Buchvorstellung: Neuauflage eines bewährten Lebensrechts-Klassikers

Fundiertes Sachbuch  „Abtreibung – ein neues Menschenrecht?“

Gibt es ein Recht auf Abtreibung? Die Vorsitzenden der Christdemokraten für das Leben (CDL), der Juristen-Vereinigung Lebensrecht (JVL) und der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) haben gemeinsam ein Buch herausgegeben, das sich gegen den Versuch stemmt, Abtreibung als ein Menschenrecht zu deklarieren.
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Die überarbeitete und aktualisierte Neuauflage kann beim Beltheimer SINUS-Verlag (http://www.sinus-verlag.de/contents/de/d4.html#p1) oder über den Buchandel bestellt werden. 
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Kommen Menschenwürde und das Recht auf Leben Kindern schon vor ihrer Geburt zu?
Internationale Organisationen propagieren ein „Menschenrecht auf Abtreibung“. Von UNO und EU gefördert, bieten sie die Tötung Ungeborener weltweit an, angeblich im Interesse der „reproduktiven Gesundheit“ der Frauen und ihres Selbstbestimmungsrechts.
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Die in diesem Buch gesammelten Beiträge setzen sich aus der unterschiedlichen Perspektive sachkundiger Autoren mit dieser Propaganda und Praxis kritisch auseinander. Sie zeigen ihre verhängnisvollen Folgen für die Frauen, die Familien wie für die Gesellschaft auf und beleuchten die Rolle der Ärzteschaft sowie der Medien.
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Mit Beiträgen von: 
Rainer Beckmann, Bernward Büchner, Maria Grundberger, Dr. med. Claudia Kaminski, Sophia Kuby, Dr. med. Peter Liese, Alexandra M. Linder, Mechthild Löhr, Martin Lohmann, Prof. Dr. med. Giovanni Maio, Univ.-Prof. Dr. iur. Katharina Pabel, Prof. Dr. Manfred Spieker.
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Buchdaten: Abtreibung – ein neues Menschenrecht?   –  Büchner/Kaminski/Löhr (Hrsg.),
SINUS-Verlag, 262 Seiten, Paperback, 14,80 € (inkl. MwSt), ISBN 978-3-88289-812-5
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Quelle: Christdemokraten für das Leben, CDL

 


Bischofskonferenz präsentiert merkwürdige Studie mit „passenden“ Ergebnissen

Die deutschsprachige Ausgabe von Radio Vatikan berichtet  am 25.1.2013 online unter dem Titel „Deutsche Studie: „Die Kirche ist nicht im Heute angekommen“ über eine Untersuchung unter Katholiken in Deutschland, die als „wissenschaftlich“ gewürdigt und vorgestellt wird.

Hierzu schreibt nun der Vatikansender   –  die deutsche Sektion steht unter Leitung des Jesuiten Bernd Hagenkord  –  Folgendes:

„Viele Christen verstehen sich nicht mehr als im traditionellen Sinn gläubig, unter den Katholiken schwindet die Verbindlichkeit der Lehre, Glaube wird individualisiert gelebt:  Sätze wie diese hört man oft über den Zustand der Kirche.

Jetzt sind sie wissenschaftlich belegt: Die MDG, eine Dienstleistungsgesellschaft der deutschen Bischofskonferenz, hat an diesem Donnerstag gemeinsam mit dem Sinus-Institut nach 2005 zum zweiten Mal eine umfassende Studie zur Situation des Katholizismus in Deutschland vorgestellt.“ abtei-ettal-startseite_01

Demnach gab die Deutsche Bischofskonferenz eine wissenschaftliche Studie in Auftrag, diesmal aber (im Unterschied zur Pfeiffer-Studie) immerhin ohne Ach und Krach  –  kein Wunder aber auch: es wurde kurzerhand die eigene bischöfliche Beratungsgesellschaft (die MDG  = Mediendienstleistungs-Gesellschaft) damit betraut, die das Sinus-Institut als Partner hinzuzog.

Sodann berichtet Radio Vatikan, daß Georg Frericks, Projektleiter der Studie, das Fazit wie folgt zusammenfaßt:

„Als Haupterkenntnis würde ich bezeichnen, dass durch alle Milieus hindurch eine kritische Sicht auf die katholische Kirche vorherrschend ist und dass alle Milieus das Gefühl haben, dass die Kirche nicht in der Zeit heute angekommen ist. Die Konsequenzen sind unterschiedlich, aber das ist das, was ich als den roten Faden bezeichnen würde.

