Günter Stiff ist heute vor 105 Jahren geboren

Von Felizitas Küble

Am heutigen Pfingstsonntag, dem 23. Mai 2021, wäre Günter Stiff, der Gründer unseres CHRISTOFERUSWERKS, das diesen Blog betreibt, 105 Jahre alt gworden.

Sein Wiegenfest konnte er stets am „Verfassungstag“ feiern, denn der 23. Mai ist der Tag des Grundgesetzes.

Mit dieser „Eselsbrücke“ konnten sich Freunde und Bekannten seinen Geburtstag leicht merken und Günter freute sich immer, daß er ihn gerade an diesem Gedenktag des Grundgesetzes feiern konnte.

In diesem Jahr gibt es im Zusammenhang mit seinem Lebenswerk drei weitere Jubiläen:

1946 hat Günter im westfälischen Münster seinen Jugendverlag KOMM-MIT gegründet, der zunächst „Deutscher Jugend-Verlag“ hießdas sind nun genau 75 Jahre.

Dasselbe Alter erreicht der ECCLESIA-Plakatdienst, mit dem wir alle zwei Wochen ein neues Poster für die Schaukästen der Pfarrgemeinden herausbringen. (Unsere „Bildpredigt“ ist seit Jahrzehnten der einzige katholische Plakatdienst in Deutschland).

Zur selben Zeit – nämlich 1946 – wirkte sein Vater Dr. Max Stiff erneut als Landrat: Im Mai 1933 war er als katholischer Zentrumsmann von den Nazis aus dem Amt geworfen worden. Nach dem Krieg hat ihn erst die britische Besatzungsmacht wieder eingesetzt und danach wurde er vom Kreistag gewählt.

Am heutigen Pfingstsonntag besuchte ich Dr. Ursula Stiff, eine pensionierte Lehrerin und jüngere Schwester von Günter Stiff, die ebenfalls in Münster wohnt und im Sommer 99 Jahre alt wird; sie lebt nach wie vor in ihrem Elternhaus unweit der Universitätsklinik.

BILD: Günter Stiff mit unserer ehrenamtlichen Helferin Ursula Reinsch bei seiner Geburtstagsfeier

Unser katholischer Jugendschriftsteller Günter Stiff starb am 10. September 2002 im Alter von 86 Jahren im Krankenhaus.

Das von ihm 1971 gegründete Christoferuswerk (CHR) kann in diesem Jahr ebenfalls ein Jubiläum begehen, denn es wird jetzt 50 Jahre alt.

Unsere als gemeinnützig anerkannte Vereinigung katholischer und evangelischer Christen betreibt seit Mai 2011 diesen Blog, wobei meine ehrenamtliche Arbeit am CHRISTLICHEN FORUM ebenfalls eine runde Zahl ergibt: nämlich genau 10 Jahre.

Ausführlichere Infos über das Leben und die apostolatische Arbeit von Günter Stiff gibt es hier: https://charismatismus.wordpress.com/2016/05/23/der-kath-jugendschriftsteller-guenter-stiff-waere-heute-100-jahre-alt-geworden/


GOTT hüllt sich in Licht wie in ein Kleid

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 104 (103),1-2.24-25.29-30.31.34.

Lobe den HERRN, meine Seele!
Mein Gott, wie groß bist du!
Du bist mit Hoheit und Pracht bekleidet.
Du hüllst dich in Licht wie in ein Kleid,
du spannst den Himmel aus wie ein Zelt.

HERR, wie zahlreich sind deine Werke!
Mit Weisheit hast du sie alle gemacht,
die Erde ist voll von deinen Geschöpfen.
Da ist das Meer, so groß und weit,
darin ein Gewimmel ohne Zahl: kleine und große Tiere.

Verbirgst du dein Gesicht, sind sie verstört;
nimmst du ihnen den Atem, so schwinden sie hin
und kehren zurück zum Staub der Erde.
Sendest du deinen Geist aus, so wird alles neu erschaffen,
und du erneuerst das Antlitz der Erde.

Ewig währe die Herrlichkeit des HERRN;
der Ewige freue sich seiner Werke.
Möge ihm mein Dichten gefallen.
Ich will mich freuen am HERRN

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Wenn Pfingsten charismatisch verzweckt wird

Von Felizitas Küble

Das Kölner Domradio – ein kirchlicher Sender des kath. Erzbistums – hat am heutigen Pfingstsonntag (23.5.) online ein Interview mit dem evangelischen Pfarrer Fabian Maysenhölder veröffentlicht, der auch als Podcaster und Blogger (TheoPop) aktiv ist.

Es geht um alte und neue Sekten, Sondergemeinschaften und sogenannte „neureligiöse“ Gruppen, die sich häufig darauf berufen, ihre Gründergestalte verfüge über einen heißen Draht nach oben.

