Jutta: So fand ich aus dem Irrweg der Esoterik

Ich habe mich bei meiner Mutter entschuldigt, dass ich sie einmal als Versuchskaninchen für eine Hausaufgabenübung in Reiki benutzt habe, nachdem ich in dieser esoterischen „Energiearbeit“ den zweiten Grad erlernt hatte.

Mir war damals überhaupt nicht klar, was ich ihr damit angetan habe. Sie hat mir auch rückgemeldet, dass das nicht so gut getan hat – und auch sie war Gott sei Dank beschirmt.

Übrigens sagte sie mir, als ich sie um Vergebung bat, dass ich da nicht sehr gut beieinander gewesen sei, als ich den Reiki-Kurs gemacht habe! Und ich selber fand mich so toll, weil ich glaubte, an meiner „Weiterentwicklung“ zu arbeiten.

Während ich das Buch „Lichtarbeit, der Weg ins Dunkel“ gelesen habe, wurde mir nochmal und vielleicht tatsächlich erst in vollem Ausmaß bewusst, wie gefährlich und falsch das alles ist.

Ich war auch eine Suchende, ich wollte mehr vom Leben als nur Arbeiten, Geldverdienen, in einer Partnerschaft sein, Anerkennung. Und ich hatte immer schon furchtbare Lebensangst und wollte sie loswerden.

Die Kirche hatte mir – wie mir schien – nicht viel zu geben und ich war mit 22 aus der katholischen Kirche ausgetreten, danach erst einmal beim Kartenlegen gelandet, bei einer von einer Freundin empfohlenen Wahrsagerin und bei einem Astrologen. Das Perfide war, dass so vieles tatsächlich „gestimmt“ und mein Problem scheinbar auf den Punkt gebracht hat.

Und doch war es nicht die Lösung. Aber es ging weiter.

Esoterische Bücher über Engel, Kurs in Wundern, Ramtha (höchste Alarmstufe!), Alexa Kriele (ebenfalls), weiterhin Kartenlegen, Astrologie, Bruno Gröning, Transzendentale Meditation (TM), sodann Reinkarnationslehre, zwei „misslungene“ Rückführungen, Lichtzeitschriften, Reiki, Tai Chi, Bachblüten, Aura Soma, das Gedankengut über eine Geheimlehre (Gnosis) im Christentum, Jesus und Maria Magdalena, Feminismus, Göttinnenglauben, Überbewertung des Weiblichen, Matriarchat, Katharer, Feen, Elfen, Anderswelt, Mystizismus, Buddhismus, Meditation – so ziemlich das ganze Programm.

Auch da habe ich wiederum aber immer nur reingeschnuppert, es nie vertieft und nie weitergegeben bis auf die eine Ausnahme – siehe oben.

Ich hatte nie viel Geld und das war mein Glück, und ich hätte mir auch bei niemandem Geld leihen können – natürlich war ich damals unglücklich darüber, denn wie heisst es doch so schön: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg… und ich dachte: ich will doch, wieso kann ich den Weg nicht finden bzw. mir den Weg nicht leisten?

Und ganz besonders das Abscheulichste: man ist immer selber schuld, wenn etwas nicht funktioniert: „Karma, schlechte Ausstrahlung, dann will man eben nicht richtig, „Spiegeltheorie“ – aber trotzdem auch nicht zu vergessen, meine eigene Hybris, mein Stolz, meine Sucht danach, etwas Besonderes sein zu wollen, besser, spiritueller, nicht so dem Alltäglichen, Oberflächlichen verhaftet….

Mit der Zeit wurde ich trotzdem misstrauischer.

Als dann eine gute Bekannte auf den Trip mit Drunvalo Melchizedek und der Blume des Lebens kam, was scheinbar so „wissenschaftlich“ aufgebaut ist, da gab es bei mir die erste Abgrenzung.

Nachdem ich den Anfang gelesen hatte (meine Bekannte meinte es gut mit mir, sie wollte, dass ich auch „gerettet“ werde!) und nach einer Rückenbehandlung bei einer Heilpraktikerin, die einen unglaublichen Stuss über den bevorstehenden Aufstieg von sich gegeben hatte, dachte ich, bzw. „schrie“ es in mir: nein, das ist alles nicht wahr.

