Hamburgs neuer Erzbischof gibt glaubenstreuen Katholiken wenig Hoffnung

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Der König ist tot („le roi est mort“). Es lebe der König („vive le roi“)!  – Das war der Ruf, der in der alten Monarchie den neuen König begleitete. Darin drückte sich die Hoffnung auf einen guten Neuanfang aus.

Den Katholiken in Deutschland geht es ähnlich, wenn ein vakanter Bischofsstuhl, wie kürzlich in Hamburg, neu besetzt wird. Denn die katholische Kirche in Deutschland hat Hoffnungsträger bitter nötig. 0000009699_3

Kam es in Hamburg dazu?  – Ein Interview vom 3.8.2015 gibt Aufschluss.

Der neue Erzbischof kann seine Wohnung noch nicht beziehen. Sie wird noch „energetisch saniert“. „Bauzäune sind keine da, auch keine Security, die Neugierige vertreibt wie vor Jahren auf dem Limburger Domberg“. Das meint Joachim Frank, ein ehemaliger katholischer Pfarrer, der Interviewpartner von Erzbischof Heße.

BILD: Dr. Hubert Gindert spricht auf dem von ihm geleiteten Kongreß “Freude am Glauben”

„Eine goldene Badewanne gäbe es auch nicht zu sehen, witzelt Heße nebenan in seinen Diensträumen“, so heißt es im Interview weiter. Eine peinliche Anbiederung, getan in dem Wissen, dass es keine goldene Badewanne in Limburg gab und dass sie nur für die Treue von Bischof Tebartz-van Elst zur Lehre der Kirche herhalten muss. Eine erste Positionierung.

Auf die Frage nach der Art, wie der Erzbischof in seinem Amt “von außen wahrgenommen“ werde, antwortet Heße:

„Also nach mir fragt hier so direkt erst mal keiner. In der pluralen, säkularen Gesellschaft – gerade hier in Hamburg – bin ich einer von vielen. Aber wir werden als Kirche akzeptiert und respektiert. Und: die Politik rechnet mit uns“.

Das klingt durchaus selbstbewusst. Ob „die Kirche akzeptiert“ und „respektiert“ wird und die „Politik mit ihr rechnet“, wird sich zeigen, wenn diese Hamburger Kirche katholische Positionen bezieht.

Erzbischof Heße: “Auf das kath. Lehramt wartet hier keiner”

Zur Kapitalismuskritik in der Enzyklika von Papst Franziskus „laudato si“ gefragt, antwortet Heße:

Ich verstehe den Papst so, dass er zum Dialog aufruft, wie ökologisches Gleichgewicht und soziale Gerechtigkeit weltweit gefördert werden können. Darin könnte bei uns in Hamburg eine Chance liegen, verschiedene Gruppen und Positionen miteinander ins Gespräch zu bringen. Kirche als Moderatorin oder Mediatorin“ und der Interviewer weiter „und nicht als belehrende?“  1523

Darauf sagt Heße: „Auf das katholische Lehramt wartet hier keiner.“

Aber auch, wenn noch keiner auf den Erzbischof zugegangen ist, ist es Heße nicht verwehrt, im Sinn von Papst Franziskus auf die Menschen zuzugehen und sie mit der Lehre der Kirche bekannt zu machen. Denn die erste Aufgabe des Bischofs ist, allen die frohe Botschaft Gottes zu verkünden (vgl. KKK, Ziff 888). Das ist nämlich der Inhalt des katholischen Lehramtes.

Gefragt nach seiner Meinung zum neuen kirchlichen Arbeitsrecht, gibt Erzbischof Heße von sich:

„Mein Standpunkt ist klar: die Änderungen sind richtig und notwendig. Anders könnten wir auch gar nicht weitermachen, weil wir sonst zu wenig qualifizierte Mitarbeiter bekämen, um unsere Einrichtungen zu betreiben, insbesondere unsere 25 katholischen Schulen, die Kitas oder die Beratungsstellen der Caritas mit ihrer großen missionarischen Ausstrahlung. Das neue Arbeitsrecht verpflichtet uns, intensiver zu fragen, was das ‚Katholische‘ unserer Einrichtungen ausmacht.“

Erzbischof Heße findet die Änderungen im Arbeitsrecht, die eine deutliche Minderung der Loyalität und Kirchlichkeit der Mitarbeiter in kirchlichen Einrichtungen zur Folge haben, richtig, weil man sonst keine ausreichende Zahl qualifizierter Mitarbeiter bekäme und „nicht weitermachen“ könne. Gleichzeitig spricht er von einer „großen missionarischen Ausstrahlung“ und von der Verpflichtung „intensiver zu fragen, was das ‚Katholische‘ unserer Einrichtungen ausmacht“.

