DOK-Vorsitzende auf theologischen Abwegen

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Schwester Katharina Kluitmann OSF ist Vorsitzende der Deutschen Ordensoberen Konferenz (DOK). Sie tritt für das Frauenpriestertum ein.

Darauf weisen auch ihre Fragen gegenüber KNA/KAP hin, z.B. „Kann Gott wollen, was römisch-katholisch nicht geht?“ oder „Wer seid Ihr, dass Ihr Gott hindern könnt?“

Die Tagespost vom 27.5.2021 bemerkt dazu: „Dies offenbart die Tendenz, zwischen Gott und Kirche, Christus und seine Braut, einen Keil zu treiben. Dabei ist beim Weihesakrament der Stifterwille eindeutig, den die Kirche vertritt und praktiziert“…

Sr. Kluitmann zeigt ihre theologische Verwirrung auch darin, dass sie hinsichtlich der Feststellung von Priesterberufungen auf das Vorgehen in Wirtschaftsunternehmen hinweist.

BILD: Kardinal Müller weiht einen Diakon zum katholischen Priester

Die DOK-Vorsitzende schlägt vor, für das Frauenpriestertum zu kämpfen „unter Umständen auch mit Hilfe von ungehorsamen Aktionen“. Sie führt dafür das Beispiel der Initiative 2.0 an.

Eine Aufforderung zum Ungehorsam klingt bei einer Ordensfrau, die beim Eintritt in ihre Gemeinschaft u.a. auch den Gehorsam versprochen hat, erstaunlich. Das erinnert an das bekannte Wort: „Non serviam – ich will nicht dienen“.

Hinsichtlich des von ihr angestrebten Priestertums der Frau sagt Kluitmann: „Ich persönlich möchte z.B. sehr gern als Beichtmutter arbeiten, dagegen reizt mich überhaupt nicht, der Eucharistiefeier vorzustehen“. Was sie also für sich will, ist ein Priestertum nach ihren eigenen Vorlieben.

Katharina Kluitmann ist nicht irgendwer, sondern Vorsitzende der Deutschen Ordensoberen Konferenz. Da sie ihre Meinung nicht hinter dem Berg hält, lässt das auch Rückschlüsse auf die Ordensoberinnen und deren Gemeinschaften zu, die sie gewählt haben.

Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas warnen in ihrer Zukunftsvorausschau vor „falschen Propheten“ und dass diese „wenn es möglich wäre, auch die Auserwählten irreführen“ (Mt. 24,24) – Erinnert sei auch an die Mahnung Christi: „Seid auf der Hut. Ich habe euch alles vorausgesagt“ (Mk. 13,23).

Unser Autor Prof. Dr. Hubert Gindert leitet den Dachverband FORUM DEUTSCHER KATHOLIKEN und die Monatszeitschrift DER FELS

Foto: Bistum Regensburg


8 Kommentare on “DOK-Vorsitzende auf theologischen Abwegen”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Orthodoxe Lokalkirche: Geschlechter-Ideologien sind „satanischer Angriff“
    Der bulgarisch-orthodoxe Patriarch Neofit, 75, der seine Kirche schon während des kommunistischen Regimes verteidigte, hat Geschlechter-Ideologien als einen „dämonischen Angriff“ bezeichnet, der darauf abzielt, „den Menschen von Gott zu trennen“, heißt es in einer Erklärung der bulgarischen Heiligen Synode (OrthoChristian.com, 17. Juni).

    Die Erklärung war eine Antwort auf eine Einladung des Verfassungsgerichts zu einer Stellungnahme, wie der Begriff „Gender“ (Geschlecht) zu verstehen sei. Die Synode unterstreicht, dass das Gericht bereits früher entschieden hat, dass das Geschlecht nur biologisch definiert werden kann – was eine Binsenweisheit ist.

    Sie fügt hinzu, dass die Interpretation von „Geschlecht“ nicht juristisch, sondern in der Realität („in den Grundlagen des Menschseins“) begründet ist und betont die „unveränderliche biblische [und dem gesunden Menschenverstand entsprechende] Wahrheit“, dass Gott die Menschen als Mann und Frau schuf und ihnen den Befehl gab, sich zu vermehren.