Und diese ganze Beschäftigung damit hat mir nicht geholfen, ich war nur noch verwirrter. Auch „normale“ Therapien waren nicht die Lösung, obwohl ich denen wenigstens so manche Selbsterkenntnis über Zusammenhänge zu verdanken habe.

Geholfen hat mir aber damals in meiner niedergeschlagenen Phase eine Erfahrung – als ich wirklich am Ende war und Schluss machen wollte, die ich heute als Hilfe von Gott verstehe.

Es floss mir eine unendlich liebevolle, helle Kraft zu, weiterzumachen und in meinem Leben durchzuhalten. Einfach so, als Geschenk – und danach ging es weiter, ganz ganz langsam.

Bis ich dann ein paar Jahre später meinen Neuanfang als Christ erleben durfte. Komischerweise hat Jesus in meinem Leben, wie verzerrt auch immer, immer eine Rolle gespielt- und es wurde mir klar: Heil, Heilung und Heiligung kann nur von Gott kommen durch den Glauben an Jesus Christus. Nur Gott kann mir geben, was ich brauche. Und da muss ich es auch suchen – bei IHM.

ER hat mich von Anfang an beschützt, und so bin ich nie ganz schlimm in den Sumpf abgerutscht, obwohl ich heute erahne, dass einige Erfahrungen, die ich noch durchmachen musste, damit im Zusammenhang standen. Ich weiß nicht, womit ich den Schutz von oben verdient habe, aber ich bin unendlich dankbar dafür. Es gäbe mich heute sonst nicht mehr.

Meine Lebensangst hat sich beruhigt, ist aber noch nicht ganz weg. Nur weiß ich heute, an wen ich mich wenden kann und dass Jesus Christus mit mir geht. Dass es nicht darum geht, etwas „wegzumachen“, sondern mich vom lebendigen Gott verwandeln zu lassen. ER kennt mich ganz genau.

Ich wünsche allen, dass sie das auch erkennen mögen und Hilfe und Gnade in Anspruch nehmen, dass sie sich beschenken lassen von Christus.

Hinweis: Die Autorin Jutta S. ist Leserin des Christlichen Forum und unserer Redaktion mit Namen und voller Anschrift bekannt.

Gemälde (1,2,3): Evita Gründler


30 Kommentare on “Jutta: So fand ich aus dem Irrweg der Esoterik”

  1. Mecki ein Igel sagt:

    Die Esoterikfalle – wenn man diese so nennen darf – betrifft oft Frauen im mittleren Alter.
    Sinnfindung, wenn es auf die Lebensmitte zugeht.
    Es hat damit zu tun, dass es um Einsteiger – Kategorien geht, die früher eher weiblich gedacht waren: Kartenlegerin, Wahrsagerin, etc.
    Der Einstieg sozusagen. Esoterik deko fürs Wohnzimmer. Engelkontakt, Jenseitskontakt bei Kerzenschein. Funktioniert am Kaffeetisch und noch ohne Guru.
    Die größte esoterisch gesinnte Kundschaft der Buchhandlungen, die auch esoterischen Bedarf führen (Poertgen, Münster), ist weiblich.
    Dazu kommt noch etwas, das aber alle Esoterik-Interessenten und Praktikanten betrifft.
    Da man Erleuchtung, Erlösung und Sinnfindung sucht, werden Kurse absolviert, die sehr teuer sind. In der Esoterik Szene gibts wenig umsonst. Und irgendwann ist es so, dass man denkt: Also das muss sich für mich auch mal lohnen, ich kann nicht nur draufzahlen. Wenn ich „aufgestiegen“ bin, leite ich selbst Kurse, lege ich selbst Karten, mache ich selbst Jenseitskontakte – gegen Bezahlung.
    So soll die eigene Sinnfindung, die in der esoterischen Szene so teuer ist, später durch andere Interessenten finanziert werden.
    Der Aufwand für die eigene Sinnfindung muß später irgendwoher kommen, irgendwas oder wer muß dazu führen, dass ich meine Ausgaben auf diesem Weg wieder einfahren kann.
    Das Geldverdienen mit solchen Sachen ist bei vielen EsoterikerInnen nicht die erste Motivation,
    aber irgendwann kommt man dazu.
    Bei manchen steht leider das Geldmachen aber schon von Anfang an an erster Stelle.