Papst Benedikts Aufruf zur Entweltlichung

Ein offensichtlicher Widerspruch: Wenn die „missionarische Ausstrahlung“ noch gefragt ist, sollte Erzbischof Heße einmal nachlesen, was Papst Benedikt XVI. in seiner Freiburger Rede am 25. September 2011 zur Entweltlichung gesagt hat. Zur Erinnerung: per ebay

„Um ihrem eigentlichen Auftrag zu genügen, muss die Kirche immer wieder die Anstrengung unternehmen, sich von dieser ihrer Verweltlichung zu lösen und wieder offen auf Gott hin zu werden… Das missionarische Zeugnis der entweltlichten Kirche tritt klarer zu Tage. Die von materiellen und politischen Lasten und Privilegien befreite Kirche kann sich besser und auf wahrhaft christliche Weise der ganzen Welt zuwenden, wirklich weltoffen sein…

D.h. natürlich nicht, sich aus der Welt zurückzuziehen, sondern das Gegenteil. Eine vom weltlichen entlastete Kirche vermag gerade auch im sozial-caritativem Bereich den Menschen, den leidenden wie ihren Helfern, die besondere Lebenskraft des christlichen Glaubens zu vermitteln. Der Liebesdienst ist für die Kirche nicht eine Art Wohlfahrtsaktivität, die man auch anderen überlassen könnte, sondern gehört zu ihrem Wesen, ist unverzichtbarer Wesensausdruck ihrer selbst“.

Um sein Welt- und Kirchenbild zu rechtfertigen, versucht der neue Hamburger Erzbischof, jene Bischofskollegen, die seinen Standpunkt zum neuen kirchlichen Arbeitsrecht nicht teilen, zu unterstellen, sie hätten „Berührungsängste mit ihrer Umgebung“ und wollten eine „Kirche der Reinen“.

Unzutreffende Vereinnahmung eines Papstzitates

Auf die Frage, ob er sich über diese Bischöfe ärgere, äußert Heße: „Was heißt ärgern?… Aber ich frage mich, welches Kirchenbild steht dahinter? Wollen wir eine Kirche sein, die ihren Platz mitten in der Welt hat? Dann müssen wir nahe am Leben der Menschen sein und möglichst viele mitzunehmen versuchen. media-521118-2

Oder wollen wir sozusagen eine Kirche ‚Kirche der Reinen‘ ohne existenzielle Schwierigkeiten und Brüche? Das wäre dann eine kleine, sehr kleine Schar, die nur wenige Berührungspunkte mit ihrer Umgebung hätte. Ich glaube, das ist nicht die Kirche, von der Papst Franziskus sagt: ‚Mir ist eine‘ ‚verbeulte‘ Kirche, die verletzt und beschmutzt ist, weil sie auf die Straße hinausgegangen ist, lieber, als eine Kirche, die aufgrund ihrer Verschlossenheit und ihrer Bequemlichkeit, sich an die eigenen Sicherheiten zu klammern, krank ist“.

Der Versuch von Heße, seinen Standpunkt mit dem Papstzitat zu retten, ist deshalb deplatziert, weil sich Papst Franziskus nicht in dem Sinn geäußert hat, dass eine „verbeulte Kirche“ eine solche ist, die die Lehre Jesu und der Kirche auf ihrem Weg zu den Menschen an den Rändern der Gesellschaft auf dem Altar der Anpassung an den gesellschaftlichen Mainstream opfern kann.

Erzbischof Heße und die “Vielfalt der Lebensformen”

Der Erzbischof outet sich weiter, wenn er über die traditionelle Ehe spricht: „Ich glaube, sie (die Kirche) kann sich den Realitäten des Lebens nicht mehr verschließen.”  –  Auf den Einwurf des Interviewers „Die katholische Kirche (hält) bislang nur ein Idealmodell bereit: die traditionelle Ehe mit Kindern“ reagiert er folgendermaßen:  IMG_1468 - Kopie

„Deswegen sage ich ja: wir müssen auf die Vielfalt der Lebensformen schauen, die nun einmal da sind. Hier bei uns sehe ich natürlich auch gleichgeschlechtliche Paare in den Dom kommen… und wir müssen es doch wertschätzen, wenn in homosexuellen Beziehungen Werte wie Treue und Verlässlichkeit gelebt werden“.

