AfD setzt sich gegen die Tagesschau durch

Im Streit um die irreführende Berichterstattung der Tagesschau zum Abstimmungsverhalten der AfD-Fraktion über die Fluthilfe hat der für die Sendung zuständige NDR die von der AfD-Fraktion verlangte Unterlassungserklärung unterzeichnet.

Die Tagesschau hat sich damit verpflichtet, nicht weiter zu behaupten, dass die AfD-Fraktion bei der Abstimmung am 7.9.21 im Deutschen Bundestag dem Fluthilfefonds nicht zugestimmt habe.

Die Tagesschau hatte am 7. September in ihrer 20-Uhr-Ausgabe behauptet, dass alle Fraktionen bis auf die AfD-Fraktion dem Fluthilfefonds zur Bewältigung der Hochwasserkatastrophe zugestimmt hätten. Diese Behauptung war falsch, da die Fluthilfe vom Plenum einstimmig, also auch mit den Stimmen der AfD-Fraktion, angenommen worden war.

Allerdings hatte die Bundesregierung die Abstimmung über den Wiederaufbaufonds durch ein sogenanntes Omnibusverfahren mit der Änderung des Infektionsschutzgesetzes verbunden.

Nachdem auf Antrag der AfD-Fraktion über die beiden Gesetzesteile einzeln abgestimmt worden war, enthielten sich die AfD-Abgeordneten bei der Schlussabstimmung, da hier eine Zustimmung zu der von der Fraktion unterstützen Fluthilfe nicht ohne eine Zustimmung zu der von der Fraktion abgelehnten Änderung des Infektionsschutzgesetzes möglich war.

Mittlerweile wurde der Beitrag des sogenannten „Faktenfinders“ der Tagesschau, in dem die Kritik der AfD-Fraktion an der Berichterstattung der Tagesschau vom 7.9.21 als „irreführend“ bezeichnet worden war, aus dem Internet gelöscht. Die 20-Uhr-Ausgabe der Tagesschau in der Mediathek wurde entsprechend bearbeitet und mit einem Hinweis versehen.


INSA-Umfrage über die unterschiedliche Angst vor einer Corona-Infektion

Laut dem Meinungsforschungsinstitut INSA aus Erfurt sinkt derzeit die Corona-Angst in Deutschland:

Seit der letzten Erhebung am 25.6.2021 steigt der Anteil derjenigen, welche keine Angst haben, sich mit dem Coronavirus anzustecken, von 49 auf 57 Prozent an. Der Anteil an Befragten, die dagegen Angst vor einer Infektion haben, sinkt von 39 auf 32 Prozent.

Männliche Befragte geben etwas häufiger an, davor keine Angst zu haben als weibliche (61 zu 53 %).

Die jüngsten Befragten haben häufiger keine Angst vor Corona-Infektion als die älteren Befragten (63 zu 53 bis 58 %).

Einzig die Linke-Wähler sind in dieser Frage gespalten (44 % stimmen zu, 47 % stimmen nicht zu).

Alle anderen Wählergruppen geben jeweils mehrheitlich an, keine Angst zu haben, sich mit dem Coronavirus anzustecken (52 bis 74 %). Die Wähler der AfD sowie der FDP geben dies dabei deutlich häufiger als die Wähler der anderen Parteien an (69 bzw. 74 zu 47 bis 65 %).

Die Befragten, die vollständig geimpft sind, geben häufiger als Nicht-(vollständig)Geimpfte an, Angst vor der Corona-Infektion zu haben (36 zu 27 %).

HIER geht es zum erwähnten INSA-Institut: www.insa-consulere.de


Frankreich: Führender Charismatiker wegen geistlichem und sexuellem Missbrauch laiisiert

Pater Marie-Michel Hostalier von Rom bestraft

Der 72-jährige Karmelit ist jetzt vom Vatikan wegen schwerer Vergehen gegen Frauen innerhalb der Seelsorge und „geistlichen Begleitung“ aus dem Priesteramt entlassen bzw. laiisiert (in den Laienstand zurückversetzt) worden.

Pater Marie-Michel Hostalier gehörte gemeinsam mit dem Charismatiker Pater Daniel-Ange zu den Gründern der Evangelisierungsbewegung „Jeunesse Lumière“ im Jahre 1984.

Der Priester ist in der französischen Diözese Valence (Drôme) inkardiniert. Dort auf der amtlichen Webseite wurde auch über seine Laiisierung berichtet, die gemeinsam mit der römischen Glaubenskongregation verfügt worden seiund zwar wegen früherem „geistlichem und sexuellem MIssbrauch“.

Der 1949 in Bordeaux geborene Priester gründete später gemeinsam mit anderen charismatischen Leitern weitere Kommunitäten.

Diese sogenannten „neuen geistlichen Gemeinschaften“ werden vom Nachrichtenportal „Kath.net“ seit Jahrzehnten gelobt und gepriesen, auch die hier erwähnte „Evangelisationsschule“ Jeunesse Lumiere, die von Pater Hostalier mitinitiiert wurde.

So veröffentlichte die erscheinungsbewegte Webseite noch am 12. August 2021 einen Artikel des Gründers Pater Daniel Ange und schrieb, aus seiner Bewegung seien „zahlreiche Priesterberufungen hervorgegangen“.

Weiter heißt es: „Bei Veranstaltungen der Charismatischen Erneuerung im deutschen Sprachraum kamen regelmäßig viele tausende Menschen zu seinen Veranstaltungen.“

Na dann ist ja wohl alles bestens!


Journalistin El-Hassan relativiert israel-feindliche Ausrufe auf einem Al-Quds-Marsch

Die Journalistin Nemi El-Hassan reagierte auf Vorwürfe, die seit dem Bekanntwerden ihrer Auftritte auf einer anti-israelischen Demonstration in Berlin aufkamen.

Sie könne nicht ausschließen, beim Al-Quds-Marsch israelfeindliche Parolen gerufen zu haben, räumt sie nun ein:
„In meiner Erinnerung habe ich lange geglaubt, nur Dinge wie ‘Free Gaza‘ gerufen zu haben. Jetzt, wo ich diese Zeit meines Lebens reflektiere, kann ich nicht ausschließen, Dinge gesagt zu haben, die antizionistisch sind und Israelfeindlichkeit bedienen.“ – Sie entschuldigte sich für ihr damaliges Verhalten.

BILD: Verhüllte Frauen auf einem Al-Quds-Marsch in Berlin (Foto: M. Leh)

Der Islamkritiker Ahmad Mansour schrieb in der „Zeit“, es sei legitim, in Deutschland auch die schöne Seite des Islams darstellen zu wollen. „Nicht legitim ist es dagegen, die häßliche Seite des Islams zu ignorieren und so die Realität auszublenden.“

Eigentlich sollte Nemi El-Hassani Teil des Moderatorenteams in der Wissenschaftssendung „Quarks“ werden. Doch dann berichtete die Bild-Zeitung über das bpb-Video und die Teilnahme der jungen Frau am Al-Quds-Marsch im Jahr 2014.

Inzwischen hat der WDR die Zusammenarbeit mit El-Hassan bis auf weiteres ausgesetzt.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://jungefreiheit.de/kultur/medien/2021/el-hassan-verteidigt-positive-aeusserungen-zum-dschihad/