NRW: Zehntausende Absagen in Impfzentren

Wie der WDR heute (26.6.) berichtet, wurden seit Monatsbeginn rund 6 Prozent der Zweit-Impfungstermine in den Impfzentren im Rheinland nicht wahrgenommen.

Das habe die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein dem Sender mitgeteilt. Insgesamt habe es sich dabei um 57.200 abgesagte bzw. nicht eingehaltene Termine gehandelt.

Der WDR fragt sich daher, ob „wir“ mittlerweile „impfmüde“ seien.

Auch im Gebiet der Kassenärztlichen Vereinigung Westalen-Lippe trete – so der WDR – die Tendenz auf, den Impftermin zu „schwänzen“. Laut Impfzentrum in Bielefeld seien allein in der letzten Woche 4.000 Zweit-Impfungstermine und 1.200 Erst-Impfungstermine nicht wahrgenommen worden.


Staatsanwaltschaft stellt Verfahren gegen kath. Priester ein: Kein Anfangsverdacht erkennbar

Im Fall eines wegen des Verdachts sexueller Grenzüberschreitungen entpflichteten Dekans aus dem Bistum Augsburg hat die Staatsanwaltschaft Memmingen ihr Ermittlungsverfahren eingestellt. Der Anfangsverdacht eines strafrechtlich relevanten Verhaltens habe sich nicht bestätigt.

Das Bistum gab daraufhin bekannt: „Das laufende kirchenrechtliche Verfahren bleibt von dieser Entscheidung der staatlichen Ermittlungsbehörden unberührt. Das Kirchenrecht bewegt sich in einem anderen Rechtsrahmen als das staatliche Recht und folgt daher zum Teil auch anderen Fragestellungen.

Das Bistum Augsburg hatte am 10. Juni den Priester mit sofortiger Wirkung von allen Aufgaben freigestellt. Entsprechend den kirchlichen Leitlinien habe Bischof Bertram Meier die Glaubenskongregation in Rom informiert und um Entscheidung gebeten.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2021-06/d-bistum-augsburg-geht-missbrauchsvorwurf-weiter-nach.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Würzburg: Mehrfach-Mord für den Dschihad

Nach der Messerattacke in Würzburg mit drei Toten und weiteren Verletzten verdichten sich Hinweise für ein islamistisches Motiv bei dem Mörder, einem abgelehnten Asylbewerber aus Somalia.

Der verhaftete Abdirahman J. A. habe nach seiner Festnahme gesagt, durch den Angriff habe er seinen „Dschihad“ verwirklicht, berichtet Spiegel-online. Zuvor hatten Zeugen gesagt, er habe während des Angriffs „Allahu Akbar“ gerufen.

Generalstaatsanwalt Wolfgang Gründler gab bekannt, der Afrikaner habe im Januar 2021 in der Obdachlosenunterkunft, in der er lebte, Personen mit einem Messer bedroht. Wegen auffälligen Verhaltens sei er zweimal kurz in eine Psychiatrie eingewiesen worden. Er habe einen subsidiären Schutzstatus und halte sich legal in Deutschland auf.

Der ehem. Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen (siehe Foto) forderte eine konsequente Anwendung des Ausländerrechts: „Das Ausländerrecht ist Ordnungsrecht und dient dem Schutz unserer Bürger. Der Vollzug des Ausländerrechts und die Ausländerpolitik haben sich sehr weit von diesem Schutzauftrag entfernt. Die Verantwortlichen müssen die Gesetze konsequent anwenden, sonst machen sie sich mitschuldig“.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2021/somalischer-messerstecher-nennt-angriff-dschihad/

Foto: Michael Leh


Priesterweihe in Regensburg: Statt Machtworte verleiht Christus Worte in Vollmacht

Am Samstagvormittag (25. Juni) hat Bischof Rudolf Voderholzer im Regensburger Dom St. Peter acht Diakone zu Priestern geweiht. Diese Feier war der Höhepunkt der Wolfgangswoche 2021. Der Bischof sagte: „Der HERR hat seiner Kirche acht Neupriester geschenkt, wir danken ihm für diese Berufungen.“