Dazu folgendes: Die Kirche in Deutschland, insbesondere Bischöfe und Pfarrer, haben die „Realitäten des Lebens“ bisher in Predigt, Katechese und in bischöflichen Schreiben kaum zur Kenntnis genommen bzw. Stellung aus der Sicht des Glaubens bezogen.

Es geht nicht darum „auf die Vielfalt der Lebensformen zu schauen“, sondern darauf, aus der Sicht des Glaubens zu antworten. Das ist nämlich nicht geschehen.

Was die häufig strapazierten „Werte von Treue und Verlässlichkeit“ homosexueller Paare betrifft, sollte der Erzbischof einmal die durchschnittliche Dauer homosexueller Beziehungen zur Kenntnis nehmen. Das wäre auch Realitätsbezug. Schließlich langweilen uns allmählich solche allgemeinen Sätze, mit denen unter Getöse offene Tore erstürmt werden, wie sie Heße am Ende des Interviews von sich gibt:

„Ich verstehe den Wunsch der Menschen, dass die Kirche auch nach dem Scheitern einer Ehe für sie da ist und wünsche mir lebbare Formen für die kirchliche Anerkennung und Begleitung, wenn diese Menschen neue Beziehungen eingehen. Ohne deswegen das Ideal der Ehe aufzugeben…“

Es mag schon sein, dass der neue Erzbischof von Hamburg und die dortige Kirche „akzeptiert“ wird; ob sie auch respektiert wird, ist eine ganz andere Frage – und auch, ob die Politik eine solche Kirche braucht. Entscheidend ist aber, ob die Kirche den Auftrag ihres Stifters erfüllt. Das scheint nach den Ausführungen des neuen Hamburger Erzbischofs nicht gesichert zu sein. Die Katholiken in Deutschland sind um eine Hoffnung ärmer.

Unser Autor Prof. Dr. Hubert Gindert ist Herausgeber der Monatszeitschrift FELS und Leiter des Dachverbandes “Forum Deutscher Katholiken”, der den jährlichen Kongreß “Freude am Glauben” veranstaltet


Studie: Irdische “Astronauten” ruhen zwei Monate lang in Schräglage

Test untersucht Auswirkungen der Schwerelosigkeit

Für die nächsten Wochen ist die Forschungseinrichtung :envihab des Deutschen Zentrums für Luft-und Raumfahrt (DLR) das Zuhause von zwölf kerngesunden Männern zwischen 20 und 45 Jahren. DLR_Liegestudie1_l

Die Zwölf sind Probanden einer Langzeit-Bettruhestudie – und werden deshalb nach zweiwöchigen Ausgangsuntersuchungen und -messungen anschließend für zwei Monate im Bett liegen.

Dabei wird ihr Bett zum Kopf hin um sechs Grad nach unten geneigt sein, damit sich ihre Körperflüssigkeiten in Richtung Oberkörper verschieben; ihre Knochen und Muskeln der unteren Körperhälfte werden sich durch die Bewegungslosigkeit abbauen.

“So simulieren wir die Auswirkungen der Schwerelosigkeit im All auf den menschlichen Körper”, sagt DLR-Wissenschaftler Dr. Edwin Mulder, Leiter der Studie, die das DLR im Auftrag der ESA durchführt. “Unsere Probanden sind sozusagen irdische Astronauten.”

Knochenabbau und Gleichgewichtssinn messen

Die Hälfte dieser Probanden wird auf einem speziell entworfenen Trainingsgerät liegend mehrmals in der Woche ein Sprungtraining absolvieren. “Wir wollen herausfinden, ob dieses sehr intensive Training eine effektive Gegenmaßnahme gegen den Knochen- und Muskelabbau sein kann.”

Derzeit müssen Astronauten an Bord der Internationalen Raumstation ISS nämlich über zwei Stunden am Tag Sport treiben, um die negative Effekte ihres Arbeitsplatzes auf ihren Körper möglichst gering zu halten. Mit der Studie im DLR soll nun u. a. untersucht werden, ob andere Übungen sich nicht noch besser als Gegenmaßnahme eignen könnten.