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    • Holger Jahndel sagt:

      In der Tat ist auch Spiritismus und sind Seancen und sogar Gläserrücken nicht so ganz ungefährlich und unbedenklich, manch einer hat schon psychische Schäden davongetragen.
      Auch im spirituellen Bereich gibt es Gesetzmäßigkeiten, und die Toten soll man ruhen lassen!
      Auch das alte Testament verurteilt die Praktiken etwa der Totenbeschörerin von En-Dor, auch wenn sie rein technisch bei entsprechend medial begabten Leuten durchaus möglich sind.
      Auch Helena P. Blavatsky, ursprünglich eine gläubige orthodoxe Christin, geriet u.a.durch die damals in Russland stark verbreiteten Ahnenkulte und den ideologischen großrussischen nationalistischen Panslawismus leider auf Abwege und in eine falsche schädliche spirituelle Richtung, so dass sich sogar die koptischen spirituellen Meister und echten Magier, auf die sie in Ägypten traf und die sie anfangs als Schülerin unterrichteten, wieder von ihr zurückzogen. Sie war zu stolz und nationalistisch und rassistisch und luziferisch geworden.
      Auch wenn sie von den Kopten durchaus echtes spirituelles Wissen hatte und veröffentlichte. U.a. zur Richtigstellung und Rechtleitung der Theosophen veröffentliche der hermetische Adept und Theurg Franz Bardon als Sohn eines christlichen Mystikers dann auch seine Bücher. Siehe auch William Mistele und Emil Stejnar und den Internetauftritt des Rüggeberg-Verlages und Walter Ogris und Douval dazu und Butler auch zur Hermetik und Mystik usw.

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  2. juetz sagt:

    zu Osho:
    Bhagwan, wie er früher hiess, der den Leuten geschickt das Geld aus der Tache gezogen hat um seine Mercedesse fahren zu können …

    https://yogaworld.de/osho-erleuchtung-oder-enttaeuschung/

    Er war einer der Schlimmsten und ich weiss noch, wie auch ich das auch mal toll fand: Ganz entspannt im Hier und Jetzt.
    https://www.gutshaus-stellshagen.de/produkt/ganz-entspannt-im-hier-und-jetzt-joerg-andrees-elten-satyananda/
    Zitat:
    „Ganz entspannt im Hier und Jetzt“ war die Sensation der Buchmesse 1979 und lockte Tausende vor allem junger Menschen nach Poona, die den lebensfeindlichen Materialismus der Industriegesellschaft ablehnten und Veränderung durch Selbsterkenntnis suchten.“

    Jaha, aber Osho-Bhagwan hat nicht umsonst unterrichtet und es ist leicht dagegen zu sein .. und was heisst das: lebensfeindlicher Materialismus?
    Materie per se ist weder schlecht noch gut.
    Der lebensfeindliche und stolze und eingebildete Mensch gebraucht die Dinge zum Schlechten.
    Was haben die dort unten ausser sich selbst zu suchen wirklich Produktives getan?
    Wo nichts ist kann man nichts suchen und nichts finden und ich selber schäme mich im nachhinein noch, wie egozentrisch und wichtig ich mich genommen habe und gemeint habe, die Welt ist zu schlecht für einen so tollen Menschen wie mich.

    Und warum unterziehen sich Mönche, egal ob tantrisch, buddhistisch, hinduistisch usw diesen schwierigen Übungen?
    Sie wollen den Zustand des Menschseins überwinden, Erleuchtung ihr eigen nennen, das Jammertal auf der Erde hinter sich lassen .. quasi sich selbst erlösen und Gott werden .. usw.
    Genau auch deshalb müssen Christen die Finger davon lassen, denn unser Herr und Heiland führt uns durch Sein Opfer ja zum wirklichen, echten Menschsein, wie GOTT VATER uns anfangs gemeint hat in Adam und Eva.
    Hier werden wir so gut wie keine Vollkommenheit erreichen – die meisten auf jeden Fall nicht, ich sicher nicht – und auch wenn man die Heiligen anschaut, war ein gelungenes Christenleben oft etwas anderes, als was man sich heutzutage unter einem gelungenen Leben vorstellt.
    Deshalb gerät man ja in die Fänge der Esoterik und Sekten, Charistmatismus usw… man möchte ein gelungenes Leben führen: Traumberuf, Traummann/-frau, Traumkinder, Traumgehalt, Traumhaus, Traumauto, Traumpferd … und so gehts grad weiter ..
    Und dazu sucht man sich dann Gurus — altdeutsch: Lehrer oder Meister.
    Denen glaubt man dann alles und Gott nichts mehr, dabei steht alles das, was diese Menschen zu erreichen suchen, wie man sein soll zB .. schon in der Bibel.
    Thich Nhat Hanh (Achtsamkeit) zB lehrt eigentlich nichts anderes, als was schon in der Bibel steht.
    Aber das ist natürlich nicht so schön exotisch.
    Die Messfeier lehnt man ab, zu „feierlich“ und rituell .. aber die buddhistischen Rituale sind spannend und toll.
    https://www.eiab.eu/thinch-nhat-hanh

