Papst gratuliert 100-j. Philosophen Morin

Papst Franziskus würdigt den französischen Philosophen und Soziologen Edgar Morin. Der aus einer jüdischen Familie stammende Denker – ein Kritiker der Globalisierung – feiert am 8. Juli seinen hundertsten Geburtstag.

Dazu erreichte ihn jetzt ein Glückwunschtelegramm aus dem Vatikan, unterzeichnet von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin im Auftrag des Papstes. Franziskus nennt Morin in dem Text „einen privilegierten Zeugen der rapiden Veränderungen, die unsere Welt und unsere Gesellschaft durchmachen“.

Morin habe mit seinen Analysen „das Hoffnungsvolle an dieser Entwicklung herausgearbeitet“, weise aber zu Recht auch auf die „Risiken und Gefahren“ hin. „Angesichts der großen Möglichkeiten, die der wissenschaftliche und technische Fortschritt der Menschheit eröffnet, erinnern Sie auch an die Notwendigkeit eines moralischen und intellektuellen Fortschritts, um Katastrophen zu verhindern.“

Das Telegramm ist außergewöhnlich lang und in sehr herzlichem Ton verfasst. Dass ein Papst einem Philosophen per Telegramm zum Geburtstag gratuliert, ist ungewöhnlich.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2021-07/papst-franziskus-edgar-morin-frankreich-philosoph-globalisierung.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


6 Kommentare on “Papst gratuliert 100-j. Philosophen Morin”

  1. juetz sagt:

    Mhm…
    Fratelli Tutti?

    Manches macht mich schon sehr skeptisch .. die Liebe über allem … Liebe ohne Wahrheit?
    Hauptsache Moral und Anstand, egal wie?

    Und alle suchen ja irgendwie Gott? Den man auf verschiedenen Wegen erreichen kann?

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    • Bernhard sagt:

      … was hat das damit zu tun, dass er einem Philosophen gratuliert?

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      • juetz sagt:

        Mmmhhja,
        mal davon abgesehen, dass ich die VaticanNachrichten als sehr beliebig und oberflächlich empfinde, finde ich das doch eher erstaunlich:

        „…lobt auch die Forderung des Philosophen, „den Menschen und nicht das Geld in den Mittelpunkt der Gesellschaft zu stellen“. Es gebe große Schnittmengen zwischen den sozialen Vorstellungen Morins und des Papstes…“

        Die Vorstellungen des Sozialen finden wir in der Bibel, und in der Lehre. Und worum geht es denn im Glauben?
        Warum fällt der Name Jesus Christus nicht, der sagt: Arme werdet ihr immer haben … und der anmahnt, wie auch die Apostel, sich zu kümmern. Ist das was Neues?

        Aber vielleicht bin ich ja wieder zu verbohrt oder engstirnig.

        Warum reagiert der Papst nicht darauf?
        Kanadas katholische Kirchen brennen:
        (Leider Bezahlschranke.)

        https://www.welt.de/politik/ausland/plus232301047/Kanada-Brennende-Kirchen-und-moerderische-Internate-Missbrauchsskandal-erschuettert-Kanada.html

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      • Guten Tag,
        Ihre Einwände kann ich durchaus nachvollziehen. Wenn ich eine Vatikan-Meldung bringe, bedeutet das nicht automatisch, daß ich mit dem Inhalt übereinstimme – das gilt auch für manch andere Nachrichten. Unsere Leser können ja selber denken, ich muß es ihnen nicht „vorkauen“.
        Ich kenne die Vatikan-News-Nachrichten (früher: Radio Vatikan) seit über 10 Jahren und halte sie auch für eher oberflächlich, weshalb ich selten etwas davon übernehme, am ehesten noch bei Meldungen über Christenverfolgungen in aller Welt.
        Freundlichen Gruß
        Felizitas Küble

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      • Bernhard sagt:

        Mag sein, dass Vaticannews eher oberflächlich ist (ich lese es praktisch nie).

        Ich kann Ihren Einwand nur teilweise nachvollziehen. Soll der Papst nur Katholiken zum Geburtstag gratulieren? Oder nur solchen Menschen, die zumindest irgendeinen christlichen Bezug erkennen lassen? Oder soll er in seinen Glückwunschschreiben unbedingt einen Bezug zum Glauben herstellen?

        Wenn der Vatikan den Eindruck vermittelte „es ist egal, was ihr glaubt, hauptsache ihr seid irgendwie anständige Menschen“, dann wäre das in der Tat falsch. Das kann ich nur anhand einer Gratulation und der Würdigung der guten Seiten eines Menschen nicht erkennen.

        Was kirchliche Vertreter den Ureinwohnern Nordamerikas angetan haben, schreit wirklich zum Himmel. Und leider nicht nur dort, in irischen Waisenhäusern sind auch solche Dinge passiert. Das macht die Glaubwürdigkeit der Kirche zunichte. Man muss sich nicht wundern, wenn die Leute nur noch lachen, wenn die Kirche von der Gottesebenbildlichkeit des Menschen spricht und von dem absoluten Schutz des menschlichen Lebens.
        Ich sehe aber jetzt keinen Bezug zum Gratulationsschreiben des Papstes.

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    • Die heutige Gesellschaft ist dekadent und pervertiert und billig und versaut, der Jugendschutz greift nicht richtig und im Fernsehen läuft ständig Sex.
      Die irrationale und manipulative Postmoderne geht mit NLP Manipulation in den Medien und der seelisch-psychischen Entwurzelung und Entgrenzung des Menschen und einer Störung der Raumgefühls einher.

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