Die Probanden der Trainingsgruppe werden daher fünf bis sechs Mal pro Woche vor allem mit kleinen, kräftigen Sprüngen trainieren. “Ein kurzes, knackiges Training mit einem starken muskulären Reiz – so etwas gibt es im All bisher noch nicht”, erläutert Studienleiter Dr. Edwin Mulder.

90 Experimente für die Forschung

Insgesamt führen die beteiligten Wissenschaftler rund 90 Experimente durch: Neben den Auswirkungen der Inaktivität auf Knochen und Muskeln während der zweimonatigen Bettruhe untersuchen sie Veränderungen des Herz-Kreislauf-Systems, des Gleichgewichtssinns, der Augen, der Thermoregulation oder auch des autonomen Nervensystems. DLR_Liegestudie2_l

Auf die Probanden kommen daher regelmäßig Untersuchungen und Messungen zu. Erfahrungen sammeln für Beruf und Studium Lucas Braunschmidt ist einer der zwölf irdischen Astronauten – kerngesund, wie ausführliche Tests gezeigt haben, ungefähr im Alter eines Astronauten und medizinisch interessiert.

In den 60 Tagen und Nächten, die er im Bett liegen wird, wird die Knochendichte seiner Beine und seiner Hüfte voraussichtlich um zwei bis vier Prozent abnehmen. Die Muskeln in den Beinen und im Rücken werden abbauen – am stärksten ist dabei der Wadenmuskel mit bis zu 25 Prozent betroffen.

Braunschmidt hat gerade seine dreijährige Ausbildung zum Ergotherapeuten erfolgreich abgeschlossen und schiebt die Teilnahme an der Studie vorm Berufsanfang im nächsten Jahr ein: “Mich interessiert die Erfahrung.” Später einmal werde er schließlich Patienten behandeln, die eben diese Erfahrung gemacht hätten. Bettlägerig, angewiesen auf die Hilfe anderer, mit Knochen und Muskeln, die erst wieder aufgebaut werden müssen. (…)

Weitere Studienteilnehmer gesucht

Für eine zweite Studienphase ab Ende Januar werden derzeit noch männliche Probanden zwischen 20 und 50 Jahren gesucht. “Wir benötigen gesunde Teilnehmer, denen bewusst ist, was sie bei der Studie erwartet, und die gut ins Team passen”, erläutert DLR-Studienleiter Dr. Edwin Mulder. 

Nach einem ersten Fragebogen werden Interessierte zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Bevor man als Proband ausgewählt wird, sollten allerdings die Auswertung psychologischer Fragebögen, einer medizinischen Untersuchung und eines psychologischen Interviews positiv ausfallen.

Quelle und vollständiger Text hier: http://www.dlr.de/dlr/presse/desktopdefault.aspx/tabid-10172/213_read-14750/year-all/#/gallery/20372


Münster: “Tag der Heimat” im Rathaus erinnert an Vertreibungsunrecht

CDU-Politiker Heiko Hendriks kritisiert NRW-Landesregierung

Der Kreisverband Münster des BdV (Bund der Vertriebenen) hat am heutigen Sonntag (30. August) im Festsaal des historischen Rathauses von Münster an das leidvolle Schicksal von Millionen deutschen Heimatvertriebenen erinnert.

Das Motto der Veranstaltung lautete: “Vertreibungen sind Unrecht – gestern wie heute”.  PICT0122

Roswitha Möller (siehe Foto) leitet den BdV-Kreisverband seit Jahrzehnten und mußte dabei mehrfach Störungen durch ultralinke Kreise erleben. Diesmal verlief der “Tag der Heimat” erfreulicherweise ohne Antifa-Randale.

Die Festveranstaltung war umrahmt von Aufritten diverser Volkstanzgruppen, darunter der Sudetendeutsche Volkstanzkreis (siehe Foto). Belebt wurde das Programm auch durch musikalische Begleitung und Gesang.

Gemeinsam wurde das Westpreußenlied, Ostpreußenlied, Pommernlied und Schlesierlied gesungen, zudem das Lied der Oberschlesier und einige Heimatgesänge. Zum Abschluß folgte die Nationalhymne: “Einigkeit und Recht und Freiheit…”

Das Ratsmitglied Stefan Leschniok überbrachte die Grüße des Rates der Stadt Münster, Dietrich Aden das Grußwort der OMV (Ost- und Mitteldeutschen Vereinigung der CDU).

Der CDU-Landtagsabgeordnete Haiko Hendriks hielt die Festansprache, die mit starkem Applaus bedacPICT0121ht wurde.

