Zu den Ärztebriefen der KV Nordrhein: Geht es nur um Haftungsfragen einer Dritt-Impfung?

Von Felizitas Küble

Im Internet – vor allem in den „sozialen Medien“ – tauchten bereits vor etwa einer Woche zwei Ärzte-Rundbriefe auf, die sich mit den schwerwiegenden Vorkommnissen drei Tage nach einer Impfung in einem ASB-Seniorenheim in Oberhausen befassen.

Es handelt sich jeweils um regionale Schreiben der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein: einmal an die „zugelassenen und ermächtigten Ärzte/-innen“ in Mönchengladbach, das andere Mal an die „niedergelassenen Ärztinnen/Ärzte“ in Mülheim an der Ruhr.

In unserer Redaktion geht es nicht um Schnelligkeit, sondern um Gründlichkeit, weshalb wir erst die Echtheit der kursierenden Rundbriefe abklären wollten, bevor wir uns dazu äußern.

Erst nachdem deren Authenizität gesichert ist, nehmen wir hier Stellung dazu:

Die beiden Schreiben sind ähnlich abgefaßt; wir dokumentieren und kommentieren hier die etwas längere Rundsendung an die Mönchengladbacher Mediziner.
Unterzeichnet ist der Brief von den zuständigen Chefs der Ärztekammer und der Kassenärztlichen Vereinigung in Mönchengladbach, als Datum ist der 7. September vermerkt.

Den Kollegen wird einleitend eine „sehr wichtige Info zum Impfgeschehen“ angekündigt:
„In Oberhausen hat es nach Durchführung von 90 Auffrischungsimpfungen in einem ASB-Haus zahlreiche schwere Komplikationen, davon ein Todesfall und zwei Reanimationen gegeben.“

Später wurde in Medienberichten behauptet, der Verstorbene sei ein Nicht-Geimpfter gewesen; danach hieß es, es gäbe überhaupt keinen Todesfall. Lassen wir diesen merkwürdigen Punkt dahingestellt – und zitieren weiter:

Insgesamt sind von 90 Impflingen 9 heftig erkrankt, überwiegend mit kardiopulmonalen Problemen.“ – Es geht also vor allem um Herz-Kreislauf-Komplikationen – und zwar „heftige“ wohlgemerkt. Ob die beiden Wiederbelebungen in dieser Zahl bereits enthalten sind oder dazukommen, scheint nicht ganz klar und mag offen bleiben.

So oder so handelt es sich um mindestens 10% schwere Reaktionen drei Tage nach Impfung.

Sodann heißt es: „Wir müssen Sie zeitnah über die Vorkommnisse informieren, zumal weder eine arzneimittelrechtliche Zulassung durch die EMA noch eine STIKO Empfehlung für diese Auffrischungsimpfungen derzeit existieren.“

Nicht nur dies: Auch die WHO (Weltgesundheitsorganisation) und die EU-Krankheitsbekämpfungsbehörde hat von der Booster-Impfung abgeraten, ebenso der Deutsche Hausärzteverband.

Allerdings ist für den Ärztebrief der springende Punkt besonders die fehlende EMA-Zulassung (europäische Arzneimittelbehörde), denn damit kommen Haftungsfragen ins Spiel: Wer ist verantwortlich für Komplikationen, nachdem die Dritt-Impfung derzeit nicht einmal eine amtliche Zulassung vorweisen kann?!

Abschließend schreiben die beiden Verbandsvertreter:
„Ich möchte Sie herzlich bitten, selber ärztlich zu entscheiden, ob Sie nicht lieber auf die Zulassung oder Empfehlung warten wollen, oder ob Sie diese Auffrischungsimpfung tatsächlich für so dringlich halten, dass diese auch ohne Empfehlung der STIKO oder CoronaImpfV-konforme Zulassung durchgeführt werden müsste.“

Hieraus ergibt sich erstens, daß die Unterzeichner eine Booster-Spritze mindestens für problematisch halten, auch wenn es sich um keine grundsätzliche Warnung handelt.

Zweitens scheint es hier das wichtigste Anliegen zu sein, den Kollegen die Haftungsfrage vor Augen zu führen (auch wenn der Ausdruck nicht direkt genannt wird) – deshalb wohl die Betonung der fehlenden arzneimittelrechtlichen EMA-Zulassung.

Daß dieser Punkt den Medizinern nicht gleichgültig ist, leuchtet ein – und doch fragt sich der aufmerksame Leser, warum denn hier nicht grundsätzlich die Frage nach dem Sinn bzw. gesundheitliche Probleme der (Dritt-)Impfung aufgeworfen werden, nachdem in Oberhausen mindenstens 10% der Betreffenden „heftige“ Schäden erlitten haben.

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One Comment on “Zu den Ärztebriefen der KV Nordrhein: Geht es nur um Haftungsfragen einer Dritt-Impfung?”

  1. dorrotee sagt:

    Es ist ein Skandal, dass diese Bewohner ohne STIKO-Empfehlung schon zum dritten Male geimpft wurden.
    Der Mensch als „Versuchskanninchen “ in der Impfkampagne geht munter weiter.
    Als zähle ein Menschenleben und die schweren Nebenwirkungen nicht mehr. Nach dem Motto : Werden sie schon überleben!
    Mir persönlich wird Angst und Bange um die Bewohner der Altenheime.
    Wirklich zustimmen zu einem medizinischen Eingriff werden die Alten nicht können. Es wird mit Massnahmen gedroht wie bei Kindern.

    Jedoch wird eines klar sein, die STIKO wird die Drittimpfung noch für ältere Menschen empfehlen.
    Denn die Wirkung lässt ja tatsächlich nach.

    In meinem Bekanntenkreis ist eine 82 Jahre alte Frau trotz doppelter Impfung an Corona erkrankt.
    Auf der G2 Party in Münster gab es ebenfalls einen Ausbruch unter den geimpften Gästen.

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