CDU-Politiker Merz kritisiert Joe Bidens Einreisebeschränkungen für Schengen-Staaten

Aktuelle Stellungnahme von Friedrich Merz:

Seit dem 25. Januar 2021 gelten aufgrund eines Erlasses des amerikanischen Präsidenten erneut strikte Einreisebeschränkungen in die USA. Vor allem Staatsbürger aus Südafrika, Brasilien, Großbritannien und den Schengen-Staaten der EU können praktisch nicht mehr in die USA einreisen – nicht privat, nicht zu touristischen Zwecken und auch nicht aus geschäftlichem Anlass.

Umgekehrt bekommen amerikanische Staatsbürger seit geraumer Zeit wieder sehr weitgehende Möglichkeiten, nach Europa zu reisen. Diese Ungleichbehandlung im transatlantischen Reiseverkehr wird mehr und mehr zum Ärgernis. Vor allem weil die Begründung der amerikanischen Regierung immer weniger überzeugt.

Warum Südafrika, Brasilien, Großbritannien und ausgerechnet die Schengen-Staaten? Für Südafrika und Brasilien werden Risiken aus Covid-19-Mutationen genannt, auch für Großbritannien ist der von Boris Johnson verfügte „Freedom Day“ jedenfalls im Hinblick auf USA-Reisen kein Tag neuer Freiheiten geworden.

Aber der Schengen-Raum? Warum nicht die gesamte EU, sondern nur die Schengen-Staaten?

Aber es wird noch unverständlicher: Wer sich zwei Wochen außerhalb des Schengen-Raums irgendwo anders in Europa aufgehalten hat, darf unter bestimmten Umständen einreisen, selbst wenn in diesem Aufenthaltsbereich die Infektionsraten höher sind als im eigenen Land innerhalb des Schengen-Raums.

Vor allem die Wirtschaft leidet erheblich unter diesen Beschränkungen der Reisemöglichkeiten, die jetzt schon über anderthalb Jahre andauern. Für die EU wird es jetzt Zeit, der amerikanischen Regierung mit Nachdruck zu erklären, dass wir nicht länger bereit sind, dieses Ungleichgewicht hinzunehmen. Schon vor Corona war nicht leicht zu verstehen, wie unterschiedlich der Reiseverkehr beschränkt wurde: Die amerikanischen Einreisebestimmungen waren um ein Vielfaches restriktiver als die Regelungen in Europa.

Aber jetzt, wo das Infektionsrisiko deutlich gesunken ist, müssen wenigstens diejenigen, die geimpft sind, wieder alle Möglichkeiten zur Einreise in die USA haben. Es würde beiden Seiten nutzen, so zu verfahren. Und es würde beiden Seiten schaden, wenn die Europäer in naher Zukunft die dann unvermeidlichen Reisebeschränkungen für amerikanische Staatsbürger ebenfalls einführen müssten.

Quelle: Merz-Newsletter vom 30. Juli 2021


6 Kommentare on “CDU-Politiker Merz kritisiert Joe Bidens Einreisebeschränkungen für Schengen-Staaten”

  1. juetz sagt:

    Nicht direkt zum Thema, aber:
    Haben sich die „Amerikaner“ schon bei der indigenen Bevölkerung entschuldigt?

    https://www.welt.de/geschichte/kopf-des-tages/article233085539/King-Philip-stirbt-Er-wurde-enthauptet-sein-Kopf-ausgestellt.html

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  2. Stefan Kunz sagt:

    Die CDU und andere Alteinheitsparteienkonsortium politschauspieler wollten Sleepie Joe. Nun zeigt der ihnen, was er von ihnen hält. Passt, würde ich sagen

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  3. dorrotee sagt:

    Das habt Ihr nun von Eurem hochgelobten Joe Biden.

    Aber eines ist auch klar, der C-Virus und seine Mutanten machen nicht vor einer Impfung halt.
    Somit stehen auch die USA da , wo sie vor einem Jahr auch standen. Die müssen nun erstmal wieder nachimpfen. USA hat es nur eher kapiert.

    Während hier im Schengen-Raum noch mantraartig von der Wunderwaffe Impfen gesprochen wird, sind die Amis weiter in ihren Erkenntnissen

    Ob jedoch mit Einreiseverboten aus komischerweise nur einigen Ländern das Virus fern gehalten wird, ist auch fraglich.
    Aber Joe Biden hat erstmal wieder was gemacht , und der Panikmodus wird wieder hochgefahren. Biden ist doch auch ein verlängerter Arm der Pharmaindustrie.

    Mir fehlt Trump und seine Sicht auf die Dinge.

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    • Guten Tag,
      Bidens Einreiseverbot für den EU-Schengen-Raum ist umso absurder, wenn man bedenkt, daß er zugleich den Einreisestopp Trumps hinsichtlich radikal-islamischer Länder abgeschafft hat.
      Also Islamisten rein und Europäer draußen bleiben?!
      Freundlichen Gruß
      Felizitas Küble

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  4. […] CDU-Politiker Merz kritisiert Joe Bidens Einreisebeschränkungen für Schengen-Staaten — CHRISTLIC… […]

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  5. Peter Kiefer sagt:

    Und noch ein Größenwahnsinniger, der den USA „mit Nachdruck “ erklären will, wie’s richtig geht! Mit Sicherheit hat Joe schon sehnlichst auf die Ratschläge des Herrn Merz gewartet!

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