Er verwies auf die vielen stillen Gläubigen, die Gott um Berufungen baten und dies auch weiter tun. Der HERR selbst mache die Männer in der Priesterweihe zu vollmächtigen Kündern des Wortes und Spendern der Sakramente. 5 Kandidaten wurden für die Diözese geweiht, 2 Kandidaten gehören zu den Augustiner-Chorherren von Windesheim in Paring und 1 Kandidat zum Oratorium in Aufhausen.

Zu Beginn hatte Regens Msgr. Martin Priller die acht Kandidaten bei ihrem Namen aufgerufen und den Bischof um die Erteilung der Weihe gebeten, nachdem er die Würdigkeit der Kandidaten bezeugt hatte. Auch die Gemeinde bekundete ihre Zustimmung.

Die Weihe erfolgte nach der Anrufung des Heiligen Geistes durch die Handauflegung des Bischofs und das Weihegebet. Die anwesenden Priester breiteten wegen der Corona-Einschränkungen die Hände über den Kandidaten aus (statt sie – wie sonst üblich – ihrerseits aufzulegen). Durch diesen Ritus wird die Aufnahme in die Gemeinschaft der Priester verdeutlicht.

Dann kam es zum Anlegen der priesterlichen Gewänder und zur Salbung der Hände sowie zur Überreichung von Brot und Wein durch den Bischof.

Mit den Neupriestern feierte Bischof Voderholzer die Eucharistie. Als Danksagung wurde das Lied „Großer Gott, wir loben dich“ angestimmt. Im Segen der Neupriester sprachen sie den Gläubigen Gottes Nähe zu. Der Gottesdienst endete mit dem Gruß an die Gottesmutter Maria: „Segne du, Maria“.

„Synodaler Weg“ spricht viel von Macht

In seiner Predigt zuvor ging Bischof Voderholzer auf den „Synodalen Weg“ ein: „Es ist viel die Rede von Macht.“ Dies erscheine ihm jedoch oft als eine irrationale Debatte.

An die Kandidaten gewandt, erklärte Dr. Voderholzer vielmehr, sie hätten dies vermutlich längst erlebt: „Eure Ohnmacht bei der Weitergabe des Glaubens.

Sie sei nicht durch ein Machtwort zu erzielen, sondern durch Worte des Bekennens und der Glaubenserfahrung. Nämlich seien dies gar nicht „Eure Worte, sondern Worte, die ihr in Vollmacht sprechen dürft“. Es gehe nicht um menschliche Machworte, sondern „um Euch anvertraute Worte“.

Von Herzen froh stellte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer am Ende des Pontifikalamtes fest: „Es ist schon fast wieder wie früher.“ Erfreut gratulierte er gleich zweien der Neupriester, die an diesem 26. Juni ihren Geburtstag begingen.

Text: Bistum Regensburg – Fotos: altrofoto


BVL kritisiert Annahme des Matić-Berichts

Am 24. Juni 2021 wurde der Bericht des kroatischen Sozialisten Predrag Fred Matić, der sog. Matić-Report, mit 378 zu 255 Stimmen und 42 Enthaltungen vom EU-Parlament angenommen.

Alexandra Linder (siehe Foto), die Vorsitzende des Bundesverband Lebensrecht (BVL), erklärt dazu:

Deutschland ist ein Land, in dem die Abtreibungszahlen aufgrund der Gesetzeslage noch nicht so schlimm sind wie in anderen Staaten. Statt darauf aufzubauen, statt Frauen Hilfe anzubieten und die Umgebung zur Hilfe zu verpflichten, statt Menschenwürde und Menschenrechte konsequent anzuwenden, wie es im Grundgesetz steht, preschen inhumane Ideologen vor, um Menschenrechte und Menschenwürde abzuschaffen und umzudefinieren.

