Jutta: Ich habe einst abgetrieben – leider!

Ich war in meinem jungen Leben, in dem die Abtreibung stattfand, eine Schauspielerin – richtig ausgebildete Schauspielerin und ich habe auch einige Engagements gehabt, konnte tatsächlich eine Zeit lang von dem Beruf leben, was nicht selbstverständlich ist.

Zur ganz großen Karriere, obwohl man mir die mehrmals prophezeit hat, kam es nie. Ich war schön, süß, auch begabt – sicher nicht brillant, hatte aber – so hieß es – das gewisse Etwas, das Geheimnisvolle.

Das haben mir vor allem die weiblichen Kollegen bestätigt – ganz wichtig, denn Männer sind sehr unzuverlässig in der Beurteilung von Frauen, da in dieser Branche – ebenso wie in der Musik – alles selber schuld ist, was nicht bei Drei auf den Bäumen ist … und der Sinnenrausch erfasst einen … unterstützt durch Drogen und Alkohol.

Ich war süchtig nach Leben, aber sehr gehemmt – süchtig nach großen Erlebnissen, aber viel zu langweilig und normal und vernünftig, um in die völlig “abgefahrenen” Kreise aufgenommen zu werden. Ich hatte zu nichts eine wirkliche Beziehung. Ich war eine schöne, leblose Maske. Das ist die eine Hälfte.

Gleichzeitig war da natürlich, wie bei jedem Menschen, egal, ob Mann, Frau oder Kind … die Sehnsucht nach Liebe, nach Angenommensein. Nach einem Zuhause. Ich war auch sensibel, fürsorglich, feinfühlig, kontaktfreudig, neugierig, interessiert an Menschen, an Philosophie …

Ja, ich bin ohne Gott aufgewachsen. Aber meine Eltern sind für meine Entscheidung nicht mitverantwortlich zu machen. Wir hatten kein gutes Verhältnis. Aber meine Eltern sind seit über 60 Jahren verheiratet und dabei die größte Zeit glücklich. Sie nehmen einander bedingungslos an und sind gemeinsam durch alles durchgegangen. Es war ganz allein meine eigene Entscheidung damals … und wer weiß, hätte ich über meinen Schatten springen können….vielleicht hätte ich das Kind bekommen.

Allerdings war ich in keiner festen Beziehung, ich hatte, was man landläufig eine Affäre nennt, und eine zweite, parallel dazu, bahnte sich an. Denn ich wusste, dass aus der Liebelei, die ich hatte, das Kindes enstand, wie ich nach längerem Überlegen herausfand – und daß der Vater sich von seiner damaligen Freundin nicht trennen würde. Das hat er mir deutlich zu verstehen gegeben, als wir dieses Verhältnis begannen. Naja, Frauen denken dann oft: Ich schaff das schon, dass er sich ganz zu mir bekennt … und hoffen und hoffen …

Ich betrieb das, was die Bibel Hurerei und Unzucht nennt. Nicht wahllos … es gab auch lange Zeitabschnitte, in denen ich allein war und das auch gut aushalten konnte … aber ich hatte nie eine gesunde Sexualität, weil ich meiner Begierde und der des Mannes meist sofort nachgegeben habe.

Wobei es die Frau ist, die aussucht .. wenn es normal läuft und wenn sie das Signal gibt .. auf welch geheimnisvolle Weise das auch immer ablaufen mag, kommt der Stein ins Rollen. Auch das hat nur mit mir zu tun, mit meinen Neigungen, mit meiner eigenen Schwäche und nichts mit der Erziehung. Denn meine Eltern haben mir ja eine treue Ehe vorgelebt.

Als ich schwanger war, habe ich das die ersten zweieinhalb Monate gar nicht registriert. ich hatte kein gutes Verhältnis zu meinem Körper, und dass die Regel ausblieb,habe ich nicht so bewusst wahrgenommen, bis es mir dann doch merkwürdig vorkam.

Damals lebte ich in einer Einzimmerwohnung, hatte die Ausbildung abgeschlossen, war bei einer renommierten Schauspielagentur, die mich vermitteln sollte … und lebte von Arbeitslosenhilfe. Alle Bewerbungen und Versuche, an Arbeit zu kommen, waren bislang fruchtlos gewesen.

Meinen Liebhaber habe bei den ersten Dreharbeiten, die ich erlebte, kennengelernt – als Hauptrolle. Er hat nie erfahren, dass ich schwanger war.