Er übte deutliche Kritik an der rot-grünen Landesregierung, weil diese nicht einmal die kulturellen Anliegen der deutschen Heimatvertriebenen ernst nähme und oft allein schon in der sprachlichen Definition das Unrecht der Vertreibung zu verdrängen versuche.

Zudem müsse entschieden mehr getan werden, um Schülern und Jugendlichen die Geschichte der Deutschen nahezubringen, wozu auch das Schicksal der Heimatvertriebenen aus den östlichen Herkunftsländern gehöre. Auch die staatliche Förderung der Vertriebenenarbeit in NRW müsse sich verbessern, erklärte Henriks.

Der Parlamentarier erinnerte an einen Spruch aus dem römischen Rechtsdenken, wonach “Unrecht keine Zeit kennt”, also keineswegs allein deshalb vom Tisch gefegt werden kann, weil seitdem einige Zeit verstrichen ist. Vielmehr sei die Geschichte eine Lehrmeisterin der Völker und Menschen, daher müsse sie auch im Unterricht angemessen vermittelt werden.

Nach der Veranstaltung im Rathaus folgte der gemeinsame Gang zum Vertriebenen-Gedenkstein in Münster unweit des Hauptbahnhofs.

 


Moses: “Im Gesetz Gottes besteht eure Weisheit in den Augen der Völker”

Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche: Dtn 4,1-2.6-8:

Moses sprach zum Volk: Israel, höre die Gesetze und Rechtsvorschriften, die ich euch zu halten lehre. Hört, und ihr werdet leben, ihr werdet in das Land, das der HERR, der Gott eurer Väter, euch gibt, hineinziehen und es in Besitz nehmen. COLLAGE-BLUSP2

Ihr sollt dem Wortlaut dessen, worauf ich euch verpflichte, nichts hinzufügen und nichts davon wegnehmen; ihr sollt auf die Gebote des HERRN, eures Gottes, achten, auf die ich euch verpflichte.

Ihr sollt auf sie achten und sollt sie halten. Denn darin besteht eure Weisheit und eure Bildung in den Augen der Völker. Wenn sie dieses Gesetzeswerk kennenlernen, müssen sie sagen: In der Tat, diese große Nation ist ein weises und gebildetes Volk.

Denn welche große Nation hätte Götter, die ihr so nah sind, wie Jahwe, unser Gott, uns nah ist, wo immer wir ihn anrufen? Oder welche große Nation besäße Gesetze und Rechtsvorschriften, die so gerecht sind wie alles in dieser Weisung, die ich euch heute vorlege?

 


Prof. Dr. J. Meuthen: EU-Finanzministerium würde Schuldensozialismus bewirken

Zur Forderung der EZB (Europäischen Zentralbank) nach einem EU-Finanzministerium erklärt der Vorsitzende der AfD (Alternative für Deutschland), Prof. Dr. Jörg Meuthen (siehe Foto): k-DSC_7131-160x200

„Das Werben der EZB und des französischen Wirtschaftsministers für ein europäisches Finanzministerium ist gefährlich und für die Mitgliedstaaten der EU der falsche Weg. Er führt direkt in einen europäischen Schuldensozialismus.

Wenn man innerhalb der EZB davon spricht, dass ein solches Finanzministerium Krisen im Eurogebiet besser bewältigen könne, dann bedeutet dies de facto nichts anderes als eine Transferunion, in der die weniger verschuldeten für die höher verschuldeten Mitgliedstaaten haften.

Das widerspricht erneut diametral dem Geist des Vertrages von Maastricht, der die vertragliche Grundlage für die Existenz der Gemeinschaftswährung bildet. Dass das nicht funktionieren kann, zeigen nicht zuletzt die endlosen und ihre Intention dennoch verfehlenden  Rettungspakete für Griechenland.

Es erstaunt nicht, dass eine besondere Befürwortung für diese Idee aus Frankreich kommt. Das hochdefizitäre Land würde sich in einem Schuldensozialismus gern sanieren wollen, indem es seine Schulden auf wirtschaftsstärkere Mitgliedsstaaten wie Deutschland umschichtet.

Die deutschen Steuerzahler würden dann für die verantwortungslose Schuldenmacherei Frankreichs bezahlen müssen. Ein solches Vorgehen wäre hochgradig ungerecht, wirtschaftlich sinnlos und es würde vor allem völlig falsche Anreize setzen. Besonders schlimm ist, dass der deutsche Widerstand gegen diese Idee augenscheinlich zu bröckeln scheint.

