Tagung mit Rainer Wendt und Alexander Kissler am 22. Mai 2019 in Berlin

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Das überparteiliche Forum Mittelstand lädt ein zur Veranstaltung „Klartext statt Phrasen: Zeit für Taten!“ am Mittwoch, den 22. Mai um 20 Uhr im Brauhaus Paulaner (Alt-Moabit 98 in 10559 Berlin: Nähe S-Bhf Schloss Bellvue / U-Bhf Turmstraße). Einlass ist ab 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.
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Redner ist der Präsident der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, und der Leiter des CICERO-Kulturressorts Dr. Alexander Kissler.

Zu den Grundübeln der gegenwärtigen Politik gehört ein Hang zur Phrasologie, als deren Königin von vielen Angela Merkel verstanden wird.

Mit Rainer Wendt, selbst CDU-Mitglied, wird einer der profiliertesten Kritiker der Kanzlerin im bürgerlichen Lager die Laudatio auf das neue Buch Alexander Kisslers „Widerworte, warum mit Phrasen Schluss sein muss“ halten.
Zuvor wird Alexander Kissler die Neuerscheinung Rainer Wendts „Deutschland wird abgehängt, Ein Lagebericht“ würdigen.

Während Rainer Wendt in seinem Buch schonungslos analysiert, wohin eine defizitäre Politik in der Zuwanderung und Inneren Sicherheit führt, konfrontiert Alexander Kissler den Leser mit bekannten Phrasen („Wir schaffen das“, „Das ist alternativlos“ etc.), die den Bürgern den Blick auf die Realität vernebeln sollen. 
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Ablauf:
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Vertreter der Presse und interessierte Bürger sind bei diesem öffentlichen Themenabend herzlich willkommen!
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Das Forum Mittelstand versteht sich als überparteilich, pro-atlantisch und bürgerlich-ordnungspolitisch verortet. Es bekennt sich explizit zur westlichen Wertegemeinschaft und den Ideen der Freiburger Schule. In regelmäßigen Abständen finden Veranstaltungen zur kritischen Begleitung der Tagespolitik statt: www.forummittelstand.net

Dr. Alexander Kissler fordert die Kanzlerin zu einer „Rede an die Nation“ auf

Unter dem Titel „Frau Merkel, es ist Zeit für eine Rede an die Nation“ veröffentlichte der Publizist und Redakteur Dr. Alexander Kissler am heutigen 6. Oktober im Kulturmagazin CICERO-online eine kritische Stellungnahme zur Flüchtlingskrise und der Rolle von Kanzlerin Merkel in dieser folgenschweren Causa. image

Städte und Gemeinden geraten in ein teilweise chaotisches Fahrwasser angesichts der in Deutschland ankommenden Massen, von denen die meisten weder Kriegsflüchtlinge noch asylberechtigte Personen sind, wie z.B. Polizeigewerkschafts-Chef Dieter Wendt bereits mehrfach klarstellte.

Die wachsenden Probleme werden auch nicht dadurch beseitigt, daß die Kanzlerin weiter einige wohlfeile Floskeln vom Stapel läßt und ihre Politik als vermeintlich alternativlos präsentiert, aber keine konkrete Lösungen bietet.

Dr. Alexander Kissler, leitender Redakteur bei CICERO, schreibt Dr. Angela Merkel jetzt folgendes ins Stammbuch:

„War die Kanzlerin eigentlich schon in Plauen, Magdeburg, Langenlonsheim oder Passau? Hat sie schon getan, was bitter nottäte, eine Rede gehalten an die Nation? Nein, hat sie nicht.

Denn vermutlich war sie wirklich nicht in Plauen, wo sich innerhalb zweier Wochen die Zahl der Teilnehmer an einer Demonstration gegen die Merkel’sche Asylpolitik von 50 auf 5000 verhundertfacht hat; in Magdeburg, wo das Unverständnis wächst über die Pläne der schwarz-roten Landesregierung, 1500 Asylbewerber in einem Viertel mit 1000 Bewohnern unterzubringen; in Langenlonsheim an der Nahe, wo die rot-grüne Regierung 3000 Asylbewerber inmitten von nur 4000 Einwohnern einquartieren will; in Passau, wo täglich bis zu 7000 Asylbewerber ankommen, nach einem laut Landrat Meyer (CSU) durch Österreich widerrechtlich organisierten, aber von Deutschland Tag für Tag geduldeten „Transit mit Bussen an die bayerische Grenze“.

