Frankreich: Führender Charismatiker wegen geistlichem und sexuellem Missbrauch laiisiert

Pater Marie-Michel Hostalier von Rom bestraft

Der 72-jährige Karmelit ist jetzt vom Vatikan wegen schwerer Vergehen gegen Frauen innerhalb der Seelsorge und „geistlichen Begleitung“ aus dem Priesteramt entlassen bzw. laiisiert (in den Laienstand zurückversetzt) worden.

Pater Marie-Michel Hostalier gehörte gemeinsam mit dem Charismatiker Pater Daniel-Ange zu den Gründern der Evangelisierungsbewegung „Jeunesse Lumière“ im Jahre 1984.

Der Priester ist in der französischen Diözese Valence (Drôme) inkardiniert. Dort auf der amtlichen Webseite wurde auch über seine Laiisierung berichtet, die gemeinsam mit der römischen Glaubenskongregation verfügt worden seiund zwar wegen früherem „geistlichem und sexuellem MIssbrauch“.

Der 1949 in Bordeaux geborene Priester gründete später gemeinsam mit anderen charismatischen Leitern weitere Kommunitäten.

Diese sogenannten „neuen geistlichen Gemeinschaften“ werden vom Nachrichtenportal „Kath.net“ seit Jahrzehnten gelobt und gepriesen, auch die hier erwähnte „Evangelisationsschule“ Jeunesse Lumiere, die von Pater Hostalier mitinitiiert wurde.

So veröffentlichte die erscheinungsbewegte Webseite noch am 12. August 2021 einen Artikel des Gründers Pater Daniel Ange und schrieb, aus seiner Bewegung seien „zahlreiche Priesterberufungen hervorgegangen“.

Weiter heißt es: „Bei Veranstaltungen der Charismatischen Erneuerung im deutschen Sprachraum kamen regelmäßig viele tausende Menschen zu seinen Veranstaltungen.“

Na dann ist ja wohl alles bestens!


7 Kommentare on “Frankreich: Führender Charismatiker wegen geistlichem und sexuellem Missbrauch laiisiert”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Horst Koch – Kritik an Charismatik und schwarmgeistigen Bewegungen, Kritik des Atheismus

    https://horst-koch.de/

    https://horst-koch.de/atheismus/

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  2. Holger Jahndel sagt:

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  3. Holger Jahndel sagt:

    Der Angriff auf die Wahrheit
    Georg Walter

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    https://clv.de/Sonstiges/Archiv/Der-Angriff-auf-die-Wahrheit.html

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  4. Anonymous sagt:

    Ich habe gerade den Inhalt der historischen Biographie „Benedetta“ gelesen, verfilmt von Verhoeven und 2021 auf den Filmfestspielen in Cannes zu sehen.
    Das Problem ist sehr alt, es ist vor 350 Jahren sogar in lesbischer Spielart dokumentiert worden. Die „Missbrauchstäterin“ war die Superheroe-Version von mystischer Exaltiertheit.
    Hier ein Artikel aus dem Spiegel (1988):
    https://www.spiegel.de/kultur/zaertlicher-engel-a-cf69f194-0002-0001-0000-000013531171
    Bedauerlicherweise sind im Zeitalter „flächendeckender Alphabetisierung“ in der postmodernen kath. Kirche so viele lieber „visuell“ beeindruckbar. Echt ein Armutszeugnis.
    Die Analphabeten aus dem Bauernstand Italiens im 17. Jh. schauen von ihrer Wolke herunter und verspotten uns: „Na, die Schulpflicht hat die da unten auch nicht vor närrischem Aberglauben bewahren können – und alle Päpste schauen zu!“

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  5. Juetz sagt:

    Aha, aber die Vergehen der Homolobby innerhalb des Vatikans werden weitestgehend noch totgeschwiegen und die das anprangern, in Deutschland der Volksverhetzung angeklagt. Auch interessant.

    Petition – Verteidigen wir Pfarrer und Prof. Oko!
    Drei Monate bis fünf Jahre Freiheitsstrafe.
    Eine solche Strafe fordern für Pfarrer und Prof. Dariusz Oko sowie den neunzigjährigen deutschen Professor für Theologie, Johannes Stöhr, deutsche Strafverfolgungsbehörden.
    Der Grund?
    Die Publikation eines wissenschaftlichen Artikels, der die Mechanismen der kriminellen Aktivität der Umwelt beschreibt, die Kinder und abhängige Erwachsene in der katholischen Kirche sexuell ausbeutet.

    https://bronmyksiedzaoko.pl

    Ich lese grade, die PDF, die man herunterladen kann.
    Da fällt mir nix mehr dazu ein …

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  6. dorrotee sagt:

    Die Verantwortlichen, die diese Charismatischen Gemeinschaften zulassen, haben sich meist über den Zulauf der Gläubigen überhaupt gefreut.
    Man schaut bis heute nicht, was wird verkündet und wie wird das Wort Gottes verkündet. Man hat es quasi laufen lassen und teils sogar befördert und als geistl. Gemeinschaften anerkannt.
    Kaum eine neue geistl. charismatische Gemeinschaft ist noch ohne einen Missbrauchsskandal. Sei es sexuell oder seelischen Missbrauch oder beides.

    Vielerorts geht es auch um Medugorje in diesen Kreisen.
    Von dort aus ziehen die Gruppen und Menschen in die Gemeinschaften in der Heimat und verbreiten charismatische Praktiken. Leider.
    Und so viele Männer fühlen sich nach den Fahrten nach M. zum Priester berufen und erfahren eine Bekehrung, das wird von den Anhängern behauptet. Ob das immer echt ist, wage ich zu bezweifeln. Es ist eine Euphorie in Medju. die viele mitreisst.
    Ich spreche aus eigener Erfahrung.

    Paulus schreibt es deutlich: Seid nüchtern!
    Und diese charismatischen Kreise und Gemeinschaften sind meist nicht nüchtern.

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  7. Onkel Guido sagt:

    Man stellt sich bald wirklich die Frage warum geistliche Herren sich nicht beherrschen können oder wollen das ist ja die reinste Pest

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