Prof. Jörg Meuthen: Verbot der Gendersprache an Schulen ist Wahlkampf-Theater

„Frauen und Männer in Wort und Schrift sichtbar zu machen ist unsere Absicht und Pflicht“; die Verwendung des generischen Maskulinums sei „von vorgestern“, und sich mit einem Antrag der AfD „beschäftigen zu müssen“, der die Einhaltung der amtlichen Rechtschreib- und Grammatikregeln an Schulen und Behörden fordert, sei „jämmerlich“ – diese Position galt für die CDU im Kieler Landtag noch im Juni 2020.

Doch jetzt, drei Wochen vor der Bundestagswahl, ist alles anders: Karin Prien, CDU-Bildungsministerin in der Kieler Jamaika-Koalition, wird von Armin Laschet in dessen „Zukunftsteam“ berufen und plötzlich tritt sie für eine Verbot der Gendersprache an Schulen ein.

Dazu erklärt AfD-Bundessprecher Prof. Dr. Jörg Meuthen (siehe Foto):

Woher der scheinbare Sinneswandel rührt, ist offensichtlich. Armin Laschet, dessen CDU in Umfragen mittlerweile hinter der SPD liegt, will auf den letzten Metern unbedingt noch Konservative für die CDU gewinnen.

Ministerin Prien wird ihm dabei indes kaum helfen. Denn ihr vermeintlicher Sinneswandel in Bezug auf Gendersprache ist reines Theater. Das zeigt sich allein schon daran, dass sie sich nicht ebenso gegen die Gendersprache an Universitäten und Behörden ausspricht.

Das ideologische Sprachdiktat der Genderisten ist für Prien an Hochschulen und in der Verwaltung also offensichtlich weiter in Ordnung. Kein Wunder, denn Prien ist selbst ideologisch unterwegs: Im Februar 2019 kritisierte sie etwa die Teilnahme von Schülern an FridaysForFuture-Demos während der Unterrichtszeit nicht als Verstoß gegen das Schulgesetz, sondern pries diese als „gelebte politische Beteiligung“.


Vera Lengsfeld über den „deutschen Untertan“

Kaum eine literarische Figur ist in Deutschland so bekannt wie Diederich Heßling von Heinrich Mann, auch bei jenen, die den Roman nicht gelesen haben. Heßling ist obrigkeitshörig, feige und ohne Zivilcourage. Eine verachtenswerte Figur, für die es keine Sympathie geben kann.

Fragte man unsere Mitbürger, würde jeder den Gedanken, er wäre wie Heßling ein Untertan, beleidigt weit von sich weisen. Dies berichtet Vera Lengsfeld, Politikerin, Publizistin, Bürgerrechtlerin und Mitglied der ersten frei gewählten Volkskammer der DDR.

Weiter schreibt die frühere CDU-Parlamentarierin:

„Wir sind doch alles überzeugte Individualisten, die sich, was die Älteren betrifft, sicher sind, dass sie sich niemals gefallen lassen hätten, was die DDR mit ihren Bewohnern anstellte. Oder doch?

Josef Kraus hat jedenfalls den provokantesten Titel für sein Buch gewählt, um seinen Mitbürgern den Spiegel vorzuhalten. Der deutsche Untertanengeist ist höchst lebendig, ja er regiert uns regelrecht, ohne dass die „Vom Denken entwöhnt“ Seienden das wahrhaben wollen.

Schon Heinrich Heine und Friedrich Nietzsche litten am deutschen Untertanengeist, Thomas Mann brachte es in seiner „Rede an die Deutschen“ zu Weihnachten 1940 auf den Punkt: „Euer Gehorsam ist grenzenlos und er wird von Tag zu Tag unverzeihlicher.“

Man erschrickt unwillkürlich ob der Aktualität dieses Wortes.

Quelle und vollständiger Text hier: https://www.extremnews.com/berichte/vermischtes/76e4184ce736a4f


Recht verschafft der HERR den Unterdrückten

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 146 (145),6-7.8-9ab.9cd-10.

Der HERR hat Himmel und Erde gemacht,
das Meer und alle Geschöpfe;
ER hält ewig die Treue.
Recht verschafft ER den Unterdrückten,
den Hungernden gibt ER Brot;
der HERR befreit die Gefangenen.

Der HERR öffnet den Blinden die Augen,
ER richtet die Gebeugten auf.
Der HERR beschützt die Fremden
und verhilft den Waisen und Witwen zu ihrem Recht.

Der HERR liebt die Gerechten,
doch die Schritte der Frevler leitet ER in die Irre.
Der HERR ist König auf ewig,
dein Gott, Zion,

herrscht von Geschlecht zu Geschlecht.

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