Resultat bis auf Weiteres: „Wir befinden uns in einer sehr, sehr dramatischen Situation“ – sagt der Passauer Oberbürgermeister von der SPD.“

Hier lesen Sie den vollständigen Kissler-Artikel: http://www.cicero.de/berliner-republik/fluechtlingskrise-frau-merkel-es-ist-zeit-fuer-eine-rede-die-nation/59949


Dr. Alexander Kissler über erschreckenden Judenhaß „in weiten Teilen des Islam“

Im Kulturmagazin CICERO(-online) befaßt sich der bekannte Buchautor und Publizist Dr. Alexander Kissler aktuell mit jenem „importierten Antisemitismus“, den jüngst bereits die Bundestagsfraktion von CDU und CSU in einer Pressemitteilung beklagte, nämlich mit dem wachsenden Judenhaß eines großen Teils muslimischer Einwanderer hierzulande. (Die Meldung dazu siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/2014/07/22/die-cducsu-bundestagsfraktion-beklagt-importierten-antisemitismus/)

Dr. Kissler beginnt seinen Artikel mit einer klaren Ansage: IMG_1016

„Wo der Antisemitismus blüht, ist Recep Tayyip Erdogan nicht weit. Der türkische Ministerpräsident weiß, was er seinem Ruf schuldig ist. Und so ließ er sich nicht lange bitten und bescheinigte den Israelis „kein Gewissen, keine Ehre, keinen Stolz“ zu haben.

Im Gaza-Konflikt hätten sie „Hitler in Sachen Barbarei übertroffen.“  – Damit bewegt er sich in vertrautem Fahrwasser, ist weiten Teilen des Islam doch die Judenfeindschaft eingeschrieben, seit Mohammed für ein von Juden und Christen gesäubertes Medina kämpfte.“

Tatsächlich hat Mohammed 627 n. Chr. in Medina über 600 männliche Juden, die sich weigerten, zum Islam überzutreten, von seinen Horden massakrieren lassen.  Deren Frauen und Kinder verkaufte er als Sklaven. Damit war das Ende der Juden in Medina besiegelt (vgl. Koran, Sure 33,26+27). Den von Mohammed verfolgten Christen ging es nicht besser, wie bereits die Frühgeschichte des Islam belegt.

Der CICERO-Autor schreibt weiter:

„Andere Muslime lassen es nicht bei Worten bewenden. In Paris wurden zwei Synagogen angegriffen und Autos abgefackelt, um der Forderung nach einem „freien Palästina“ Nachdruck zu verleihen. (…)  In Innsbruck griffen antijüdische Demonstranten eine Frau mit Israel-Flagge an und verletzten sie. Tumulte gab es auch in Wien, wo Plakate „Dein Ende wird kommen, Israel“ verkündeten und den Davidstern mit dem Hakenkreuz gleichsetzen, und in Bregenz.“

BILD:  Große Moschee in Köln-Ehrenfeld (Foto: Dr. Bernd F. Pelz)

Leider ist auch unser Land seit Wochen bereits von judenfeindlichen Parolen und Ausschreitungen betroffen, wobei unter dem Vorwand, gegen Israels Waffengang im Gaza-Streifen zu protestieren, gegen Juden und den jüdischen Staat gehetzt wird.

Auch hierüber berichtet Dr. Kissler – siehe einige Beispiele aus seiner Aufzählung:

„Hamas, Hamas, Juden ins Gas!“ lautete der Ruf, der eben nicht von stiernackigen Neonazis, sondern von enthemmten Muslimen in Gelsenkirchen erscholl. So wie es auch nicht die Springerstiefel-Fraktion war, die in Frankfurt am Main Kindermörder Israel!“ skandierte und Plakate trug mit der Botschaft „Ihr Juden seid Bestien“.