Das EU-Parlament – übrigens mit einer nicht überdeutlichen Mehrheit, denn nur 62 Abgeordnete hätten sich gegen statt für den Matić-Bericht entscheiden müssen, um die Mehrheitsverhältnisse zu kippen – hat sich entgegen seinen hehren Grundsätzen dazu entschieden, Rechte von der Willkür Erwachsener und von der Willkür anti-humaner Ideologen abhängig zu machen:

Das Lebensrecht von Kindern vor der Geburt, die Freiheit der Meinungsäußerung und von Hilfsangeboten in Bezug auf Abtreibung, die Gewissensfreiheit von medizinischem Personal.

Das Ganze steht auch im Zusammenhang mit der anstehenden Bundestagswahl: Einige Parteien fordern in ihren Programmen und Positionspapieren die Abschaffung des Werbeverbots für Abtreibung, die vollständige Legalisierung der Abtreibung, die jedem Erwachsenen zugängliche Produktion von Kindern, die Forschung an Embryonen.

Kinder vor der Geburt sollen systematisch entmenschlicht werden, um sie damit frei verfügbar zu machen. Das widerspricht jeglicher Humanität, widerspricht unseren Rechtsgrundlagen und widerspricht modernsten wissenschaftlichen Erkenntnissen der Embryologie.

Eine Gesellschaft, die ernsthaft der Ansicht ist, die Tötung der eigenen Kinder sei eine „Gesundheitsleistung“ und ein wichtiges Angebot für Frauen, um selbstbestimmt und emanzipiert zu sein, verachtet und diskriminiert Frauen, missachtet die Rechte der Kinder und hat keine Zukunft.

Der BVL und seine Mitgliedsorganisationen sind im Gespräch mit Politikern, organisieren Veranstaltungen und Demonstrationen und klären die Öffentlichkeit auf. Gemeinsam vertreten sie etwa 30.000 direkte Mitglieder sowie einige Millionen Unterstützer und weitere Bürgerinnen und Bürger, denen die Menschenwürde ein wichtiges Anliegen ist.

Bundesverband Lebensrecht e.V., Landgrafenstraße 5 in 10787 Berlin
berlin@bv-lebensrecht.de
ww
w.bundesverband-lebensrecht.de


Meine Seele preist die Größe des HERRN

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Lk 1,46b-47.48-49.50-51.53.54-55.

Meine Seele preist die Größe des HERRN,
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat ER geschaut.
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.

Denn der Allmächtige hat Großes an mir getan,
und sein Name ist heilig.
ER erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht
über alle, die ihn fürchten.

ER vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten:
ER zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind.
Die Hungernden beschenkt ER mit seinen Gaben
und lässt die Reichen leer ausgehn.

ER nimmt sich seines Knechtes Israel an
und denkt an sein Erbarmen.
das ER unsern Vätern verheißen hat,
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

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In der „DDR“ galt die Todesstrafe bis 1987

Der Henker war eigentlich bereits im Ruhestand. Doch am 26. Juni 1981 mußte Hermann Lorenz in Leipzig noch einmal ran. Der Scharfrichter im Rang eines Hauptmanns des Strafvollzugs führt die Mündung seiner 7,62iger Pistole vorsichtig in Richtung Hinterkopf des zum Tode Verurteilten…

Das Opfer, das auf diese Weise vor 40 Jahren starb, hieß Werner Teske und war Hauptamtlicher Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS).

Zehn Tage zuvor hatte der 1. Militärstrafsenat des Obersten Gerichts entschieden: „Der Angeklagte wird wegen vorbereiteter und vollendeter Spionage im besonders schweren Fall in Tateinheit mit vorbereiteter Fahnenflucht im schweren Fall zum Tode verurteilt.“

Teske habe trotz „anfänglichen Erfolgen in seiner verantwortungsvollen Tätigkeit“ schließlich „in seiner politischen Haltung keine innere Bindung zum Staat der Arbeiter und Bauern“ aufgebaut...

