CDU-Politiker Merz zum 13. August 1961: Wir müssen auch heute unsere Freiheit verteidigen

Erklärung von Friedrich Merz:

Heute vor 60 Jahren begann das SED-Regime der DDR, die Mauer zu bauen. Als sie fertiggestellt war, waren mehr als 17 Millionen Deutsche eingesperrt hinter einer Grenze von 1.400 km aus Beton, Stacheldraht und Minenfeldern. „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu erreichten“ – beteuerte DDR-Staats- und Parteichef Walter Ulbricht noch wenige Wochen vorher. Die bittere Wahrheit für die Menschen in Ost und West sah ganz anders aus.

Fast 30 Jahre hatte diese unnatürliche Teilung unseres Landes Bestand. Der Bau der Mauer im Jahr 1961 und der Fall der Mauer im Jahr 1989 markieren historische Daten in der jüngeren deutschen Geschichte. Die Mauer steht bis heute symbolisch für die frühere Diktatur der DDR, für Unfreiheit und Unterdrückung, für wirtschaftlichen Niedergang und die größte Umweltzerstörung, die es auf deutschem Boden je gegeben hat.

Gerade in dieser Umweltzerstörung zeigt sich bis heute, dass es einen „Sozialismus mit menschlichem Gesicht“ nicht gibt. Der „Arbeiter- und Bauernstaat“ der DDR war der fortgesetzte Machtmissbrauch einer skrupellosen politischen Führung, die sich nur mit Mauer, Stacheldraht und Schießbefehl im Amt halten konnte.

Unzählige Opfer starben in den Gefängnissen der Staatssicherheit, mindestens 400 Menschen aus der früheren DDR bezahlten ihren Versuch, das Land zu verlassen mit dem Tod. Bis heute trauern Familien in Ost und West um ihre Angehörigen.

Die Mauer bleibt für uns auch 30 Jahre nach ihrer Beseitigung eine beständige Mahnung. Die Zahl der Menschen auf der Welt, die in Unfreiheit leben, nimmt beständig zu. Die Bedrohungen durch politisch motivierte Gewalt nehmen zu. Aus zerrissenen und unregierbaren Staaten versuchen die Menschen zu fliehen, selten waren mehr Menschen in der Welt auf der Flucht als gegenwärtig. Das Scheitern der militärischen Mission der NATO in Afghanistan wirft ein Schlaglicht auf die Bedrohungen, die von politisch und religiös motivierter Gewalt ausgehen.

Der Tag des Mauerbaus muss uns deshalb auch heute davor schützen, den Beteuerungen autoritärer politischer Regime allzu viel Glauben zu schenken.

Wir müssen unsere Freiheit, so selbstverständlich sie uns über die Jahrzehnte geworden sein mag, gegen die Bedrohungen im Innern wie von außen auch in Zukunft verteidigen.

Und der Tag, an dem die Mauer fiel, bleibt ein Tag des Respekts und der Anerkennung für die Menschen, die sich in der DDR erfolgreich gegen Unfreiheit und Unterdrückung zur Wehr gesetzt haben.

