Traditionis custodes: Strategie des Bruchs?

Ein Kommentar zur Stellungnahme der Piusbruderschaft:

Gleich zu Anfang seines „Briefes an die Mitglieder und Freunde“ der Piusbruderschaft führt deren Generaloberer Pater Pagliarani aus: „Man kann in aller Logik feststellen, daß die Ära der Hermeneutik der Kontinuität mit ihren Zweideutigkeiten, Illusionen und ihren unerfüllbaren Anstrengungen auf drastische Weise beendet und vom Tisch gewischt worden ist.“

Was könnte man dem noch entgegensetzen, nachdem Papst Franziskus mit seinem Dekret einen so tiefgreifende Bruch in Selbstverständnis und Lehre der Kirche nach dem 2. Vatikanum ausgerufen hat, daß die Liturgie der Zeit vor DEM KONZIL und vor 1969 nach diesem „Neuen Pfingsten“ nicht mehr als „Ausdruck der Lex Orandi“ des römischen Ritus gelten könne?

Nachdem der Papst die Unbelehrbaren, die die Liturgie des hl. Gregor nicht aufgeben wollen, aus der Gemeinschaft der Pfarrkirchen verbannt und ihnen nur noch eine Gnadenfrist einräumt, um ihrer unerleuchteten Halsstarrigkeit abzuschwören, sonst

Franziskus verwirft nicht nur Benedikts Bemühungen zur Rehabilitierung der traditionellen Liturgie. Er widerspricht auch auf brutalstmögliche Weise dessen Ansatz, das Konzil der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts nicht in einer „Hermeneutik des Bruches“ zu lesen (wie das von den Modernisten seit Anfang an versucht worden ist), sondern in einer „Hermeneutik von Reform und Kontinuität“.

Seit dem 16. 8. 21 sind alle Verhüllungen obsolet: Jetzt wird auf Bruch gefahren.

Quelle und Fortsetzung des Beitrags hier: http://www.summorum-pontificum.de/themen/usus-antiquior/2089-hermeneutik-der-kontinuitaet-am-ende.html

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3 Kommentare on “Traditionis custodes: Strategie des Bruchs?”

  1. Tridentinische Messe:
    Papst Pius V. erließ die Bulle „Quo primum“ am 14. Juli 1570.
    In dieser setzte er die heute so genannte Tridentinische Messe „für immer“ ein und untersagte, sie je zu modifizieren oder abzuschaffen: „… noch kann das vorliegende Schreiben [Quo primum] irgendwann je widerrufen oder modifiziert werden, sondern es bleibt für immer im vollen Umfang rechtskräftig bestehen.“
    Kraft seiner Apostolischen Vollmacht ordnete Papst Pius V. darin unter der Strafandrohung der Exkommunikation „latae sententiae“ an, dass in diesem Missale nichts hinzugefügt, entfernt oder verändert werden dürfe.

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  2. Onkel Guido sagt:

    Dazu 2 Bemerkungen
    1.Pater Paglirani gibt korrekt die Position wieder die die Priesterbruderschaft St.PiusX. seit 1975 vertreten hat
    die Priesterbruderschaft drohte nur nach 2009 zu entgleiten als der Generalobere und sein erster Assistent sich einbildeten Sie wüssten es besser als der Erzbischof Lefebvre 2012 legte das Generalkapitel den Generaloberen aber an die Leine und verbot ihm eine Einigung ohne Zustimmungen des Generalkapitels zu unterzeichnen und beide 2018 abwählte
    2.) Seit dem 16. Juli wird wieder auf Bruch gefahren wie von 1975-2000
    Eines sollten die Ecclesia Dei Gemeinschaften in stillen Stunden überlegen
    Erzbischof Lefebvre hat genau das vorausgesagt (ohne das Zwischenspiel Joseph Ratzingers als Benedikt XVI)

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  3. dorrotee sagt:

    Ist was dran. Was Franziskus mit dem Schreiben angerichtet hat, wird lange nicht zu heilen sein.

    Er ist eben kein Versöhnertyp.
    Er zeigt sich gerne demütig und arm im Aussehen und Leben. Dabei steckt hinter der Fassade ein ziemlich autoritärer Typ, dem es an Demut im Geiste fehlt.
    Man bedenke auch seine ganzen Versetzungen von hohen Geistlichen im Vatikan, die ihm widersprachen.

    Ich hoffe , dass sich nicht großartig was ändern wird und die gute Zusammenarbeit in den Gemeinden mit den Messbesuchern der tridentinischen Messgemeinden weiterhin gepflegt wird. Ich denke, bei der Petrusbruderschaft wird es so sein.

    Was mich besonders stört, ist der synodale Weg, in dem nun die deutschen Bischhöfe mit hineingenommen werden.
    Mag eigentlich erstmal positiv sein, jedoch wissen wir hier in D. werden die meisten Bischöfe von den Gremien und Organisationen wie Maria 2.0 quasi „regiert“. Auch die Politik mischt sich immer wieder in Kirchenangelegenheiten ein: Gender, Regenbogenfahnen u.v.m.

    Der Papst müsste eigentlich wissen, dass er sich die Wölfe ins Haus holt. Absicht???

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