Es gab dann noch eine hilfreiche Frau – heute würde ich behaupten wollen, dass GOTT mir damit einen Ausweg zeigen wollte, ich war aber zu verstört, um ihr zu vertrauen; sie traute mir auch etwas zu … sie hielt meine Begabung auch sprechtechnisch für entwicklungsfähig und sie hatte ein sehr feines Ohr – mir zu helfen. Ich solle das Kind bekommen und dann würden wir weitersehen.

Ich sehe uns noch in ihrer kleinen Küche sitzen, in ihrer Wohnung, die ziemlich überfüllt war – eine kultivierte, leise und doch etwas seltsame Frau. Ich wünschte heute, ich hätte diese Hilfe angenommen.

Es hätte einem Menschen das Leben gerettet und es hätte für mich bestimmt auch andere Arbeit gegeben als die der Schauspielerin, denn wirklich geeignet war ich ohnehin nicht – mir fehlte dieser “Killerinstinkt”, dieser unbedingte Ehrgeiz, es zu schaffen. Ohnehin liebte ich das Theater mehr und wollte mithelfen, die Welt zu verändern: Der Welt einen Spiegel vorhalten. Das Katharsiserlebnis.

Heute weiß ich, dass das niemals funktioniert und dass auch Brecht sich getäuscht hatte, als er sein episches Theater “erfand”, um die Welt und die Gesellschaft zu erziehen, zu verändern, aufzurütteln. Brecht ist damit gescheitert.

Ich wollte zwar mithelfen, die Welt zu verändern, bin aber selbst tragisch daran gescheitert, mein eigenes Leben auf die Reihe zu bekommen, und habe mich – nachdem ich aufgrund meines Unwohlseins und meiner Irritation endlich den Ganz zum Frauenarzt gewagt habe – fast ohne Gefühl, bzw. mit dem Gefühl der Hilflosigkeit, des Überfordertseins, des Ärgers – zur Abtreibung entschieden.

Ich musste mich schnell entscheiden – auch damit war ich überfordert, denn ich war schon in der 10. Woche – und Abtreibungen sind „nur“ bis zur 12. Woche erlaubt. Und wir hatten verhütet … zu der Zeit habe ich keine Pille genommen … aber es gibt ja noch andere Möglichkeiten… Hätte ich noch etwas gewartet ….

Ich bin dann zum vorgeschriebenen Termin bei Pro Familia gewesen … konnte glaubhaft machen, dass ich mit dem Kindsvater keine Beziehung habe und auch keine will. Anstatt die Konsequenzen anzunehmen, war ich bereit, lieber zu töten, als zu riskieren, das Kind ohne Vater zu bekommen… und es wäre ja auch möglich gewesen, noch jemanden kennenzulernen …

Und dann ging alles ganz schnell … ich habe sofort einen Termin in der Klinik bekommen .. meine damalige Agentur und die Schauspiellehrerin haben mich “beglückwünscht”, dass ich eine “vernünftige“ Entscheidung getroffen habe. Ich war wie gefühllos. Weder Erleichterung noch Trauer. Schmerzen hatte ich – wie es mir schien – nur körperliche.

Danach verlief das Leben wie immer. Ich habe keine einzige lange, funktionierende Partnerschaft erlebt, geschweige denn eine Ehe. Ich habe keine Kinder. Ich bin aber auch nie wieder schwanger geworden – ich habe mir dann später die Spirale einsetzen lassen, weil ich diese Hormone der Pille nicht mehr wollte. Heute weiß man, dass mit Pille und Spirale auch so etwas wie Frühabtreibungen stattfinden können, das ist dann der Preis für die sichere Verhütung. Wobei es doch die natürliche Empfängnisregelung gibt und die Temperaturmessmethode kann auch funktionieren. Allerdings ist man dann halt weder allzeit bereit noch allzeit verfügbar.

Ich bin absolut sicher, dass meine Depressionen, meine Selbstmordgedanken, meine Lebensangst vielleicht nicht ursächlich von der Tötung meines Kindes herrühren, aber diese Neigung dadurch massiv verstärkt wurde.

Was mich davon überzeugt hat, dass wir, vor allem die Frauen, im tiefsten Inneren wissen, dass es Mord ist und etwas zutiefst Verbotenes und Abscheuliches. Wenn man jemandem von der Vergangenheit erzählt, wird diese Sache meist verschwiegen.
Selbst (oder vor allem?) Mitchristen konnte ich davon kaum erzählen aus Angst, verurteilt zu werden und eine nicht vergebbare Sünde begangen zu haben. Interessanterweise hatte ich weniger Furcht vor GOTT als vor den Menschen.

