Keine verfrühte Sexualaufklärung der Kinder

Von Christa Meves

Die ideologische Vorstellung, Kinder vom frühen Alter ab in Sex einzuüben, hat in den deutschsprachigen Ländern manche Schulen, ja z. T. sogar manche Kindergärten erfasst.

Schulpläne enthalten dann für den Sexualkundeunterricht ideologisierte Akzente. Die liberalistische Vorstellung, dass der Mensch sobald wie möglich zu sexuellen Tätigkeiten angeregt werden müsste, steht im Hintergrund solcher Bemühungen.

Die Programme dazu waren besonders in Deutschland längst geschrieben, z. B. von dem Protagonisten Helmut Kentler mit seiner Schrift „Sexualerziehung“ 1970. Und die neuen Vorstellungen wurden vor allem von den 68er-Revoluzzern begierig aufgenommen.

Aber erst in den letzten 20 Jahren waren diese Ideen so vielfältig verbreitet worden, dass man sie z. T. sogar für rechtlich zulässig hielt. Aufklärung und Einführung in die Sexualität gehören dabei zum Programm.

Bereits gewecktes Sexverhalten gegenüber Gleichaltrigen wird gelegentlich sogar in Kindergärten dieser Art toleriert. Grundschülern werden durch mehrere Jahrgänge hindurch Modelle zur Verhütung von Schwangerschaften angeboten und mithilfe von Modellen, Plastiken oder Zeichnungen der Zeugungsvorgang simuliert und drastisch demonstriert – und das meist mit einer merkwürdigen Selbstverständlichkeit, bei der das Schamgefühl offenbar geradezu ausgeschaltet zu sein scheint.

Dies alles steigert sich im Jugendalter zu Unterrichts-Besuchen von Personen aus der Gruppe LGBTQ, um den Schülern eine Lebensart dieser Façon schmackhaft zu machen – zum großen Teil mit seltsam irrealen Hintergrundangaben aus der Genderideologie.

Hier soll der Versuch gemacht werden, diese Verfrühungen und Übertreibungen in der Sexualaufklärung mit einer neuen wissenschaftlichen Erkenntnis zu widerlegen; denn unabhängig davon hat sich bereits längst gezeigt, dass damit keine gesunde Einführung ins Erwachsenenleben bewirkt wird, sondern dass stattdessen eher Lebensbehinderungen die Folgen sein können – angefangen von Sexualsüchten bis zu einer so erworbenen Wunschwelt zur Sexualtäterschaft.

Es gibt nämlich seit einigen Jahren einen zugkräftigen wissenschaftlichen Beweis gegen die Theorie, dass Kinder-Sex – welcher Art auch immer – das Tor zu lebenslänglicher Lebensqualität sei. Vor allem ist hierin die hormonelle Forschung in den USA führend gewesen.

Die Neurologin Lise Eliot z. B. bringt in ihrem Buch: „Wie verschieden sind sie? Die Gehirnentwicklung bei Mädchen und Jungen“ (Berlin Verlag 2010) auf S. 141 eine in dieser Hinsicht aufschlussreiche Tabelle:

Hier lässt sich in der deutschen Übersetzung für jeden Laien sehen und im anschließenden Kommentar nachlesen, dass Kinder zwar während der mütterlichen Schwangerschaft hormonell auf den Status männlich oder weiblich durch hohe Dosen von Sexualhormonen physisch vorbereitet werden, dass aber nach der Geburt innerhalb des ersten Lebensjahres der Hormonstatus in Bezug auf das Östrogen bei den Mädchen und das Testosteron bei den Jungen so niedrig ist, dass er bis fast auf die Nullgrenze gesenkt erscheint.

Und dieser Status pflegt bei gesunden Kindern durchgehalten zu werden, bis dann um die Zehn- bis Zwölfjährigkeit herum Vorbereitungen auf den Reifestatus der Pubertät einsetzen.

Aus diesem Forschungsergebnis wird etwas deutlich, was alle unangefochtenen Eltern durch die gesamten ersten 14 Lebensjahre ihrer Kinder auch heute noch in ihrer Pädagogik wie selbstverständlich praktizieren: Sie verschonen ihre Kinder mit einer Einbeziehung in die Erwachsenensexualität. Sie wollen sie damit nicht behelligen, weil sie als Eltern spüren und erfahren, dass ihre Kinder diesem Feld noch fern sind. Und das ist richtig.

Die Kinder befinden sich in der Tat noch im Status der Unberührtheit. Man könnte interpretieren: Es gehört offenbar zur Schöpfungsordnung unseres Gottes, dass die Kinder von diesem mächtigen Bereich in der Erwachsenenwelt noch nicht beeinträchtigt werden sollen; denn die Kindheit ist vorrangig eine Zeit neugierigen Vertrautwerdens mit den Bereichen des Umfelds.

Hier haben die Kleinen ihnen Wichtigstes anzupacken und zu bewältigen. Sie wollen das neue Leben erkunden und begreifen, um sich darin sicher zu fühlen – als Vorbereitung zu erfolgreichem Handeln in und mit dieser Welt! Natürliche, seelisch gesunde Kinder interessiert die Erwachsenensexualität deshalb nicht spontan. Sie haben in umgrenzten Zeitfenstern das für ihre Ausreifung Notwendige zu vollziehen.

Wenn sie also als Kleinkinder ein vordringliches Interesse für Sexuelles an den Tag legen, sind sie meist von Außenstehenden direkt dafür geweckt worden.

Es ist dringend an der Zeit, dass diese wissenschaftlichen Erkenntnisse in unserer verwirrten Welt greifen und vermittelt werden; denn sie gehören in den Bereich von Gottes Schöpfungsordnung. Ohne deren Beachtung geraten wir Menschen meist rasch in gefährliche Überheblichkeiten.

