Unsere BASIS: Gebote und Offenbarung, Moses und Propheten, Bibel und Tradition

Gottes Offenbarung benötigt keine Erscheinungen

Im heutigen Sonntagsevangelium (Lk 16,19 ff) wurde das bekannte Gleichnis vom armen Lazarus und dem reichen Prasser vorgelesen. Meist geht es dann in der Predigt des Pfarrers um die angesagte Solidarität mit den Armen und Hilflosen sowie um Kritik am Reichtum und mangelnder Nächstenliebe.

Alles schön und gut, aber zugleich auch etwas oberflächlich, denn diese Botschaft Gottes enthält weitere Gesichtspunkte, die oft zu wenig beleuchtet werden, die aber äußerst aktuell und wegweisend sind: P1020947

1. Der reiche Prasser, der sich in der Hölle befindet, kommt jetzt auf die Idee, daß der arme Lazarus, den er verachtet hatte, doch noch zu etwas nütze sein könnte, nämlich damit dieser seine fünf Brüder warnt. Der Genußmensch war es stets gewohnt, daß er bedient wurde und einen „Sonderservice“ erhielt – und er meint, das gelte auch jetzt für seinen dringlichen Wunsch, nämlich eine Erscheinung des verstorbenen Lazarus bei seinen vermutlich ebenfalls in Saus und Braus dahinlebenden Brüdern.

Allerdings hat dieser reiche Mann im Grunde noch immer nicht viel gelernt, denn er will seine Brüder offenbar nur deshalb aufrütteln, damit sie – wie es heißt – „nicht auch an diesen Ort der Qual kommen“. Es geht ihm also nicht so sehr um die Umkehr als solche, um die Liebe zu Gott und dem Nächsten, sondern allein  –  oder jedenfalls in erster Linie  –  um das bloße Vermeiden der ewigen Höllenstrafe.

„Sie haben Moses und die Propheten: darauf sollen sie hören!“

2. Abraham lehnt die Bitte des Reichen ab, aber nicht nur, weil dieser den Schwerpunkt falsch setzt, sondern weil Abraham sagt: Die Brüder sollen wie alle anderen Menschen auch gefälligst auf Moses und die Propheten hören. Es gibt für sie keine übernatürliche „Extrawurst“, denn jeder kann Gottes Wort und Willen wahrnehmen, wenn er wirklich will: Nämlich seine Gebote (Moses) und seine Botschaft (Propheten).

Moses hat das Gesetz Gottes verkündet, die Propheten haben Gottes Willen in die jeweilige Zeit hineingesprochen, haben vor Abwegen gewarnt und zum festen Glauben und zu guten Werken aufgefordert.2732900420_68d28f8a20 Die Haupt-Aufgabe der alttestamentlichen Propheten bestand also nicht etwa in der Zukunfts-Voraussage, sondern in der aufrüttelnden Verkündigung, in der Verdeutlichung des göttlichen Willens mit Hinweis auf Gebote und Wegweisungen des Ewigen!

Die Situation ist heute nicht wesentlich anders:

Auch uns liegt die göttliche Offenbarung bereits vor: durch die Heilige Schrift und die apostolische Tradition (mündl. Überlieferung der Apostel). Diese Botschaft Gottes, welche uns das kirchliche Lehramt vorlegt und auslegt, ist inhaltlich völlig ausreichend für unser Heil. Auch wir benötigen keine Erscheinungen, keine Visionen, Schauwunder oder weitere Sonderveranstaltungen des Himmels.

Angesichts von Wundersucht, religiöser Sensationsmacherei, Sehnsucht nach dem Außergewöhnlichen, Erscheinungsfixiertheit und Schwärmereien aller Art ist dieses Gleichnis Christi heute aktueller als je!

Eben deshalb lehrt die katholische Kirche seit jeher, daß die göttliche Offenbarung mit dem Tod des letzten Apostels abgeschlossen ist. Dies gibt uns auch der Hebräerbrief im NT zu verstehen, wenn es dort heißt, daß Gott zuerst durch die Propheten zu den Menschen sprach, zuletzt aber durch seinen Sohn  –  denn Christus ist die Vollendung der Offenbarung Gottes, die in IHM vollständig enthalten ist.