In Berlin wiederum hieß es „Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!“ und „Scheiß-Juden, wir kriegen euch!“. Ein Imam rief dazu auf, allen „zionistischen Juden“ den Tod und entsetzliche Qualen zu bereiten, ein israelisches Paar wurde angegriffen. In Hannover wurde „Free Palestine“ zum Vorwand, „mit Anlauf und einem Sprungtritt“ einen Mann zu verletzen, der sich erdreistete, eine Israel-Fahne zu tragen…“

Den vollständigen Kissler-Artikel lesen Sie hier in CICERO-online: http://www.cicero.de/berliner-republik/gaza-konflikt-und-europa-der-judenhass-ist-wieder-da/57962

HINWEIS auf ein Interview des Deutschlandfunks mit dem deutsch-jüdischen Schriftsteller Rafael Seligmann über antisemitische Randale: http://www.deutschlandfunk.de/antisemitische-proteste-politiker-und-polizei-haben-bisher.694.de.html?dram:article_id=292528

Weiterer BERICHT über judenfeindliche Ausschreitungenhttp://haolam.de/artikel_18392.html


Am 17. März in München: Alexander Kissler präsentiert Buch über Papst Benedikt

Der Kulturjournalist und Historiker Dr. Alexander Kissler stellt am Sonntag, den 17. März, in München sein neues Buch über das Pontifikat von Papst Benedikt XVI. vor. Das Werk mit dem Titel „Papst im Widerspruch. Benedikt XVI. und seine Kirche 2005-2013“ erscheint Mitte März im Pattloch-Verlag.

Foto: Radio Vatikan

Foto: Radio Vatikan

Darin bilanziert der Kirchenkenner das Wirken des bayerischen Papstes und geht der Frage nach, warum der Pontifex es gerade bei seinen Landsleuten so schwer hatte; er arbeitet die Kenpunkte seiner Lehre heraus, analysiert seinen Rücktritt und fragt nach seinem Vermächtnis.

Die Veranstaltung in der von Michael Ragg moderierten Reihe „Domspatz-Matinée“ beginnt um 14:30 Uhr im Großen Saal des Hansa-Hauses, Brienner Straße 39.

Der Eintritt beträgt 12,50 Euro, für Ehepaare zehn Euro pro Person. Jugendliche haben freien Eintritt.

Der Veranstalter, die Agentur „Ragg´s Domspatz“, empfiehlt Platzreservierung unter Telefon: 0 83 85 / 9 24 83 37 oder buero@raggs-domspatz.de.

Das Hansa-Haus, zu Fuß etwa fünfzehn Minuten von Hauptbahnhof entfernt, ist mit der U2, Haltestelle Königsplatz oder der U1 bis zum Stiglmaierplatz erreichbar.

Weitere Infos gibt es unter http://www.raggs-domspatz.de.

Dr. Alexander Kissler schrieb für die FAZ, die Süddeutsche Zeitung und den Focus. Seit Januar 2013 ist er Kulturchef  des Monatsmagazins CICERO. Schon sein 2005 erschienenes erstes Buch „Der deutsche Papst: Benedikt XVI. und seine schwierige Heimat“ gilt vielen als das klügste Papstbuch überhaupt.

 


Alexander Kissler ist neuer Ressortleiter bei „Cicero“ – jetzt kritisiert er scharf das „Dschungelcamp“

Seit Beginn dieses Jahres ist der Medien- und Literatur-Wissenschaftler Dr. Alexander Kissler neuer Kolumnist und  „Salon“-Ressortleiter der Kulturzeitschrift CICERO;  der Journalist und Buchautor Kissler war zuvor auch als Redakteur der „Süddeutschen Zeitung“ und des FOCUS tätig.