Wahrlich ein „roter Faden“ in den Wortes wörtlicher Bedeutung…

Sodann folgt jene typisch soziologische Rhetorik, die sich so (un)schön „wissenschaftlich“ anhört und die wir hier links liegen lassen können.

Konzentrieren wir uns vielmehr auf den „Sinn der Veranstaltung“ jener nagelneuen Studie, die repräsentativ alle katholische „Milieus“ zu untersuchen vorgibt:

„Gemeinsam ist aber allen Milieus auch, dass die Kirche nach Ansicht der Befragten moderner werden muss.“

Soweit der Bericht von „Radio Vatikan“.  

Daß die deutsche Medienlandschaft ein solch passendes „Ergebnis“ gerne aufgreift, verwundert wenig.

Daher titelte die Tageszeitung DIE WELT am 24. Januar 2013:

„Katholiken aller Milieus gehen auf Distanz zum Papst“.   75743_14122011

Merkwürdig  –  wie dieses unlogische Resultat wohl zustandekam: „alle“ Milieus  – etwa auch die konservativen und traditionsorientierten? Gehen selbst die gewohntermaßen papsttreuen Kreise urplötzlich auf „Distanz“ zu ihrem Oberhaupt?

Hierüber möchte man doch gerne Näheres erfahren…

Doch zunächst die vielsagende Einleitung der WELT-Redaktion:

„Katholiken in Deutschland sehen ihre Kirche mittlerweile deutlich kritischer als noch vor wenigen Jahren. Immer klarer distanzieren sie sich von der katholischen Sexuallehre, vom Umgang der Kirche mit Frauen und Homosexuellen sowie von der Haltung gegenüber Geschiedenen und Christen anderer Konfessionen.“

Die üblichen Dauerbrenner also, die uns in Mattscheibe und MSM (Mainstream-Medien) seit Jahr und Tag nimmermüde vorgekaut werden.

Die „wissenschaftliche“ Studie befragte hundert Teilnehmer

Aber aufgepaßt, denn jetzt kommt der eigentliche Clou der ganzen Chose:

„Die am Donnerstag veröffentlichte Studie, deren Vorgängerin aus dem Jahr 2005 stammt, basiert nicht auf Umfragen, sondern auf insgesamt 100 jeweils mehrstündigen Einzelgesprächen mit katholischen Kirchenmitgliedern, die ihre religiösen Haltungen zudem in eigenen Texten etwa über den Sinn ihres Lebens oder ihr Idealbild von der Kirche dargelegt haben. Die 100 befragten Kirchenmitglieder wurden dabei so ausgewählt, dass jeweils zehn (fünf Frauen und fünf Männer) eines der sogenannten Sinus-Milieus abdecken.“

Daß es sich bei dieser vermeintlich „wissenschaftlichen“ Studie um sage und schreibe  h u n d e r t  Teilnehmer handelt, wurde in der seitenlangen Berichterstattung von „Radio Vatikan“ übrigens mit keiner Silbe erwähnt.

Zum Vergleich:

Die Mißbrauchs-Studie von Prof. Pfeiffer aus dem Jahre 2011 basiert auf beantworteten Fragebögen von 11.500 Teilnehmern, demnach mehr als das Hundertfache  – und selbst bei dieser breit angelegten Untersuchung mäkelten viele Presseorgane seinerzeit, diese Studie sei nicht „repräsentativ“ und aussagekräftig genug…

Warum werden dann die Resultate jener Hundert-Personen-Studie der Bischofskonferenz nicht erst recht in unseren sonst so kritischen Medien infrage gestellt?

Weil die Ergebnisse gar so „passend“ sind?

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

ERGÄNZUNG am 31.1.2013 bzw. HINWEIS auf einen Artikel zum selben Thema von Dr. Alexander Kissler: http://www.cicero.de/salon/kirche-im-blindflug/53327

Zweiter HINWEIS-Link am 1.2.2013 zu einer Analyse von Michaela Koller auf VATICANISTA: http://www.vaticanista.info/2013/02/01/geplauder-aus-der-schublade/

1. Foto: Kloster Ettal