Deshalb sind Privatoffenbarungen bzw. Visionen und Erscheinungen  – und zwar auch solche, die von der Kirche approbiert (genehmigt, gebilligt) wurden  –  für die Gläubigen nicht verbindlich, denn sie gehören nicht zum amtlichen Glaubensgut (depositum fidei) der Kirche.

Die überlieferte Glaubenslehre beruht vielmehr auf den beiden Säulen „Bibel und Tradition“, wobei das Traditions-Prinzip  h i e r  nicht im volkstümlichen Sinne von Brauchtum und frommer Folklore zu verstehen ist, sondern sich  – wie erwähnt – auf die apostolische Überlieferung (mündliche Lehre Christi und der Apostel) bezieht.

HIER zahlreiche ergänzende Artikel zum gleichen Grundsatz-Thema: https://charismatismus.wordpress.com/category/privat-offenbarung-stellenwert/

 


Das Fest der Faulenzer ist nun vorbei

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Amos 6,1a.4-7:

Weh den Sorglosen auf dem Zion und den Selbstsicheren auf dem Berg von Samaria. Ihr liegt auf Betten aus Elfenbein und faulenzt auf euren Polstern. Zum Essen holt ihr euch Lämmer aus der Herde und Mastkälber aus dem Stall. tagesimpuls

Ihr gröhlt zum Klang der Harfe, ihr wollt Lieder erfinden wie David. Ihr trinkt den Wein aus großen Humpen, ihr salbt euch mit dem feinsten Öl und sorgt euch nicht über den Untergang des Stammes Josef.

Darum müssen sie jetzt in die Verbannung, allen Verbannten voran. Das Fest der Faulenzer ist nun vorbei.

 


Linkspartei fordert Genderismus fürs Büro

Der Papierkorb, der Bleistift, der Computer: Viele Arbeitsmittel sind männlich. Durch die tägliche Konfrontation mit ihnen drohen deren Benutzer, in patriarchale Denkmuster und Verhaltensweisen zurückzufallen.IMG_2281 - Kopie (2)

Das zumindest fürchtet die Linkspartei in Flensburg. Ihre Ratsfraktion hat daher nun in einem Antrag gefordert, alle Arbeitsmittel aus allen Arbeitsbereichen der öffentlichen Verwaltung geschlechterneutral auszudrücken. Dies gelte „insbesondere für grammatisch mit maskulinem Artikel („der“) bezeichnete Arbeitsgeräte/-mittel“, heißt es in einer Beschlußvorlage für die Sitzung des Gleichstellungsausschusses am 28. September.

Künftig soll es dann nicht mehr „der Radiergummi“ oder „der Schreibtisch“ heißen, sondern: „der/die ScannerIn, der/die ComputerIn, der/die BleistiftanspitzerIn, der/die KopiererIn, der/die StaubsaugerIn“. Weitere Bezeichnungen sollten bestehenden Doppelformen „kreativ nachgebildet“ werden. So zum Beispiel: „der/die Papierkorb/-körbin, der/die Briefkopf/-köpfin, der/die AbfalleimerIn“.

Ganz konsequent ist die Linksfraktion jedoch nicht: So wird die zweiseitige Beschlußvorlange durchgehend männlich als „der Antrag“ bezeichnet.

Quelle und vollständiger Text hier: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2016/linke-fordert-geschlechtergerechte-sprache-fuer-bueromittel/


Denk in frühen Jahren an deinen Schöpfer

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Kohelet 11,9-10.12,1-8:

Freu dich, junger Mann, in deiner Jugend, sei heiteren Herzens in deinen frühen Jahren! Geh auf den Wegen, die dein Herz dir sagt, zu dem, was deine Augen vor sich sehen. Aber sei dir bewusst, dass Gott dich für alles vor Gericht ziehen wird. Von Julia Kesenheimer geschicktVon Julia Kesenheimer geschickt

Halte deinen Sinn von Ärger frei, und schütz deinen Leib vor Krankheit; denn die Jugend und das dunkle Haar sind Windhauch.