Quelle: Merz-Newsletter vom 13.8.2021


5 Kommentare on “CDU-Politiker Merz zum 13. August 1961: Wir müssen auch heute unsere Freiheit verteidigen”

  1. Maulwurf sagt:

    Merz mag vielleicht noch im Gegensatz zu den anderen inkompetenten CDU-Flachzangen noch etwas Sachverstand haben, dagegen finde ich die längst verblichene Margret Thatcher noch kompetenter und volksnah. Sie erkannte bei Zeiten, die Gewerkschaften ruinieren jede florierende Wirtschaft, in Deutschland haben sie es geschafft und da hatte Thatcher Recht, man muss diese an die Zügel nehmen dagegen, dass eine Minderheit gut bezahlte Jobs hat und die Mehrheit sich mit mehreren Billiglohnjobs über die Runden schlagen muss.
    Wo die SPD Grüne Regierung unter Druck war, dass die Lohnentwicklung an der Realwirtschaft vorbei geht, wurden Leih- und Zeitarbeit geschaffen, um so durch Lohnkürzung durch diese Vermittlungsfirmen die Arbeitslosenquote künstlich zu senken.
    Noch etwas hatte Thatcher rechtzeitig erkannt, mit der Globalisierung wird die EU zur Gefahr für die Souveränität der Mitgliedsstaaten. Was hat Friedrich Merz dagegen unternommen, dass Merkel unsere Souveränität und Freiheit verspielt? Was hat man sich aufgeregt über Thatchers Privatisierung des Kommunalwesens, die Treuhand war im Raubritterstaus viel schlimmer, immerhin blieb die Wirtschaft in britischer Hand unter ihr. Was macht unsere Sonnengöttin von der Leyen, sie verschleudert unser Europa an globale Konzerne.
    Noch etwas hatte Thatcher, Charakter, denn beim Unglück von Lockerby war sie bei den Opfern und bot Beistand an, wo blieb unsere Kanzlerin bei den Opfern von Würzburg, vom Berliner Weihnachtsmarkt ? Herr Merz, haben Sie geschlafen? Thatcher mag nicht jeder mögen, aber die eiserne Lady versuchte, souveräne Politik zu machen. Was machen unsere Politclowns, sie verschenken unsere Freiheit, unsere christliche Kultur und unsere soziale Marktwirtschaft.

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  2. Das übliche Gesülze ohne jede Gegenwartsrelevanz. Über Mauerbau und Schießbefehl kann man sich natürlich bequem auslassen, da dies bereits seit 3 Jahrzehnten Geschichte ist. Auf die massiven Grundrechtsverletzungen in der Gegenwart ist Herr Merz leider nicht eingegangen.

    Auch nicht, dass sich die Mehrzahl mittlerweile an ein Leben gewöhnt hat, welches man – als die Mauer noch stand – lediglich aus dystopischen Zukunftsfilmen kannte: Daten-Erfassung bei Restaurant-Besuchen und Gottesdiensten, 15-Kilimeter-Ausgangsradius, Ausgangssperren, Versammlungsverbote, Kontaktkontrollen, Mindspace-Manipulationen für die aktuelle Regierungspolitik in den Massenmedien.

    Hat er vermutlich einfach nur übersehen… 😉

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  3. Peter Kiefer sagt:

    Der „Antifaschistische Schutzwall“ – so wurde die Mauer in der DDR genannt – ist Geschichte; nur noch Bruchstücke davon sind als Mahnmal erhalten. Aber nun wird – 60 Jahre danach – eine neue Mauer gebaut, ohne Beton und Stacheldraht, aber wieder mitten durch Deutschland resp. die deutsche Gesellschaft. In Anlehnung an Ulbrichts „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“ kann man heute Merkel zitieren: „Niemand hat die Absicht, eine Impfpflicht einzuführen“. Statt „Antifaschistischer Schutzwall“ halt „Anti-Impfverweigerer Schutzwall“!

    Noch eine Parallele zu damals: Wie Ulbricht nicht alleine war, so ist auch Merkel nicht alleine, im Gegenteil: ihr gesamtes ‚demokratisches‘ Umfeld unterstützt sie, auch Herr Merz.

    „Der Tag des Mauerbaus muss uns deshalb auch heute davor schützen, den Beteuerungen autoritärer politischer Regime allzu viel Glauben zu schenken.“ Wie recht er doch hat, der freundliche Herr Merz.

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  4. Diabolo sagt:

    So, so, wer ist denn aufgestanden und hat rebelliert von unseren Politikern und der Kanzlerin Einhalt geboten, unser Land in den mentalen Bürgerkrieg zu treiben? Deutschland ist Pleite, es wird mit Geld nur noch Zeit gekauft, bis es zum Finale kommt.

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  5. […] CDU-Politiker Merz zum 13. August 1961: Wir müssen auch heute unsere Freiheit verteidigen — CHRIS… […]

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