Mali: Erneuter Terroranschlag in Sahelzone

Erneut greifen radikal-islamische Gruppen Soldaten der regulären Streitkräfte in der Sahelzone an. Nach dem jüngsten Vorfall vom 18. August in Burkina Faso ist nun Mali an der Reihe, wo am 19. August bei einem Überfall auf einen Militärkonvoi in der Nähe von Boni im Zentrum des Landes 15 Soldaten getötet und mehrere verwundet wurden.

Wie es in einer offiziellen Erklärung heißt, explodierte eine Autobombe, als der Konvoi vorbeifuhr, gefolgt von schwerem Geschützfeuer. Es sollen Bemühungen im Gange sein, die Verwundeten zu evakuieren. Einigen Quellen zufolge soll es den Dschihadisten auch gelungen sein, einige mit Maschinengewehren bewaffnete Militärfahrzeuge zu erbeuten.

Vor allem in Zentralmali und in den drei Grenzregionen zwischen Mali, Niger und Burkina Faso kommt es immer wieder zu Überfällen mit Sprengkörpern. Auf der burkinischen Seite der Grenze starben am 18. August bei einem Sprengstoffanschlag mindestens 80 Menschen, davon 65 Zivilisten.

In Burkina Faso wie auch in Mali wird weithin angenommen, dass dschihadistische Gruppen verstärkt Angriffe auf das Militär verüben, um ihre Kontrolle über das Gebiet, insbesondere über strategische Grenzübergänge, zu behaupten.

Quelle: Fidesdienst


Afghanistan: US-General kritisiert Biden

US-Präsident Biden und die Bundesregierung machen fehlenden Kampfwillen der afghanischen Armee für den Erfolg der Taliban verantwortlich.

Im Interview mit dem Onlineformat STRG_F widerspricht der Ex-Kommandeur der US-Streitkräfte in Afghanistan, David Petraeus. „Sie hatten plötzlich keine Rückendeckung mehr“, sagt er mit Blick auf die afghanischen Streitkräfte. „Unsere Luftwaffe war weg“.

Er habe als Kommandeur in Afghanistan selbst erlebt, in welch riesiger Anzahl afghanische Sicherheitskräfte kämpften und starben. Nach dem Abzug der US-Luftwaffe sei aber die wichtige Rückendeckung aus der Luft weggefallen. „Wie kann man von Streitkräften erwarten, dass sie kämpfen, wenn sie wissen, dass keiner mehr zur Unterstützung kommt?“, so Petraeus.

Der US-General widerspricht damit der Darstellung von US-Präsident Biden, der die Schuld für den schnellen Erfolg der Taliban auf die afghanische Armee geschoben hatte. Auch die Bundesregierung hatte sich dieser Darstellung angeschlossen. Die afghanischen Streitkräfte seien nicht bereit gewesen „sich den Taliban entgegenzustellen“, so Außenminister Heiko Maas.

Petraeus kritisierte Bidens Aussagen: „Die Fakten sind, dass 27 Mal so viele afghanische Sicherheitskräfte im Kampf für ihr Land gestorben sind als US-Amerikaner.“ – Tatsächlich starben nach Angaben der Brown University 2442 US-Amerikaner und ca. 66.000 afghanische Sicherheitskräfte in dem 20-jährigen Krieg.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.extremnews.com/nachrichten/weltgeschehen/1a3f1847ead608a


Edith Stein: Erleuchte uns mit Deinem Licht

Bleib bei uns, HERR, da Nacht anbricht,

Erleuchte uns mit Deinem Licht,

Laß unseren Geist im Dunkel nicht,

Hell strahl‘ der Welt Dein Angesicht.

Dringst Du in unser Herz hinein,

Dann strahl in ihm der Wahrheit Schein,

Die Eitelkeit der Welt stürzt ein,

Tief drinnen glüht die Liebe rein.

Jesus, der Liebe Süßigkeit,

Der Güte wahre Mildigkeit,

Willkommen und gebenedeit,

Mehr als die Sprache Worte leiht.

Das hat bewiesen uns Dein Leid,

Dein Blut verströmend Gott geweiht,

Das uns erlöset und befreit,

Gott schaun uns läßt in Ewigkeit.

O Jesus mein, ich fleh zu Dir,

Gib Deiner Liebe Fülle mir,

O heiß mich kommen hin zu Dir

Und schauen Deiner Glorie Zier.

Ihr Himmelsbürger seid bereit

Und öffnet Eure Tore weit,

Den Triumphator benedeit:

Gruß, Jesus, HERR der Herrlichkeit.