    Wer einmal Kampfsport bzw eine asiatische Sportart gemacht hat, weiss, dass dort immer Menschen, also der Meister, der es in seiner Disziplin zur höchsten Vollendung gebracht hat, verehrt und fast schon angebetet wird, mittels Verbeugung vor einem Bild.

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  3. In der Tat lebten zumindest viele der Amazonas Indianer und Völker in ständiger Geisterfurcht. Und waren sehr kriegerisch. Auch die Kelten lebten in ständiger Geisterfurcht.
    Seit dem Kommen des Christentums hat jeder seinen persönlichen Schutzengel.

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  4. juetz sagt:

    Schade, dass „Onkel Guido“ es mit seinen – Verzeihung – indifferenten, unklaren Artikeln schafft, zu provozieren.
    Ich hatte gehofft, wenn schon, dann auf eine sachliche Auseinandersetzung mit echten Fragen .. aber dann dieses halbgare Zeugs ..

    Fr. Küble hat es ja gesagt: Biographien und Sachbücher sind unterschiedlich – dem einen liegt auch das mehr, dem anderen jenes .. das darf auch so sein. Ebenso, der eine mag halt den Buddhimus und frönt ihm .. nur wird hier im Westen viel Unsinn über „den“ Buddhismus verbreitet .. was im Übrigen immer so ist bei diesen Religionsphilosophien, weil es da tatsächlich einen harten Kern der Eingeweihten gibt .. siehe auch Freimaurer des 33. Grades usw … den anderen erzählt man grade mal so viel, dass sie ins Schwärmen kommen.

    Es ist auch mit den indianischen Powows so: echte Powows bekommt kein Weißer zu sehen .. was vorgeführt wird, ist Folklore und für die Touris, und das ist sehr verständlich nach dem, was viele weisse Einwanderer den Ureinwohnern angetan haben und noch antun.
    Dieser Rassismus ist tatächlich strukturell.

    Und Nathalie hat recht. Frauen sind besonders anfällig. So wie für den Latin Lover und den armen bedauernswerten Heiratsschwindler.
    Ich weiss jetzt nicht mehr, wie das Forum heisst, wohin sich betrogene Frauen wenden können … grade jetzt im Zuge der Einwanderung seit 2015.
    Wobei ich mit vielen Frauen kein Mitleid habe. Vor allem nicht mit denen in meinem Alter. Irgendwann jenseits der 50 muss man mal aufhören, von der angeblich romantischen Liebe .. und dem forever young zu träumen. Die Ewigkeit ist das Wichtigste, nicht ob ich dauernd jemanden im und fürs Bett habe.
    Bitte die Direktheit zu entschuldigen.

    Und über den Mißbrauch sexueller Art im Buddhismus, Tantrismus (Das Lächeln des Dalai Lama), Freimaurertum usw … möchte ich gar nichts wissen. Daneben würde der Mißbrauch der Katholischen Kirche marginal wirken. Was er nicht ist. Um das ganz klar zu benennen. Jeder Mißbrauch ist zu viel.

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  5. nathalie sagt:

    https://www.christenschutz.de/

    Hier können sich Menschen, Christen gegen die Verfolgung von Christen engagieren.
    Jeder an seinem Platz dann wird es was!

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  6. nathalie sagt:

    Leider ist es so, dass gerade Frauen sehr oft der Esoterik verfallen.
    Und nicht nur das. Sie geraten auch häufig in die Fänge des Buddhismus.
    Und dieser ist nicht so harmlos, wie er oft in unserem Land dargestellt wird.
    Im Gegenteil. Und an seiner Verbreitung wird eifrig gearbeitet.
    Da fängt manches so harmlos an, wie auch mit der Esoterik.
    Ein Yogakurs. Ein Buddha in der Wohnung oder im Garten.