Die katholische Kirche spricht in solchen Fällen von „Privatoffenbarungen“, im Protestantismus wird eher der Ausdruck „Neuoffenbarungen“ verwendet.

Irrgeistige Visionen und „Botschaften“ gibt es nicht allein in Sekten und esoterischen Zirkeln, sondern leider auch innerhalb christlicher Kreise und Gebetsgruppen.

Nicht zuletzt Prediger und „Heiler“ aus pfingstlerischen und charismatischen Bewegungen berufen sich gerne auf besondere Geistesgaben und reklamieren gleichsam ein Nahverhältnis zum Heiligen Geist. Bisweilen spricht man dort von einem „neuen Pfingsten“, das nun mit großen Erweckungen und „Salbungen“ in der Welt anbreche.

Diese Strömungen gibt es evangelischerseits bereits seit Beginn des 20. Jahrhunderts, katholischerseits begann die Charismatische Erneuerung im Jahre 1967 in den USA.

Das DOMRADIO stellt dem evangelischen Pastor, der sich seit längerem mit diesem Themenspektrum beschäftigt, auch die Frage, inwieweit einige neue religiöse Bewegungen die Pfingstgeschichte für sich nutzen.

Er antwortet:

„Das ist das, was man häufig in solchen religiösen Gemeinschaften, Sondergemeinschaften oder neuen religiösen Bewegungen findet, dass nämlich dieser Heilige Geist für sich beansprucht wird.

Oft steht am Anfang einer solchen Bewegung auch eine charismatische Gründerfigur, die für sich beansprucht, dass sie ein individuelles Pfingsterlebnis hatte, eine Offenbarung oder Berufung durch den Heiligen Geist.

Damit geht einher, dass man einen gewissen Autoritätsanspruch und Exklusivitätsanspruch hat: „Wir haben den Heiligen Geist. Wir haben die Wahrheit. Wir haben die wahre göttliche Sache offenbart bekommen.“

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Fotos: Dr. Bernd F. Pelz


NRW: Importierter Judenhaß begünstigt den alltäglichen Antisemitismus

Die aktuelle „Welt am Sonntag“ vom 23. Mai 2021 berichtet auf Seite 7 unter dem Titel „Laschets Problem mit Antisemiten“ darüber, daß es gerade in Nordrhein-Westfalen zu vielen antijüdischen Ausschreitungen gekommen ist.

Fast 200 Leute zogen mit antisemitischen Parolen zur Synagoge in Gelsenkirchen, bis Polizisten sie stoppten. Ein „halbes dutzend ähnlicher Vorfälle“ habe sich jüngst in NRW ereignet, so die WamS – und fügt hinzu: „Bei den Tätern handelte es sich meist um junge arabischstämmige Männer.“

BILD: Menorah (siebenarmiger Leuchter) in der Synagoge von Münster (auch dort gab es kürzlich judenfeindliche Randale durch Muslime)

Die Gelsenkirchener jüdische Gemeinde-Vorsitzende Neuwald-Tasbach erklärt gegenüber der WamS folgendes über den „alltäglichen Antisemitismus“, wie er ihr aus ihrer Gemeinde berichtet wird:

„Kinder werden in Schulen beschimpft, wenn sie sich als Juden zu erkennen geben. Gemeindemitglieder in Mehrfamilienhäusern wollen wegen der Nachbarn keine Post von der jüdischen Gemeinde. Und vor der Synagoge werden Juden bedroht, wenn sie Kippa tragen.“

Siehe zu diesem Thema auch unsere Klage über Vertreter christlicher Kirchen und deren mangelnde Bereitschaft zur Islamkritik: https://charismatismus.wordpress.com/2021/05/17/islamischer-antisemitismus-christliche-eiertanze-statt-ros-und-reiter-zu-benennen/

Foto: Felizitas Küble


Oberfranken: von 55.000 Gurgeltests 14 positiv

Die aktuelle „Welt am Sonntag“ vom 23. Mai 2021 befaßt sich auf Seite 6 kritisch mit der in vielen Bundesländern – vor allem Berlin – noch sehr zögerlichen Öffnung von Schulen vom Online- oder Wechsel-Modell zum vollen Präsenzunterricht.

Thematisiert wird auch die Bildungskrise infolge des langen digitalen Distanzunterrichts hierzulande.

Unter dem Titel „Wann gibt es endlich wieder richtig Schule?“ heißt es: „Obwohl die dritte Corona-Welle abklingt…, herrscht längst nicht wieder überall Regelbetrieb in deutschen Schulen.“

Autorin Freia Peters berichtet außerdem folgendes über Corona-Schultests:

„Eine soeben zur Veröffentlichung eingereichte Studie der Universitäts-Kinderklinik Regensburg bestätigt, dass es keine relevanten Infektionscluster an Schulen gibt. 55.000 PCR-Gurgeltests haben die Schüler seit Ende der Osterferien in Oberfranken durchgeführt, lediglich 14 Tests davon waren positiv. Das entspricht einer durchschnittlichen Positivrate von 0,025%.“

Dem ist nichts hinzuzufügen.

