So habe ich Fronleichnam in Haus Assen erlebt

Von Dominik Terhorst

Nachdem im letzten Jahr in meiner Gemeinde keine Fronleichnamsprozession angeboten worden war, hatte ich doch wenigstens in diesem Jahr wegen sinkender Coronazahlen darauf gehofft.

Doch beim Durchblättern unserer Kirchenzeitung, die zumindest noch einen Überblick über die angebotenen Gottesdienste in der Umgebung gibt, wurde ich leider eines Besseren belehrt.

Weit und breit keine Fronleichnamsprozession vorgesehen.

Manche Gemeinden veranstalteten noch nicht einmal (OpenAir)-Gottesdienste als Ersatz, sondern „verlegten“ die Feier auf das darauffolgende Wochenende, wo eh schon Eucharistiefeiern stattfinden.

Eine Nachbargemeinde ersetzte aus Angst vor Schlechtwetter einen Tag vorher den OpenAir-Gottesdienst gegen einen Gottesdienst in der Kirche, wo die Gläubigen nicht singen durften.

Wo ist denn da das Gottvertrauen?

In meiner Gemeinde wurde die Fronleichnamsprozession gegen sogenannte Sternmärsche ersetzt, d.h. die Gläubigen trafen sich an verschiedenen Stellen im Ort und zogen von dort zum OpenAir-Gottesdienst.

Sicherlich ein nettes Beisammensein, aber wo waren dabei die Priester, die das Allerheiligste ehrfurchtsvolldurch den Ort tragen?

Man schien fast vergessen zu haben, weswegen man eigentlich Fronleichnam feiert.

Weil in den letzten Jahren in meiner Gemeinde nur modernere Lieder gesungen wurden, gegen die ich grundsätzlich nichts habe, die aber nicht die Fronleichnamsklassiker „Kommt her ihr Kreaturen all'“ und „Deinem Heiland, deinem Lehrer“ verdrängen dürfen, habe ich mich zusammen mit meiner Mutter nach Haus Assen bei Lippetal begeben.

Von dieser Feier bin ich nicht enttäuscht worden.

Nach der feierlichen Messe im alten Ritus folgte die Prozession, selbstverständlich mit dem Allerheiligsten, und mit vier Stationsaltären, die feierlich mit Blumenteppichen geschmückt waren. Blumenmädchen verschönerten zudem den Weg mit den Blüten der vielfältigsten Pflanzen.

BILD: Blumengeschmückter Stationsaltar an Haus Assen (Foto: D. Terhorst)

Bei dieser Prozession waren sehr viele junge Menschen dabei, wie der Priester auch am Ende betont hat. Es besteht also noch Hoffnung, dass es junge Menschen gibt, die der wahren Lehre der katholischen Kirche weiterhin folgen und das nicht den Älteren oder Alten überlassen.

U.a. sang ein Chor, bestehend aus jungen Damen aus dem Kreis der Gläubigen, das Lied „Wo in feierlicher Stille“, das meine Mutter das letzte Mal vor über 60 Jahren bei ihrer Erstkommunion gehört hat.

Kleine Kinder, die verhältnismäßig still waren, Jugendliche und junge Erwachsene, die sich ehrfurchtsvoll verhalten haben, kein Geklatsche nach den Dankesworten durch den Priester etc., habe ich als früher Dreißiger noch nie so erlebt.

Es war sehr empfehlenswert und ich plane zukünftig häufiger an Gottesdiensten des Hauses Assens teilzunehmen.

Wahrhaft eine Oase des Glaubens, wo man einmal erfreulicherweise nichts von den kirchenkritischen und sakrilegen Themen, die in letzter Zeit die Medien und Predigten vieler Gemeindepfarrer bestimmen, gehört hat.

Hinweis der Redaktion: Haus Assen ist ein imposantes Wasserschloß in Lippetal, das in der Trägerschaft des SJM-Ordens (Diener/Servi Jesu und Mariens) steht. Näheres hier: https://www.haus-assen.de/home.html     


3 Kommentare on “So habe ich Fronleichnam in Haus Assen erlebt”

  1. nathalie sagt:

    Nur noch 4 Wochen Zeit für diese extrem wichtige Petition.
    DAS geht uns alle an.

    https://www.openpetition.de/petition/unterzeichner/europas-freiheit-schuetzen-politischen-islam-stoppen#petition-main

    Gefällt mir

  2. mk sagt:

    Gestern haben wir in unserer Pfarrkirche Fronleichnam nachgefeiert. Unser Priester hat die heilige Messe sehr würdevoll gefeiert, ist dann mit dem Allerheiligsten nach draußen zu dem dort vorbereiteten Altar gegangen, Anbetung, Te deum, Tantum ergo zum Segen, es war nicht wie immer und trotzdem war alles da. Mir hat es sehr gut getan; besser, als mit der sonst üblichen Prozession zu gehen, wo man sich, bei den vielen katholisch unmusikalisch scheinenden Mitgehenden, manchmal fast als Fremdkörper vorkommt.
    Zu der Frage „Wo ist denn da das Gottvertrauen“. Ist vielleicht nicht ganz so einfach; man kann auch, selbst erlebt, mit Gottvertrauen mit dem Auto in den Graben fahren.

    Gefällt mir


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s