    Es gibt Städte, da kann man kein Kreuz für die Wand kaufen. Aber sie können einen Buddha kaufen. Und nicht nur einen.

    Gott schütze unsere jüdisch-christliche Kultur.
    Es gibt wirklich keine bessere.

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    • Bernhard sagt:

      Das ist mir auch zu pauschal, und in vieler Hinsicht übertrieben .

      Erst einmal gibt es nicht „den“ Buddhismus. Die einzelnen Schulen unterscheiden sich mehr als die christlichen Konfessionen. Die meisten buddhistischen Schulen sind zwar nicht „harmlos“ in dem Sinne, dass sie fröhliche Freizeitbeschäftigungen wären. Der Buddhismus ist eine ausgewachsene Religion, die mit dem Christentum unvereinbar ist. Die meisten Richtungen sind aber nicht weniger „gefährlich“ als das Christentum. Von „Fängen“ zu sprechen, ist daher übertrieben bis irreführend.

      Es stimmt, dass man Buddhas für den Garten oder die Wohnung kaufen kann. Die Leute, die diese aufstellen, sind aber in den wenigsten Fällen gläubige Buddhisten. Deswegen empfinde ich dieses Aufstellen von Buddhastatuen eher als eine Veräppelung und Marginalisierung des Buddhismus, genauso wie es mir gegen den Strich geht, wenn Leute, die gar nicht gläubig sind, sich große Kreuze umhängen, am besten noch aus Gold und mit Edelsteinen besetzt.

      Übrigens: Yoga ist von seiner Entstehung her nicht buddhistisch.

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      • Guten Tag,
        nur weil die Leserin davon sprach, daß Frauen in die „Fänge“ des Buddhismus geraten können, behauptet sie nicht zugleich, das sei eine „gefährliche“ Religion. Das Wort wurde gar nicht verwendet.
        Theologisch gesehen ist der Buddhismus tatsächlich insofern „nicht harmlos“, als er mit dem Christentum unvereinbar ist und nicht einmal einen personalen Gott voraussetzt, auch kein ewiges Leben, sondern das Nirwana anstrebt.
        Das Aufstellen von Buddhas im Garten halte ich für Unfug, wobei klar ist, daß damit nur selten ein Bekenntnis zum Buddhismus gemeint ist.
        Yoga ist hinduistisch, Zen ist buddhistisch – das stimmt.
        Aber wenn es sogar ein Kardinal – nämlich Cordes – in seinem Buch über Yoga verwechselt, dann kann das erst recht bei den „Schäfchen“ passieren.
        Geistesverwandt sind beide „Übungen“ sowieso.
        Freundlichen Gruß
        Felizitas Küble

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      • Die Chakren im Buddhismus und Hindhuismus unterscheiden sich schon. Die Zen-Meditationen kann prinzipiell jeder Laie und auch Nicht-Buddhist ohne Gefahr und mit Gewinn machen. Aber in der Tat erreichen die Erleuchtung als Zustand der Seele nur die Zen-Mönche im Kloster, die Mönch-Meditationen sind in der Tat auch nur für diese gedacht, deren spezielle Zen-Mönchs Rituale wirken tantrisch und sind in der Tat nur echten Mönchen zu empfehlen.
        Auch die Meditationen des tibetischen tantrischen Buddhismus müssen richtig angewandt werden. Und in der Tat wird auch die Erweckung der Kundalini-Kraft im Kundalini-Yoga nur mit einem erfahrenen Meister und Yoga-Lehrer als gefahrlos empfohlen.

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      • Guten Tag,
        diese fernöstlichen Praktiken – ob Zen oder Yoga mit ihren Varianten – sind mit oder ohne „erfahrene Meister“ nichts für gläubige Christen, einmal abgesehen davon, daß es in unserem Glauben seit Jahrtausenden meditative Gebetsformen gibt. Früher wurden die Psalmen betrachtet, später kam der Rosenkranz dazu.
        Verinnerlichung, Versenkung und Besinnung ja – aber kein gezieltes Suchen, geschweige Sucht nach „außergewöhnlichen Bewußtseinszuständen“ mittels bestimmter Methoden.
        Freundlichen Gruß
        Felizitas Küble

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      • Bernhard sagt:

        Wenn „Fänge“ nur im Sinne von „Glaubenssystem“ verstanden wird, ist Ihr Einwand natürlich berechtigt („dieser Katholik ist leider in die Fänge des Protestantismus geraten“).

