Die Union will mit einem „Krieg der Sternchen“ im Wahlkampf punkten

Von Felizitas Küble

Plötzlich werden sie wach: CDU und CSU entdecken ihre Abneigung gegen die Gendersprache, zumal kürzlich durch Umfragen bestätigt wurde, daß zwei Drittel der Deutschen mit diesem Irrsinn nichts am Hut haben.

Die Schwesterparteien, die gegen den sprachzerstörenden Unfug bislang nichts Ernsthaftes unternommen haben, gebärden sich jetzt in Wahlkampfzeiten als Gender-Skeptiker, erst recht in Sachsen-Anhalt, weil dort nächsten Sonntag Landtagswahlen anstehen.

Auf „Tichys Einblick“ kritisiert der bekannte Bestseller-Autor Peter Hahne (siehe Foto) diese opportunistische Heuchelei: „Als letzte Hoffnung klammert sich die CDU an den Genderstern. Wie Ertrinkende ergreift man die letzte Chance, um nicht im Sturm der Umfragen umzukommen.

Es handle sich, so der ehem. ZDF-Moderator, um die „größte Mogelpackung dieses Wahlkampfs neben Baerbocks Bildungsweg und Giffeys Doktorgrad.“

Hahne hat den Genderwahn bereits in seinen letzten vier Büchern mit anschaulichen Beispielen und Hintergrund-Infos vorgeführt und nun ziehen die Parteien mit dem hohen „C“ eilfertig nach, wie es scheint. „Auf den ersten Blick ist das doch klasse“, schreibt der Autor halbironisch.

Doch der zweite Blick zeige ihm etwas Anderes: „Wir erleben die größte Polit-Veräppelung seit Söders „Asyltourismus“… Für wie blöd halten CDU und CSU eigentlich den Wähler?!“

Er führt aus, die gegenderten „Sternchen-Fans“ säßen „in den Unions-geführten Rathäusern, Rundfunkräten, Regierungen, wo sie nicht nur diesen Gender-Wahn geduldet, sondern unterstützt haben. Wer hat unsere Sprache verraten? Auch Christdemokraten!

Wo war das klare Verbot der Unions-Kultus- und Wissenschaftsminister, als Universitäten und Schulen vom Gender-Gaga überrollt wurden? Ich habe nichts vernommen. Ja, wo waren denn die Genderstern-freien Zonen auf der deutschen Landkarte?“

BILD: Eines der zahlreichen Bücher Hahnes mit dem Titel „Niemals aufgeben“

In Wirklichkeit, kritisiert Hahne, habe man sich „fröhlich dem Wahnsinn ergeben“ und sei sich dabei „wahnsinnig fortschrittlich“ vorgekommen:

„Wer dagegen aufmuckte, wurde zum chauvinistischen, erzreaktionären und deutschtümelnden Gender-Leugner erklärt, so wie man es mit den Corona-Leugnern und der neuen Variante namens Klima-Leugner hält: ausgrenzen, lächerlich machen, in die ultrarechte Ecke stellen.“

Nun werde eine populistische Kurskorrektur vorgenommen:

„Nachdem man alles versemmelt hat, von Energie- über „Flüchtlings”- bis Corona-Politik, sollen jetzt die 65 Prozent der Bevölkerung den politischen Untergang verhindern, die strikt gegen das „Gendern“ sind.“

In Wirklichkeit werde nach der Wahlen „noch draufgesattelt, damit das Pferd des Fortschritts im Gender-Galopp die Ziellinie noch vor den Grünen erreicht. In Sachen Klima machen Söder und Co. uns das ja bereits eindrucksvoll vor.“

Quelle für die Zitate: https://www.tichyseinblick.de/meinungen/die-union-im-krieg-der-sterne/


WamS-Chef Boie kritisiert Linkstrend im TV

Johannes Boie, Chefredakteur der WELT am SONNTAG, befaßt sich seit längerem mit Einseitigkeiten und Linksdrall im öffentlich-rechtlichen Fernsehen.

Diese Schieflage ist zwar nicht neu, sondern an die fünfzig Jahre alt. Aber es wird diesbezüglich immer schlimmer:

Die ideologisch-fanatische Cancel Culture und der damit verbundene „Wokismus“ als linker „Identitätspolitik“ und pseudomoralischer „Anti-Rassismus“ sind immer stärker auf dem Vormarsch in Medien, Öffentlichkeit und Politik – und leider auch im Hochschulwesen.

In der aktuellen WamS vom 30. Mai nennt Boie in seinem Editorial auf S. 2 einige Beispiele für die rotgrüne Zuschauer-Beeinflussung im zwangsgebührenfinanzierten TV:

„Am Mittwoch feiert der WDR den Diesbstahl von mehreren hundert Autoschlüsseln durch Umweltaktivisten als eine „gewiefte Aktion“.