GOTT hat mich durch die Trauer geführt und ER weiß, dass ich zutiefst und lange getrauert habe. In meiner Vorstellung wäre es ein Mädchen gewesen, mit lockigen braunen Haaren, darin hätte es seinem Vater geähnelt.

Als ich dann eine Weile im Glauben lebte, begann mich die Frage zu bewegen: Wo ist mein Kind jetzt ? Was wird der Jesus mir sagen, wenn ich dereinst vor IHM stehe. Werde ich das Kind kennenlernen, welches Alter wird es haben, in welchem Zustand werde ich es antreffen?

Ich habe mir durch eigene Schuld ein Glück und eine Wachstumsmöglichkeit genommen – und es verweigert, eine Aufgabe zu erfüllen, die mir wohl durchaus zugedacht war: Mutter zu sein.

Und ich hatte keinen Seelsorger, der mich aufgefangen hat. So hat vieles wahrscheinlich auch länger gedauert und ich habe manches erst langsam verstanden. Ich habe immer die neubekehrten Christen beneidet, die zum Glauben kamen, flugs die Bibel gelesen und verstanden und entweder – als Mann – sofort gepredigt haben – oder als Frau tausend “Werke” in Angriff genommen.

Da hinke ich absolut hinterher. Ich habe genug damit zu tun, meinen Alltag auf christliche Art und Weise zu bewältigen (Gal 5, 22) und zu erkennen, wo und wie ich Zeugnis geben kann. Seitdem Christus mein Heiland geworden ist, hat mein Leben wieder einen Sinn erhalten.

Die Autorin Jutta S. ist unserer Redaktion mit Name und Anschrift bekannt


Kritik von links an ZDF-Studioleiter Weise

Bereits seitdem die AfD erste Wahlerfolge einfuhr, taten sich öffentlich-rechtliche Journalisten schwer damit, wie sie mit Vertretern der unliebsamen Partei umgehen sollen. Einerseits sind die Journalisten von ARD, ZDF und Deutschlandradio zur Objektivität verpflichtet. Andererseits dürften die meisten von ihnen darauf bedacht sein, ja nicht als Anhänger zu gelten.

Denn der Druck ihrer Kollegen, mit AfD-Politikern besonders kritisch umzugehen, ist riesig. Das zeigt ein aktuelles Beispiel des ZDF-Journalisten Andreas Weise.

Der Studioleiter in Sachsen-Anhalt hatte kurz nach der ersten Hochrechnung zur Landtagswahl am Sonntag abend den AfD-Spitzenkandidaten Oliver Kirchner interviewt. Auf die Frage, ob er enttäuscht sei, antwortete der AfD-Politiker unter anderem: „Nein, ich bin nicht enttäuscht, ich habe ja schon immer in den Fokus gestellt, daß das Land konservativ wählen soll und auch will. Und das hat es getan.“

Daraufhin erwiderte Weise: „Es gibt eine konservative Mehrheit in Sachsen-Anhalt. Aber es würde ja niemand mit Ihnen reden, die CDU hat es ja abgelehnt.“

Für diesen Satz wird der ZDF-Mann nun heftig kritisiert nach dem Motto: Hilfe, der hat die AfD konservativ genannt!

Quelle und vollständige Nachricht hier: https://jungefreiheit.de/kultur/medien/2021/afd-konservativ-zdf/


Wie uns die Leiden Christi zuteil geworden sind, so auch überreicher Trost durch Christus

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 2 Kor. 1,1-7.

Paulus, durch Gottes Willen Apostel Christi Jesu, und der Bruder Timotheus an die Kirche Gottes, die in Korinth ist, und an alle Heiligen in ganz Achaia.
Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem HERRN Jesus Christus.

Gepriesen sei der Gott und Vater Jesu Christi, unseres HERRN, der Vater des Erbarmens und der Gott allen Trostes.
ER tröstet uns in all unserer Not, damit auch wir die Kraft haben, alle zu trösten, die in Not sind, durch den Trost, mit dem auch wir von Gott gestärkrt werden.
Wie uns nämlich die Leiden Christi überreich zuteil geworden sind, so wird uns durch Christus auch überreicher Trost zuteil.

Sind wir aber in Not, so ist es zu eurem Heil, und werden wir getröstet, so geschieht auch das zu eurem Trost; er wird wirksam, wenn ihr geduldig die gleichen Leiden ertragt, die auch wir ertragen.
Unsere Hoffnung für euch ist unerschütterlich; wir sind sicher, dass ihr mit uns nicht nur an den Leiden teilhabt, sondern auch am Trost.