Wir können unser Leben als Menschen eben nicht unbedenklich nach eigener Maßgabe bestimmen. Wir müssen unsere Festgelegtheiten beachten, wenn wir erzieherischen Erfolg haben und gute Früchte ernten wollen. Wir sind nun einmal Geschöpfe – erstellt von einem SchöpferUND ER SITZT NACH WIE VOR IM REGIMENTE.

Christa Meves ist Bestsellerautorin und Psychotherapeutin für Kinder/Jugendliche; zudem leitet sie den Verein „Verantwortung für die Familie“


8 Kommentare on “Keine verfrühte Sexualaufklärung der Kinder”

  1. juetz sagt:

    Passt nicht ganz, aber, in Frankreich: Kinder als Ware für alle, die man sich einfach mal so zulegt. Vor allem für männliche gleichgeschlechtliche „Ehepaare“, die zumeist sehr gut verdienen, geht ein Traum in Erfüllung:

    https://www.die-tagespost.de/politik/aktuell/die-rueckkehr-der-barbarei;art315,219288

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  2. Holger Jahndel sagt:

    Postmoderne Ideologen zerstören die Universität – und bald die gesamte Gesellschaft | Cathwalk

    In einem Gespräch mit Dennis Prager spricht Jordan B. Peterson, Professor an der University of Toronto, über den…

    https://www.thecathwalk.de/2019/12/22/postmoderne-ideologen-zerstoren-die-universitat-und-bald-die-gesamte-gesellschaft/#comment-8980

    https://www.thecathwalk.de/

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  3. Holger Jahndel sagt:

    Bund Katholischer Ärzte Deutschland

    https://www.bkae.org/?id=316

    Bund Katholischer Ärzte
    Wechseln zu: Navigation, Suche

    Der Bund Katholischer Ärzte (BKÄ) versteht sich als „eine Vereinigung von katholischen Ärzten, die als christliche, glaubenstreue Ärzte im Bereich Beruf – Kirche leben und wirken“[1]. Leiter der Vereinigung ist Dr. (I) Gero Winkelmann, der als praktischer Arzt in Unterhaching bei München tätig ist.

    http://kathpedia.de/index.php?title=Bund_Katholischer_%C3%84rzte

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  4. Juetz sagt:

    Passt nicht sooo ganz.
    Aber die Frühaufklärung wird kommen … wenn man zwei Väter oder zwei Mütter hat .. muss man ja schon wissen warum.
    Mir dreht sich der Magen rum, so sehr ich es allen Menschen gönne, wenn sie ein Gegenüber haben und sich geliebt fühlen. Jeder soll das gerne ausleben, was er meint leben zu müssen, aber bei Leihmutterschaft hört der Spass auf.

    Sänger Lance Bass erwartet mit Ehemann Zwillinge

    “ …Der ehemalige Sänger der Boyband ‚N Sync, Lance Bass und seinem Mann Michael Turchin haben sich einen lang gehegten Kinderwunsch erfüllt. Im November werden der 42-Jährige und der 34-Jährige mithilfe einer Leihmutter Eltern von Zwillingen, ein Mädchen und einen Jungen, sagte Bass der US-Zeitschrift „People“. In dem Interview sprachen Bass und Turchin über den schwierigen Prozess und viele Rückschläge, die sie auf dem Weg erlebten. Eine der Leihmütter habe im vorigen Jahr eine Fehlgeburt erlitten. Dass es jetzt offenbar zu klappen scheint, teilte Bass mit gruseliger Musik unterlegtes Video im Stil eines Filmtrailers, indem das Paar über die Ankunft von etwas Geheimnisvollem zu Halloween spekuliert, mit einer Anspielung auf Zwillinge am Ende. …“

    Diese Lobby schafft es, indem sie diese Meldungen lancieren – Hollywood Filme zu diesem Thema sind garantiert in Vorbereitung oder schon gedreht – das als neue Normalität hinzustellen.

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    • dorrotee sagt:

      Wollen Gesundheitsminister Spahn und sein „Mann“ nicht auch ein Kind aus Leihmutterschaft?

      Die FDP ist doch ganz dafür.

      Der Artikel ist richtig gut. Doch manchmal hat Corona auch was Gutes. Diese Frühsexualisierung ist stark in den Hintergrund gedrängt worden.

      Die Kinder haben anderes aufzuholen . Und das auch im Fach Biologie.

      Mein Sohn sollte in der 9 Klasse im letzten Jahr von einer NRW Kreisorganisation und Kinderschutzbund Aufklärung bekommen.
      Die Sache mit diesen diversen Koffer wo alles mögliche zum Anschauen und ausprobieren drin ist. Auch soll da ein Bordell ,das die Schüler gestalten können eingerichtet werden, um diverse Praktiken ganz selbstverständlich kennenzulernen.
      Ich hätte meinen Sohn an dem Tag nicht zur Schule geschickt.

      Alles fand nicht statt und in diesem Jahr 10 Klasse ist alles gelaufen. Da standen die Prüfungen und das Praktikum im Vordergrund. Einfach gut gelaufen.

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      • Holger Jahndel sagt:

        Die Zwangs- und Frühsexualisierung der Kinder bis hin zur Pädophilie hat System,
        siehe auch die christliche Psychologin Christa Meves und die Wertkonservative Eva Hermann.
        Siehe auch Judith Reisman und den Anthropologen James DeMeo aus den USA.

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    • Holger Jahndel sagt:

      Siehe auch Judith Reisman und den Anthropologen James DeMeo aus den USA.

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  5. Holger Jahndel sagt:

    Gabriele Kuby, Soziologin, in Deutschland greift der JUgendschutz nicht richtig

    http://www.gabriele-kuby.de

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