Denk an deinen Schöpfer in deinen frühen Jahren, ehe die Tage der Krankheit kommen und die Jahre dich erreichen, von denen du sagen wirst: Ich mag sie nicht!,
ehe Sonne und Licht und Mond und Sterne erlöschen und auch nach dem Regen wieder Wolken aufziehen:

Am Tag, da die Wächter des Hauses zittern, die starken Männer sich krümmen, die Müllerinnen ihre Arbeit einstellen, weil sie zu wenige sind, es dunkel wird bei den Frauen, die aus den Fenstern blicken, und das Tor zur Straße verschlossen wird; wenn das Geräusch der Mühle verstummt, steht man auf beim Zwitschern der Vögel, doch die Töne des Lieds verklingen; selbst vor der Anhöhe fürchtet man sich und vor den Schrecken am Weg; der Mandelbaum blüht, die Heuschrecke schleppt sich dahin, die Frucht der Kaper platzt, doch ein Mensch geht zu seinem ewigen Haus, und die Klagenden ziehen durch die Straßen – ja, ehe die silberne Schnur zerreißt, die goldene Schale bricht, der Krug an der Quelle zerschmettert wird, das Rad zerbrochen in die Grube fällt, der Staub auf die Erde zurückfällt als das, was er war, und der Atem zu Gott zurückkehrt, der ihn gegeben hat.

Windhauch, Windhauch, sagte Kohelet, das ist alles Windhauch.

 


Bayern: Deutliche Mehrheit befürwortet CSU-Forderungen zu Asyl und Burka-Verbot

Eine eindeutige Mehrheit der bayerischen Bevölkerung bejaht die Forderungen der CSU in puncto Zuwanderung, Burka, Leitbild und Integration. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage von „policy matters“ zum Themenbereich Innere Sicherheit, Asyl und Islam. 400px-Csu-logo.svg

Obergrenze:

Die von der CSU geforderte Obergrenze von maximal 200.000 Flüchtlingen im Jahr unterstützen laut dieser Studie 62 Prozent der Befragten. Bemerkenswert ist dabei die Zustimmung über die Parteigrenzen hinweg:

So befürworten 71 Prozent der CSU-Wähler,  81 Prozent der Freien Wähler und 60 Prozent der SPD-Anhänger die Forderung der CSU. Lediglich bei den Grünen ist mit 24 Prozent nur eine Minderheit dieser Ansicht. RTEmagicC_Frau_Verschleiert_jpg

Mehrheit pro Leitkultur / gegen Burka

Weiterhin belegt die Umfrage, dass 81 Prozent der Befragten eine Vollverschleierung, etwa mit einer Burka, ablehnen. 87 Prozent der Bevölkerung sprechen sich zudem für die Leitkultur als Maßstab bei der Integration aus; 67 Prozent wünschen sich sogar eine Verankerung der Leitkultur in der Bayerischen Verfassung.

Die deutlichste Zustimmung gibt es bei der Forderung, dass Einwanderer die deutsche Sprache erlernen (98 Prozent Zustimmung). Weitere 72 Prozent unterstützen den Kurs der CSU bei der Forderung nach dem Einsatz der Bundeswehr im Inneren bei akuter Bedrohungslage und zur Grenzsicherung.


NRW: Salafisten versuchen systematisch, muslimische Flüchtlinge zu radikalisieren

Wie hoch die Dunkelziffer ist, kann niemand sagen. Seit August 2015 sind den Behörden in Nordrhein-Westfalen jedoch 110 Fälle von Anwerbeversuchen von Salafisten bekannt, die Flüchtlinge versucht haben, für ihre Zwecke zu aktivieren. Wie die Extremisten dabei vorgehen, listet Landesinnenminister Jäger in seiner Antwort auf die Anfrage des CDU-Parlamentariers Gregor Golland auf. Golland_002k
 
Sie verteilen Geschenke und Korane, tarnen sich als Dolmetscher, veranstalten Seminare oder versuchen unter dem Deckmantel angeblicher Hilfsorganisationen an Flüchtlinge herauszukommen. Auch Frauen werden gezielt angesprochen. Das Ziel ist die Radikalisierung von Flüchtlingen.