In seiner jüngsten Kolumne äußert sich der christliche Publizist treffend und kritisch zum niveaulosen bis unerträglichen TV-Format „Dschungelcamp“ des RTL-Senders:

„Wieder zeigt RTL das „Dschungelcamp“ und wieder lebt das Format davon, Demütigung, Häme und Hohn zu verbreiten. Derweil beschreibt die hiesige Kritik das Ganze als schönste Perle deutscher Unterhaltungskunst

Deutschland laboriert am „Dschungel“-Fieber. Auch die Kritik ist vom hochansteckenden Virus, gegen den kein Kraut gewachsen ist, befallen und hat ihre Arbeit weitgehend eingestellt.

„Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“ wird derzeit besprochen, erklärt und gepriesen, als handele es sich um die schönste Perle deutscher Unterhaltungskunst. Dabei ist das „Dschungelcamp“ auch in diesem Jahr, was es immer war: ein unfassbar ordinäres Fernsehformat.

Nichts hat sich geändert, seit RTL 2004 zum ersten Mal abgehalfterte Prominenz in die präparierte Wildnis mit den vielen Kameras lud. Die Kleingruppe balgt und verträgt sich, leidet unter der Hitze und aneinander. Jeden Tag steht eine Prüfung an, bei der Ekelgrenzen überwunden und der Brechreiz besiegt werden sollen.“

Den ganzen Artike lesen Sie hier: http://www.cicero.de/salon/dschungelcamp-rtl-kritik-abfall-ist-es-doch/53146/


Dr. Alexander Kissler über Dr. David Bergers Kampf gegen das eigene Vorleben

In der jüngsten Ausgabe des Vatican-Magazin (Fe-Verlag) beschreibt Focus-Autor Dr. Alexander Kissler seine Eindrücke nach der Lektüre eines der früheren, konservativ bis traditionell geprägten Bücher von Dr. David Berger.

Das heutige öffentliches Auftreten des  –  wie er sich selber nennt –  „schwulen Theologen“ Berger ist genau entgegengesetzt orientiert und zunehmend garniert mit scharfen Angriffen gegen Papst und Kirche, in den letzten beiden Monaten vor allem im Zusammenhang mit seiner Anti-kreuz.net-Kampagne.

Hier folgen nun einige Auszüge aus Dr. Kisslers Beitrag im Vatican-Magazin:

Er ist ein Traditionalist durch und durch  –  der Autor des Buches, das ich gerade lese. Thomas von Aquin und die Päpste Pius X. und Pius XII. sind seine Fixsterne. Auf die alte, die klassische, lateinische Messe lässt er nichts kommen; sie ist ihm Heimat. Er kritisiert Karl Rahner und Johann Baptist Metz scharf.

Rein gar nichts auszusetzen hat er hingegen an Joseph Ratzinger, dem er immer und ausschließlich zustimmt. Von dem heutigen Papst stammt das erste, von Gilbert Keith Chesterton das letzte Zitat in dem Buch, das ich gerade lese.

Der Autor lässt keinen Zweifel an seinem Standpunkt und an jenem der Wahrheit. Beide befinden sich dort, wo die Tradition ist. Tradition ist nachgerade ein anderes Wort für Wahrheit, zumindest im Raum der Kirche.“

Es geht hier um David Bergers Buch „Thomas von Aquin und die Liturgie“, das 1999/2000 erschien.

Zehn Jahre später begann der medienwirksame Einsatz des einst traditionell schreibenden Autors gegen den theologischen Konservatismus der katholischen Kirche  –  und damit zugleich gegen seine eigenen,  früher so eindeutig geäußerten Überzeugungen:

„Nach typischer Renegatenart führt der ehemalige Thomist, ehemalige Traditionalist und ehemalige Religionslehrer einen Ein-Mann-Feldzug gegen das Milieu, dem er entstammt. Diesen Feldzug auf alles Kirchliche auszuweiten, im Namen des Zeitgeists und wider das Lehramt, unter Schmähung des Papstes, ist er offenbar fest entschlossen. Nichts soll mehr erinnern an die Bande, die er einst selbst knüpfte. Berger kämpft den Kampf seines Lebens gegen das eigene Vorleben. Es ist ein öffentlicher Exorzismus am Selbst.“