Hl. Edith Stein
(Übersetzung eines Gedichts des hl. Bernhard v. Clairvaux)

Vollständige Strophen hier: https://sacerdos-viennensis.blogspot.com/2021/08/su-ists-o-jesus-denken-dein-bernhard-v.html


Einige Corona-Maßnahmen wurden gekippt

In der Hauptstadt erklärte das Berliner Verwaltungsgericht (Aktenzeichen VG 14 L 467/21) das stadtweite generelle Tanzverbot des rot-rot-grünen Senats für nichtig, welches bislang jede Art von Party- und Club-Events untersagte.

In einer Eilentscheidung gaben sie der Betreiberin einer Diskothek Recht, so die „Berliner Morgenpost„. Laut Erklärung des Verwaltungsgerichts seien Tanzveranstaltungen „für gegen Corona geimpfte oder von der Infektion genesene Personen“ grundsätzlich nicht zu beanstanden.

Das Urteil ist ein schlüssiger und mit Blick auf ein Ende der Corona-Willkür notwendiger Schritt, der allerdings an dem Schönheitsfehler krankt, dass er die ZweiklassenGesellschaft aus Geimpften/Genesenen einerseits und Ungeimpften weiter fortschreibt. Hinzu kommt, dass das Urteil keine Allgemeinbindung hat und nur für die klagende Gastronomie gilt.

Und in Brandenburg sorgte gestern eine weitere Entscheidung – diesmal der Landesregierung – für ein großes Hallo: Ab Montag entfällt an den Grundschulen sowie in der Orientierungsstufe, also in den Klassenstufen 1 bis 6, die Maskenpflicht im Unterricht komplett.

In den weiterführenden Schulen und höheren Stufen muss die Maske im Unterricht weiter getragen werden; für sie gibt es, so der „Tagesspiegel„, jedoch Ausnahmen im schulischen Außenbereich, während des Sportunterrichts und „beim Singen und Spielen von Blasinstrumenten„.

Quelle und vollständige Nachricht hier: https://journalistenwatch.com/2021/08/21/erste-bundeslaender-maskenpflicht/


Merz fordert Rücktritt des Außenministers

Stellungnahme des CDU-Politikers Friedrich Merz:

Schreckliche Bilder aus Kabul begleiten uns seit einigen Tagen, und ein Ende ist nicht absehbar. Das Land fällt zurück in dunkelste Zeiten, und dem Westen bleibt nur noch, die eigenen Staatsangehörigen zu evakuieren. Wie konnte es so weit kommen?

Seit 2001 sind NATO-Truppen mit UN-Mandat in Afghanistan stationiert gewesen. Allein 59 deutsche Bundeswehrsoldaten haben bei den Einsätzen ihr Leben verloren, viele hundert sind verletzt und traumatisiert zurückgekehrt.

Ihr Einsatz war nicht vergebens, wenigstens in den beiden vergangenen Jahrzehnten konnte in Teilen des Landes ein einigermaßen normales Leben stattfinden, junge Mädchen konnten zur Schule gehen, von Afghanistan aus wurden keine weiteren Terroranschläge im Ausland mehr verübt.

Trotzdem ist die überstürzte Beendigung des Einsatzes eine große Tragödie – für die Menschen im Land, aber auch für den gesamten Westen. Wenn es stimmt, dass die Nachrichtendienste und die Leitung der Botschaft schon Tage vor der Einnahme von Kabul zur Evakuierung geraten haben, der Bundesaußenminister diesen Rat aber ignoriert hat, dann sollte, ja muss er zurücktreten. Seine Auftritte und Rechtfertigungsversuche sind einfach nur noch peinlich.

Aber die Person ist unbedeutend hinter der eigentlichen Herausforderung. Sie lautet: Welche realistischen Anforderungen dürfen wir eigentlich in Zukunft an Militäreinsätze im Ausland stellen, wenn es erneut darum geht, den islamistischen Terrorismus zu bekämpfen?

Der amerikanische Präsident Joe Biden hat einen wichtigen Hinweis gegeben, der die Grundlage für zukünftige Einsätze sein könnte. Er lautet sinngemäß: Wenn die Bevölkerung selbst und die staatlichen Institutionen wie Regierung und Streitkräfte nicht bereit und in der Lage sind, ihr Land zu führen und zu schützen, dann können NATO-Truppen dies auf Dauer nicht übernehmen.

Zukünftige Mandate werden also sehr viel genauer definieren müssen, wie die Einsätze beginnen, welches Ziel sie haben und vor allem: Wie sie wieder beendet werden. Das sind wir unseren Soldatinnen und Soldaten schuldig.

Quelle: Merz-Mail Newsletter Nr. 58 vom 20.8.2021