Neue Therapie für Herz-Kreislauf-Probleme

Die Arbeitsgruppe um Univ.-Prof. Dr. Philip Wenzel (siehe Foto), Vize-Direktor der Kardiologie I im Zentrum für Kardiologie der Universitätsmedizin Mainz, hat herausgefunden, dass das Protein TBCE (Tubulin-folding cofactor E) einen wesentlichen Faktor für die Funktion der Blutgefäßinnenhaut (Endothel) darstellt.

Prof. Dr. Philip Wenzel

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse bieten einen neuen Therapieansatz für Herz-Kreislauf-Erkrankungungen.

Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems stellen weltweit die häufigste Todesursache dar. Kennzeichnend für diese sogenannten kardiovaskulären Erkrankungen ist eine Funktionsstörung der Blutgefäßinnenhaut (Endotheldysfunktion).

Die Forscher konnten zeigen, dass ein Mangel oder eine Mutation des Proteins TBCE zu einer Stressreaktion in der Gefäßwand führt. Betroffen ist dabei das endoplasmatische Retikulum, das innere Netzwerk der Zellen. Der vaskuläre Stress geht u.a. mit einer Entzündungsreaktion und einer vermehrten Gefäßsteifigkeit einher.

Aus Vorstudien war bekannt, dass TUDCA (Tauroursodeoxycholic acid; Tauroursodeoxycholsäure) Stressreaktionen im endoplasmatischen Retikulum unterbinden kann. Im Rahmen der Mainzer Studie verbesserte sich die Endothelfunktion im Tiermodell durch eine gezielte pharmakologische Therapie mit TUDCA, auch wenn das Protein TBCE defekt war.

Das Endothel ist die Innenhaut der Blutgefäße und bespannt wie eine feine Membran aus spezialisierten Zellen das Gefäßbett im ganzen Körper von innen. Es sorgt für die Weit- und Engstellung der Gefäße und damit für einen geregelten Blutfluss im Körper. Störungen des Endothels sind damit der Nährboden für Atherosklerose, Koronare Herzerkrankung, Herzinfarkt und Schlaganfall sowie für Thrombosen und Lungenembolien.

Zusätzliche Faktoren wie Rauchen und Bluthochdruck können die endotheliale Dysfunktion verstärken.

Quelle: Universitätsmedizin Mainz / Bild: ebd., Peter Pulkowski


Unionsfraktion besorgt über Tunesien

Der tunesische Staatspräsident Kais Saied hat die Exekutivgewalt im Land übernommen, indem er den Premierminister abgesetzt hat. Dazu erklärt der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU Fraktion, Jürgen Hardt:

Tunesien ist die einzige Demokratie der arabischen Welt. Deshalb ist die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag besorgt, dass Tunesien wieder in autoritäre Strukturen zurückzufallen droht.

Dies gilt es zu verhindern, indem Tunesien wieder zur verfassungsmäßigen Ordnung zurückkehrt. Dazu gehört, die Rechte des Parlaments zu akzeptieren und den Abgeordneten die freie Ausübung des Mandats zu ermöglichen.

Tunesien ist entscheidend für den demokratischen Prozess in der arabischen Welt. Sicherheit und Stabilität im Mittelmeerraum kann es nur mit einem demokratischen Tunesien geben.

Als Ausgangspunkt des sog. Arabischen Frühling besitzt das Land heute noch hohes Ansehen bei der Bevölkerung in der gesamten arabischen Welt. Deshalb ist die internationale Gemeinschaft dazu aufgerufen, für Demokratie, wirtschaftliche Entwicklung und Stabilität in Tunesien zu sorgen. Dazu gehört, die wirtschaftliche Schwäche durch fehlende Tourismuseinnahmen überwinden zu helfen.


Gläubige haben Rechte gegenüber den Hirten

Von Dr. Gero P. Weishaupt

Wenn die Akzeptanz eines päpstlichen Gesetzes, das nicht auf göttlicher Offenbarung oder auf dem Naturrecht fußt, fraglich ist, weil vorauszusehen ist, dass es sich für das Wohl der Kirche als höchst schädlich erweisen wird, haben Bischöfe das Recht, beim Gesetzgeber eine Gegenvorstellung vorzulegen mit der Bitte um Aussetzung des schädlichen Gesetzes, um dessen Änderung oder gänzliche Abschaffung (sog. Remonstrationsrecht).

Auch Gläubige haben ein Recht auf Meinungsäußerung gegenüber den Hirten. So können auch sie ihre Bedenken zu einem Gesetz dem Papst vortragen und ihm ihre Sorgen bekunden in der Überzeugung, dass die Umsetzung eines Gesetzes für das Wohl der Kirche nachteilig ist (vgl. can. 212 §§  2 und 3  CIC/1983).

In der Überzeugung, dass das jüngste Motu Proprio „Traditionis Custodes“ enormen Schaden für die Kirche mit sich bringt, dass es nicht die vom Papst bezweckte Versöhnung herbeiführen und nicht der Einheit der Kirche förderlich sein wird, können Gläubige im Wissen um ihre eigene Verantwortung „im christlichen Gehorsam“ von ihrem Recht auf Petition und Meinungsäußerung in der Kirche (vgl. can. 212/CIC 1983) Gebrauch machen, indem sie den Papst um Änderung oder vollständige Aufhebung des Motu Proprio „Traditionis Custodes“ ersuchen.