Quelle und vollständiger Kissler-Artikel hier:  http://www.vatican-magazin.de/index.php/magazin/aktuelle-ausgabe/inhalt/16-magazin/aktuell/weitere-artikel/146-kissler-122012


FOCUS-Autor Dr. Alexander Kissler über Dr. David Berger: „Ein erschütternd schlechter Leser“

David Berger ist ein ehemaliger katholischer Religionslehrer. Einige Bekanntheit erlangte er durch sehr solide Studien über den heiligen Thomas von Aquin, durch eine Vielzahl scharf konservativer Schriften zum Lob der kirchlichen Tradition und der lateinischen Messe und durch das Bekenntnisbuch „Der heilige Schein“   –   schillernde Stationen einer Renegatenkarriere.

Neuerdings genießt er die Gunst vieler Medien, weil er das Gesicht der Kampagne gegen das hetzerische Hass-Portal kreuz.net ist, das hoffentlich für immer offline bleibt.

Im Zuge dieser Bemühungen erklärte Berger in der „tageszeitung“ vom 30. November, es gebe „keine Neujahrsansprache des Papstes, wo er die Homosexuellen nicht nur indirekt als Menschen zweiter Klasse bezeichnet und homosexuelle Veranlagungen verteufelt werden“.  

Kreuz.net spitze zu, was Benedikt XVI. denke.  75743_14122011

Ebenfalls am 30. November wiederholte Berger im Deutschlandradio Kultur diese These. „Homophobie“, so Berger, „ist das große Thema des Pontifikats von Benedikt XVI., keine Neujahrsansprache, wo der Papst nicht die Homosexuellen als den Untergang des Abendlandes betrachtet und sagt, wir müssen alles dafür tun, dass eine (…) Diskriminierung Homosexueller weiter aufrechterhalten bleibt in den Staaten.“

Machen wir die Probe:

Bei seiner ersten Neujahrsansprache an das diplomatische Korps am 9. Januar 2006 sprach Benedikt XVI. über die Verpflichtung zur Wahrheit als „Seele der Gerechtigkeit“, als Fundament der Freiheit und als „Weg zu Vergebung und Versöhnung“. Er geißelte die Armut in der Welt ebenso wie den Terrorismus. Dieser sei eine besondere „moralische Perversion“, wenn er sich „hinter dem Schutzschild einer Religion verbirgt“.

Außerdem warb Benedikt für die weltweite Geltung der Menschenrechte und lobte die UN.  Das Wort „Familie“ kam nicht vor, das Wort „Mann“ nicht, das Wort „Frau“ nicht, das Wort „Sexualität“ nicht, das Wort „schwul“ nicht.

Schon mit der ersten Ansprache ist somit die These Bergers falsifiziert, in jeder Neujahrsansprache würden „homosexuelle Veranlagungen verteufelt“. (…) David Berger ist ein erschütternd schlechter Leser.  

Quelle, Fortsetzung und vollständige Fassung dieses Artikels im online-Kulturjournal THE EUROPEAN: http://www.theeuropean.de/alexander-kissler/5579-phobie-und-verleumdung


Alexander Kissler über den „schrillen Unfug“ der Punkband Pussy Riot

Dr. Alexander Kissler äußert sich am heutigen Dienstag im Internet-Kulturmagazin „The European“ zur Debatte über die russische Frauen-Punkband.

Der bekannte FOCUS-Redakteur kritisiert das „unangemessen hohe Strafmaß“ und die mangelnde Gewaltenteilung in Rußland. Zugleich erinnert der Publizist aber daran, daß dieser Fall kein Anlaß für eine Solidarisierung mit der blasphemischen Störergruppe ist:

„Gar zu lässig aber haben die Solidarischen beiseite gewischt, dass beispielsweise auch in der Bundesrepublik Deutschland gemäß Paragraph 167 Strafgesetzbuch mit „Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft“ wird, wer an einem „Ort, der dem Gottesdienst (…) gewidmet ist, beschimpfenden Unfug verübt“.