        Meist wird „Fänge“ aber im Zusammenhang mit Sekten oder Psychokulten verwendet, die die Menschen von sich abhängig machen und sie um ihr Geld, ihre psychische Gesundheit oder ihre sozialen Kontakte bringen. Das kann von dem authentischen Buddhismus aber nicht behauptet werden (unseriöse Sekten gibt es natürlich auch dort, wie überall).

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      • Onkel Guido sagt:

        Ich fürchte mit solchen völlig richtigen Differenzierungen stoßen Sie hier auf taube Ohren

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  7. "GsJC" sagt:

    ER hat mich von Anfang an beschützt, und so bin ich nie ganz schlimm in den Sumpf abgerutscht, obwohl ich heute erahne, dass einige Erfahrungen, die ich noch durchmachen musste, damit im Zusammenhang standen. Ich weiß nicht, womit ich den Schutz von oben verdient habe, aber ich bin unendlich dankbar dafür. Es gäbe mich heute sonst nicht mehr.

    Liebe Frau Jutta,

    diesen Abschnitt kann ich gänzlich unterstreichen. Wer Ähnliches erlebt hat, der wird verstehen. Da muss auch nicht jedes Ereignis ausformuliert werden, da es sonst den Rahmen eines Artikels sprengen würde. Man kann bei Ihnen sehr gut zwischen den Zeilen lesen.

    MfG

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  8. Bernhard sagt:

    Insgesamt ein guter Artikel und ein schönes Zeugnis, auch wenn für meinen Geschmack ein bisschen zu sehr alles in einen Topf geworfen wird.
    Es gibt doch Unterschiede in Gefährlichkeit und Seriosität. Eine altehrwürdege Weltreligion (Buddhismus) ist wohl doch etwas anderes als irgendein Spinner, der seine eigenen „Weisheiten“ kundtut. Auch würde ich Bachblüten deutlich harmloser einstufen als zum Beispiel den Spiritismus (der hier aber nicht explizit genannt wird).

    Und auch wenn ich überzeugt bin, dass die Beschäftigung mit Geistern und irgendwelchen übersinnlichen „Kräften“ sehr gefährlich sein kann, muss doch festgehalten werden, dass es in allen nomadischen Kulturen weltweit Schamanen gibt bzw. gegeben hat. Und es wäre wohl zu einfach, die allesamt als „bösartige Kulte“ abzutun. Zumindest in der Mission und im interreligiösen Dialog muss man sie als sinnstiftenden Glauben anerkennen.
    Ich bin mir da nicht ganz klar…

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    • juetz sagt:

      Ich möchte ein Buch empfehlen:
      Tod eines Guru.
      https://www.cbuch.de/der-tod-eines-guru.html

      .. er wurde Christ, nicht katholisch, aber was er beschreibt, ist aufschlussreich und erhellend, was es mit diesen Kulten auf sich hat …

      „Bösartig“ .. mir war nicht klar, dass man das so verstehen könnte .. bösartig sind sie deshalb, weil Menschen mit übersinnlichen Kräften normale Menschen beherrschen.
      Noch ein Buchtipp:
      Ritchie, Der Geist des Regenwaldes
      https://www.cbuch.de/ritchie-der-geist-des-regenwaldes.html
      Die Lebensgeschichte eines Yanomamö-Schamanen, der aufgrund von Missionaren zum Glaube kam.
      Klappentext:
      „Er (der Schamane) erzählt aber auch in eindrucksvoller Weise, wie es Frauen und Männern unter den Yanomamö gelingt, in der Begegnung mit dem Evangelium aus dem Teufelskreis von Geisterfurcht, Unwissenheit, Armut, Hunger, Krankheit, Aggression und frühem oder gewaltsamem Tod auszubrechen.

      Siehe ebenso:
      Stan Dale,
      https://the-end-time.org/category/stan-dale/

      oder „Friedenskind“ und „Herren der Erde“ von Don Richardson.

      https://clv.de/autoren/don-richardson/

      Tenor eindeutig:
      So mancher von den Schamanen sagt: das Gerücht des sogenannten paradiesischen Lebens der „Naturvölker“, das besonders in esoterischen Kreisen herumgeistert: nichts könnte falscher sein. Es herrscht pure Angst.