Im Laufe der Jahre frustrierte ihn die Arbeit bei der Stasi. Der Doktor der Ökonomie vermißte das wissenschaftliche Arbeiten… Weil ihm klar ist, daß er als Hauptamtlicher nicht einfach „aussteigen“ kann aus dem Geheimdienst (…), trug er sich mit Fluchtgedanken...

Bereits im Januar 1980 hatte Stasi-Chef Erich Mielke anläßlich der Flucht des MfS-Offiziers Werner Stiller in den Westen in einem Schreiben an seine Untergebenen klargemacht: „Verrat ist das schwerste Verbrechen, welches ein Angehöriger des MfS begehen kann… Wer dieses große Vertrauen durch schmählichen Verrat hintergeht, den muß die härteste Strafe treffen.“

In der DDR wurden mindestens 170 Menschen zum Tode verurteilt und hingerichtet. Zunächst durch das Fallbeil, später durch den unerwarteten Nahschuß von hinten.

Werner Teskes Frau erreichte 1993 die nachträgliche Rehabilitierung ihres Mannes. Das rechtswidrige Urteil wurde annulliert (für ungültig erklärt).

Die Todesstrafe hatte der Staatsrat in Ost-Berlin erst im Juli 1987 abgeschafft. An ihrer Grenze freilich wurde noch weiter geschossen – und gestorben.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://jungefreiheit.de/wissen/geschichte/2021/hinrichtung-werner-teske/


Offener Brief an Jesuitenpatres in Berlin

Von Lucia Tentrop

Sehr geehrte Herren Jesuiten,
kürzlich war ich in Ihrer Abendmesse und habe das Evangelium von dem Sämann nach Mk 4,26-34 gehört. Es ging darin um „eine Person„, die Samen aussät.

Dann legt sich diese „Person“ schlafen, am nächsten Morgen steht die „Person“ wieder auf, und der Samen keimt und wächst – und „die Person“ weiß nicht wie… usw.

Dieses ständige Hören von einer „Person“ klang so befremdend künstlich, dass ich, obwohl mir das Evangelium eigentlich bekannt ist, nicht wusste, was ich mir innerlich beim Säen vorstellen sollte. Ich dachte an einen Großstädter, der auf seinem Balkon irgendetwas sät oder einen Professor, der seine Petersilie gießt u.v.a. 

Mich hat das mit der ständigen Person auch in Ihrer anschließenden Predigt so irritiert, dass ich das Evangelium zu Hause nachgeschlagen habe:
Erst da kam das urtümliche Bild des Sämanns wieder in mir hoch. Ein wunderbares Bild, elementar und alles andere als größstädtisch. Ein handfester Bauer, ein durch und durch geerdeter Mensch, der in  weitem Bogen großzügig sein Korn auswirft, etwa so wie der Sämann des Malers van Gogh.

Ein Urbild der Menschheit.
 
In der Kunst und auch bei Jesus ist der Sämann ganz eindeutig ein Mann. Warum darf das nicht sein? Warum ändert man dieses kraftvolle Urbild zugunsten einer undefinierbaren, ja, armseligen Szene, die im Hörer nur ein steriles Lebensgefühl erzeugt?

Ich weiß, dass man seit Brecht häufiger gezielt Texte verfremdet, damit man sich eines Wesentlichen, das durch Gewöhnung verblasst ist, durch den Widerstand der Verfremdung hindurch neu bewusst wird. Aber das war in dieser Predigt nicht der Fall: Die undefinierbare Person führte von dem kraftvollen Urbild Jesu bzw. des Sämanns weg.    

Wofür ist das gut? Warum darf im Evangelium Jesu nicht von einem Mann die Rede sein? Was stört Sie daran?

Mit freundlichen Grüßen
Lucia Tentrop

Unsere Autorin Lucia Tentrop ist katholische Theologin, Musikerin, Malerin und Pädagogin; sie lebt in Berlin; hier ihre Homepage: www.lucia-tentrop.de