Und eben das haben die drei Frauen getan: Sie stürmten den Altarraum der Christ-Erlöser-Kathedrale, nahe der Ikonostase, hinter der sich das Allerheiligste jeder orthodoxen Kirche befindet, und trieben lauten, schrillen und eben beschimpfenden Unfug – aus Sicht des Hausherrn und der Gläubigen allemal.

Sie skandierten, je nach Übersetzung, „Scheiße, Scheiße, Scheiße des Herrn“ beziehungsweise „Scheiße, Scheiße, Gottesscheiße“. Sie mögen damit Putin gemeint haben oder Patriarch Kyrill, der zudem als „Hund“ oder „Arschloch“ apostrophiert wurde. Auf jeden Fall begingen sie Hausfriedensbruch und lästerten an kultischer Stätte.

Vergleichbar wären Schimpfwörter wider einen Mufti oder einen muslimischen Staatspräsidenten in einer Moschee, vielleicht in Istanbul, oder wider einen Oberrabbiner oder jüdischen Ministerpräsidenten in einer Synagoge. Dürften solche Frondeure auch mit mutiger Solidarität in der nichtmuslimischen, nichtjüdischen Welt rechnen?“

Quelle und vollständiger Artikel hier: http://www.theeuropean.de/alexander-kissler/12039-pussy-riot-und-die-empoerung


„Domspatz“ tagt am 8. Juni 2012 mit Arnulf Baring und Alexander Kissler in München

Datum: Freitag, 8. Juni 2012, 19,30 bis 21,15 Uhr

Ort: Hotel Bayerischer Hof, Palaisstube, 80333 München,  Promenadeplatz 2-6,

Thema: Schluss mit dem Ausverkauf! Unsere Krise, unsere Wurzeln, unsere Chancen.

In ihrem neuen, von Dr. Alexander Kissler redigierten Gesprächsbuch Schluss mit dem Ausverkauf! plädiert der Historiker und Publizist Arnulf Baring (zusammen mit Josef Kraus, Mechthild Löhr und Jörg Schönbohm) für eine schöpferische Besinnung auf Bestände, Wurzeln, Traditionen – zum Wohle unserer Kinder.

Auf unserer Domspatz-Soirée stellen sich der Historiker Prof. Dr.  Arnulf Baring und der Publizist Dr. Alexander Kissler den Fragen von Michael Ragg. Die anschließende Publikums-Diskussion leitet Dr. Liane Bednarz.

Jeder Interessierte ist eingeladen.

Der Eintrittspreis beträgt 12,50 Euro.

Wir raten aufgrund des begrenzten Platzes zu einer Reservierung unter Telefon: 0 83 85 / 9 24 83 37 oder buero@raggs-domspatz.de.

Der Bayerische Hof ist ein in der ganzen Welt bekanntes, in vierter Generation privat geführtes Spitzenhotel im Herzen Münchens. Öffentlich erreichen Sie das Hotel mit allen S-Bahnen bis Haltestelle Marienplatz. Benutzen Sie den Ausgang „Weinstraße“, folgen Sie der Weinstraße, bis Sie zur Maffeistraße gelangen, die Sie auch an den dort verlaufenden Straßenbahngleisen erkennen. Bitte folgen Sie den Gleisen nach links, bis Sie direkt vor dem Haupteingang des Bayerischen Hofs stehen.

Die beiden Gäste der Domspatz-Tagung:

Prof. Dr. Arnulf Baring, promovierter Jurist, Politikwissenschaftler, Historiker und Publizist, lehrte von 1969 bis 1998 Zeitgeschichte und Internationale Beziehungen an der Freien Universität Berlin. Professor Baring ist Träger des Europäischen Kulturpreises für Politik und des Großen Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland. Er verfasste u.a. „Scheitert Deutschland? Abschied von unseren Wunschwelten“ (1997) und „Es lebe die Republik, es lebe Deutschland!“ (1999).

