Anbiederung uns Greta als Prophetin vorsetzen.

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  4. Grüner Liebling sagt:

    Eine Gedenktafel für Vögel, die dank grüner Ideologie durch Windmühlen, Abholzung und Vernichtung der Wälder als Liebe zum Schutz für den Borkenkäfer, denn das Insektizid wurde verboten, um den Wald als Lebensraum vieler Tiere zu retten, nur die Grünen können tote Fledermäuse und Vögel wieder zum Leben erwecken. Ach ja, Greta, eins als Prophetin und Weltretterin untertänigst verehrt, setzt die Reihe der Propheten Mohammed und Co. fort, denn ohne Propheten, die uns an das Patschhändchen nehmen, allein nur mit Gottvertrauen könnten wir nicht überleben.
    Wofür sogar Luisa Neubauer im Berliner Dom auf der Kanzel stand.
    Je mehr Leute durchschauen, wie viel unsere scheinheiligen Propheten an unserer Dummheit verdienen, Greta Mulltimillionärin, Luisa Neubauer stammend aus dem Reemtsma Konzern, die uns vor Freude was vor hüpfen, da sie noch mehr Geld scheffeln können und das rot grüne Bildungskonzept Früchte trägt, dassunserer Jugend das Recht auf Bildung verweigert wird und sie so dumm sind, alles glauben, was man ihnen erzählt, anstatt die Abzocke zu verstehen, die sie treffen wird. Klimawandel gab es schon vor dem Menschen, die Antarktis war einst ein grüner Subkontinent, die Natur hat ihre eigenen Naturgesetze, die man nicht erziehen kann, doch die Grünen glauben das.
    Nein, unsere hochgebildete Annalena, hat zur Rettung des Klimas nicht geschwänzt, punktet in jeder ÖR Sendung mit strahlender Intelligenz, klüger wie KGE und Claudia Roth ist sie schon. Wer Grüne wählt, wählt die Führungskraft, die den größten ökologischen Wahnsinn durchsetzt, borgt Greta lieber einmal ein Taschentuch, weil sie nicht mehr die Schönste ist.

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  5. Lisje Türelüre aus der Klappergasse sagt:

    Der Haß des links-grünen Establishments gegen den Staat Israel liegt in der Logik des Gedankenguts. Wenn Robert Habeck meint, „Volk“ sei ein böses Nazi-Wort, geeignet, andere auszugrenzen, und es demzufolge gar keine „Deutsches Volk“ gäbe, dann kann man nicht einen Staat unterstützen, der sich diesen Gedankengängen widersetzt.
    Bekanntlich definiert sich Israel als Heimstatt des jüdischen Volkes.

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  6. Anonymous sagt:

    FFP war und ist klimapolitisch eine sehr wichtige Initiative. Diese Bewegung als „populäre Schulschwänzer-Bewegung“ polemisch abzuwerten, beweist mir nur, dass man die Dringlichkeit des Anliegens nicht erkannt hat. Und dass Trump mit Klimaleugnern zusammen arbeitete und den Umweltschutz in den USA praktisch abschaffte, macht ihn wahrlich nicht zum Helden.

    Um so bedauerlicher ist es, dass Thunberg bezüglich des Nahostkonflikts so abgerutscht ist. Auch wenn dies keineswegs von FFF unbeantwortet blieb:

    „Nach einem antisemitischen Post über den internationalen Twitter-Account der Fridays-for-Future Bewegung kommt unmittelbar Kritik aus den Reihen des deutschen Ablegers. Luisa Neubauer distanziert sich umgehend. „Wir stellen uns klar und deutlich gegen jeden Antisemitismus, überall“, kommentierte die Klimaschutzaktivistin.“

    https://www.focus.de/politik/deutschland/umstrittener-post-fridays-for-future-verbreitet-antisemitischen-post-luisa-neubauer-distanziert-sich-prompt_id_13313968.html

    Und es bleibt legitim, gegen die israelische Siedlungspolitik zu sein.

    Aber Differenzieren ist in diesem Forum ziemlich out. Hier gibt es nur Schwarz oder weiß. Das Leben entspricht dem aber nicht.

    Und Antisemiten gibt es in Deutschland nicht nur bei der NPD. Nein, auch in der AfD und ihrem Umfeld gibt es solche Leute.

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  7. "GsJC" sagt:

    Dank für diesen ausgezeichneten Artikel und auf diesem Weg herzlichen Glückwunsch zum sehr guten R A N K I N G – weiter so!

    MfG

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  8. Holger Jahndel sagt:

    Der grüne Kult und die grüne Ideologie

    http://archiv-bueso.de

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