Laut Jäger gehen die Behörden mit einer präventiven und repressiven Doppelstrategie gegen die Salafisten vor. Zum einen werden salafistische Organisationen vom Verfassungsschutz beobachtet. Zum anderen werden Betreiber und Mitarbeiter von Einrichtungen für die Thematik sensibilisiert.
 
Hier erklärt der nordrhein-westfälische CDU-Landtagsabgeordnete Gregor Golland (siehe Foto):

„Wie ein Wolf im Schafspelz treten die Salafisten häufig auf. Von daher ist Achtsamkeit geboten. Hier muss unser Rechtsstaat konsequent durchgreifen. Organisationen, die zum Hass anstacheln und Menschen für ihre Zwecke radikalisieren und instrumentalisieren, gehören verboten. Es darf keine Toleranz gegenüber Intoleranten geben.

Ob die These des Landesregierung richtig ist, dass die Anzahl Versuche rückläufig sind, muss weiterhin hinterfragt werden. Die Bundesregierung geht nach jüngsten Berichten vom Gegenteil aus. Und der Fall des 16-jährigen Syrers aus Köln zeigt, wie schnell Menschen radikalisiert und instrumentalisiert werden können.“

Quelle: http://www.gregor-golland.de/pages/posts/110-anwerbeversuche-von-fluechtlingen-durch-salafisten-in-nrw-1113.php


Christenverfolgung muß ein Dauer-Thema der deutschen Außenpolitik sein

Am gestrigen Freitag befaßte sich der Deutsche Bundestag erstmalig mit einem Bericht der Bundesregierung zur Situation der Religions-und Glaubensfreiheit weltweit. Dazu erklärt der Beauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Franz Josef Jung:

„Für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist die Religions- und Glaubensfreiheit ein wesentlicher Schlüssel für eine friedliche Entwicklung. Weltweit werden rund 100 Millionen Christen aufgrund ihrer Religion bedrängt und verfolgt. Auch Juden, Muslime und andere religiöse Minderheiten leiden in den betroffenen Ländern unter Diskriminierungen aufgrund ihrer Religion. 159481-3x2-teaser296

Der Bericht der Bundesregierung zeigt vielfältige Beispiele einer systematischen Bedrängung und Verfolgung auf, z.B. das Verbot eines öffentlichen Bekenntnisses und religiöser Riten, der Zwang zu einer bestimmten Religion oder auch der erschwerte Zugang zu öffentlichen Ämtern, Dienstleistungen oder Bildung aufgrund einer bestimmten Religion. Viele Konfliktlinien verlaufen unter anderem entlang von religiösen Zugehörigkeiten.

Umso wichtiger ist es, dass das Menschenrecht auf Religionsfreiheit fester Bestandteil der Außenpolitik der Bundesregierung wird.

Aus Sicht der CDU/CSU-Bundestagsfraktion darf es nicht bei diesem ersten Bericht zur Religions- und Glaubensfreiheit bleiben. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion setzt sich dafür ein, den Bericht zur Religions- und Glaubensfreiheit mindestens alle zwei Jahre vorzulegen.

Darüber hinaus brauchen wir in unseren auswärtigen Vertretungen klare Verantwortlichkeiten und eine systematische Befassung mit der Thematik im jeweiligen Land. Damit kann auch die Qualität künftiger Berichte insgesamt weiter optimiert werden.“

Hintergrund:

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hatte gemeinsam mit den Fraktionen von SPD und Grünen die Bundesregierung aufgefordert, einen Bericht zur Situation der Religions- und Glaubensfreiheit weltweit vorzulegen. Am 16. Juni 2016 hatte das Kabinett einen entsprechenden Bericht zur Religions- und Weltanschauungsfreiheit verabschiedet und dem Deutschen Bundestag zugeleitet. Für den Bericht hat das Auswärtige Amt 93 deutsche Auslandsvertretungen weltweit befragt.