Gemälde: Evita Gründler

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Zur Kontroverse um Maria „Miterlöserin“ im Kontext der kirchlichen Tradition

Von Felizitas Küble

Auf dem traditionalistischen Blog „Katholisches.info“ wurde am 20. Mai 2021 ein längerer Beitrag von Pater Paolo Siano veröffentlicht, in dem sich dieser Ordensmann mächtig zugunsten des Titels „Miterlöserin“ (lateinisch: Coredemtrix /Corredemtrix) aus dem Fenster hängt.

Er zitiert gerne aus mehr oder weniger wichtigen theologischen Zeitschriften, die meist während des Pontifikats von Pius XII. erschienen waren.

Dabei sind gewisse „mariologische“ Ausführungen in diesem oder jenem Blatt, mag es auch noch so ehrenwert sein, durchaus nicht von Bedeutung für die Frage nach der lehramtlichen (!) Stellung einer solcher Bezeichnung für die selige Jungfrau.

Dies gilt selbstverständlich auch dann, wenn diese Publikationen mit Imprimatur erschienen sind, wobei eine solche „Druck-Erlaubnis“ keine kirchliche Bestätigung ihres Inhalts darstellt, sondern lediglich beinhaltet, daß seine Verbreitung gestattet ist. Solch ein Buch „darf“ also von gläubigen Katholiken gelesen werden – nicht mehr und nicht weniger.

Für die Frage nach der lehramtliche Relevanz kommt man durch haufenweises Zitieren solcher zwar genehmigter, aber keinesweges kirchenamtlicher Bücher – vornehmlich aus den 50er Jahren – nicht wirklich weiter.

Immerhin muß auch der Autor als begeisterter Vertreter der „Miterlöserin“-These einträumen, daß es vor Leo XIII. keinen Papst gab, der diesen Marientitel jemals vertreten hat – weder schriftlich noch mündlich.

Es mutet etwas merkwürdig an, wenn es ausgerechnet „Traditionalisten“ offenbar nicht weiter stört, für ihre These keine kirchliche TRADITION vorlegen zu könnenimmerhin geht es um ca 1900 Jahre.

Erst seit ca. 120 Jahren gibt es spärliche Hinweise aus päpstlichen Munde, aber sie erfolgten nicht im Rahmen einer offiziellen Lehrverkündigung.

Selbst für den betont „marianischen“ Papst Pius XII. findet während seiner gesamten Amtszeit kein eindeutig belegtes Zitat für „Maria Miterlöserin“, weshalb sich der Verfasser auf eine angebliche Aussage aus einer Ansprache „oder einem Brief“ (nicht einmal das ist klar) stürzt und stützt, von welcher nicht einmal das Datum gesichert ist und der Autor sich auf Sekundärquellen beruft, deren Beweiswert sich in Grenzen hält.

Foto: Radio Vatikan

Es fehlt also für den Corredemptrix-Titel jede lehramtliche TRADITION, die wenigstens noch bis ins Mittelalter hineinreichen würde – was doch gerade für Traditionalisten ein echtes Manko sein müßte.

BILD: Papst Benedikt bezeichnete den Miterlöserin-Titel als „irreführend“

Immerhin gibt auch der Autor selber zu, daß die Bezeichnung „Miterlöserin“ zum ersten (!) Mal von Pater Salmeron SJ ausgesprochen wurde, einem Theologen des Konzils von Trient (und somit in der Neuzeit).

Allerdings hat es erneut lehramtlich nichts zu bedeuten, wenn sich ein frommer Geistlicher auf einer Kirchenversammlung in dieser oder jener Weise geäußert hat.

Für das Mittelalter – ganz zu schweigen vom christlichen Altertum bzw. der Patristik (Kirchenväterzeit) – finden sich keine Belege, sonst hätte der findige Verfasser sie allzu gerne präsentiert.

Langer Rede kurzer Sinn: Die Corredemtrix wird niemals zum Dogma erklärt werden, denn sie gehört nicht einmal zur amtlichen kirchlichen Verkündigung, ist kein Bestandteil des „depositum fidei“ (überlieferten Glaubensgut) – es fehlt ihr sogar jedwede grundlegende Verankerung in der TRADITION der Kirche und erst recht in der „göttlichen Offenbarung“ (sie wird bezeugt durch Bibel und apostolische Überlieferung).