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      • Bernhard sagt:

        Danke für ihre Buchtipps. Zum Lesen werde ich wahrscheinlich nicht kommen, mit zwei kleinen Kindern.

        „Bösartig“ war vielleicht ein falscher Ausdruck. Ich hätte eher sagen sollen „gefährlich“ oder „egoistisch“ oder „schädlich“.
        Worauf ich hinaus wollte, ist dass etwas, was Tausenden und Millionen Menschen Halt gibt und ganze Stämme und Gesellschaften am Funktionieren hält, auch als solches anerkannt werden muss.

        Dass die Mär vom „edlen Wilden“ bzw von dem paradiesischen Leben im Urwald Wunschdenken und nicht Realität ist, sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben.

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      • Onkel Guido sagt:

        Lieber Herr Bernhard
        sie haben nichts verpasst, wenn Sie das Buch nicht lesen undifferenzierte „Kampfschrift ich habs vor etlichen Jahren gelesen und kann es nicht empfehlen

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      • Guten Tag,
        falls Sie mit „undifferenzierte Kampfschrift“ das zuvor erwähnte Buch „Tod eines Guru“ meinen, so kenne ich es auch – es ist sachlich, differenziert und fundiert, geschrieben von einem ehemaligen hochrangigen Guru, der zum evangelisch-christlichen Glauben fand. Das Buch wurde auch in katholischen Schriften gewürdigt.
        Freundlichen Gruß
        Felizitas Küble

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      • Onkel Guido sagt:

        natürlich wird es da gewürdigt, da es nicht objektiv ist.
        Es muss dem Leser bewusst sein er liest eine Kampfschrift klassische Apologetik, wenn man das weiß mag das Buch den einen oder anderen Plus Punkt haben
        Hier haben wir ein Beispiel in die andere Richtung

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      • Guten Tag,
        Sie halten anscheinend Ihr eigenes Urteil für den Nabel der Welt – da kommen natürlich Theologen, die Rezensionen verfassen, nicht mit, schon klar. „Onkel Guido“ weiß alles besser. Und alles, was nicht in Ihren Kram paßt, ist eine „undifferenzierte Kampfschrift“.
        Wie schräg Sie mit Ihrer vorlauten (Un-)Art des öfteren liegen, zeigen Sie jetzt schwarz auf weiß mit dieser dümmlichen Behauptung gegen das mir wohlbekannte Buch „Tod eines Guru“, das ausgesprochen sachlich, unaufgeregt und ohne jeden Fanatismus vorgeht.
        Ihr Osho-Buch-Hinweis ist dazu uninteressant – und zudem einfach nur unsinnig, dessen Sektiererei strukturell mit dem „Tod eines Guru“ zu vergleichen.
        Ich bin aber nicht bereit, mich weiter mit Ihren „Weisheiten“ zu befassen, zumal sich Ihre Pseudo-Argumentation im Kreise dreht.
        Übrigens wurde „Tod eines Guru“ auf Amazon sehr häufig und fast immer super-positiv bewertet: https://www.amazon.de/Tod-eines-Guru-Rabindranath-Maharaj/dp/3893974148
        Aber klar, das sind alles undifferenzierte Deppen – nur „Onkel Guido“ hat den hellen Blick und Durchblick.
        Freundlichen Gruß
        Felizitas Küble

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      • Onkel Guido sagt:

        Das Buch war schlicht schlecht und kann mit einem anderen apologetischen Buch wie etwa die sanfte Verführung
        https://www.amazon.de/Die-sanfte-Verf%C3%BChrung-Constanze-Cumbey/dp/387739390X nicht mithalten

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      • Guten Tag,
        Sie kennen wohl den strukturellen Unterschied zwischen einem SACHBUCH und einer persönlichen Autobiografie noch nicht?!
        Es liegt doch in der Natur der Sache, daß Lebensberichte in apologetischer Hinsicht nicht mit Sachbüchern konkurrieren können, weil sie ein ganz anderes Genre bilden.
        „Die sanfte Verführung“ kenne ich natürlich auch, logischerweise ist es informativer, was aber schon an seinem Sachbuch-Charakter liegt.
        Nur weil dies Buch gut ist, wird das andere nicht schlecht.
        Vergleichen Sie doch keine Äpfel mit Birnen!
        Ihre oberflächliche Besserwisserei kostet mir nur unnötige Zeit.
        Freundlichen Gruß
        Felizitas Küble