Am selben Tag lobt die WDR-Sendung „Markt“ den Massenmörder Mao, der die gtrößte Hungersnot in der Geschichte der Menschheit mit ca. 45 Millionen Toten zu verantworten hat. Er habe „echten Weitblick“ gehabt, die Moderatorin hält die Mao-Bibel in der Hand.

Am Donnerstag berichtet der WDR nach tagelangen antisemitischen Demonstrationen zahlreicher Migranten über den „importierten Judenhass“ als „rechte Kampagne“. Subtext: Besorgniserregend sind vor allem diejenigen, die das Problem beim Namen nennen.

Die von uns hier zitierte Liste der „Fehlanzeigen“ ist nicht vollständig und bezieht sich auf wenige Tage innerhalb der vorigen Woche.


Gottes Auge ruht auf denen, die ihn fürchten

Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche:
Psalm 33 (32),4-5.6.9.18-19.20.22.

Das Wort des HERRN ist wahrhaftig,
all sein Tun ist verlässlich.
Er liebt Gerechtigkeit und Recht,
die Erde ist erfüllt von der Huld des HERRN.

Durch das Wort des Ewigen wurden die Himmel geschaffen,
ihr ganzes Heer durch den Hauch seines Mundes.
Denn der HERR sprach und sogleich geschah es;
ER gebot und alles war da.

Siehe, das Auge des HERRN ruht auf denen, die ihn fürchten,
die seine Huld erwarten,
dass ER ihre Seele dem Tod entreiße und sie,
wenn sie hungern, am Leben erhalte.

Unsre Seele hofft auf den Höchsten;
ER ist unsre Hilfe und unser Schild.
Lass deine Güte über uns walten, o HERR,
wie wir auf dich hoffen!

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Baerbocks angekratztes Image: Werden Journalisten allmählich etwas kritischer?

Von Felizitas Küble

Nach der Wahl von Annalena Baerbock zur Kanzlerkandidatin der Grünen schien ihr nicht nur die eigene Partei, sondern fast die ganze Medienwelt zu Füßen zu liegen. In einigen Zeitungen hieß es halb-ironisch, alle fünf Minuten verliebe sich ein Journalist in den grünen Star.

Zu den kritischen Ausnahme-Stimmen aus der Welt der Polit-Prominenz gehört Sahra Wagenknecht, die sich schon bald skeptisch zu Wort meldete (siehe hier unser Bericht).

Inzwischen ist der erste Medienhype um die sogenannte „Völkerrechtlerin“, die keine Juristin ist, deutlich abgeklungen, der Lack ist ab, was sicher auch mit den Ungereimtheiten um ihre spätgemeldeten Sondereinkünfte zu tun hat – aber nicht allein.

Jetzt kreidet ihr sogar der linksliberale „Tagesspiegel“ – den Grünen sonst sehr wohlgesonnen – ein paar weitere Fehlleistungen an, wenngleich „nur“ solche verbaler Natur.

Jost Müller-Neuhof gefällt es in seinem heutigen Online-Artikel nicht, wie Baerbock dieses Melde-Versäumnis im nachhinein zu erklären versucht.

So hält er ihr vor, sie habe gesagt, die Zahlungen ihrer eigenen Partei seien schließlich „keine Einnahmen von Dritten“ gewesen – womit wohl gemeint sei: im Unterschied zu Fehlleistungen anderer Abgeordneter.

Damit erwecke sie den Eindruck, als ob sie für ihre eigene Partei im Bundestag sitze. Doch das Verfassungsrecht habe der Völkerrechtlerin verdeutlichen müssen, daß Parlamentarier in Deutschland gerade nicht die Handlanger ihrer Partei, sondern laut Art. 38 GG „Vertreter des ganzen Volkes“ sind. Der Autor resümiert: „Die Politikerin hat Volk mit Partei verwechselt.“

Allerdings erstaunt dies wenig, wie wir in unserer Redaktion seit Jahrzehnten kritisch anmerken, denn die Grünen haben sich in in den 80er Jahren aktiv für ein (durchaus grundgesetzwidriges) „imperativen Mandat“ eingesetzt, was bedeutet, daß Abgeordnete in erster Linie als verlängerter Arm ihrer Partei fungieren, quasi die Befehlsempfänger der Parteibasis sind.

Zurück zum „Tagesspiegel“: Der Verfasser deckt auf, daß die Kanzlerkandidatin ihr „Versäumnis“ keineswegs selber öffentlich gemacht habe, wie sie in einer Talkshow zu ihrer Rechtfertigung behauptete. Auf Anfrage der Zeitung habe sie sich nicht zu diesem Punkt geäußert.