    Wie jede Ideologie basiert auch die Geschlechter-Ideologie auf einer Verwirrung, welche die Realität durch irrsinnige menschliche Hirngespinste ersetzt.

    https://gloria.tv/post/VJ7eGSAmBY9v4EjWxG4gq2RgB

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  2. juetz sagt:

    https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2021-06/buchtipp-philippa-rath-frauen-kirche-priester-diakon-glaube.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE

    … ich kann das nicht verstehen .. was haben Berufungen damit zu tun, dass diese nur erfüllt gelebt werden kann, wenn man Priester ist?
    Jesus Christus hat nun mal keine Frauen in den Leitungs- und Apostelkreis berufen .. und Gott macht keine Fehler.

    Ich habe eine Bekannte, die evangelisch ist und nun eine Prädikantinnenausbildung macht .. sie darf das Abendmahl austeilen und vorgegebene Predigten von der Kanzel verlesen.
    Es wird mir – meine verzeihe mir meine offenen Worte – „schlecht“ , wenn ich höre, wie sie sich in den Vordergrund spielt und überlegt, wie sie die Predigt verändern könnte, weil s i e so viel zu sagen hätte und weil doch eh alles egal ist, Hauptsache, es geht um Jesus … sie liebt Jesus wirklich innig, das weiss ich, so gut kenne ich sie .. aber das finde ich denn doch sehr eitel und ichbezogen ..

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  3. juetz sagt:

    „Dass dieser kostbare Text

    (https://www.vatican.va/content/john-paul-ii/de/apost_letters/1988/documents/hf_jp-ii_apl_19880815_mulieris-dignitatem.html)

    auf dem Synodalforum „Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche“ Resonanz und Beachtung findet, können wir nur hoffen. Könnte es nicht eine wunderschöne Berufung für einfach gläubige Weltchristen sein, ob Frau oder Mann, betende Menschen zu sein? Wir dürfen demütig niederknien vor dem Tabernakel, das Allerheiligste Sakraments des Altares anbeten und mit Werken der Barmherzigkeit leise Dienst tun in der Welt von heute, in großer Dankbarkeit für Gottes Liebe, für die Sakramente und die Schönheit der Liturgie, die unverlierbar gegenwärtig ist in der Kirche des Herrn.“

    https://www.thecathwalk.de/2021/01/31/katholische-frauen-und-ihre-berufung/

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  4. Marienzweig sagt:

    Sr. Katharina Kluitmann OSF ist ja nicht nur Vorsitzende der Deutschen Ordensoberen Konferenz (DOK), sie ist -wie das Ordenskürzel OSF verrät- auch Franziskanerin.
    Franz von Assisi war die Bescheidenheit und Hingabe in Person.
    Er kann also für eine Schwester, die das Frauenpriestertum erkämpfen will, kaum als Vorbild herangezogen werden.
    Mir scheint, die Forderungen und Ansprüche von Sr. Katharina sind rein weltlicher Natur.

    Ich selbst bin Mitglied im OFS (Ordo Franciscanus Saecularis), dem Laienorden.
    Als 2018 der Franziskanerorden in Assisi Angela Merkel die „Lampe des Friedens“ überreichte, war ich mehr als irritiert.
    Als ausdrücklicher Grund für die Preisübergabe wurde ihre Flüchtlingspolitik anno 2015 angegeben.
    Die Franziskaner – weniger also an Franz von Assisi orientiert als vielmehr an der Welt, wie evtl. auch Sr. Katharina Kluitmann?

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article176299392/Lampe-des-Friedens-Friedenspreis-fuer-Merkel-Lob-fuer-unpopulaere-Grenzoeffnung.html

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  5. Juetz sagt:

    Ich bin auch ein wenig erschüttert. Ich bin ja Neukatholikin, sozusagen, noch nicht wirklich Glied in der Kirche, aber ich habe es vor.
    Ich merke, dass nach den Irrwegen der feministischen Theologie, mit der ich mich ein wenig auseinandergesetzt habe, nach dem evangelikalen Weg und auch dem evangelisch-lutherischen ich eigentlich – auch wenn ich mit manchem noch fremdle – meine wahre geistliche Heimat in der Katholischen Kirche finde .. was ich niemals erwartet hätte.
    Aber so wie es aussieht, trennt sich die Spreu vom Weizen. Und sagt unser Herr und Heiland nicht an einer Stelle: ob ER wohl noch Glauben finden werde, wenn ER wiederkommt?