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      • Onkel Guido sagt:

        Ja man muß sich seine Zeit gut einteilen
        Autobiografien von Konvertiten, (egal von wo wohin) sind meist schlecht da sie von Begeisterung bis Fanatismus getragen sind in den letzten 30 Jahren besonders da geht das oft bis zu Büchern im Courths- Mahler Stil

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      • Guten Tag,
        allerdings: meine Zeit ist knapp, immerhin arbeite ich für das CHRISTLICHE FORUM komplett ehrenamtlich – ja?
        Und zwar neben meiner eigentlichen Verlagsarbeit, die immer mehr vernachlässigt wird wegen dieser idealistischen Tätigkeit.
        Ihr pauschales Urteil über Konvertitenliteratur („meist schlecht“) ist schlicht ungerecht.
        Wir haben hier z.B. mehrere Bücher über Ex-Muslime, die Christen wurden, besprochen – und zwar durchaus kritisch, etwa durch unsere Autorin Cordula Mohr. Diese Literatur ist bisweilen etwas euphorisch, aber keineswegs fanatisch.
        Auch mein eigenes, gemeinsam mit dem Konvertiten Volker Jordan (Kirchenhistoriker) verfaßtes Buch „Endlich zuhause“ ist gewiß nicht im Courths-Mahler-Stil verfaßt, ganz im Gegenteil: es ist weitgehend theologisch orientiert und gehaltvoll (wobei Ihr Urteil dazu mich nicht interessiert). Es erschien im soliden Dominus-Verlag von Dr. Düren, der auch das Vorwort schrieb.
        Ich kann bei dem Thema vielleicht ein Wörtchen mitreden – jedenfalls mehr als Sie.
        Freundlichen Gruß
        Felizitas Küble

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    • In der Tat gibt es zwei Extreme westlicher Betrachtungsweisen – die Dämonisierung der heidnischen Naturreligionen, u.a. auch wegen der Menschenopfer, die dort tatsächlich häufig gebracht wurden, und wegen der unethischen Praktiken wie Infantitzid als Säuglingstötung und Kindstötung. Es war auch erst das Christentum, welches die Freiwilligkeit der Ehe von Mann und Frau bzw. die notwendige Zustimmung der Frau dazu überhaupt einführte, siehe auch Judith Reisman aus den USA dazu. Und Rudolf Pörtners Buch „Die Wikinger-Saga“ .
      Das andere Extrem ist die Idealisierung und Romantisierung als Edlen Wilden.
      Andererseits gibt es, siehe dazu den US-Anthropologen James DeMeo mit der „Saharasia-These“ , auch dafür durchaus gewisse Gründe, nämlich die Naturverbundenheit der Wilden.
      Siehe auch Prof. Margrit Kennedy und den Anthropologen David Graber und so weiter.

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  9. Onkel Guido sagt:

    Der Dame wünsche ich alles Gute, solche Konversionen gibt es immer, aber in beide Richtungen
    Es ist doch heute fast schon modern, die jeweilige Ideologie immer wieder zu wechseln
    Wir leben einfach in einer freien Gesellschaft, wo jeder diesbezüglich tun kann, was immer ihm lustig ist, ich finde das sehr gut

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    • juetz sagt:

      Danke, wie auch schon vorher für Ihre Unterstellung, „Onkel Guido“.
      Mir ist es sehr ernst.
      Aber natürlich – wer keine makellose katholische Karriere vorzuweisen hat .. mit stetigem Fortschritt, sondern ein paar Irrwege gegangen ist …

      Gut, dass nicht alle so denken und so zynisch sind.
      Sondern einem wenigstens eine Chance geben.

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      • Onkel Guido sagt:

        Verzeihung woran stören Sie sich konkret bei meiner Aussage
        es ist mein voller Ernst, es ist gut, dass wir in einer Gesellschaft leben, wo es jederzeit möglich ist, Ideologien, Religion etc. jederzeit wechseln kann

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  10. David sagt:

    Das ist ein richtig gutes Zeugnis. Ich wünsche weite Verbreitung.

    Gefällt mir


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