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Matic-Bericht im Europa-Parlament will die Abtreibung zum „Menschenrecht“ erklären

Die internationale Abtreibungs-Lobby stehe knapp vor einem großen Erfolg im Europäischen Parlament.

Ein Bericht des kroatischen Sozialisten Predrag Fred Matić, der voraussichtlich am 23. Juni im Plenum des Parlaments in Brüssel behandelt werden wird, versuche, Abtreibung zum Menschenrecht zu erklären und die Gewissensfreiheit von Ärzten zu untergraben.

Das meldet die katholische „Tagespost“ in ihrer aktuellen Ausgabe (20.5.). Der Bericht sei nach monatelangem Ringen und mehr als 500 Änderungsanträgen im zuständigen „Ausschuss für die Rechte der Frauen und die Gleichstellung der Geschlechter“ vor wenigen Tagen mit 27 gegen sechs Stimmen angenommen worden.

Wie die Zeitung weiter schreibt, umfasse „die sexuelle und reproduktive Gesundheit aller Individuen“ laut dem Bereicht u.a. das „Recht der freien Definition ihrer eigenen Sexualität, einschließlich ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Geschlechtsidentität und deren Ausdruck, das Recht der freien Auswahl ihrer Sexualpartner“ wie auch der freien Entscheidung, „ob, wann und mit welchen Mitteln sie ein Kind oder mehrere Kinder bekommen“, und das „Recht auf lebenslangen Zugang zu Informationen, Ressourcen, Dienstleistungen und Unterstützung, die notwendig sind, um all dies zu erreichen“.

Damit sei nicht nur die Palette der Reproduktionsmedizin gemeint, sondern ausdrücklich auch „sichere und legale Abtreibungsdienste“.

Die so definierten „sexuellen und reproduktiven Rechte“ würden in dem Bericht als Menschenrechte postuliert. Das Recht des ungeborenen Kindes auf Leben fände dagegen in dem Text keine Erwähnung.

Stattdessen behaupte der Bericht, „dass Verstöße gegen die sexuelle und reproduktive Gesundheit und die damit verbundenen Rechte Verstöße gegen die Menschenrechte“ darstellten, „insbesondere gegen das Recht auf Leben“.

Wörtlich schreibt die Zeitung:

„In dieser Logik wären Abtreibungsbefürworter die wahren Lebensschützer, während Abtreibungsgegner das Recht auf Leben missachteten. Tatsächlich behauptet der Bericht in der Konsequenz dieser Logik, dass Staaten, die Abtreibungen nur unter bestimmten Umständen straffrei stellen, ,Frauen somit zwingen, heimlich abzutreiben, in andere Länder zu reisen oder ihre Schwangerschaft gegen ihren Willen zu Ende zu führen, was eine Verletzung der Menschenrechte und eine Form geschlechtsspezifischer Gewalt darstellt‘. Der Bericht fordere die Mitgliedstaaten der EU darum auf, „alle Hindernisse zu beseitigen, die dem uneingeschränkten Zugang zu diesen Diensten im Wege stehen“.

Gemeint seien damit „Gesetze, die Abtreibungen nicht pauschal erlauben, sondern reglementieren“. Auch stelle der Bericht die Gewissensfreiheit von Ärzten in Frage. So heiße es dort, Angehörige der Gesundheitsberufe könnten „die Bereitstellung von Waren und Dienstleistungen verweigern, wenn sie moralische Bedenken haben, zum Beispiel bei der Durchführung von Abtreibungen“.

Eine solche Verweigerung aus Gewissensgründen solle – gehe es nach dem Berichterstatter, bald nicht mehr geben: „In Zukunft sollte sie als Verweigerung der medizinischen Versorgung und nicht als sogenannte Verweigerung aus Gewissensgründen behandelt werden“, zitiert das Blatt den Bericht.

Der Beitrag schließt mit den Worten, am 23. Juni werde sich zeigen, „ob eine Mehrheit im Europäischen Parlament diesem radikalen Vorstoß der Abtreibungs-Lobby und ihrer Attacke auf die Meinungs- und Gewissensfreiheit zu folgen gewillt ist“.

Quelle: ALFA-Newsletter

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Joachim Ringelnatz: „Das Samenkorn“

Ein Samenkorn lag auf dem Rücken,
die Amsel wollte es zerpicken.

Aus Mitleid hat sie es verschont
und wurde dafür reich belohnt.

Das Korn, das auf der Erde lag,
das wuchs und wuchs von Tag zu Tag.

Jetzt ist es schon ein hoher Baum
und trägt ein Nest aus weichem Flaum.

Die Amsel hat das Nest erbaut;
dort sitzt sie nun und zwitschert laut.

Joachim Ringelnatz (1883-1934)