    Passt dies dazu?
    Harpa Dei
    Officium Angelorum (con textos en latín y traducción)

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  6. christina sagt:

    Fast möchte man bei einigen Damenwortmeldungen innerhalb der Kirche (erinnert sei aktuell an den unsäglichen und übergriffigen Auftritt der evangelischen Bischöfin bei der Priesterweihe in Fulda) schmunzelnd denken: Solche Damen gab es wohl schon früher!
    So eine wie die Ordensoberschwester mag der Apostel Paulus vor Augen gehabt oder direkt erlebt haben, was ihn dann zu seinem „mulier taceat in ecclesia“ gebracht haben könnte. Vor Wut schrieb er, die Frau möge doch schweigen in der heiligen Versammlung. Das möchte man so mancher wichtigen Dame fast auch zurufen heutzutage.
    Die Erfahrung zeigt, dass Frauen oft kein Maß mehr kennen. Das ist biologisch und evolutiv tatsächlich sinnvoll, denn sie sind dadurch bereit, sich masslos, bis zum letzten Lebensfunken für ihre Kinder – wenn sie z.B. in Gefahr sind – hinzugeben. In der Evolution ist die Sicherung der Nachkommenschaft einer der wichtigsten Antriebe. Generell aber ist Maßlosigkeit jedoch nicht eine absolut zu fördernde Tugend!
    Was interessiert es eigentlich, ob jemand die Aktivität als „Beichtmutter“ toll findet, die Eucharistieleitung diesen jedoch nicht „reizt“ . Hier verrät die Sprache schon sehr viel! Die Selbstbezogenheit einer solchen Aussage ist erschreckend!
    Jesus hat nicht umsonst 12 Männer ausgewählt; er war in vielem so revolutionär, dass er ganz sicher einige Damen dazugenommen hätte, wenn er seine Kirche so hätte bauen wollen!
    Es gibt eben einige Dinge in der Heilsgeschichte, die nicht beliebig sind: Jesus nahm Brot und Wein, nicht Reisfladen und Olivenöl. Er lebte zölibatär und scharte um sich herum Jünger, die in seine Lebensschule jahrelang mit ihm gingen, ohne nach sexueller Betätigung, nach Frauen und Kindern zu fragen. Und wenn Jesus an einer Stelle sagt, dass es Vergehen gibt, bei welchen es besser wäre, der Täter würde einen Mühlstein um den Hals bekommen und ins Meer versenkt werden, dann weiß Jesus, wovon er spricht! Ganz sicher ging es da nicht um kleinere oder doch immer wieder verzeihbare Vergehen innerhalb der Gesellschaft! Auch meinte er, ein Glied, das einen immer wieder in die Sünde führt, das solle man besser ausreißen, als mit diesem intakten Körperteil im Verderben zu landen.
    Seien wir endlich so revolutionär wie Jesus , dann müssten wir nicht heute Revolution spielen innerhalb der Kirche!

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  7. dorrotee sagt:

    Die Orden scheinen auch vielfach durchseucht zu sein vom synodalen Weg und Maria 2.0.
    Jeder hier in Deutschland, der ein Amt inne hat, muss seinen „Senf“ dazugeben.

    Profilierung ist alles.
    Dabei hat man zu anderen Themen von der Ordenfsrau noch so gut wie nichts gehört.

    Es macht einfach kaum noch Freude, in Deutschland katholisches Kirchenmitglied zu sein.
    Wenn ich nicht meine geistlichen Oasen hätte, wäre ich schon längst ausgetreten.

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    • Holger Jahndel sagt:

      Das Problem war auch, dass Frauen schon immer anfälliger waren für schwarmgeistige Verführungen und Schwärmereien und so weiter – siehe auch den schlichten, aber ehrlichen Lutheraner Horst Koch mit seiner Website zur Kritik des Charismatismus und der schwarmgeistigigen Bewegungen, auch Martin Luther mußte damit fertig werden, und gab wohl auch deshalb einer im Grunde rein judenchristlichen Interpretation der Bibel den Vorzug.

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