FORTSETZUNG des Beitrags von Dr. Weishaupt (kath. Priester und Kirchenrechtler) mit einem Modell-Brief für interessierte Gläubige hier: https://www.kathnews.de/bitte-an-den-papst-um-aufhebung-von-traditionis-custodes


Werner Bergengruen: ANGELUS DOMINI – Gedicht über das Ave-Läuten der Kirche

In der Lyrik-Sammlung „Herbstlicher Aufbruch“ des Dichters Werner Bergengruen finden wir auf S. 31 das Gedicht „Angelus Domini“ – bezogen auf den „Angelus“, das traditonelle Gebet „Der Engel des HERRN“, der Maria die Botschaft brachte von der Menschwerdung Christi, dem Eintritt des Ewigen in unsere Welt.

Der Höhepunkt des Angelus besteht aus einem zentralen Bibelwort des Johannesprologs: „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.“

In dem erwähnten Buch heißt es erklärend unter Bergengruens Versen: „Nach der Schlacht von Lepanto 1571, dem Sieg der Christenheit über die Türken, wurde das dreimalige tägliche Angelus-Läuten in der katholischen Kirche eingeführt.“ Tatsächlich entstand im Volksmund das Wort „Türkenläuten“. Ein Zusammenhang besteht, doch der Brauch ist noch älter (siehe HIER)

HIer folgt nun im vollen Wortlaut jenes leider weitgehend noch unbekannte Gedicht, das dem katholischen Ave-Läuten und dem Angelus gewidmet ist:

ANGELUS DOMINI

Dreifach, so ist es beschlossen,
ehegestern und heut
kommt von den Türmen geflossen
das triumphale Geläut.
Jenem Siege vor allem,
der die Bedrohung zerbrach,
klang es zuerst und nun hallen
es die Jahrhunderte nach
.

Ach, alle Siege der Erde,
sind sie denn wert des Geläuts?
Unser ist Angst und Beschwerde,
Abgrund und Sterbekreuz.
Sei uns der Friede verliehen,
den die Welt nicht erdacht:
Der Engel des Herrn hat Marien
die Botschaft gebracht.

Dreifach – und so soll es dauern,
gestern, morgen und heut
rinnt über Dächer und Mauern
zärtliches Trostgeläut.
Herzen haben geschrien
bis ans Verbleichen der Nacht:
Der Engel des Herrn hat Marien
die Botschaft gebracht.

Hob über heißem Gewühle
sich das Licht zum Zenit,
wehen Schweigen und Kühle
dunkel im Glockenlied.
Atme. Die Schwüle wird fliehen,
die dich so bange gemacht.
Der Engel des Herrn hat Marien
die Botschaft gebracht.

Ist die Helle geschieden,
ruft es vom Turmgemacht:
sinne, Seele, dem Frieden
heiliger Geheimnisse nach.
Uralte Sternbilder ziehen
heute wie je auf die Wacht.
Der Engel des Herrn hat Marien
die Botschaft gebracht.

So in die irdischen Stunden
schaut das Ewige ein.
Immer aufs neue gefunden
leuchtet der Glorienschein,
von des Geläutes Magien
immer aufs neue entfacht.
Der Engel des Herrn hat Marien
die Botschaft gebracht.

Werner Bergengruen

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Hohe Impf-Quoten und weitere Covid-Wellen?

England: 50% der Infizierten sind geimpft

Selbst wenn sich, was die Bundesregierung durch gezielte Diskriminierung von Impfskeptikern erreichen will, eine illusorische Voll-Impfquote 75 oder 80 Prozent ergeben würde, ist mit Inzidenzen von weit oberhalb der gegenwärtigen britischen Fallzahlen (500, 600 oder mehr) zu rechnen…

Es ist aber nicht so, dass vor allem Ungeimpfte für hohe Inzidenzen sorgen; tatsächlich ist das Gegenteil der Fall – nicht nur in Gibraltar:

So sind etwa in Großbritannien mehr als die Hälfte der Corona-Infizierten geimpft, auch unter hospitalisierten Patienten in Kliniken sind über 40 Prozent geimpft. Damit gerät ein weiterer Argumentationspfeiler der Impfbefürworter ins Wanken: Sie schützt vor Ansteckung offenkundig nicht. Allenfalls bietet sie einen – zumindest hoffnungsfroh angenommenen – Schutz vor schweren Verläufen.

Und wenn dieser kläglich geringe Restnutzen nun mit der „Delta-Variante“ begründet wird: Es stand immer fest, dass Corona ein hochvariables, sich ständig verändertes Virus ist, das sich in verschiedenen Mutationen manifestiert hat und auch künftig weiterentwickeln wird. Eine Impfung, die diesen Namen verdient, müsste dies berücksichtigen. Oder sollen wir für alle Ewigkeit alle zwei bis drei Monate mit Auffrischungs-Impfungen behelligt werden?

So sind einerseits in der EU mittlerweile 70 Prozent der Erwachsenen mindestens einmal geimpft, wie die „dts-Nachrichtenagentur“ berichtet. Andererseits werden aktuell reihenweise EU-Staaten vom Robert-Koch-Institut zu „Hochrisikogebieten“ erklärt.

Ein weit größerer Anteil der EU-Bevölkerung ist bereits geimpft, als er zum Erreichen der ursprünglich beschworenen „Herdenimmunität“ (60 – 65 Prozent) erforderlich wäre. Doch nach wie vor müssen dieselben restriktiven Schutzvorkehrungen getroffen werden, die uns schon vor einem Jahr das Reisen erschwerten. Auch hier wieder die Kardinalfrage: Wozu überhaupt impfen?

Quelle und vollständiger Beitrag hier: https://journalistenwatch.com/2021/07/27/krank-impfung-wellen