Ergänzender Artikel hierzu: https://charismatismus.wordpress.com/2019/08/21/kann-eine-erloeste-zugleich-miterloeserin-sein/


Das „Forum Deutscher Katholiken“ zum Rücktrittsangebot von Kardinal Marx

Für den Dachverband „Forum Deutscher Katholiken“ erklärt Prof. Dr. Hubert Gindert:

Das Rücktrittsangebot von Kardinal Reinhard wird instrumentalisiert!

Die Augsburger Allgemeine Zeitung (AZ) greift das Rücktrittsangebot von Kardinal Marx an Papst Franziskus am 5. Juni in vier (!) Beiträgen auf: „Kardinal Marx erschüttert die Kirche“, „Kirchenbeben“, „Woelki hat ein Problem“, „Die Kirche braucht jetzt eine echte Umkehr“.

Die in den Beiträgen genannten Personen (wie Schüller von „Wir sind Kirche“ etc.) sind jene, die sich gegen Kardinal Woelki kritisch, aber für die bekannten Forderungen des „Synodalen Weges“ positiv äußern.

Damit wird klar, dass das Rücktrittsangebot von Marx für den „Synodalen Prozess“ instrumentalisiert wird. Das wird bestätigt dadurch, dass neben Woelki Bischof Voderholzer als „schärfster Kritiker“ des „Synodalen Weges“ genannt wird.

Mit der Krisenbeschreibung „Zerreißprobe“, „Toter Punkt“ der katholischen Kirche wird ein „Wendepunkt“ beschworen. Und tatsächlich braucht die Kirche in Deutschland – besser: brauchen die Katholiken  – eine „echte Umkehr“ und eine Wende hin zum Wort Gottes und zur Lehre der Kirche.

Kardinal Rainer Maria Woelki und Bischof Rudolf Voderholzer sehen das. Diese Reform unterstützen wir!

Foto: Laura Mohr

        


DOK-Vorsitzende auf theologischen Abwegen

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Schwester Katharina Kluitmann OSF ist Vorsitzende der Deutschen Ordensoberen Konferenz (DOK). Sie tritt für das Frauenpriestertum ein.

Darauf weisen auch ihre Fragen gegenüber KNA/KAP hin, z.B. „Kann Gott wollen, was römisch-katholisch nicht geht?“ oder „Wer seid Ihr, dass Ihr Gott hindern könnt?“

Die Tagespost vom 27.5.2021 bemerkt dazu: „Dies offenbart die Tendenz, zwischen Gott und Kirche, Christus und seine Braut, einen Keil zu treiben. Dabei ist beim Weihesakrament der Stifterwille eindeutig, den die Kirche vertritt und praktiziert“…

Sr. Kluitmann zeigt ihre theologische Verwirrung auch darin, dass sie hinsichtlich der Feststellung von Priesterberufungen auf das Vorgehen in Wirtschaftsunternehmen hinweist.

BILD: Kardinal Müller weiht einen Diakon zum katholischen Priester

Die DOK-Vorsitzende schlägt vor, für das Frauenpriestertum zu kämpfen „unter Umständen auch mit Hilfe von ungehorsamen Aktionen“. Sie führt dafür das Beispiel der Initiative 2.0 an.

Eine Aufforderung zum Ungehorsam klingt bei einer Ordensfrau, die beim Eintritt in ihre Gemeinschaft u.a. auch den Gehorsam versprochen hat, erstaunlich. Das erinnert an das bekannte Wort: „Non serviam – ich will nicht dienen“.

Hinsichtlich des von ihr angestrebten Priestertums der Frau sagt Kluitmann: „Ich persönlich möchte z.B. sehr gern als Beichtmutter arbeiten, dagegen reizt mich überhaupt nicht, der Eucharistiefeier vorzustehen“. Was sie also für sich will, ist ein Priestertum nach ihren eigenen Vorlieben.

Katharina Kluitmann ist nicht irgendwer, sondern Vorsitzende der Deutschen Ordensoberen Konferenz. Da sie ihre Meinung nicht hinter dem Berg hält, lässt das auch Rückschlüsse auf die Ordensoberinnen und deren Gemeinschaften zu, die sie gewählt haben.

Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas warnen in ihrer Zukunftsvorausschau vor „falschen Propheten“ und dass diese „wenn es möglich wäre, auch die Auserwählten irreführen“ (Mt. 24,24) – Erinnert sei auch an die Mahnung Christi: „Seid auf der Hut. Ich habe euch alles vorausgesagt“ (Mk. 13,23).

Unser Autor Prof. Dr. Hubert Gindert leitet den Dachverband FORUM DEUTSCHER KATHOLIKEN und die Monatszeitschrift DER FELS

Foto: Bistum Regensburg