Das dürfen wir nicht zulassen. Die AfD warnt die Bundesregierung eindringlich davor, den Forderungen der EZB und Frankreichs nach einem europäischen Finanzministerium nachzugeben. In Verantwortung für die deutschen Bürger und Steuerzahler muss sie jeden Versuch der Einrichtung einer solchen Behörde entschlossen entgegentreten.“


Armenier-Gedenken im Libanon: Einweihung des Genozid-Museums in Byblos

Evangelische Allianz solidarisiert sich mit nahöstlichen Christen

Anlässlich der Einweihung des neuen Genozid-Museums im libanesischen Byblos und der offiziellen Gedenkfeierlichkeiten der Armenisch-Orthodoxen Kirche zum Genozid vor 100 Jahren hat die Weltweite Evangelische Allianz (WEA) mehreren Patriarchen und Führern nahöstlicher Kirchen ihre volle Solidarität und Unterstützung versichert.click

In einem vom Generalsekretär der WEA, Bischof Efraim Tendero, mitunterzeichneten Appell, den Thomas Schirrmacher verlas, forderte die WEA die Christenheit auf, gemeinsam zu verhindern, dass die christlichen Kirchen aus ihren Ursprungsgebieten vertrieben werden.

Dazu sei eine Welle des Gebets, der öffentlichen Solidarisierung, aber auch Mobilisierung politischer Kräfte nötig.

Das Oberhaupt der Armenisch-Orthodoxen Kirche, Katholikos Aram I., schlug ebenfalls den Bogen vom Genozid an den Armeniern vor 100 Jahren zur Lage der Christen im Nahen Osten, die gegenwärtig „dramatisch geschüttelt“ würden. Viele gäben ein klares Zeugnis ihres Glaubens „im Leben und Sterben“.

Das neu eröffnete Museum befindet sich in den Räumlichkeiten eines früheren Waisenheimes mit Namen „Birds Nest“, das von amerikanischen und dänischen evangelischen Missionaren 1915 ins Leben gerufen wurde und von dem aus auf dem Höhepunkt etwa 132.000 armenische Waisenkinder versorgt wurden.

Die Armenisch-Orthodoxe Kirche will mit der Wahl des Platzes, wie der Katholikos erklärte, auch ihren großen Dank an Christen anderer Konfessionen verdeutlichen, die mitgeholfen haben, das Überleben des armenischen Volkes zu sichern.

Stellvertretend für die Nachkommen der Waisenkinder erinnerte Alecco Bezikian an seinen Vater, dessen Namen – Aram Bezikian – das Museum trägt.

Quelle (Text/Foto): www.bucer.de/bq.htmlwww.bucer.de/bq.html 


Allein der Gesetzentwurf von Sensburg & Co. ist verfassungsgemäß

Hedwig von Beverfoerde

In zwei Gutachten ist der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages zum Ergebnis gekommen, dass drei der vier vorliegenden Gesetzentwürfe zur Mitwirkung am Suizid nicht mit dem Grundgesetz zu vereinbaren sind. Sensburg-Dörflinger-Hüppe_2

Der Gesetzentwurf der CDU-Parlamentarier Prof. Dr. Patrick Sensburg und Thomas Dörflinger sowie Hubert Hüppe (siehe Fotos) ist somit der einzige, der einer Überprüfung vor dem Bundesverfassungsgericht standhalten würde.

Bei den drei übrigen Gesetzentwürfen von Michael Brand (CDU) und Kerstin Griese (SPD), von Renate Künast (Grüne) und Petra Sitte (Linke) und der Gruppe um Peter Hintze (CDU) und Prof. Dr. Karl Lauterbach (SPD) bemängeln die Gutachter einen Verstoß gegen das Bestimmtheitsgebot des Grundgesetzes.

Bei Brand beispielsweise werde durch den Entwurf nicht klar, wo die Grenze zwischen verbotener geschäftsmäßiger, auf Wiederholung ausgelegte Suizidmitwirkung und erlaubter Suizidassistenz im Einzelfall verlaufe – auch und gerade für Ärzte, die regelmäßig Sterbende begleiten.

Ausführliche Infos finden Sie hier.

Weitere zahlreiche Artikel im CHRISTLICHEN FORUM über den Sensburg-Entwurf zur “Sterbehilfe”: https://charismatismus.wordpress.com/category/causa-sensburg-entwurf-%C2%A7-217/


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