Dr. phil. Alexander Kissler ist Historiker, Medien- und Literaturwissenschaftler und Kulturjournalist. Er schrieb viele Jahre für FAZ, FAS, Süddeutsche Zeitung und das Magazin Focus. Seine aktuellen Kolumnen sind bei The-European.de (Kisslers Kontrastmittel) und focus.de (Kisslers Konter) nachzulesen. Mit Büchern wie „Der aufgeklärte Gott“ oder „Dummgeglotzt. Wie das Fernsehen uns verblödet“ hat er Maßstäbe gesetzt. Derzeit schreibt er eine Geschichte des Pontifikats Benedikts XVI. Dr. Kissler war bereits dreimal Gesprächsgast unserer Domspatz-Soiréen.  


Alexander Kissler: Deutschland – die betreute Republik

In FOCUS-online von heute (5.4.2012) äußert sich der Buchautor und Publizist Dr. Alexander Kissler kritisch zur derzeitgen Debatte um Kinder, Kitas und „Betreuung“ der Kleinen. Unter dem Titel „Stoppt die Betreuungsindustrie in Deutschland“ stellt der bekannte FOCUS-Autor Folgendes klar:
„Kinder sollen nicht erzogen, sondern betreut werden. Alte Menschen werden nicht umsorgt, sondern betreut: Deutschland ist längst zur betreuten Republik geworden. Dadurch wächst die Unmündigkeit und schwindet die Solidarität.
Man sollte viel öfter auf die Grammatik hören. Sie spricht die Wahrheit. Das Wort „betreuen“ zum Beispiel, heißt es, sei ein schwaches Verb. Das stimmt in jeder Hinsicht. Kaum ein schwächeres Wort ist denkbar. Dennoch entwickelt es sich zum Leitbegriff für eine ganze Gesellschaft. Die Bundesrepublik ist zur betreuten Republik geworden.
Vollversorgung von der Wiege bis zur Bahre wird uns vorgegaukelt. Von dieser trügerischen Illusion, diesen gefährlichen Sirenenklängen sollten wir uns verabschieden, wenn uns die Republik am Herzen liegt.
Derzeit streitet die Berliner Koalition aus CDU, CSU und FDP über das im gemeinsamen Koalitionsvertrag fest vereinbarte Betreuungsgeld. Da es trotz aller Mängel ein Mittel wäre, die Wahlfreit der Eltern zu stärken, sollten sich die Koalitionäre nicht vom Geschrei der Wirtschaftsverbände und der FDP irritieren lassen.
Deren Interessenlage ist durchsichtig: Je früher die Eltern ihr Neugeborenes aus dem Haus geben zur Fremdbetreuung, desto eher stehen Mutter oder Vater dem Arbeitsmarkt wieder zur Verfügung.
Kleine Kinder sind in dieser Perspektive volkswirtschaftliche Produktivitätsbremsen, ja Renditekiller.
Dass die Erziehung im Elternhaus aber für das Kindswohl in aller Regel das Beste ist, dass das wechselnde Fachpersonal in der Kita nur eine ungleich schwächere emotionale Bindung und Beheimatung aufbauen kann, steht außer Frage. Sowohl die Hirn- als auch die Bildungsforschung sind da eindeutig.
Der betreute Mensch ist der abhängige Mensch
Damit wären wir beim entscheidenden Punkt, den auch die Befürworter des Betreuungsgeldes leider nicht benennen:
Wer Kinder – sei es zu Hause, sei es in der Tagesstätte – zu Objekten der Betreuung erklärt, hält sie nicht nur sprachlich in Unmündigkeit gefangen. Kinder haben ein Anrecht auf Liebe, Geborgenheit und Erziehung, nicht auf Betreuung.
Der betreute Mensch ist der ohnmächtige, der abhängige Mensch.
Dieser Zusammenhang gilt grundsätzlich, wenn von Betreuungsangeboten die Rede ist.
Dahinter verbirgt sich die Verzifferung der Welt, die Verwandlung von Menschen in Kostenstellen.“
Quelle und Fortsetzung des Artikels hier:  http://www.focus.de/politik/deutschland/kisslers-konter/kisslers-konter-stoppt-die-betreuungsindustrie_aid_733196.html