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Neue Ausstellung über Spuk-Phänomene: Fotografien von Leif Geiges in Freiburg

Schlurfende Schritte auf dem Dachboden, ein Teppich wird zur Schlange, Brötchen fliegen wie Schwalben durch die Luft… Es spukt! Oder war alles nur Einbildung? Vielleicht Täuschung oder gar Betrug?

Phänomene, die gegen den gesunden Menschenverstand verstoßen, werden oft tabuisiert. Dennoch üben sie eine unwiderstehliche Faszination aus. In Freiburg werden sie seit den 1950er Jahren sogar wissenschaftlich dokumentiert und untersucht.

Der Fotograf und Bildjournalist Leif Geiges (1915 – 1990) arbeitete über viele Jahre mit dem Parapsychologen Professor Hans Bender (1907 – 1991) zusammen, der an der Freiburger Universität lehrte.

Außerdem illustrierte er weitere Forschungsfelder wie magische Praktiken, beispielsweise das Gläserrücken, und dokumentierte Experimente zur außersinnlichen Wahrnehmung im Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene e. V.

Die Ausstellung präsentiert zum ersten Mal umfassend das Bildmaterial, das zu seiner Entstehungszeit auszugsweise in Magazinen erschien. Sie gibt einzigartige Einblicke in ein wissenschaftliches und gesellschaftliches Spannungsfeld der Nachkriegszeit.

Quelle und weitere Infos hier: https://www.freiburg.de/pb/,Lde/1666964.html


Der Dreieine als Fundament unseres Glaubens

Zur Katechese des hl. Irenäus von Lyon (2. Jahrh.)

Die liturgische Evangelienlesung des heutigen Dreifaltigkeits-Sonntags verkündet uns den Missionsbefehl Christi:

Der Erlöser beauftragt die Apostel vor seiner Himmelfahrt, zu allen Völker zu gehen, sie zu taufen und sie alles zu lehren, was ER ihnen aufgetragen hat (Mt 28,18 f).

Zu diesem Abschluß des Matthäus-Evangeliums, auch als „Matthäi am Letzten“ bezeichnet, hat der frühchristliche Kirchenlehrer Irenäus von Lyon (geboren 130 n. Chr.) bereits eine Auslegung geschrieben.

Der katholische Bischof und Märtyrer konzentriert sich in seiner Katechese (Glaubensunterweisung) auf den Auftrag Jesu zur Taufe im Namen des dreieinigen Gottes:

„Das ist die Richtschnur unseres Glaubens, das ist das Fundament unseres Bauwerks, das ist es, was unserem Verhalten Festigkeit verleiht:

  1. Gott-Vater, ungeschaffen, unbegrenzt, unsichtbar; der eine Gott, Schöpfer des Universums; das ist der erste Artikel unseres Glaubens.

2. Das Wort Gottes, der Sohn Gottes, Jesus Christus, unser HERR; er wurde den Propheten geoffenbart, gemäß der Art ihrer Weissagungen und gemäß dem Ratschluss des Vaters; durch seine Mitwirkung wurde alles geschaffen; In der Fülle der Zeit hat er sich herabgelassen, Mensch zu werden unter den Menschen, sichtbar, berührbar, um so den Tod zu vernichten, das Leben hervorzubringen und die Versöhnung zwischen Gott und den Menschen zu erwirken.

3. Der Heilige Geist; durch ihn haben die Propheten geweissagt, haben unsere Väter die göttlichen Dinge gelernt und wurden die Gerechten auf den Weg der Gerechtigkeit geführt; als die Zeit erfüllt war, wurde er auf neue Weise auf die Menschen ausgegossen, um sie auf der ganzen Erde für Gott zu erneuern.“

Deshalb steht die Taufe – unsere neue Geburt – unter dem Zeichen dieser drei Artikel:

Gott-Vater gewährt sie uns im Hinblick auf unsere Wiedergeburt in seinem Sohn durch den Heiligen Geist.

Denn jene, die den Heiligen Geist in sich tragen, werden zum Wort geführt, das der Sohn ist, und der Sohn führt sie zum Vater, und der Vater verleiht uns die Unsterblichkeit. Ohne den Geist ist es unmöglich, das Wort Gottes zu verstehen, und ohne den Sohn kann man sich nicht dem Vater nähern. Denn die Erkenntnis des Vaters ist der Sohn, und die Erkenntnis des Sohnes geschieht durch den Heiligen Geist, und der Sohn gibt den Geist, wie es dem Vater gefällt.“

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